In der Schwangerschaft wird die Milchbildung bereits vorbereitet.

Durch Prolaktin (Hormon des Hypothalamus) wird das Brustgewebe zum Wachstum und zur Reifung angeregt. HPL (Humanes Plazenta-Laktogen) führt zu einer Vergrößerung der Brust, die Milchproduktion stagniert noch unter dem hemmenden Einfluss von Progesteron.

Nach der Geburt sinkt der Progesteron-Spiegel und es wird ausreichend Milch (unter Prolaktin-Einfluss) gebildet. Somit kann direkt nach der Geburt mit dem Stillen begonnen werden.

Während der Milch-Produktion schwellen die Brüste an, sodass es zu Schmerzen und Brustspannen kommen kann. Durch das Stillen lassen diese Beschwerden schnell nach, weil Milch abfließt. Die Symptome verschlimmern sich allerdings, wenn ein Milchstau eintritt. Auslöser können verengte Milchgänge sein, die durch einen fehlenden Milchspende-Reflex verursacht werden.

Oft ist der Grund aber eine falsche Anlege-Technik des Säuglings, psychischer und physischer Stress oder ein zu enger BH. Das Risiko für den gestörten Milchabfluss steigt, wenn das Baby nicht oft genug gestillt wird oder die stillende Mutter zu viel Alkohol trinkt und zudem noch raucht.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den “5 Wundermitteln” an:

Kleine Anmerkung: Die Sache mit den “5 Wundermitteln” ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Komplikationen durch Milchstau

Im Verlauf des Milchstaus können sich die Brüste verhärten. Schließlich kann der Warzenhof der Brust anschwellen, wodurch das Stillen zusätzlich erschwert wird, weil das Baby kaum noch saugen kann. Die Folge sind Mikroläsionen (winzige Verletzungen) der Warze, in die Bakterien wie Staphylococcus aureus eindringen können. Durch die Infektion entsteht eine Entzündung (Mastitis) mit den typischen Anzeichen wie Rötung und Fieber bis zu 40 °C.

Konsequenzen der Mastitis können ein eitriger Ausfluss mit der Gefahr einer Abszessbildung sein. Spätestens in dieser Situation ist ärztlicher Rat angebracht. Wenn konservative Maßnahmen wie Brust-Massagen oder ein Absaugen mit elektronischen Milchpumpen nicht helfen, müssen Medikamente verschrieben werden.

Helfen sollen dann Präparate, die die Prolaktin-Produktion hemmen. Auch Antibiotika können in Betracht gezogen werden. Während der Medikation ist Stillen verboten, sodass der Säugling eine Milchersatznahrung erhalten muss.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Milchstau helfen können.

Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
Auf der Brust kreuzen oder verbinden sich viele Meridiane: Niere-Kreislauf, Leber-Lunge, Milz/Pankreas-Herz. Der Magenmeridian zieht über die Brust nach unten. All diese Meridiane müssen durchgängig gemacht und tonisiert werden.

Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.

Vermeiden Sie Zucker und rotes Fleisch, greifen Sie eher zu Geflügel oder, besser noch, Fisch, der entzündungshemmende Omega-3-Säuren enthält. Die gesunden Lipide kommen auch reichlich in Pflanzenölen vor (Lein, Hanf, Walnuss, Kokos, Oliven). Bereichern Sie Ihren Speiseplan mit viel Obst und Gemüse. Diese Ernährung beugt Entzündungen vor ("Mediterrane Kost").

Bei Milchstau helfen Tees oder Extrakte von Mariendistel und Salbei. Mönchspfeffer hat einen harmonisierenden Einfluss auf den Hormon-Stoffwechsel. Bei Erkrankungen des weiblichen Körpers ist Frauenmantel ein generell empfohlenes Mittel

Zur Entspannung sind weitere Heilpflanzen mit ätherischen Ölen geeignet wie beispielsweise Zitronenmelisse.

Bei Ganzkörperschmerzen beim Stillen: Phytolaca


Bei Mastitis: Mercurius solubilis, Lachesis, Hepar sulfuris, Belladonna, Bryonia, Aconitum
Bei stechenden Schmerzen und Hyposensibilität: Chamomilla, Pulsatilla, Phellandrium


Bei Schmerzen und Müdigkeit: Causticum


Bei wunden Brustwarzen: Antimonium crudum
bei schrumpfenden Brustwarzen: Silicea

Die Inhalation ätherischer Öle wirkt beruhigend. In Betracht kommen hier Anis, Kreuzkümmel, Schwarzkümmel, Fenchel und Nachtkerze.

Eine Haar-Mineral-Analyse kann eventuelle Mängel an Mineralstoffen und Spurenelementen aufdecken.

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Es gibt viele gute Gründe, Amalgam-Füllungen schon lange vor einer Schwangerschaft entfernen zu lassen. Danach sollte eine Schwermetallentgiftung durchgeführt werden.

Sonstiges

Sanfte Massagen und warmes Duschen vor dem Stillen sorgen für Entspannung und fördern den Milchabfluss und den Milchspende-Reflex.


Nach dem Stillen sorgen kühle Umschläge für Linderung. Bestens geeignet sind hier Quarkumschläge. Man nehme dazu Quark aus dem Kühlschrank und trage ihn etwa 1 cm dick auf die Brüste auf. Handtücher dienen zum Abdecken.


Auch Kohlwickel haben sich bewährt. Dazu werden rohe Kohlblätter, bei denen die Blattrippen vorher mit einem Nudelholz zerquetscht wurden, auf die Brüste gelegt. Wichtig ist ein in die Blattmitte gestanztes Loch, um die Brustwarze auszusparen. Ein BH oder eine Netzhose dienen zum Fixieren. Vor dem Stillen sollten die Brüste warm abgewaschen werden.


Legen Sie Ihr Baby alle anderthalb Stunden an. Versuchen Sie, in aller Ruhe die optimale Still-Position zu finden. Der/die beste Ratgeber/in dabei ist der/die Geburtshelfer/in.


Entspannungsübungen helfen, Verkrampfungen zu lösen. Sinnvoll sind daher beispielsweise Meditation oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson.


Hilfreich können auch Rücken- und Nacken-Massagen sein.

Stillen Sie Ihr Baby so lange als möglich. Keine industriell hergestellte Babynahrung bringt Ihrem Kind so viel wie die Muttermilch, auch wenn die Werbung etwas anderes sagt.

Beitragsbild: 123rf.com – kerdkanno

Bitte teilen Sie diesen Beitrag

Das könnte Sie auch interessieren: