Depression - Alternative und natürliche Behandlungsmöglichkeiten

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Eigentlich gelten Depressionen seit Jahrzehnten als "ganz" normale Krankheit: eigentlich. Aber so richtig "messen" lässt sich diese Erkrankung nicht. Ein Stigma lastet immer noch auf vielen Patienten: sie gelten als "faul" und wenig belastbar, was eine weitere Belastung für die Patienten bedeutet.

Und es werden auch immer mehr: Die Wahrscheinlichkeit im Laufe eines Lebens an einer Depression zu erkranken trifft mittlerweile jeden Fünften.

Womit unsere "moderne Medizin" allerdings Probleme hat, ist, zu erklären, warum wir zunehmend chronische Erkrankungen bekommen, wozu auch die Depressionen gehören.

In diesem Beitrag gehe ich zunächst auf einige "schulmedizinische" Definitionen ein, danach auf einige Betrachtungen aus der Evolution. Zum Schluß möchte ich Ihnen einige alternative und natürliche Behandlungsmethoden aufzeigen.

Kommen wir erst einmal zur so genannten "Schulmedizin"

Die Depression gilt als eine psychiatrische Erkrankung, die zu den affektiven Störungen (=Veränderung in Stimmung und Antrieb) zählt. Sie ist das älteste bekannte psychiatrische Syndrom und die häufigste psychiatrische Erkrankung überhaupt. Typisch ist eine Niedergeschlagenheit, die andauert oder auch nur phasenhaft auftreten kann.

Der Symptomkomplex umfasst außerdem eine Stimmungseinengung (Emotionslosigkeit), eine Antriebshemmung begleitet von einer Denkhemmung, innerer Unruhe und Schlafstörungen.

Ergänzend (aber nicht zwingend), können sinnloses Gedankenkreisen, Hoffnungslosigkeit, soziale Isolation, Schuldgefühle, Ängstlichkeit oder Reizbarkeit hinzukommen.

Das folgende Schaubild kann hierzu eine (sehr einfache) Hilfestellung sein, um den Verdacht auf eine Depression zu erhärten. Zum Vergrößern der Grafik, bitte auf das Bild klicken.

Entscheidungshilfe zum Test auf Depression

Abb.: Entscheidungshilfe zum Test auf Depression. Dies ist nur eine "Hilfe" und nicht zwingend ein "Muss". Zum Vergrößern der Grafik bitte auf das Bild klicken.

Typisch ist auch, dass eine Depression mit körperlichen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Gewichtsreduktion oder Gewichtszunahme, Knochenschwund, Schmerzen in verschiedenen Körperregionen oder Infektionsanfälligkeit einhergeht.

Auch zeigen Untersuchungen, dass bei akuten Depressionen immer auch Entzündungsfaktoren im Körper erhöht sind. Bisher ist allerdings noch nicht ganz klar, ob die Entzündungsreaktionen zu einer Depression führen oder ob umgekehrt die Depression Entzündungen auslöst (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22047718).

Einer Außenseiter-Hypothese zufolge sollen entzündliche Prozesse im Gehirn sogar die Hauptursache von Depressionen sein. 

Umstritten ist auch die Rolle des Neurotransmitter-Stoffwechsels. So soll vor allem ein zu niedriger Serotonin-Spiegel im Gehirn zu Depressionen führen. Die Balance aller Neurotransmitter kann gestört sein, wobei Dopamin und Noradrenalin bei Depressionen wichtige Faktoren sein sollen. Diese Betrachtung ist die Grundlage der pharmakologischen Therapie mit Antidepressiva, die in den Neurotransmitter-Stoffwechsel eingreifen. Die Medikation ist in der Schulmedizin immer noch eine tragende Säule der Behandlung von Depressionen. Die Ergebnisse einer Metastudie, die rund 14.000 Patienten einbezieht, verneinen allerdings die neurochemischen Zusammenhänge in der Krankheitsentstehung (NCBI). Somit wären Antidepressiva praktisch unwirksam. Die meisten Rezepte werden übrigens ohne präzise Facharzt-Diagnose ausgestellt.   

Sowohl die Erklärung der Depression durch Entzündungen als auch neurobiochemische Ansätze weisen auf organisch manifestierbare Ursachen hin. Der Zusammenhang zu echten körperlichen Symptomen wird aber gerne abgetan mit dem Hinweis "psychisch bedingt".

