Depression
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
In fortgeschrittenen Gesellschaften verbessern sich stetig die Lebensbedingungen und auch
das Lebensalter steigt.
Womit unsere "moderne Medizin" allerdings Probleme hat, ist, zu erklären, warum wir zunehmend chronische
Erkrankungen bekommen, wozu auch die Depressionen gehören.
In diesem Beitrag gehe ich zunächst auf einige "schulmedizinische" Definitionen ein, danach
auf einige Betrachtungen aus der Evolution.
Kommen wir erst einmal zur sogenannten
"Schulmedizin":
Die Depression ist eine psychiatrische Erkrankung, die zu den affektiven Störungen
(=Veränderung in Stimmung und Antrieb) zählt. Sie ist das älteste bekannte psychiatrische Syndrom und die
häufigste psychiatrische Erkrankung überhaupt. Typisch ist eine psychische Niedergeschlagenheit, die andauert
oder phasenhaft auftreten kann.
Der Symptomkomplex umfasst außerdem eine Stimmungseinengung (Emotionslosigkeit), eine
Antriebshemmung begleitet von einer Denkhemmung, innere Unruhe und Schlafstörungen.
Ergänzend aber nicht zwingend können sinnloses Gedankenkreisen, Hoffnungslosigkeit, soziale
Isolation, Schuldgefühle, Ängstlichkeit oder Reizbarkeit hinzukommen.
Typisch ist auch, dass eine Depression mit körperlichen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Gewichtsreduktion oder Gewichtszunahme, Knochenschwund,
Schmerzen in verschiedenen Körperregionen oder Infektionsanfälligkeit einhergeht.
Die Depression birgt auch die Selbstmordgefahr. Man schätzt, dass der größte Teil der in
Deutschland begangenen Selbstmorde auf Depressionen zurückgeführt werden könnte.
Die Diagnose kann manchmal schwierig sein: Depressionen können sich auch hinter körperlichen
Symptomen verstecken oder durch organische Erkrankungen verursacht sein (z.B. Schilddrüsenerkrankung, Blutarmut oder anderen Stoffwechselstörungen).
Alle Menschen sind einmal für irgendwas nicht motiviert. Kommt das bei Ihnen allerdings
häufiger vor, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen.
Bevor Sie jedoch anfangen, von Ihrem Arzt verordnete chemische Mittel einzunehmen, lassen
Sie abklären, ob Sie nicht unter Mineralstoffmangel oder Vitaminmangel
leiden. Es gibt auch einige Pflanzen, die bei leichten Depressionen helfen können.
Lesen sie auch unter: Augenringe - Angstzustände - Demotivation - Energielosigkeit - Entspannung - Fehlgeburt - Gedächtnisschwäche - Leistungssteigerung - Prüfungsangst
Nachdem wir nun die wichtigsten Definitionen und Betrachtungen der Schulmedizin kennen, möchte ich das Thema
auch aus Sicht der Evolution (Entwicklung des Menschen) betrachten.
Meine Frage:
Kann es einen Sinn haben eine Depression zu entwickeln?
Statt auf die Persönlichkeit betroffener Patienten und ihre Gene lenken wir einmal
die Aufmerksamkeit auf den stammesgeschichtlichen Kontext. Eine Untersuchung, warum während der lange
andauernden Evolution nicht längst beispielsweise Depressionen selektiv ausgeschaltet wurden, könnte neue
Erkenntnisse bringen.
Noch heute funktioniert der menschliche Körper nach "steinzeitlichen Prinzipien" damaliger Sammler und Jäger.
Die einst überlebenswichtige Strategie, süße und fettreiche Nahrung zu bevorzugen, führt beim modernen Menschen zu
Übergewicht sowie Diabetes. Die biologische Evolution
hinkt der stattgefundenen rasanten kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit hinterher.
Ähnliches gilt vielleicht auch für die Psyche. Beispielsweise bedeuten die heutigen zahlreichen Kontakte mit
völlig fremden Personen sowie eine deutliche Erweiterung des "sozialen Reviers" für einige Menschen extremen
Stress. Mögliche Folge: Depression.
Urgesellschaften bestanden aus relativ kleinen und überschaubaren Gruppen. Kontakt mit Fremden bedeutete früher
zunächst ein Gefahrenpotenzial bis hin zur Lebensgefahr. Dass psychische Störungen auch bei
heutigen "einfachen" Stammesgesellschaften auftreten (wenn auch seltener), muss dabei kein
Widerspruch sein. Es bestätigt vielmehr, dass Depressionen keineswegs ein erst in neuerer Zeit
aufgetretenes Zivilisationsleiden ist.
Beobachtungen zufolge ist es sogar wahrscheinlich, dass Primaten wie Schimpansen ebenfalls Depressionen
entwickeln können. Eine weiterführende Spekulation, ob Schimpansen unter Wahnvorstellungen leiden könnten, ist
dagegen eher zu verneinen. Ihre kognitive Ausstattung befähigt sie einfach nicht, wahntypische Vorstellungen über
das Denken, Fühlen oder Planen anderer zu entfalten. Gleiches trifft auch für ihre vermutete Unfähigkeit zum
Halluzinieren zu. Beobachtet werden konnte wiederum, dass Schimpansen sehr wohl in menschlichen Depressionen
vergleichbare Zustände geraten sowie Ängste und Posttraumata entwickeln können. Wie Menschen zeigen sie dabei
sozialen Rückzug und Stereotypien.
