Anti-Aging - Ewige Jugend und Gesundheit?
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Ewige Jugend und Gesundheit. Schön wärs. Also: Was tun gegen den Alterungsprozess? Am besten ab in einen
Jungenbrunnen.
Wie sollche Jungbrunnen (neuhochdeutsch Anti-Aging) funktionieren wissen wir aus dem bekannten Gemälde von Lucas Cranach: Man steigt alt und faltig auf der linken Seite in das Becken des
Brunnens, plantscht ein wenig herum und entsteigt auf der rechten Seite alsbald jung und rosig.
Aber mit diesen "Jungbrunnnen" ist das auch so eine Sache. Glück haben die Menschen damit eigentlich nie gehabt,
weder in der heutigen Zeit, noch in der Geschichte. In "Der Tod steht ihr gut" geht es für die stark Verjüngten
(Goldie Hawn und Meryl Streep) gar nicht so gut aus.
Und auch in der Geschichte sieht es für die "Anti-Aging" Helden nicht besser aus: Der Koch Alexanders des Großen
findet eine Quelle des Lebens. Mit des Wassers Hilfe verführt er die Tochter Alexanders. Leider endet dieses
Abenteuer für den Koch mit einem Mühlstein um den Hals am Grunde des Meers.
Solcherlei Geschichten interessieren Hersteller von Anti-Aging-Produkten wenig. Wenn man der Werbung glauben
schenkt geht es da eher zu wie bei dem Jungbrunnnen-Gemälde von Cranach: Aus alt mach neu. Zeit also für eine
nüchterne Betrachtung.
Werfen wir zunächst einmal einen Blick auf die genrelle Lebenserwartung:
Die Lebenserwartung der Menschen ist seit 1840 um etwa drei Monate jährlich gestiegen. So kann ein heute
geborenes Mädchen damit rechnen, über 100 Jahre alt zu werden, ein Junge wird eventuell über 95 Jahre alt werden.
Es gibt aber auch Stimmen, die von einer sinkenden Lebenserwatung ausgehen, u.a.:
Eine andere Untersuchung zeigt auch, dass die heute 50-jährigen "kränker" sind, als die
vorhergehenden Generationen (http://hrsonline.isr.umich.edu/). Und
ein Blick in die Seniorenheime oder Pflegeheime offenbart oftmals nichts Berauschendes.
Der bisherige starke Anstieg der Lebenserwartung ist unterschiedlichen Ursachen
zuzuschreiben. Zunächst war die reduzierte Sterblichkeit von Säuglingen und Müttern ursächlich dafür, dass die
Lebenserwartung stieg. Im wesentlichen waren es allerdings die Einhaltung erhöhter hygienischer Standards
(Wasser, Abwasser, Lebensmittelüberwachung), bessere Lebensmittelversorgung, weniger Unfälle, die verbesserten
Arbeitsbedingungen (38,5 Stunden-Woche) und die guten Wohnraumbedingungen die zu der gestiegenen Lebenserwatung
führten.
Häufig wird heute als erstes der "medizinische Fortschritt", sowie die Impfungen angeführt, die im wesentlichen dafür verantwortlich sein sollen. Aber wenn wir uns die
wirklichen revolutionären Veränderungen der letzten 100 Jahre ansehen und vergleichen, sieht man woran es gelegen
haben kann.
Durch die gestiegene Lebenserwartung hat sich in den letzten 30 Jahren zunächst
die "Altersmedizin", die Geriatrie, entwickelt.
Bei der Gerontologie, der Wissenschaft, die sich mit dem Alterungsprozess beschäftigt, liegt
Deutschland aber hinter anderen Industrienationen zurück. Ursächlich hierfür sind angeblich die komplexen Vorgänge,
die das Altern beeinflussen und dadurch nur schwierig im Rahmen experimenteller Forschungen zu ergründen seien.
Gründe für das Altern
Zurzeit gibt es drei wesentliche Hypothesen, die die Gründe für das Altern benennen. Eine
Ursache könnten freie Radikale sein, die zu Störungen und Schäden an den Zellen führen. Mehr dazu lesen
Sie in meinem Beitrag: Freie Radikale und Altern.
Eine weitere Hypothese besagt, dass das Altern durch chemische Veränderungen der Proteine im
Körper bedingt wird. Diese veränderten Proteine können dann ihre Funktion nur noch teilweise oder gar nicht
mehr erfüllen. Eine Anmerkung sei mir hier gestattet: Regelmäßiges fasten
baut während der Vollfastentage solche funktionsuntüchtigen Proteine ab. Diesen Effekt nennen wir in der
Naturheilkunde: Entschlackung.