Auf der anderen Seite können Depressionen tatsächlich zu schwerwiegenden organischen Krankheiten führen. Dass dies oft übersehen wird zeigen zum Beispiel Untersuchungen die beweisen, dass eine Depressionen ein wichtiger Risikofaktor für Herzleiden ist und die Sterblichkeit von Herzpatienten deutlich erhöhen. Dieser Zusammenhang erinnert mich übrigens an meinen Beitrag zum gebrochenen Herz.

Viele Forschungsergebnisse sehen eine klare Verknüpfung zu traumatischen Erlebnissen in der Kindheit. Demnach entwickeln Personen, die als Kinder Ablehnung durch die Eltern, psychische oder physische Gewalt erfahren haben, weitaus häufiger eine Depression als andere (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18181793).

Die Depression birgt auch die Selbstmordgefahr - dessen sind sich alle Therapeuten bewusst. Man schätzt, dass der größte Teil der in Deutschland begangenen Selbstmorde (Suizid) auf Depressionen zurückgeführt werden kann. Die bekanntesten Fälle in den letzten Jahren waren die Suizide des Fußballers Robert Enke und des Schauspielers Robin Williams.

Die Diagnose kann manchmal schwierig sein: Depressionen können sich auch hinter körperlichen Symptomen verstecken oder durch organische Erkrankungen verursacht sein (z.B. Schilddrüsenerkrankung, Blutarmut oder andere Stoffwechselstörungen).

Alle Menschen sind einmal für irgendwas nicht motiviert. Kommt das bei Ihnen allerdings häufiger vor, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen. Bevor Sie jedoch anfangen, von Ihrem Arzt verordnete chemische Mittel einzunehmen, lassen Sie abklären, ob Sie nicht unter Mineralstoffmangel oder Vitaminmangel leiden.

Und: Es gibt auch einige Pflanzen, die bei leichten Depressionen helfen können. Mehr zu alternativen Therapiemöglichkeiten schreibe ich weiter unten.

Viele Ärzte übersehen auch, dass einige Medikamente Depressionen auslösen können. Dazu gehören einige Analgetika wie Paracetamol und die Cholesterin-Senker aus der Gruppe der Statine.

Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat 2013 einen „Schnelltest“ entwickelt, dank welchem Depressionen relativ schnell und zuverlässig erkannt werden könnte. Als Grundlage dient hierzu das bereits etablierte Becks Depressions-Inventar, welches über 21 Kriterien verfügt. Dieser Test wurde nun stark vereinfacht, wobei sich auf den Grundsatz berufen wurde, dass einfache Mechanismen der Entscheidungsfindung jenen der komplexen Entscheidungsfindung nicht zwangsweise unterlegen sind. So sieht dieser neue Entscheidungsbaum nicht mehr 21, sondern nur noch 4 Items vor, welche mit einem einfachen Ja oder Nein beantwortet werden müssen. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise die einfache Frage gestellt, ob diese Woche mehr als in der Vergangenheit geweint wurde.

Diese Forschergruppe aus dem Fachbereich „Adaptive Rationalität“ konnte zudem bereits nachweisen, dass dieser neue Schnelltest eine ähnlich hohe Verlässlichkeit wie komplexe Testverfahren vorweisen kann. Hierzu stützten sich die Wissenschaftler auf die Daten der Dresdner Längsschnittstudie zur psychischen Gesundheit und damit auf die Daten von über 1300 jungen Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Hier erwies sich das Testverfahren als ein verlässliches Diagnoseinstrument. An dieser Stelle sei jedoch auch betont, dass die Verlässlichkeit dieses Schnelltests bisher nur bei Frauen nachgewiesen werden sollte. Inwiefern sich damit auch Depressionen bei Männern vorhersagen lassen, wird der Gegenstand zukünftiger Forschungsbemühungen sein. Schließlich zeigen letztere teils deutlich andere Symptome, welche eventuell auch eine Anpassung des Testverfahrens erfordern.

Langfristig könnte dieser Schnelltest des Max-Planck-Instituts dann zwar nicht die gängigen Testverfahren ersetzen. Jedoch könnte dieser Schnelltest dann als ein Instrument der Früherkennung dienen, welches sogar durch medizinisch ungeschultes Personal genutzt werden könnte. Ich finde diesen Schnelltest für die Praxis als sehr hilfreich.

