Aspirin - Die AcetylsalicylsäureWirkung, Nebenwirkungen, Dosierung, Studien und
Wechselwirkungen
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Aspirin ist den meisten als Schmerzmittel bekannt. Der Wirkstoff in Aspirin ist die
Acetysalcylsäure - kurz "ASS" genannt. Der Begriff Aspirin ist der Handelsname unter dem die Firma Bayer das Mittel
anbietet.
Aber die Acetylsalicylsäure findet sich auch in einer Vielzahl anderer Präparate wieder. Die
gebräuchlichsten Handelsnamen sind neben Aspirin: Togal und Godamed oder einfach nur ASS, wie zum Beispiell ASS
ratiopharm. Bisher sind die verschiedenen Darreichungsformen und Dosierungen frei verkäuflich, eine Rezeptpflicht
für stärker wirkende Präparate wird jedoch diskutiert, da der Wirkstoff eine Reihe von Nebenwirkungen aufweist.
Die der Gruppe der Salicylsäure-Derivate zugehörige
Acetylsalicylsäure (ASS) ist eins der meistverwendeten nicht-opioiden
Schmerzmittel auf dem Markt weltweit. Der Wirkstoff weist eine allgemein gute Verträglichkeit auf.
ASS ist antipyretisch (fiebersenkend) sowie antiphlogistisch (entzündungshemmend) und fungiert daneben als
wichtigster Thrombozytenaggregationshemmer.
Neben den üblichen Darreichungsformen wie Tabletten, Brausetabletten, Zäpfchen (Suppositorien) und Injektions-
bzw. Infusionslösungen wird der Wirkstoff auch in einer gut wasserlöslichen Form (Handelsname Aspisol, als
L-Lysin) zur intravenösen sowie oralen Anwendung angeboten.
Allgemeine Anwendungsgebiete und Wirkungen von ASS
Die Acetylsalicylsäure wird eingesetzt bei leichten bis mäßigen Schmerzempfindungen (z.B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Regelschmerzen), zur Senkung von erhöhten
Körpertemperaturen - Fieber (z.B. im Rahmen eines
grippalen Infekts) sowie als Kombinationspräparat bei der
Behandlung von Migräne.
Aber es gibt noch andere weniger bekannte Anwendungsgebiete:
Im Tierversuch hemmt Aspirin das Tumorwachstum.(3) Beim Menschen kann es das Risiko an Krebs zu
erkranken oder an einer Krebserkrankung zu sterben senken, wie eine Untersuchung an Frauen nach der Menopause
zeigte.(4)
Aber vor allem der schützende Effekt einer niedrigen Dosis Aspirin (75 bis 100 Milligramm täglich) auf
Krankheiten wie Gefäßverschluss bis hin zum Herzinfarkt oder Hirnschlag, Angina, Arterienerkrankungen oder
Herzflimmern ist gut belegt und wird als schützende Langzeitbehandlung von Patienten verwendet, die einen
Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke erlitten haben.(5) Als Hemmer der
Thrombozytenaggregation (verhindert das Verklumpen von Blutplättchen) soll es einem Schlaganfall vorbeugen und die Verstopfung feiner Gefäße im Bereich des
Herzens (Herzkranzgefäße) vermeiden.
Solche Patienten bekommen allerdings immer mehrere Mittel verordnet und genau können gravierende Probleme
beginnen. Mehr dazu weiter unten unter dem Punkt: Wechselwirkungen.
Schauen wir einmal, was mit der Acetylsalicylsäure im Körper passiert:
Nach der Aufnahme in den Organismus wird der Wirkstoff rasch resorbiert und zu einem hohen Prozentsatz in der
Leber umgewandelt. Acetylsalicylsäure weist eine kurze
Plasmahalbwertszeit von ca. fünfzehn Minuten auf (das wegen seiner vielen Nebenwirkungen nicht mehr verwendete
Salicylat dagegen eine Zeit von bis zu drei Stunden). Nach der Umwandlung in der Leber erfolgt die Ausscheidung
über das Nierensystem.
