Die im kleinen Becken gelegene Harnblase dient als Speicherstation des Urins. Zu Beschwerden in dieser Region kommt es immer dann, wenn eine Unstimmigkeit des Organismus vorliegt, wobei diese nicht nur den Harntrakt betreffen muss (z.B. durch Hyperthyreose).
Die normale Miktion (Urinausscheidung) führt zu einer vollständigen Entleerung der Harnblase und geschieht in der Regel bis zu sechs Mal pro Tag (je nach Flüssigkeitszufuhr) mit Urinmengen um die 300 ml.
Die Dysurie kennzeichnet ein erschwertes Wasserlassen, häufig in Verbindung mit Schmerzen (z.B. bei Verengung oder Verlegung der Harnröhre, Prostataerkrankungen, Blasensteine oder Tumoren in der Blase).
Kommt es zu häufigen Miktionen, bei denen nur wenig Harn ausgeschieden wird, spricht man von einer Pollakisurie (z.B. bei Infektionen, Tumoren, Schwangerschaft oder Dauerkatheterisierung).
Bei der Polyurie scheidet der Betroffene mehr als zwei Liter Urin pro Tag aus (z.B. bei Diabetes mellitus oder insipidus, speziellen Medikamenten – Diuretika).
Die Nykturie kennzeichnet ein vermehrtes nächtliches Wasserlassen bei normaler Flüssigkeitszufuhr (z.B. bei Herzschwäche, Infektionen des Harntrakts).
Die Anurie (Harnverhalt) kann neben organischen Ursachen (Stein, Tumor, Fremdkörper, Prostatavergrößerung) auch durch psychische Faktoren entstehen (z.B. Parauresis = Unfähigkeit in Gegenwart anderer zu urinieren).
Durch Harnverhalt bzw. Restharnbildung (= keine vollständige Blasenentleerung) entsteht eventuell auch eine chronisch rezidivierende Blasenentzündung, bei der einwandernde Bakterien zu Brennen, Schmerz, Miktionsproblemen sowie blutigen oder eitrigen Urin führen.
Schmerzen im Bereich der Harnblase entstehen u.a. durch Harnwegsinfekte (z.B. Blasenentzündung), Blasensteine, Tumoren, gynäkologische Erkrankungen, Prostatavergrößerung sowie Fremdkörper in der Blase (z.B. Katheter).
Neben einer Schmerzausstrahlung ins kleine Becken und zum Schambereich hin zeigen sich ein vermehrter, brennender Harndrang (Pollakisurie mit Algurie) sowie eine schmerzverstärkende Verkrampfung der Unterbauch- und Beckenbodenmuskulatur.
Die Reizblase führt ebenfalls zu häufigem Wasserlassen. Es zeigt sich ein andauerndes Gefühl, zur Toilette gehen zu müssen (verstärkte Panik beim Betroffenen, es nicht rechtzeitig zu schaffen). Kältereize verstärken den Drang.
Durch Inkontinenz (Blasenschwäche) kommt es zu einem unwillkürlichen Abgang von Urin, was bei den meisten Betroffenen zu einem Gefühl der Scham führt.
Eine immer wiederkehrende Blasenerkrankung deutet auf ein unerledigtes Problem hin. Die Blase „weint die Tränen“, die man sich zu weinen nicht zugesteht. Der psychische Druck wird nach unten in die Blase geschoben. Stellen Sie sich die Frage: Wodurch stehe ich unter Druck? Welchen Ballast schleppe ich noch mit mir herum?
Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Heilpflanzen-Newsletter dazu an. Darin geht es im Wesentlichen um Heilpflanzen, aber auch um Bachblüten oder Homöopathische Mittel:
Naturheilkunde, Alternativmedizin & Hausmittel
Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Blasenerkrankung und bei Blasenbeschwerden helfen können.
Liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde können Bachblüten helfen. Die Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung möglicherweise näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge mit neutraler Flüssigkeit: Wasser und Kräutertee (siehe weiter unten unter dem Stichwort Heilpflanzen). Im allgemeinen wenigstens 20-30ml pro Kilogramm Körpergewicht.
Zusätzlich eine „reizarme Kost“ – ohne Kaffee, Alkohol (vor allem kein Rotwein) und ohne scharfe Gewürze.
Vermeiden Sie wie bei allen Entzündungen vor allem Zucker, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und vor allem Schweinefleisch.
Möchte man noch eine ausleitende Wirkung dazu, gibt man noch Brennesselblätter 30 dazu. Macht zusätzlich der Magen noch Probleme, dann noch 10g Kamillenblüten. Bei allgemeinen „Unwohlsein“ oder Verdauungsproblemen
(Druck im Oberbauch) noch zusätzlich 10-20g Pfefferminzblätter.
Von diesem Tee trinkt man im Allgemeinen 3 bis 5 mal täglich eine Tasse. Wichtig: Auch nach abklingen der Beschwerden noch einige Tage weitertrinken.
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Bei immer wiederkehrenden Blasenbeschwerden sollte man auch daran denken -vor allem wenn alle anderen Maßnahmen nichts gebracht haben. Die entsprechenden Zähne wären im Oberkiefer vor allem die beiden Schneidezähne (12, 11 und 21, 22) an die man denken würde.
„Undichte“ Amalgam-Füllungen sind fast immer problematisch. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
Sonstiges
Von den in den letzten Jahren immer „beliebteren“ Impfungen gegen Blaseninfektion halte ich wenig. Mehr dazu in meinem Beitrag zu einem der am meisten verordneten Mittel: Strovac.
Bildquelle: 123rf.com – kerdkanno
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 22.5.2016 aktualisiert.
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