Tai Chi
Was ist Tai Chi?
Tai-Chi, eigentlich Taijiguan, ist eine Art des chinesischen Schattenboxens, eine Bewegungslehre, die aus einer uralten Kampftechnik
entstand.
Es zählt zu den so genannten „inneren Kampfkünsten“, die als Verteidigungskampfsport mit verschiedenen Waffen ausgeführt wurden und folgt
Teilen der daoistischen Philosophie.
Bis heute kann nicht direkt bestimmt werden, wo die Wurzeln des Taijiguan liegen, aber als Begründer wird der daoistische Mönch Zhang Sanfeng
genannt, der zwischen dem 10- und 14. Jahrhundert in den Klöstern der Wudang-Berge gelebt haben soll. In China wird Taijiguan als Volkssport
betrieben.
Ungefähr um die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde eine waffenlose Art dieses Sports durch den chinesischen Taijinguan- Meister und Arzt Zheng
Manging in Amerika populär. Später setzte sie sich in Europa durch.
Das Tai Chi, wie es in Deutschland gelehrt wird, dient der Entspannung, wirkt Muskelverspannungen und Gelenkproblemen entgegen und soll die
Selbstheilungskräfte und Gesundheit des Körpers fördern. Die einfachen Übungen sind langsame, harmonische und fast meditative Bewegungsabläufe,
die den so genannten „Formen“, der „Bildsprache“ des Taijiguan folgen.
Die meistverwendeten Formen heißen Peking und Yang und bestehen aus 24 bzw. 37 „Bildern“. Tai Chi sollte bei einem ausgebildeten Tai
Chi-Meister erlernt werden, ist danach aber problemlos allein durchführbar.
Die „Formen“ sind gut erlern- und ausführbar und für fast jede Altersgruppe geeignet. Die wohltuende Wirkung des Tai- Chi ist auch der
Schulmedizin nicht verborgen geblieben.
Krankenkassen übernehmen meist den größten Teil der Kursgebühren im Rahmen der gesundheitlichen Prävention. In vielen Kurkliniken gehört Tai
Chi zum Kursangebot für Rehabilitanden.
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