Lesen sie auch unter:Augenringe - Angstzustände - Demotivation - Energielosigkeit - Entspannung - Fehlgeburt - Gedächtnisschwäche - Leistungssteigerung - Prüfungsangst und: Bei Depression der Seele etwas Gutes tun.

Nachdem wir nun die wichtigsten Definitionen und Betrachtungen der Schulmedizin kennen, möchte ich das Thema auch aus Sicht der Evolution (Entwicklung des Menschen) betrachten.

Meine Frage:

Kann es einen Sinn haben eine Depression zu entwickeln?

Statt auf die Persönlichkeit betroffener Patienten und ihre Gene lenken wir einmal die Aufmerksamkeit auf den stammesgeschichtlichen Kontext. Eine Untersuchung, warum während der lange andauernden Evolution nicht längst beispielsweise Depressionen selektiv ausgeschaltet wurden, könnte neue Erkenntnisse bringen.

Noch heute funktioniert der menschliche Körper nach "steinzeitlichen Prinzipien" damaliger Sammler und Jäger. Die einst überlebenswichtige Strategie, süße und fettreiche Nahrung zu bevorzugen, führt beim modernen Menschen zu Übergewicht sowie zu Diabetes. Die biologische Evolution hinkt der stattgefundenen rasanten kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit hinterher.

Ähnliches gilt vielleicht auch für die Psyche. Beispielsweise bedeuten die heutigen zahlreichen Kontakte mit völlig fremden Personen sowie eine deutliche Erweiterung des "sozialen Reviers" für einige Menschen extremen Stress. Mögliche Folge: Depression.

Urgesellschaften bestanden aus relativ kleinen und überschaubaren Gruppen. Kontakt mit Fremden bedeutete früher zunächst ein Gefahrenpotenzial bis hin zur Lebensgefahr. Dass psychische Störungen auch bei heutigen "einfachen" Stammesgesellschaften auftreten (wenn auch seltener), muss dabei kein Widerspruch sein. Es bestätigt vielmehr, dass Depressionen keineswegs ein erst in neuerer Zeit aufgetretenes Zivilisationsleiden sind.

Beobachtungen zufolge ist es sogar wahrscheinlich, dass Primaten - wie Schimpansen - ebenfalls Depressionen entwickeln können. Eine weiterführende Spekulation, ob Schimpansen unter Wahnvorstellungen leiden könnten, ist dagegen eher zu verneinen. Ihre kognitive Ausstattung befähigt sie einfach nicht, wahntypische Vorstellungen über das Denken, Fühlen oder Planen anderer zu entfalten. Gleiches trifft auch für ihre vermutete Unfähigkeit zum Halluzinieren zu. Beobachtet werden konnte wiederum, dass Schimpansen sehr wohl in menschlichen Depressionen vergleichbare Zustände geraten sowie Ängste und Posttraumata entwickeln können. Wie Menschen zeigen sie dabei sozialen Rückzug und Stereotypien.

Wegen ihres evolutionären Erhalts ergibt sich sogar die Frage, ob psychische Störungen nicht sogar eine positive Wirkung haben könnten. Der "Selektionsvorteil" einer Depression wäre damit erklärbar, dass Grübeln bei Entscheidungen in komplexen gesellschaftlichen Situationen hilfreich ist. Die meisten Psychologen betrachten jedoch psychische Störungen als "statistische Ausreißer" und wenig förderlich. Während zum Beispiel normale Angst dem Überleben nützt, macht eine Angststörung handlungsunfähig.

Ursachen und mögliche Gründe für eine Depression

In der Schulmedizin werden für eine Depression mehrere Faktoren als ursächlich angenommen, darunter genetische Faktoren, entwicklungsgeschichtliche, sowie aktuelle Ereignisse.

Neben den Genen (die gerne verantwortlich gemacht werden), spielen Umwelteinflüsse eine große Rolle. So steht das Serotonin-Transporter-Gen für ein erhöhtes Depressionsrisiko: Wachsen die betroffenen Personen in einem vorteilhaften Umfeld auf, entwickeln sie anstelle einer Depression ein überdurchschnittliches empathisches und soziales Verhalten, was wiederum einen Selektionsvorteil darstellt. Dieselben Gene bedeuten also unter unterschiedlichen Umweltfaktoren einen Vorteil oder einen Nachteil.