Bis Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wusste man gar nicht, warum Aspirin eigentlich wirkt -
dennoch wurde es fleißig genommen und verordnet. Ich erwähne dies nur mal am Rand, weil es bei der Homöopathie
letztlich auch noch nicht genau bekannt ist, warum diese wirkt.
Nun, bei Aspirin wissen wir es nun allerdings: Die Acetylsalicylsäure heftet sich an ein Enzym, welches
Prostaglandine herstellt. Diese Prostaglandine spielen eine Rolle bei der Regulation der
Blutgerinnung und bei Entzündungen. Durch die Anlagerung verhindert die
Acetylsalicylsäure die Bildung von Prostaglandinen. Dadurch sind Entzündungen seltener. Das lindert den
Schmerz.
Je nach Verwendung ist die Dosierung des Wirkstoffs unterschiedlich. Zur Senkung von Fieber oder der Linderung von Schmerzen werden in der Regel 500 bis 1000 mg pro Tag verordnet. Zur Aufrechterhaltung
einer regelhaften Blutzirkulation reichen bereits Dosen von 100 bis 300 mg pro Tag aus. Insgesamt sollte die
Tageshöchstmenge von drei Gramm nicht überschritten werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
Schauen wir uns einmal die gängigen und bekannteren Nebenwirkungen an.
Nebenwirkungen die auftreten könnten:
Bei Verwendung als Thrombozytenaggregationshemmer liegt die tägliche Dosierung bei bis zu 300 mg. Gängig sind
eher 75 bis 100mg. Durch die langandauernde Einnahme kann es vor allem zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt (z.B.
Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfälle, Mikroblutungen der Schleimhaut) kommen. Das ist
auch allgemein bekannt.
Eine Verwendung höher dosierter Präparate kann die Entstehung von Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Ohrensausen sowie schweren
gastrointestinalen Blutungen (durch Geschwüren, die zu einem Durchbruch führen). In seltenen Fällen zeigen sich
allergische Reaktionen (z.B. durch Rötungen,
Schwellungen oder auch Pustelbildungen auf der Hautoberfläche), Atemprobleme, ein Blutdruckabfall, Nasenbluten oder Zahnfleischbluten sowie die Beeinträchtigung
von Leberfunktionen und Nierenfunktion.
Bedingt durch die gehemmte Verklumpung der Blutplättchen verlängert sich die Blutungszeit bei (inneren und äußeren) Wunden, eine Anämie (Blutarmut, z.B. Eisenmangel-Anämie) ist möglich.
Acetylsalicylsäure wird gerne gegen Kopfschmerzen genommen. Der Missbrauch kann jedoch
einen gegenteiligen Effekt verursachen, der zu einem gesteigerten Schmerzempfinden führt. Daneben sollte der
Wirkstoff nicht in Kombination mit Alkohol eingenommen werden, da sich hierdurch die Wirkung drastisch erhöht und
die Gefahr einer Geschwürbildung besteht.
Die Einnahme in Kombination mit anderen Medikamenten sollte immer ärztlich
abgeklärt werden. Vielfach kann es zu einer Verstärkung der verschiedenen Wirkstoffe kommen, zum Teil sind diese
aber auch gesenkt oder sogar vollständig gelöscht (z.B. hebt die Einnahme des Wirkstoffs Ibuprofen die blutverdünnende Wirkung der Acetylsalicylsäure auf).
In einigen Fällen ist die Einnahme acetylsalicylsäurehaltiger Medikamente überhaupt nicht
angebracht und sollte vorher medizinisch abgeklärt werden. Dies betrifft im Besonderen die
Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, bereits vorhandene Geschwüre im Magen-Darm-Trakt, Erkrankungen der
Blutgerinnung sowie Leberschäden und Nierenschäden.