Schließlich werden auch noch genetische Gründe genannt, die das Altern bewirken:
Was viele nicht wissen ist, dass praktisch kein Mensch sein genetisches Höchstalter erreicht,
welches nach heutigen "wissenschaflichen" Erkenntnissen durch die Telomere bestimmt
wird.
Den Begriff „Telomer“ hat der amerikanische Genetiker Hermann Muller eingeführt. Da er die Bezeichnung „Telomer“ aus den griechischen Wörtern
„telos“ und „meros“ abgeleitet hat, die "Ende" und "Teil" bedeuten, kann „Telomer“ als „Endteil“ bzw.
„Endabschnitt" übersetzt werden. Genau das hat der Erfinder des Begriffes gemeint, denn Telomere werden die
Endabschnitte (die keine Erbinformationen tragen) der Chromosomen (Träger der Erbinformationen)
genannt.
Welche Rolle die Telomere im Leben der Menschen spielen, haben genetische
Untersuchungen belegt. Diese haben ergeben, dass die Telomere mit zunehmendem Alter bzw. steigender Zahl der
Zellteilungen kontinuierlich kürzer werden. Woraus die Schlussfolgerung gezogen wurde, dass ältere Zellen kürzere
Telomere haben. Sehr alte Zellen hören irgendwann auf, sich zu teilen, sie sterben, der Mensch stirbt an
Altersschwäche.
Viele Genetiker meinen, dass das Anhalten der Telomer-Verkürzung das Anhalten
des Alterns erwirken kann und die Verlängerung der Telomere auch Verlängerung des Lebens der Zellen bzw. des
Menschenlebens bedeutet. Andere vermuten dagegen, dass die Telomer-Verkürzung vor Zellenschäden wegen ungebremsten
Teilens bewahrt. In meinem Artikel Telemore - Jungbrunnen der Genetik, diskutiere ich dieses Thema ausführlicher; auch anhand
aktueller Forschungsergebnisse.
Da aber fast alle
Menschen vorher sterben, gehen Altersforscher davon aus, dass das "Altern" der meisten Menschen eben auch eine
Krankheit sei, die man aufhalten kann.
Obwohl die statistische Lebenserwartung zur Zeit noch
zu steigen scheint, ist das individuelle Alter, in dem ein Mensch stirbt, in hohem Maße variabel. Auf dieses
individuelle Lebensalter kann der Einzelne in gewissen Grenzen Einfluss nehmen.
Einig scheint man sich jedenfalls zu sein, dass nur etwa ein Viertel der
Alterungsprozesse genetische Ursachen hat. Die Lebensumstände, die bei einem Menschen während der ersten 50
Lebensjahre herrschten, sind für ein weiteres Viertel verantwortlich.
Es ist nun aber
nicht von der Hand zu weisen, dass man gegen eine vorzeitige und beschleunigte Alterung (z.B. in Folge einer
Giftbelastung) etwas tun kann - was wir in der Naturheilkunde allerdings
schon längst wissen.
Beim
Thema Anti-Aging sind auch folgende Themen interssant, entweder, weil diese Faktoren das
Altern beschleunigen, oder weil es sehr häufige Alterskrankheiten sind: Alzheimer -
Augenringe - freie Radikale - Cholesterin - Darmsanierung - Energielosigkeit - Entgiftung - Entschlackung - Rekonvaleszenz - Stoffwechselstörung - Schwermetallbelastung -
Tränensäcke - Übersäuerung
Weitere
interessante Artikel zum Thema:
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Bedenkliche Medikamente für ältere Menschen
Ein Forscherteam der Universität Witten-Herdecke hat sich unter der Leitung von Frau Prof. Petra
Thürmann hat mit ihrem Team eine Liste mit 83 Wirkstoffen zusammengestellt, die für ältere Menschen ein
erhöhtes Risiko darstellen.
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Vitalstoffmangel durch
Medikamente Unbekannt bleibt aber oft, dass häufig verschriebene Medikamente zu einem
Vitalstoffmangel führen können. Medikamente können dabei auf verschiedenste Weisen zu einem
Nährstoffdefizit führen. Entweder stören sie die Vitalstoffaufnahme im Darmtrakt oder sie fördern
die Ausscheidung über den Urin.