Wegen ihres evolutionären Erhalts ergibt sich sogar die Frage, ob psychische Störungen nicht sogar eine positive
Wirkung haben könnten. Der "Selektionsvorteil" einer Depression wäre damit erklärbar, dass Grübeln bei
Entscheidungen in komplexen gesellschaftlichen Situationen hilfreich ist. Die meisten Psychologen
betrachten jedoch psychische Störungen als "statistische Ausreißer" und wenig förderlich. Während zum Beispiel
normale Angst dem Überleben nützt, macht eine Angststörung
handlungsunfähig.
Ursachen und mögliche Gründe für eine Depression
In der Schulmedizin werden für eine Depression mehrere Faktoren als ursächlich
angenommen, darunter genetische Faktoren, entwicklungsgeschichtliche, sowie aktuelle
Ereignisse.
Neben den Genen (die gerne verantwortlich gemacht werden), spielen Umwelteinflüsse eine große Rolle. So steht
das Serotonin-Transporter-Gen für ein erhöhtes Depressionsrisiko: Wachsen die betroffenen Personen in einem
vorteilhaften Umfeld auf, entwickeln sie anstelle einer Depression ein überdurchschnittliches empathisches und
soziales Verhalten, was wiederum einen Selektionsvorteil darstellt. Dieselben Gene bedeuten also unter
unterschiedlichen Umweltfaktoren einen Vorteil oder einen Nachteil.
Evolutionär betrachtet ist also eine "reine Unbeschwertheit" eher von Nachteil. Eine leichte Depression
gibt den Impuls, etwas zu verändern.
Unzufriedenheit lässt Individuen nach Verbesserung ihrer Lage streben, was also durchaus positiv zu
sehen wäre...

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Depressionen in Frage kommen.
Der Markt für Psychopharmaka ist gewaltig und für "Big-Pharma" ein riesiges Geschäft - das sollte man wissen.
Ebenso sollte man wissen, dass auch Psychopharmaka gravierende Nebenwirkungen haben können (siehe auch
Strattera). In diesem
Zusammenhang empfehle ich Ihnen das Interview mit Robert Whitaker zulesen: Psychopharmaka - Ein Angriff auf die Menschenwürde. Und falls Ihnen das noch nicht reicht:
Sehen Sie sich diese Sendung zum Pharmakartell an.
Einen neueren Ansatz zur Therapie der Depressionen möchte ich Ihnen aber vorstellen: Ich
würde als erstes einmal das Th1-Th2 Verhältnis (hat mit Ihren Blutzellen und dem Immunsystem zu tun) im Blut
prüfen lassen (neben weiterer Diagnostik natürlich). Wenn man dieses Verhältnis im Gleichgewicht
hat, sind zahlreiche Depressionen verschwunden. Leider wird diese Erkenntnis nicht sehr
oft veröffentlicht. Warum? Vielleicht ist das Geschäft mit Psychopharmaka zu lukrativ?
| Bachblüten |
Liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde, können Bachblüten
helfen. Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und
bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung
zusammen stellen.
In Frage kommt zum Beispiel die Rock Rose.
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| Ernährung |
Stellen Sie Ihre Ernährung auf eine gesunde
Ernährung um. Süßigkeiten, Fast-Food und Weißmehlprodukte machen schlapp und müde.
Aber auch eine kohlenhydratarme Ernährung fördert Depressionen.
Hungern kann jedoch gegen Depressionen wirken.
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| Homöopathie |
Kummer und Sorgen: Acidum phosphoricum D4
morgentliche Antriebslosigkeit: Silicea D6 / D12
Angst vorm Alleinsein: Calcium carbonicum
Hahnemanni D30 oder Pulsatilla D4
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der
Kommission E) vor. Johanniskraut, Rauwolfiawurzel
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor:
Engelwurz (Vorsicht bei Diabetes), Taiga
Wurzel, Johanniskraut. Kava-Kava.
Ginseng wirkt übrigens positiv auf das Th1-Th2 Verhältnis (siehe Beitrag
Adaptogene - Die Wissenschaft hinter dem Konzept, 1-2010, Seite
17).
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| Orthomolekular-Medizin |
In der Praxis finden wir häufig bei Depressionen auch
einen Vitaminmangel oder Mineralstoffmangel verantwortlich. Sogar eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit kann zu einer Depressionen
führen.
Personen die Antidepressiva nehmen profitieren zusätzlich von der Einnahme der
Eicosapentaen-Säure (eine Omega-3-Fettsäure, Omega3-Öle).
1000-2000mg täglich verbessern den Allgemeinzustand und das Befinden der Patienten deutlich.
Ebenso sollte der Folsäurespiegel bestimmt werden. Wenn Sie zu wenig Folsäure haben, erhöht sich das Risiko für einen depressiven Schub um das
13-fache. Vorsicht: der Vitamin B-12-Spiegel sollte bei Folsäurezufuhr kontrolliert werden.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
Calcium phosphoricum Nr. 2 Kalium phoshoricum Nr. 5
Kalium jodatum Nr. 15
Lithium chloratum Nr. 16
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| Sonstiges |
Ein Lichtwecker, sowie eine Lichttherapie können eine Hilfestellung sein.
Achten Sie darauf in völlig abgedunkelten Räumen zu schlafen, denn auch Nachtbeleuchtungen fördern Depressionen.
Sollten der Patient Medikamente einnehmen, sollten diese geprüft werden, ob die Depression nicht
eine Nebenwirkung eines der Medikamente ist.
weitere hilfreiche Heilverfahren:
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| Störfelder |
Wenn Sie unter besonderen Beschwerden bei Wetterwechsel leiden, finden Sie weitere
Informationen in meinem Beitrag Wetterfühligkeit.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.9.2011 aktualisiert.

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