Vor Operationen muss das Medikament abgesetzt werden, um die Blutungszeit wieder zu
normalisieren. Bei Verwendung von Methotrexat (unter anderem Chemotherapeutikum, Antirheumatikum) ist von der Einnahme abzuraten. Eine bestehende
Schwangerschaft sollte bereits über das
erste Tertiär fortgeschritten sein, um ungewollte Schäden am Ungeborenen zu vermeiden.
Vorsicht bei Kompbination mit anderen Medikamenten: Die Wechselwirkungen!
Eine Medikation mit Aspirin oder anderen Mitteln ist nicht immer harmlos, vor allem dann nicht, wenn man andere
Medikamente einnimmt.
In Kombination mit Mitteln, die bei Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen eingesetzt werden, können sich
möglicherweise gefährliche Wechselwirkungen ergeben. Aspirin wird jedoch oft als Ergänzung zu blutdrucksenkenden
Mitteln nach einem Herzinfarkt gegeben. Eine kontroverse Diskussion um mögliche, gefährliche Wechselwirkungen und
das Risiko ernster Nebenwirkungen bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird seit vielen Jahren lebhaft
geführt, ohne dass bislang eine eindeutige Lösung gefunden wurde.
ACE-Hemmer gehören zu den Medikamenten, die Herzkranke einnehmen müssen und die häufig mit Aspirin kombiniert
werden. Das Enzym ACE (Angiotensin-konvertierendes Enzym) stellt das Hormon Angiotensin II aus seiner Vorstufe her.
Dieses Hormon wirkt gefäßverengend und erhöht dadurch den Blutdruck. Zur Behandlung des Bluthochdruckes
(Hypertonie) oder einer chronischen Herzinsuffizienz werden daher ACE-Hemmer eingesetzt, die das Enzym
inaktivieren. Der Wirkstoff, der zuerst in Schlangengift entdeckt wurde, gehört heute in Deutschland zu den
umsatzstärksten Arzneimitteln. Auch nach einem Herzinfarkt wird Patienten oft ein ACE-Hemmer, teilweise in
Kombination mit Aspirin gegeben. Schon früh wurden Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. So verstärken
ACE-Hemmer die Wirkung von Immunsuppressiva und schwächen die Wirkung von Antidiabetika. Daneben existieren
Hinweise, dass auch die Kombination mit Aspirin zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. Eine Studie versuchte 2001
diese Wechselwirkung zu beurteilen. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass in den kritischen ersten fünf Wochen
nach dem Infarkt beide Medikamente gegeben werden sollten, da sich dies positiv auf die Gesundheit des Patienten
auswirkte, während es in dieser Zeitspanne nicht zu Wechselwirkungen kam. Trotz ungesicherter Sachlage wird in der
Studie empfohlen, Aspirin nach dieser Phase wegen möglicher Risiken abzusetzen.(6) Eine niederländische Studie
untersuchte die Wirkung des ACE-Hemmers Captopril in Kombination mit einer niedrigen Dosis Aspirin (≤ 100 mg
täglich) und fand im Zeitraum von einem Jahr nach dem Infarkt keine Schwächung der Wirkung von Captopril.
Unabhängig davon reduzierte das Aspirin die Ausdehnung der linksventrikulären Herzkammer.(7) Studien mit anderen
ACE-Hemmern zeigten dagegen, dass Aspirin deren Wirkung abschwächen kann, zum Beispiel bei Enalapril, so dass man
im Einzelfall gründlich abwägen muss.(8) Doch die Gabe beider Medikamente, ACE-Hemmer und Aspirin, bei
Herzkrankheiten hat sich als erfolgreich und weitgehend sicher erwiesen und sich in vielen Kliniken durchgesetzt.