-
Freie Radikale und Altern
Vergleichende Tierstudien mit verschiedenen Altersstufen haben gezeigt, dass die Rate der
Sauerstoffradikalproduktion in den Mitochondrien (den so genannten Energiekraftwerken der Zelle) direkt
in Verbindung steht mit den DNA-Schädigungen in den Mitochondrien.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die für
eine Anti Aging Therapie und somit gegen das Altern und den Alterungsprozess in Frage kommen.
Die Schulmedizin beschränkt sich bei der Anti-Aging Therapie im wesentlichen auf Hormone und
Vitalstoffe (Vitamine etc.)
Bei einer biologischen und naturheilkundlichen Anti-Aging-Therapie sind aber viele
verschiedene Systeme zu betrachten: von der Arterienwand (siehe: Aterienverkalkung) bis zur Leberzelle, sowie der gesamte Magen-Darmtrakt und die
Nierenfunktion: Reststickstoff, Harnausscheidung, Leberfunktion, Bauchspeichdrüse und Darmschleimhaut (Candida). Insgesamt muss sollte auch das gesamte Redoxsystem beachtet
werden.
Ein großer Teil des Alterungsprozesses, nämlich rund die Hälfte, kann durch die Lebensweise jenseits des 50.
Lebensjahres beeinflusst werden. Hier tragen eine ausgewogene Ernährung, Sport und gesunde Lebensumstände zur
Erreichung eines höheren Lebensalters maßgeblich bei.
Die Ernährung spielt beim "Anti-Aging"
eine entscheidende Rolle. Vor allem der "Verzicht". Ich stelle diesen Punkt besonders heraus, weil unter
"Anti-Aging" häufig verschiedene Pülverchen u.ä. angeboten werden. In folgenden Beiträgen habe ich mehr dazu geschrieben:
Der zweite wichtige Faktor ist die Bewegung. 75% der Deutschen treibt keinen Sport. Und so ist
es kein Wunder, dass Untersuchungen zum Beispiel ergeben, dass mit einem regelmäßigen Fitnesstraining Milliarden im Gesundheitswesen gespart werden
könnten. Und es zählt immer noch zu den Mythen, dass ein Krafttraining oder Ausdauertraining im Alter nichts mehr bringen würden; im Gegenteil. Für
ebenso wichtig halte ich aber auch ein Beweglichkeitstraining; hervorheben möchte ich hier vor allem Formen wie Yoga, QiGong oder Tai Chi.
Weitere Verfahren die interessant sein könnten:
| Heilpflanzen |
Mit den Heilpflanzen ist das so eine Sache. Effekte haben diese Pflanzen sicher, aber in welchem
Maße - das ist immer die entscheidende Frage.
Gingko und Ginseng werden Anti-Aging-Eigenschaften nachgesagt, was ich so nicht gelten
lassen würde. Diese beiden Pflanzen würde ich generell bei Altersbeschwerden ins Auge
fassen, ebenso wie das Helmkraut (Scutellaria baicalensis). Schon viel eher als Anti-Aging Pflanze kommt da
zum Beispiel das Jiaogulan in Frage.
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| Medizinische Massagen |
Massagen fördern den Stoffwechsel und die Blutzirkulation und verhindern damit
eine vorzeitige Alterung. Im Alter selbst ist die Berührung ein wichtiger Faktor.
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| Orthomolekular-Medizin |
In der Orthomolekularmedizin gibt es zahlreiche Präparate, denen eine
"Anti-Aging"-Wirkung zugeschrieben werden, u.a.: Resveratrol (und einige weietere Polyphenole), Chrom, Ornithin, Alpha-Liponsäure, Coenzym Q10, Glutamin, Vitamin D, Prolin, Silizium, Glutathion
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| Säure-Basen-Haushalt |
Verschlackung des Bindegewebes sorgt ebenfalls für eine vorzeitige Alterung.
Dieses Thema ist eng mit dem Thema Übersäuerung verknüpft.
Ganz allgemein gilt: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung.
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| Sanum Therapie |
Je nach sonstigen Beschwerden erfolgt die Mittelwahl. Generell für jeden
Patienten kommt in der Sanum-Therapie folgende Mischinjektion einmal wöchentlich in Frage:
Chrysocor 2,0ml; Cystein-Injeel (Heel); Procain 1,0ml; zusätzlich bei Frauen: Ovarium comp. (Heel),
bei Männern: Testis comp. (Heel)
Utilin schwach alle vier
Wochen.
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| Schüssler-Salze |
Gegen frühzeitige Alterung hilft Calcium fluoratum Nr. 1 und Silicea Nr. 11.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.02.2012 aktualisiert.

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