Krankheiten und Beschwerden

Physiologie und Pathologie der Mikrodurchblutung

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Die Mikrogefäße des menschlichen Organismus sind verantwortlich für die Mikrozirkulation (Mikrodurchblutung).

Diese "Mikrogefäße" finden sich im gesamten Körper und bestehen aus den Arteriolen, den Kapillaren, den Venolen sowie den feinen Lymphgefäßen.

Die Mikrogefäße dienen dem lebenswichtigen Stoffaustausch der Zellen. Dieser findet (unter nervaler und hormoneller Kontrolle) in den Kapillaren (speziell: Intrazellularspalten) statt, wo das Blut, bedingt durch das enge Lumen, besonders langsam fließt.

Die Zellen werden mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt während zeitgleich den Organismus schädigende Substanzen und Abfallprodukte aus Stoffwechselvorgängen abtransportiert werden. Wie viel Sauerstoff letztendlich in die Zellen gelangt, hängt von den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und vom aktuellen Blutdruck ab. Erythrozyten sind die Träger der Sauerstoffmoleküle. Durch ihre Fähigkeit, sich verformen zu können, gewährleisten sie auch den Transport durch die engen Kapillaren.

Eine Veränderung der Mikrodurchblutung kann in geringem Umfang vom Körper toleriert werden. Sind jedoch viele Zellen betroffen und droht eine Unterversorgung mit Sauerstoff, kann es zum Zelltod mit anschließenden Folgeerscheinungen kommen. Die resultierenden Beschwerden machen sich meist erst langsam bemerkbar, wobei dann bereits weitreichende Schäden vorhanden sind. Einmal zugrunde gegangenes Gewebe kann sich nicht regenerieren, es bleibt abgestorben und wird je nach Gewebeart wieder regneriert.

Störungen der Mikrozirkulation

Eine Störung der Mikrodurchblutung kann viele Ursachen haben. Vor allem im Alter kommt es in den Gefäßen zu Ablagerungen (Plaques), die den Blutfluss behindern. Daneben kann es auch durch einen hohen Blutverlust oder einen andauernd hohen Blutdruck zu Problemen in den Gefäßen kommen.

Negativ auf diese Zirkulation wirken sich nach Ansicht der Schulmedizin vor allem hohe Cholesterinwerte, Diabetes mellitus, Blutdruckschwankungen, Nikotin- und Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, starkes Übergewicht sowie psychischer und physischer Stress. Sie alle können zu Veränderungen der Gefäßstrukturen führen.

Durchblutungsstörungen wie auch Störungen der Mikrodurchblutung führen zu Symptomen wie kalten Händen oder Beinen (z.B. Raynaud-Syndrom), Müdigkeit, Schwindel, Kreislaufproblemen, einer gestörten Konzentrationsfähigkeit oder raschen Erschöpfung. Jedes Organ ist auf eine ausreichende Durchblutung sowie Sauerstoffversorgung angewiesen. Besonders im Gehirn, in den Nieren oder auch im Herzen können lebensbedrohliche Ausfallerscheinungen oder auch Infarkte drohen. Daneben verursacht eine dauerhaft gestörte Minderdurchblutung ohne geeignete Therapie unter Umständen auch den Verlust von Extremitäten oder Endgliedern. Im Darm kann es zu Einschränkungen der Motilität durch Infarkt der versorgenden Gefäßstrukturen kommen.

In vielen Fällen lassen sich durch bildgebende Verfahren (z.B. Ultraschall, CT, Szintigraphie) oder auch der Doppler-Sonographie Durchblutungsstörungen gut darstellen bzw. ermitteln. Durch geeignete Labortests kann zudem der Sauerstoffgehalt des Blutes bestimmt werden, ein Nachweis der Transportfähigkeit und -kapazität.

Die Therapie richtet sich nach der Ursache oder der auslösenden Grunderkrankung. Eine ausreichende Durchblutung ist immer oberstes Ziel. Dazu können blutverdünnende, lysierende oder auch gefäßerweiternde Mittel eingesetzt werden. Mithilfe spezieller Katheter lassen sich Verstopfungen in Gefäßabschnitten entfernen. Zudem können der Verzicht auf Alkohol und Nikotin, eine ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion sowie die Meidung von Stress die Behandlung unterstützen.

Wie der Blutdruck genau geregelt wird finden Sie im Beitrag Blutdruckregulation.

siehe auch: Blutkreislauf - Embolie - Kreislaufprobleme

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die für eine Verbesserung der Blutzirkulation in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Ernährung Jedes Jahr kommt mindestens eine neue Diät auf den Markt. Warum? Weil keine hält, was sie verspricht. Es gibt aber eine Kostform (keine Diät!), die seit 30 Jahren besteht. Warum? Weil sie tatsächlich funktioniert. Es ist die Schaub-Kost, die der Verfasser selbst seit Jahren befolgt.

Säure-Basen-Haushalt Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

 Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.7.2011 aktualisiert.

 

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