Eine israelische Studie an über 11.000 Patienten über fünf Jahre konnte zudem belegen, dass die Gabe von
ACE-Hemmern zusammen mit Aspirin mit einer geringeren Mortalität der Patienten einhergeht als die Verabreichung der
Hemmer allein. Daher wird von den israelischen Kardiologen empfohlen, auch weiterhin beide Medikamente zu
kombinieren.(9) Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2003 unterstützt die Annahme, dass die Verwendung beider
Medikamente zusammen bei Herzproblemen sicher ist. Die Dosis an Aspirin wird dabei nicht angegeben und eine
unterschiedliche Mortalitätsrate konnte nicht bestätigt werden.(10)
Doch viele neuere Studien schränken den Optimismus früherer Untersuchungen wieder ein und zeigen auf, dass nicht
nur Aspirin, sondern auch andere nichtsteroidale Antirheumatika ein Gesundheitsrisiko insbesondere für Menschen mit
Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen könnten. Zu den nichtsteroidalen Antirheumatika gehören frei erhältliche
Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Naproxen oder das verschreibungspflichtige Diclofenac.
Die häufige Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (≥ 22 Tage im Monat) erhöht das Risiko cardiovasculärer
Erkrankungen um den Faktor 1,44 und die Einnahme von mehr als 15 Tabletten pro Woche sogar um den Faktor 1,86, wie
eine Studie an über 70.000 Frauen über zwölf Jahre zeigte.(11)
Eine dänische Studie zeigte 2006, dass täglich eingenommene, hohe Dosen von 1200 Milligramm Ibuprofen oder 100
Milligramm Diclofenac das Risiko eines neuen Infarktes oder Todes von Patienten nach einem Herzinfarkt erhöht.
Während eine geringere Dosis Ibuprofen das Risiko senkt, verdoppelt die hohe Dosis es. Bei Diclofenac unterscheidet
sich das relative Risiko von dem der Vergleichsgruppe sogar um den Faktor vier. Die Auswirkung einer
Aspirin-Einnahme wurde nicht untersucht.(12)
2008 wurde in Dänemark eine Studie an über 58.000 Patienten durchgeführt, die einen Herzinfarkt erlitten hatten.
Die Auswertung ergab, dass das Mortalitätsrisiko sich durch die Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika
dosisabhängig erhöht. Zudem ergaben sich Hinweise, dass auch das Risiko eines Folgeinfarktes durch die Einnahme der
Antirheumatika steigen könnte. Die Forscher raten daher zu besonderer Sorgfalt bei der Medikation von Patienten
nach einem Herzinfarkt.(13)
Auch eine aktuelle Studie aus den USA wirft neue Fragen nach der Sicherheit von Medikamenten wie Aspirin bei
Bluthochdruck und Erkrankungen der Herzkranzgefäße auf. Laut der 2011 veröffentlichten Studie erhöht die
regelmäßige Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika das Risiko von Infarkt, Schlaganfall oder Tod um 47
Prozent. Für die Studie wurden über 20.000 Patienten mit Bluthochdruck oder Erkrankungen der Herzkranzgefäße
befragt und verzeichnet, wie viele in den 2,7 Jahren der Studienlaufzeit einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder den
Tod erlitten. Doch birgt eine Untersuchung aufgrund von Patientenaussagen immer ein Risiko an Unwägbarkeiten und
Fehlern. Zudem beklagen die Forscher, dass die Sachlage in dieser Frage immer noch nicht ausreichend geklärt ist
und erst wenige Daten dazu vorliegen. Mehr noch, die bisher durchgeführten Studien widersprechen sich oft oder
lassen kritische Werte, wie den Blutdruck außer Acht. Auch in dieser Untersuchung wurden wichtige Informationen wie
die Art und Dosierung der Antirheumatika nicht miteinbezogen.(14) Dabei kann beides für das Risiko ernster
Nebenwirkungen ausschlaggebend sein.
