Angstzustände
Angstzustände entstehen durch seelische und körperliche Konflikte ohne erkennbare, reale
Bedrohung. Physiologisch dienen Angstempfindungen dem Schutz des Lebens, sie helfen Gefahren zu vermeiden.
Angst ist abgeschwächter Form kann auch ein Gefühl der innen Unruhe, Nervosität oder Furcht ohne erkennbaren oder realistischen Grund sein. Angst kann,
obwohl es ein natürliches Gefühl und Warnsignal ist, sehr belastend sein. Plötzliche
Anfälle von Angst werden als Panikattacken bezeichnet.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Bei pathologischen Angstzuständen nehmen Angstreaktionen oder Panikattacken unnatürlich zu. Sie zählen zu den
häufigsten psychischen Erkrankungen, wobei ca. 20 Prozent einer Behandlung bedürfen. Selten zeigen sich
Angstzustände, die vermehrt bei Frauen auftreten, nach dem 45. Lebensjahr. So treten spezifische Phobien (z.B.
Agoraphobie) mit einer Beteiligung an der Gesamterkrankungsrate von über fünf Prozent bereits im Kindesalter auf,
generalisierte Ängste mit ebenfalls über fünf Prozent im Alter zwischen 20 und 30. Panikattacken zeigen sich mit
ca. zwei Prozent vermehrt um das 30. Lebensjahr.
Meist liegen Angstzustände nicht isoliert vor, sondern lassen sich in Zusammenhang mit anderen psychischen
Erkrankungen (z.B. Borderline-Syndrom) bringen. Die Entwicklung und Entstehung einer solchen psychischen Störung
ist nicht immer leicht nachvollziehbar, besonders für Außenstehende.
Die Wissenschaft hat drei unterschiedliche Ansätze dazu entwickelt:
Im psychoanalytischen Ansatz geht man von misslungenen Bewältigungsstrategien eines
Konfliktes aus, der zu Überforderung und Rückzug in kindliche Verhaltensmuster führt.
Der lerntheoretische Ansatz begründet Angstzustände mit zuvor durchlebten (erlernten)
negativen Erfahrungen, die den Betroffenen davon abhalten, die Erfahrung erneut zu durchleben. So kann er niemals
feststellen, dass diese Situation ggf. ein Einzelfall war (z.B. Angst vorm Fliegen nach einem Flug mit
Turbulenzen).
Der neurobiologische Ansatz wählt die Möglichkeit eines labilen autonomen Nervensystems,
welches zu einer schnelleren Reizung und somit Angstauslösung führen kann.
Allgemein verursachen Angstzustände starkes Schwitzen, Hitzewallungen, Nervosität, Herzrasen, ein flaues Gefühl in der Magengegend, einen Kloß im Hals, Übelkeit, Erbrechen,
Durchfall oder Beklemmung. Die Symptomatik kann derart ausgeprägt sein, dass der
Betroffene durch Hyperventilation (übermäßige Atmung) das Bewusstsein verliert.
Daneben führen die verschiedenen Angstformen zu spezifischen Verhaltensmustern. Menschen mit Agoraphobie meiden
große Plätze oder offene Bereiche und soziale Phobien führen zu einem vollständigen Rückzug aus der Öffentlichkeit.
Daneben zeigen sich auf einen Gegenstand oder ein Tier gerichtete Ängste (z.B. Spinnen, Flugzeug).
verwandte Themen: Prüfungsangst - Schlafprobleme
Sprache der Symptome
Sie sollten mit einem einfühlsamen Therapeuten oder Therapeutin versuchen, den Ursprung dieser
Angst zu finden. Sehr oft liegt der sogar in einem früheren Leben. Eine Reinkarnations-Therapie kann unter Umständen eine Angst oder Phobie in einer
einzigen Sitzung erlösen.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei
Angstzuständen in Frage kommen.
Vermeiden Sie Beruhigungsmittel und Tranquilizer. Die machen Sie nur abhängig und lösen das
Problem nicht. Wenn das Wasser im Eimer kocht, können Sie einen Deckel darauf tun und sehen dann das kochende
Wasser nicht mehr.
| AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
|
| Blütenessenzen |
Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde.
Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer
Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
Bei Panikattacken können Sie folgendes versuchen: Sie können ein Fläschchen mit der Essenz
Rock Rose mit sich führen. Während der Anfallsfreien Zeit geben Sie
vier Tropfen in ein Glas Wasser und trinken es im Laufe des Tages. Bei einer Attacke direkt von
dem Fläschchen ein bis zwei Tropfen auf die Zunge geben, bis sich die Lage beruhigt. Dies
wiederholen Sie lange Zeit (bis zu einem Jahr), bis die Anfälle nicht mehr stattfinden.
|
| Ernährung |
Verzichten Sie auf alle gesüßten Speisen.
Koffein kann die Symptome verstärken, also lassen Sie besser die Hände von Kaffee und schwarzem
Tee.
|
| Orthomolekular-Medizin |
Empfohlene Tagesdosis:
|
| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive
Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor: Johanniskraut,
Rauwolfiawurzel, Baldrian, Rosenwurz, Kawa-Kawa, Helmkraut
|
| Homöopathie |
vorm Alleinsein:
Calcium carbonicum
Hahnemanni D6
Pulsatilla D4
vor Gesellschaft: Hyoscyamus D30
Dunkelheit:
Calcium carbonicum
Hahnemanni D6
Phosphorus D12
|
| Schüssler-Salze |
Wenn sie uner unterschwelliger Angst oder Angst vor Dingen leiden: Kalium sulfuricum Platzangst, akute Fälle: Kalium phosphoricum Langzeitbehandlung: Kalium phosphoricum
Prüfungsangst: Magnesium phosphoricum
|
| Sonstiges |
Bewegen Sie sich an der frischen Luft, mind. 30 Minuten täglich. Eine Atemtherapie nach Rüdiger Dahlke wäre empfehlenswert.
Heilsteine: Man nehmen einen Bergkristall und legen ihn
nach dem reinigen in Wasser eine halbe Stunde an die Sonne. Legen Sie ihn über Nacht in 2 Liter Wasser
und trinken das Wasser im Laufe des nächsten Tages. Dies wiederhole man, bis die Attacken nicht mehr
auftreten (bis zu drei Wochen).
|
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 9.8.2012 aktualisiert.

|