Unfruchtbarkeit? Zeugungsunfähigkeit? Unfruchtbar? Ungewollt Kinderlos?

Die Sterilität ist die Unfruchtbarkeit der Frau bzw. die Zeugungsunfähigkeit des Mannes.

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Unfruchtbarkeit bei Frauen

Bei der Frau unterscheidet man in primäre Sterilität (=bisher noch nie schwanger gewesen) und sekundäre Sterilität (=bereits vorausgegangene Schwangerschaft).

Ursächlich können organische Störungen der Geschlechtsorgane sein (z.B. Störungen des Eisprungs, Eileiterstörungen nach Entzündungen oder Endometriose, Eierstockabszess, Gebärmutterstörungen durch gutartige Geschwulste/Myome, Gebärmutterhalsveränderungen bei vorausgegangenen Entzündungen oder Eingriffen wie Konisationen, vaginale Fehlbildungen) oder Störungen in anderen Körperbereichen (z.B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Übergewicht, Magersucht, Alkohol, Rauchen).

Recht häufig kommt bei Frauen ein so genanntes Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom) vor, eine vielschichtige Stoffwechselstörung, die unter anderem zu Unfruchtbarkeit führt. Seltener bildet der weibliche Organismus Antikörper gegen Spermien. Diese werden dann bereits im Zervixschleim angegriffen und „unschädlich“ gemacht, so dass die weibliche Eizelle nicht befruchtet werden kann. Die Fruchtbarkeit der Frau nimmt im Alter natürlicherweise deutlich ab.

Unfruchtbarkeit bei Männern

Die Sterilität bzw. die Unfruchtbarkeit des Mannes ist im Wesentlichen durch eine herabgesetzte Spermienqualität begründet. Es können zu wenig bis gar keine Spermien produziert werden oder / und eine schlechte Beweglichkeit der Spermien bestehen.

Ursächlich dafür sind unter anderem Alkohol- oder Drogenkonsum oder Hodenstörungen (z.B. nach Verletzungen, Infektionen, Entwicklungsstörungen).

Auch beim Mann können Hormonstörungen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion) oder eine meist durch Entzündungen bedingte Verlegung der Samenwege Ursache sein (z.B. Samenleiterentzündung, Prostataentzündung, Harnröhrenentzündung).

So kann beispielsweise eine Mumpserkrankung im Jugend- oder Erwachsenenalter dazu führen, dass die Samenwege sich entzünden und verkleben. Durch Infektionen oder Operationen kann es außerdem passieren, dass die natürliche Blut-Hoden-Schranke zerstört wird. Dann ist es möglich, dass das eigene Abwehrsystem Antikörper gegen die Spermien bildet und diese angreift, so dass es zu keiner Befruchtung kommen kann.

Aber auch Hitze kann die Spermienqualität zeitweise herabsetzen. Man nimmt außerdem an, dass eine Hodenkrampfader die Temperatur im Hoden so stark erhöht, dass die Spermien zeitlebens nicht optimal gebildet werden können. Auch ein Hodenhochstand führt dazu, dass sich die Hitze in den Keimdrüsen staut, so dass die Spermienqualität sehr stark minimiert wird.

Beim Klinefelter-Syndrom besitzen alle Zellen des Mannes zwei X- und ein Y-Chromosom (XXY), anstatt der für Männer üblichen XY-Konstellation. Viele der Betroffenen zeigen äußerlich keine Auffälligkeiten, doch die Spermienproduktion bleibt meist völlig aus. Bei der ebenfalls genetisch bedingten Globozoospermie fehlt dem Spermium das Akrosom (Kopfkappe). Obwohl die Spermienqualität ausreichend ist, kann es zu keiner natürlichen Befruchtung kommen, da die Enzyme des Akrosoms für das Eindringen der Samenzelle in die Eizelle essentiell sind.
Ebenso wie bei der Frau können Übergewicht oder Magersucht auch beim Mann zu einer Unfruchtbarkeit führen. Zwar sind Männer potentiell bis ins hohe Alter hinein fruchtbar, doch nimmt die Spermienqualität im Laufe der Zeit ebenfalls immer weiter ab.

Allgemein schädigen zu hohe Strahlenbelastungen (z.B. Röntgenstrahlung) die Geschlechtszellen (Eizellen und Spermien). Auch eine Blutarmut (z.B. durch Vitamin B12-Mangel) kann Unfruchtbarkeit beider Geschlechter bedingen.

