Der Begriff Nervosität ist jedem Menschen geläufig, wird jedoch durch seine vielfältigen Facetten unterschiedlich interpretiert und erlebt.
Medizinisch betrachtet begründet sich Nervosität auf nerval gesteuerte Reaktionen des Organismus auf bestimmte Reize (Auslöser), wodurch sie für viele Menschen nur schwer greifbar erscheint. Generell verbindet man Nervosität mit einem veränderten Gemütszustand, z.B. in Form von Anspannung, innerer Unruhe oder auch hektischem Verhalten, wodurch es zu verschiedenen Symptomen kommen kann.
Die meist körperlichen Anzeichen einer Nervosität sind auf Reaktionen des vegetativen Nervensystems (Sympathikus, Parasympathikus) zurückzuführen, welches nicht willkürlich beeinflusst werden kann.
Der Sympathikus (verantwortlich für Spannungszustände) verursacht durch die anstehende Situation die Ausschüttung bestimmter Hormone, welche letztendlich zur Nervosität führen. Der Parasympathikus wirkt entgegen und führt zu einer Drosselung der Symptomatik.
Nervosität lässt sich grob in drei Formen unterteilen
So zeigen sich die der Nervosität zugeordneten Merkmale kurzfristig bei Stresssituationen (z.B. Prüfungen, Vorstellungsgespräch), einer Anspannung (z.B. ausgelöst durch Angst, zu hohen Erwartungen) oder bei bevorstehenden unbekannten Situationen (z.B. Berufswechsel, Änderung der Lebensgewohnheiten).
Nervosität kann daneben aber auch eine kaum veränderbare Wesenseigenschaft sein, die einen Menschen auszeichnet. Als Beispiel wird hier gerne das sehr lebhafte (hibbelige) Kind genommen, welches sich kaum bändigen lässt, und einem „Zappelphilipp“ ähnelt.
Als dritte Form zu unterscheiden ist die krankhafte Nervosität, die sich häufig als Begleitsymptom von psychischen Leiden entwickelt (oder auf eine Störung des vegetativen Nervensystems zurückzuführen ist). Nervosität kann sich auch dauerhaft manifestieren, wenn die Nervosität nach einer überstandenen Stresssituation (oder Prüfung, etc.) nicht abebbt sondern bestehen bleibt.
Symptome
Nervosität äußert sich bei den Betroffenen unterschiedlich (zum Teil auf ein Organ beschränkt oder zum Teil den ganzen Körper betreffend), weist jedoch sehr typische Symptome auf.
Hierzu zählen der veränderte Gemütszustand (man wirkt unruhig, gestresst), Körperzittern (vor allem an den Händen zu beobachten), Schweißausbrüche, rasche Augenbewegungen und eine meist schnellere Aussprache (mit höherer oder lauterer Stimmlage).
Betroffene wirken auf ihr Umfeld fahrig und hektisch, deutlich sichtbar an raschen Bewegungen und unruhigen Handbewegungen (typisch ist auch das „Nesteln“ mit den Fingern). Sie wechseln schnell die Stimmung, sind rasch reizbar und zum Teil unkonzentriert.
Der gesamte Körper von nervösen Menschen wirkt angespannt („wie unter Strom“). Lässt die Situation nach, klagen Betroffene häufig nach einiger Zeit unter muskelkaterähnlichen Beschwerden oder auch Kopfschmerzen.
Magen und Darm reagieren mit Unwohlsein, was sich z.B. in häufigem Aufstoßen, Magenschmerzen, Übelkeit, Blähungen oder Durchfall äußert. Daneben ist auch ein vermehrter Harndrang zu beobachten.
Anhaltende Nervosität kann sich auf den gesamten Organismus auswirken. Dies zeigt sich besonders in einer erhöhten Infektanfälligkeit (z.B. in Form von Erkältungen oder Fieber), da das Immunsystem durch die Dauerbelastung eine geringere Abwehrbereitschaft ausbildet.
Die kurzfristige Nervosität ist ein physiologischer Prozess, der keiner medizinischen Abklärung bzw. Behandlung bedarf. Es gibt jedoch Mittel und Methoden, Nervosität besser zu kontrollieren, um den anstehenden Situationen gelassener entgegentreten zu können. Viele Stresssituationen lassen sich z.B. durch ein geändertes Zeitmanagement vermeiden. Nervosität vor Prüfungen (Prüfungsangst) entsteht z.B. häufig durch eine unzureichende oder zu kurze Vorbereitung. Was dabei helfen kann ? Autogenes Training bei Prüfungsangst.
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Vor allem wenn Sie für den Erhalt der Homöopathie sind, sollten Sie sich unbedingt dazu eintragen, denn die „Politik“ und etablierte Medizinerschaft ist bestrebt die Homöopathie zu verbieten und / oder abzuschaffen!
Schulmedizinische Therapie
Die Pharmaindustrie bietet eine Fülle an rezeptpflichtigen Substanzen an, die bei Nervosität „unterstützend“ verordnet werden. Sie sollen die Symptome (gezielt oder allgemein) verringern und sollen daneben zum Teil auch der Stimmungsaufhellung dienen.
Hier rate ich allerdings zu extremer Vorsicht! Manche Ärzte sind mit der Verschreibung von Antidepressiva sehr rasch zu Hand. Was ich von dieser Medikamentengruppe halte, beschreibe ich in meinem Beitrag: Antidepressiva – Lebensgefährliche Placebos?
Das Einhalten von Pausen und Ruhephasen ist wichtig, um dem Körper die Möglichkeit zur Regeneration zu geben. Ich rate betroffenen Patienten generell dazu ein Entspannungsverfahren zu lernen (z.B. Autogenes Training).
Schwerwiegendere Störungen (auch psychogener oder neuronaler Natur) können unter anderem mit Psychotherapie behandelt werden.
Und bevor ich es vergesse: Falls Sie sich zusätzlich auch öfter schlapp und müde fühlen, lesen Sie meinen Beitrag zu Müdigkeit, Erschöpfung und Burn-Out.
Liegen „nur“ seelische Ursachen zugrunde, können Bachblüten helfen. Oftmals besteht ein „Angstproblem“ bei starker / anhaltender Nervosität. In Frage kommen die Bachblüten: Wild Rose, Wild Oat, Centaury.
Ein Kohlensäurebad wirkt antiseptisch, desinfizierend und schmerzlindernd zudem fördern es die Durchblutung und begünstigt die Fließeigenschaften des Blutes. In diesem Sinne könnte es beruhigend und somit gegen Nervosität wirken.
Etwas zu dem ich nur selten schreibe, aber in hartnäckigen Fällen empfehle: Lassen Sie ihren Schlafplatz auf „Erdstrahlen“ untersuchen. Auf jeden Fall sollten Sie Elektrosmog vermeiden. Lassen Sie sogenannte „Netzfreischalter“ für ihre Schlafräume installieren.
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Beitragsbild: 123rf.com – nito500
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 29.8.2016 aktualisiert.
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