Evolutionär betrachtet ist also eine "reine Unbeschwertheit" eher von Nachteil. Eine leichte Depression gibt den Impuls, etwas zu verändern.

Unzufriedenheit lässt Individuen nach Verbesserung ihrer Lage streben, was also durchaus positiv zu sehen wäre...

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Im Folgenden finden Sie natürliche und alternative Behandlungsverfahren, die bei Depressionen in Frage kommen können.

Der Markt für Psychopharmaka ist gewaltig und für "Big-Pharma" ein riesiges Geschäft - das sollte man wissen. Ebenso sollte man wissen, dass auch Psychopharmaka gravierende Nebenwirkungen haben können (siehe auch Strattera). In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen das Interview mit Robert Whitaker zu lesen: Psychopharmaka - Ein Angriff auf die Menschenwürde. Und falls Ihnen das noch nicht reicht: Sehen Sie sich diese Sendung zum Pharmakartell an.

Darüber hinaus habe ich im Artikel: Antidepressiva - Lebensgefährliche Placebos, einige Fakten zusammengetragen.

Hier gehe ich auf die gefährlichsten Nebenwirkungen ein. Zu den Risiken kommt noch eine Art Abhängigkeitserkrankung hinzu. Zum Ausdruck kommt das dadurch, dass die Patienten Antidepressiva nicht einfach abgesetzten können. Die Medikation muss, wenn der Arzt das anordnet, langsam ausgeschlichen werden. Andernfalls kommt es zu Symptomen, die als Entzugs-Phänomene bezeichnet werden können.

In meinem Beitrag: "Bei Depression der Seele Gutes tun" finden Sie ein paar weitere Gedanken zum Umgang mit Depressionen.

Da, wie oben beschrieben, manche Wissenschaftler davon ausgehen, dass Entzündungen eine Depression auslösen, hilft es möglicherweise, entzündungsfördernde Faktoren zu bekämpfen. So können beispielsweise schimmlige und feuchte Wohnungen, aber auch eine Fehlernährung die Entzündungen begünstigen.

Ein Testosteronmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion, ein niedriger Blutzuckerspiegel und Magen-Darm-Erkrankungen – wie das Reizdarmsyndrom oder Zöliakie – können ebenso Entzündungen hervorrufen. Daher sollten Sie bei einer bestehenden Depression auch immer andere Erkrankungen abklären und behandeln.

Einen neueren Ansatz zur Therapie der Depressionen möchte ich Ihnen ebenfalls noch vorstellen: Ich würde als erstes einmal das Th1-Th2 Verhältnis (hat mit Ihren Blutzellen und dem Immunsystem zu tun) im Blut prüfen lassen (neben weiterer Diagnostik natürlich). Wenn man dieses Verhältnis im Gleichgewicht hat, sind zahlreiche Depressionen verschwunden. Leider wird diese Erkenntnis nicht sehr oft veröffentlicht. Warum? Vielleicht ist das Geschäft mit Psychopharmaka zu lukrativ?

Bachblüten

Liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde, können Bachblüten helfen. Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.

In Frage kommt zum Beispiel die Rock Rose.

Ernährung

Ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Depressionen gilt für mich inzwischen auch als "gesichert", wie ich u.a. in meinem Beitrag "Depressionen durch Vitalstoffmängel" zeige. Stellen Sie Ihre Ernährung auf eine gesunde Ernährung um. Süßigkeiten, Fast-Food und Weißmehlprodukte machen schlapp und müde.

Aber auch eine kohlenhydratarme Ernährung fördert Depressionen. In diesem Zusammenhang sollte auch an eine Glutenintoleranz gedacht werden. Ein im New England Journal der Medizin erschienener Beitrag zählt 55 Erkrankungen auf, bei denen Gluten eine Rolle spielt. Dazu gehört auch die Depression. Mehr zum "Glutenproblem" finden Sie in meinem Beitrag zur Zöliakie.

Hungern kann jedoch gegen Depressionen wirken.

Homöopathie Kummer und Sorgen: Acidum phosphoricum D4
morgentliche Antriebslosigkeit: Silicea D6 / D12
Angst vorm Alleinsein: Calcium carbonicum
Hahnemanni D30 oder Pulsatilla D4
Nahrungsergänzungen
und andere Wirkstoffe
Die Einnahme von dem Stoffwechselprodukt S-Adenosylmethionin (SAM), das in den USA als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen ist, scheint recht gut bei Depressionen und anderen psychischen Störungen zu helfen. Allerdings ist auch dieses Mittel nicht ganz frei von möglichen Nebenwirkungen.

