An dem Begriff der „Entschlackung“ scheiden sich die Geister. Die Fakten aber zeigen: Es gibt sie doch. Entschlackung ist ein Begriff der Naturheilverfahren, genauer der Humoralpathologie (Viersäftelehre). Er meint die Ausscheidung von Körpergiften (Materia peccans) und schädlichen Stoffwechselprodukten, die als Schlacken bezeichnet werden.
Grundlage dieser Überlegung ist die Krankheitslehre des Hippokrates, der als Ursache von Krankheiten die fehlerhafte Zusammensetzung der Körpersäfte annahm. Aber auch die hinduistische Lehre geht davon aus, dass der Körper regelmäßig von Giftstoffen befreit werden muss.
Die ayurvedische Therapie sieht daher eine Reinigungskur vor, bei der unter anderem Stoffwechselendprodukte und Umweltgifte ausgeleitet werden.
Die Schulmedizin steht der Entschlackung hingegen kritisch gegenüber, da sowohl die jeweiligen Schadstoffe als auch die passenden Behandlungsformen nicht klar genug definiert seien.
Dennoch ist wissenschaftlich unbestritten, dass es bestimmte Krankheiten gibt, bei denen der Körper die eigene Entgiftung nur unzureichend vornehmen kann, wodurch zahlreiche gesundheitliche Probleme entstehen können:
So müssen beispielweise Dialysepatienten regelmäßig ihr Blut reinigen lassen, da die Nieren die Giftstoffe nicht mehr eigenständig aussondern.
Ebenso steht außer Frage, dass sich bei einer Gichterkrankung winzige Harnsäurekristalle in den Gelenken ablagern, die in der Folge zu starken Schmerzen führen. Auch wenn die Schulmedizin nicht den Begriff „Schlacke“ verwendet, so ist in diesem Fall die Harnsäure doch nichts anderes, als ein schädliches Stoffwechselprodukt, das der Körper nicht ausscheidet, sondern im Gewebe speichert.
Auch die unkontrollierte Ablagerung von β-Catenin bei der Entstehung von Dickdarmkrebs ist wissenschaftlich erwiesen. In den entarteten Zellen ist ein Gen mutiert, das normalerweise β-Catenin abbaut. Funktioniert der Abbau nun nicht mehr, dann bindet β-Catenin im Zellkern völlig ungerichtet an bestimmte Zielgene, die für die Teilung und das Wachstum der Zelle verantwortlich sind: Auf diese Weise entsteht dann der Tumor.
Um Entschlackung zu erreichen gibt es viele Wege.
Die Ausscheidung von Körpergiften übernehmen im gesunden Körper vor allem die Leber und die Niere. Aber auch über den Darm, über die Haut und bei der Atmung werden Giftstoffe entfernt.
Die Entschlackung kann durch eine erhöhte Schweißsekretion (Diaphorese), Abhusten (Expektoration), gesteigerte Urinausscheidung (Diurese), Darmreinigung (mittels Einläufen) oder Aderlass erfolgen.
Die Heilung nach der Entschlackungstherapie soll dann durch die Selbsthilfe des Körpers durch ein diätetisches Konzept mit vernünftiger Lebensweise und körperlich-seelischer Ausgeglichenheit führen.
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Naturheilkunde, Alternativmedizin & Hausmittel
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die für eine Entschlackung in Frage kommen.
10 bis 15 Tropfen Brennnesseltinktur in ein Glas Wasser geben. Drei Wochen lang (maximal) 3-mal täglich ein Glas trinken. Wenn Sie unter Ödemen leiden, die von einer Herzschwäche oder Niereninsuffizienz her-
rühren, sollten Sie diese Kur nicht machen.
Durch eine vernünftige Ernährung geben Sie dem Körper die Möglichkeit, Abfallstoffe besser ausscheiden zu können. Vor allem vermeiden Sie so eine weitere „Verschlackung“.
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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Beitragsbild: 123rf.com – subbotina
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 25.6.2012 aktualisiert.
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