Eine allgemeine Abnahme der männlichen Spermienzahl konnte in Untersuchungen 2010 nicht bestätigt werden.

siehe auch: Kinderwunsch - Schwangerschaft - Stoffwechselprobleme

Sprache der Symptome

Es kommt aber oft vor, dass gar kein organisches Hindernis besteht. Dann bekommen Sie zu hören: „Es ist alles in Ordnung, Sie müssten eigentlich schwanger werden können.“ An diesem Punkt ist es an der Zeit, sich einmal die seelischen Hintergründe anzuschauen.

Allerdings brauchen Sie dafür die Hilfe eines Therapeuten. Gute Erfahrung haben viele Frauen mit einer Regressions-Therapie gemacht. Die Blockade kann durchaus in einem früheren Leben liegen. Ein sich selbst erfüllendes Versprechen: „Ich will nie wieder Kinder haben“ kann durchaus bis heute wirken.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber

Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Unfruchtbarkeit in Frage kommen.

Die Frage die sich viele Paare stellen, die ungewollt kinderlos sind: Was tun bei Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit?

Wenn o.a. organische Ursachen ausgeschlossen sind, bieten vor allem verschiedene Naturheilverfahren und Verfahren aus der alternativen Medizin wirkliche Hilfe.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Sehr gute Erfahrungen macht man mit dem Tonisieren des so genannten Kleinen Kreislaufs, (dies ist der Hauptmeridian, der längs um die Körpermitte fließt) um die Energie in der Körpermitte zum fließen zu bringen. Ich selbst bin dadurch mitbeteiligt an manchem Nachwuchs.
Akupunktur Akupunktur ist sicher einen Versuch wert.
Entgiftung und Entschlackung In der Naturheilkunde und Alternativmedizin sind Entgiftung und Entschlackung feste Begriffe. Leider werden diese von einigen Medizinern "belächelt". Leider oftmals in Unkenntnis was die Verfahren der Alternativmedizin hier leisten können. Liegen keine organischen Hindernisse vor kann ich nur empfehlen es mit einer Fastenkur zu versuchen. Mehr dazu auch unter: Fasten bei Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit.
Homöopathie In der Kinderwunsch-Behandlung ist die sog. Eugenische Kur hilfreich: diese "Kur" muss vor einer geplanten Schwangerschaft durchgeführt werden. Diese besteht im Individualfall aus den Nosoden aller zuvor durchgemachten Infektionskrankheiten. Wenn man nicht individualisieren will / kann, gibt man die standardisierte Eugenische Kur:
1. Monat: Tuberculinum C200
2. Monat: Medorrhinum C200
3. Monat: Luesinum C200
4. Monat: Sulfur C200.
Jeden Monat gibt man nur das eine Mittel: einmalig drei bis fünf Globuli, einmal im Monat.
Orthomolekular-Medizin Oft führt ein Zink-Mangel zu diesem Problem.
Sanum Therapie

Leitmittel: Chrysocor 2ml in 2 Eßlöffel Kamillentee mischen und täglich einmal trinken. Zusätzlich: Sanukehl Pseu D6 Tropfen im täglichen Wechsel mit Sanukehl Serra D6 Tropfen jeweils 10 Tropfen einnehmen. Utilin S schwach 1 Kapsel wöchentlich;

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Schüssler-Salze Calcium sulfuricum Nr. 12
Zahnstörfeld

Wurzelbehandelte Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich. Gerade wenn andere organische Ursachen ausgeschlossen sind rate ich dazu Amalgam und eventuelle Schwermetallbelastungen auszuleiten und tote Zähne entfernen zu lassen.

Ernährung Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist das A und O bei bestehendem Kinderwunsch. Denn für die Entwicklung der Keimzellen und die Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft benötigt der Organismus verschiedenste Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren.
Lebensweise Nikotin, Alkohol, Koffein, Stress und Schlafentzug können dem Körper sehr zu schaffen machen und wichtige Funktionen hemmen. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft hingegen bringt nicht nur den Kreislauf, sondern auch den Hormonhaushalt in Schwung.
Heilpflanzen Zahlreiche Heilpflanzen werden mittlerweile auch von Medizinern zur Unterstützung der Fruchtbarkeit empfohlen. Sie gelten als sanfte Alternative zu chemischen Medikamenten. Bekanntestes Beispiel sind Mönchspfeffer-Präparate, die bei einer Gelbkörperschwäche hervorragend wirken können.

Diese Seite wurde letztmalig am 10.7.2012 aktualisiert.

Der kostenlose Gesundheits-Newsletter von Heilpraktiker René Gräber