Abort - Fehlgeburt
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Der Begriff Fehlgeburt (Abort) beschreibt den Schwangerschaftsabbruch zu
einem Zeitpunkt, an dem das Ungeborene (Fötus) nicht lebensfähig ist. Dabei kann der Abbruch bewusst (gewünscht)
oder spontan erfolgen.
Um von einem Abort sprechen zu können, müssen folgenden Kriterien alle erfüllt sein:
Der Abbruch findet vor der 24. Schwangerschaftswoche statt, es sind keinerlei Lebenszeichen (u.a. Atmung,
Herzschlag) feststellbar und der Fötus wiegt weniger als 500 g. Ist nur ein Kriterium nicht erfüllt, wird das
frühzeitige Schwangerschaftsende mit Frühgeburt (Fötus zeigt Lebenszeichen) oder Totgeburt (Geburt nach der 23.
Schwangerschaftswoche) bezeichnet.
Ein ungewollter Abort gilt als häufigste Komplikation in der Schwangerschaft,
wobei das Risiko mit dem Alter sowie durch vorherige Fehlgeburten zunimmt.
Fehlgeburten werden nach Zeitpunkt (früher / später Abort) und nach Ursache unterteilt. Dabei spielen neben dem
Alter der Mutter auch Erkrankungen beider Elternteile (z.B. Tumoren, Gebärmutterfehlbildung, Infektionen),
genetische Faktoren (z.B. Rhesusunverträglichkeit), Traumen (z.B. Sturz der Mutter auf den Bauch), hormonelle
Störungen und auch ein unsteter Lebenswandel (Alkohol, Nikotin, Drogen) eine Rolle. Zusätzlich können psychische
Faktoren wie Stress und Depression einen Abbruch
auslösen.
Häufig kündigt sich ein drohender Abort (Abortus imminens) durch plötzlich einsetzende vaginale
Blutungen an. Zusätzlich können wehenähnliche Beschwerden hinzukommen (Abortus incipiens), die bis in den
Rücken ausstrahlen. Bei voranschreitendem Abort kommt es zu austretendem Fruchtwasser.
Die Missed abortion beschreibt den Tod des Fötus im Mutterleib ohne Symptome einer Geburt. Hier
muss ärztlich nachgeholfen werden, um das Ungeborene aus der Gebärmutter auszutreiben.
Komplikationen, die sich aus einem Abort ergeben können, sind Entzündungen der Eierstöcke, der Eileiter, des
Bauchfells oder auch die Entstehung einer Beckenvenen-Thrombose.
Ein drohender Abort muss nicht zwangsläufig zum Verlust des Fötus führen. Bei rechtzeitiger Therapie kann das
Ungeborene u.U. gerettet werden. Zur Schonung wird der Mutter häufig strenge Bettruhe verordnet und sie darf
keinerlei psychischen Belastungen ausgesetzt sein.
weitere Themen in diesem Zusammenhang: Schwangerschaft - Unfruchtbarkeit - Frauenkrankheiten

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
vorsorglich gegen Fehlgeburten in Frage kommen können.
Neben verschiedenen Therapieverfahren gehe ich auch auf einige andere Punkte, wie zum Beispiel Sport ein.
| Akupunktmassage nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der
Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Vor allem der sog. „kleine Kreislauf“ muss
tonisiert werden, um die Gebärmutter zu stärken. Der Nierenmeridian nur bis zum Uterus.
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Bachblüten
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Bachblüten halte ich für die "Nachsorge" geeignet. Vor allem um dem Paar eine Stütze zu
bieten.
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| Ernährung |
Die präkonzeptionelle Periode sollte durch eine gesunde
Ernährung unterstützt werden. Eine umfassende Entgiftung,
Entschlackung und Entsäuerung kann durch Heilfasten sehr gut eingeleitet werden.
Koffein (vor allem Kaffee) werden als Ursache für Fehlgeburten diskutiert. Studien (z.B. Kaiser
Permanente) kommen zu dem Ergebnis, dass bereits 200 mg Koffein täglich das Risiko einer
Fehlgeburt verdoppelt. Aus diesem Grund allein haben Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke in
der Schwangerschaft nichts zu suchen.
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| Orthomolekular-Medizin |
Folsäure ist wichtig für die Ausbildung des Neuralrohres des Föten. Bei einer sekundären
Inaktivität der Bauchspeicheldrüse kann die natürlich vorkommende Folsäure von den an diese
konjungierten Glutaminsäureresten nicht abgespalten werden.
In Frage kommen weiterhin 400 - 800 I.E. Vitamin E pro Tag + Zink.
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| Heilpflanzen |
Zypresse, Borretschöl, Nachtkerzenöl,
Schafgarbe
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Homöopathie |
Abortneigung: Kalium carbonicum D 6
Abortus imminens: Sabia D 6 (1/2 - 2stündlich), Arnica D 4
bei leichten Blutungen: Hamamelis D 3
Die in der Homöopathie bekannte "Eugenische Kur" muss vor einer
geplanten Schwangerschaft durchgeführt werden. Diese besteht im Individualfall aus den Nosoden
aller zuvor durchgemachten Infektionskrankheiten.
Wenn man nicht individualisieren will / kann, gibt man die standardisierte
Eugenische Kur:
1. Monat: Tuberculinum C200
2. Monat: Medorrhinum C200
3. Monat: Luesinum C200
4. Monat: Sulfur C200.
Jeden Monat gibt man nur das eine Mittel: einmalig drei bis fünf Globuli, einmal im
Monat.
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| Sanum Therapie |
Zinkokehl D3 täglich abends 10 Tropfen
Mapurit Kapseln 2 mal täglich eine
Lipiscor zwei mal täglich eine
Chrysocor 1,0 ml Injektion zwei mal wöchentlich i.m.
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| Wirbelsäulensegmente |
Da die Gebärmutter durch den Nerv des dritten
Lendenwirbels innerviert wird, ist es wichtig, eine Fehlstellung dieses Wirbels
auszuschliessen.
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| Zahnstörfeld |
Tote
Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Amalgam - Füllungen können problematisch
werden.Während einer
Schwangerschaft sollten wenn möglich aber keine Amalgam-Füllung entfernt oder eingesetzt
werden.
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| sonstiges |
Zur Vermeidung von Fehlgeburten ist die Prüfung und Ausleitung einer möglichen Schwermetallbelastungfür beide Partner sinnvoll.
Sport in der Schwangerschaft wird auch immer wieder mit Fehlgeburten in Beziehung gesetzt.
Meine grundsätzliche Meinung: Die Schangerschaft selbst ist kein geeigneter Zeitpunkt um mit Sport
zu beginnen. Wer vorher bereits Sport gemacht hat, kann diesen in der Regel weiter verfolgen,
sollte aber auf seine Tagesform achten. Bei bestimmten Risikofaktoren verbietet sich sportliche
Betätigung. Forscher des National Institute of Public Health in Kopenhagen befragten über 90.000
Frauen nach ihren Sportgewohnheiten. Diese stellten ein erhöhtes Risiko nur in den ersten 18
Schwangerschaftswochen fest. Ein erhöhtes Risiko wurde dabei bei Ballsportarten und Joggen
festgestellt. Die Vermutung liegt nahe, dass es mit der Erschütterungsbelastung bei diesen
Sportarten zusammenhängt.
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Dieser Beitrag wurde letzmalig am 24.08.2011 aktualisiert.

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