Auch verschiedene Vitamine (vor allem Vitamin B und Vitamin C) gelten als hilfreich bei Depressionen.
Heilpflanzen

Für das Johanniskraut und die Rauwolfiawurzel liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor.

Laut einiger Studien wirkt Johanniskraut effektiver bei Depressionen als ein anerkanntes Antidepressivum (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/
16160619
) sowie Echter Lavendel.

Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor:Engelwurz (Vorsicht bei Diabetes), Taiga Wurzel und Kava-Kava. Ginseng wirkt übrigens positiv auf das Th1-Th2 Verhältnis.

Eine lecithinreiche Ernährung kann vor Depressionen schützen.

Orthomolekular-Medizin

In der Praxis finden wir häufig bei Depressionen auch einen Vitaminmangel oder Mineralstoffmangel verantwortlich. Sogar eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit kann mit einer Depression in Zusammenhang stehen.

Personen die Antidepressiva nehmen profitieren zusätzlich von der Einnahme der Eicosapentaen-Säure (eine Omega-3-Fettsäure, Omega3-Öle). 1000-2000mg täglich verbessern den Allgemeinzustand und das Befinden der Patienten zwar minimal, aber doch signifikant (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/
21931319
).

Ebenso sollte der Folsäurespiegel bestimmt werden. Wenn Sie zu wenig Folsäure haben, erhöht sich das Risiko für einen depressiven Schub um das 13-fache. Vorsicht: der Vitamin B-12-Spiegel sollte bei Folsäurezufuhr kontrolliert werden. Bei Depressionen rate ich generell fast immer zu Vitamin B12.

Was auch geprüft werden sollte: Der Vitamin D Spiegel. Der Zusammenhang zwischen einem Vitamin D Mangel und Depressionen gilt durch Studien für mich als gesichert.

Ein Tryptophanmangel bedeutet weniger Serotonin im Blut. L-Tryptophan kann helfen.
 

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Schüssler-Salze

An folgende Schüssler Salze könnte gedacht werden:
Calcium phosphoricum Nr. 2
Kalium phoshoricum Nr. 5
Kalium jodatum Nr. 15
Lithium chloratum Nr. 16

Sonstiges

Ein Lichtwecker, sowie eine Lichttherapie können eine Hilfestellung sein.

Achten Sie darauf in völlig abgedunkelten Räumen zu schlafen, denn auch Nachtbeleuchtungen fördern Depressionen.

Sollten der Patient Medikamente einnehmen, sollten diese geprüft werden, ob die Depression nicht eine Nebenwirkung eines der Medikamente ist.

weitere hilfreiche Heilverfahren:

Sport und Bewegung

 

Körperliche Fitness wirkt sich positiv auf den Geist aus. So können regelmäßiges Jogging oder Spaziergänge an der frischen Luft einer Depression entgegenwirken. Bewährt haben sich außerdem die chinesische Kampfkunst TaiChi und die indischen Bewegungsübungen des Yoga (unter anderem www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/
21358389
).

GESPRÄCHSTHERAPIE, MEDITATION UND
POSITIVE EINSTELLUNG

Eine Gesprächstherapie hilft dabei, psychische Ursachen der Depression aufzuarbeiten und negative Denkstrukturen zu verändern.

Eine positive Einstellung zum Leben wirkt einer Depression entgegen. Allerdings sind gerade depressive Personen oft in ihren negativen Gedanken förmlich gefangen. Manchmal hilft es bereits, andere Menschen freundlich zu behandeln oder kurze Momente sehr bewusst zu erleben, um eine Besserung der Gefühle herbeizuführen.

Meditationsübungen sind bestens dafür geeignet, die Gedanken in positive Bahnen zu lenken und somit einer Depression entgegenzuwirken (www.ncbi.nlm.nih.gov/
pubmed/22125187
).

Akupunktur Die traditionelle chinesische Heilmethode hat sich als wirkungsvoll bei Depressionen herausgestellt.
Störfelder Wenn Sie unter besonderen Beschwerden bei Wetterwechsel leiden, finden Sie weitere Informationen in meinem Beitrag Wetterfühligkeit.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 17.10.2016 aktualisiert.