Eine ebenfalls 2011 veröffentlichte Studie aus Madrid wies im Gegensatz zur US-Studie nach, dass die Einnahme
von Aspirin in niedriger Dosierung (≤ 300 mg täglich) sicher ist. Wird das Aspirin abgesetzt, erhöht sich die
Gefahr eines Herzinfarktes sogar wieder, so die Forscher.(15)
Auch die Art des Antirheumatikums ist für das Risiko von schweren Nebenwirkungen wichtig. Naproxen kann für
Menschen mit cardiovaskulären Krankheiten eine bessere Wahl sein als viele andere Mittel, wie 2009 in einer
Untersuchung an über 48.000 Patienten gezeigt wurde. Es erwies sich als deutlich sicherer als die ebenfalls
untersuchten Wirkstoffe Diclofenac, Ibuprofen, Celecoxib und Rofecoxib.(16)
Auch nach Sichtung verschiedener Studien wurde Naproxen neben Ibuprofen in einem Review als sicher
eingestuft.(17) Doch konnte diese Einstufung für Ibuprofen nicht gehalten werden. So erhöht Ibuprofen bei
wiederholter Einnahme den Blutdruck, was bei Bluthochdruck-Patienten ein Risiko darstellt, oder verursacht
Bluthochdruck bei Gesunden.(18)
In einer aktuellen Meta-Analyse von Patienten- und Forschungsdaten von über 100.000 Patienten erwies sich das
Mittel außerdem als das mit dem höchsten Risiko für Schlaganfälle. Untersucht wurden die Wirkstoffe Naproxen,
Ibuprofen, Diclofenac, Celecoxib, Etoricoxib, Rofecoxib sowie Lumiracoxib. Auch hier schnitt Naproxen mit dem
niedrigsten Risiko am besten ab. Doch obwohl die Studie groß angelegt war und zahlreiche Daten verarbeitet wurden,
wollen die Wissenschaftler sich nicht mit Sicherheit auf das Gefahrenpotential der Medikamente festlegen. Trotz
Unsicherheiten wollten sie keins der Mittel als „sicher“ für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einstufen und empfehlen,
immer das cardiovaskuläre Risiko des Einzelnen zu betrachten, wenn man eins dieser Medikamente verschreibt.(19)
Patienten sollten verschiedene Antirheumatika zudem nicht gleichzeitig einnehmen. Zwar ist auch hier die
Sachlage nicht endgültig geklärt, doch zeigen mehrere Studien, dass sich das Risiko eines Folgeinfarktes oder Todes
erhöhen kann, wenn Aspirin und Ibuprofen zusammen eingenommen werden.(20)(21) In einer anderen Untersuchung konnte
das erhöhte Risiko dagegen nicht bestätigt werden.(22)
Fazit
Die schwierige Sachlage zeigt einmal mehr, dass man mit jedem Medikament verantwortungsbewusst umgehen muss. Es
bleibt zu hoffen, dass weitere Untersuchungen mehr Klarheit bringen, vor allem da Antirheumatika weitverbreitet
sind. Sie werden häufig zur Selbstmedikation bei vorübergehenden Schmerzen eingesetzt, aber auch bei chronischen
Schmerzen verschrieben und über lange Zeiträume eingenommen.
Doch grade die häufige Einnahme ist mit Risiken verbunden. Die gelegentliche Einnahme der Mittel bei Schmerzen
kann dagegen als relativ sicher betrachtet werden.
Wer sich selbst therapiert, kann es bei Schmerzen mit Medikamenten mit dem Wirkstoff Naproxen versuchen, der ein
geringeres Risiko darstellt als andere Mittel.
Bei einer Verschreibung solcher Medikamente, langfristiger Einnahme oder gleichzeitig vorliegenden
cardiovaskulären Erkrankungen sollte man mit seinem Therapeuten über das Risiko sprechen. Geringere Dosierung und
die Wahl eines relativ sicheren Mittels können langfristig eine gute Wahl sein, so dass der Nutzen das Risiko
überwiegt.
Dieser Beitrag wurde letzmalig am 25.10.2011 aktualisiert.

Quellen:
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