Herzrhythmusstörung: Möglichkeiten der Naturheilkunde und Alternativmedizin

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Das Herz hat einen eigenen Schrittmacher (=Sinusknoten), der den Herzrhythmus steuert. Die durchschnittliche Schlaganzahl pro Minute (=Puls) liegt in Ruhe bei 60.

Herzrhythmusstörungen kommen relativ häufig vor. Sie können vorübergehend bei Gesunden auftreten, aber auch durch organische Erkrankungen ausgelöst werden.

Es gibt langsame (=bradykarde) und schnelle (=tachykarde) Rhythmusstörungen.

Ist der Herzschlag unrhythmisch, spricht man von einer Arrhythmie. Grundsätzlich kann es bei jeder Herzrhythmusstörung zu einem akuten Aussetzen der effektiven Herzleistung kommen, d.h. das Herz ist nicht mehr in der Lage genügend Blut durch den Körper zu pumpen. So kann es unter Umständen zu einem ausgeprägten Sauerstoffmangel kommen.

Herzrhythmusstörungen können aber auch harmlos sein und vom Betroffenen unbemerkt bestehen. So kommen vorübergehende Herzrhythmusstörungen zum Beispiel häufig bei Jugendlichen vor. Eine krankhafte Ursache lässt sich hier meist nicht finden, man vermutet, dass Wachstumsschübe dafür verantwortlich sind, wenn das Herz gelegentlich aus dem Tritt kommt. In solchen Fällen verschwinden die Probleme nach einiger Zeit von selbst wieder.

Die häufigste Variante der Herzrhythmusstörungen ist das Vorhofflimmern. Alleine an dieser Art sind weltweit über 33 Millionen Menschen erkrankt, eine gewaltige Zahl! Beim Vorhofflimmern treten oft keine deutlichen Symptome auf, die Betroffenen fühlen sich nur müde und erschöpft. Dass die Probleme vom Herzen kommen, wird oft erst relativ spät bemerkt.

Mögliche Ursachen

Ursächlich für Herzrhythmusstörungen können ganz unterschiedliche Probleme sein:

Vorübergehende Herzrhythmusstörungen können auch mit einem Übermaß an Koffein zu tun haben. Gerade Energy Drinks sind hier eine Gefahr.

Herzrhythmusstörungen können ihre Ursache aber auch in einem Nährstoffmangel haben. Besonders Kalzium und Phosphate, aber auch Kalium oder Magnesium, sind hier wichtig. Sind diese Mineralstoffe über längere Zeit in zu geringem Maße vorhanden, können Herzrhythmusstörungen die Folge sein. Mehr über Mineralstoffe schreibe ich bei den naturheilkundlichen Behandlungsmöglichkeiten weiter unten.

Und schließlich kann auch lange anhaltende Übersäuerung der Grund für die Herzprobleme sein.

Neben diesen körperlichen Problemen kommen auch psychische Ursachen infrage: Lang anhaltender Stress, Trauer, Ängste oder Sorgen können das Herz aus dem Tritt bringen.

Symptome

Symptome der Herzrhythmusstörungen sind vor allem Herzklopfen und Herzstolpern, Schwindel, kurzzeitige Bewusstseinsverluste oder Benommenheit.

Neben dem Schwindel merken die Patienten selbst auch eine gewisse Kurzatmigkeit sowie eine deutlich nachlassende Leistungsfähigkeit. Der unregelmäßige Herzschlag ist aber das sicherste Erkennungszeichen.

Häufig kommt das Vorhofflimmern vor (tachykard), bei dem es durch Blutverwirbelungen in den Herzvorhöfen zu einer Blutgerinnselbildung kommen kann. Besonders gefährlich ist aber das Kammerflimmern, das in den Hauptkammern des Herzens stattfindet. Hat die Rhythmusstörung hier ihren Ursprung, kann es im schlimmsten Fall zum plötzlichen Herzstillstand und damit meist zum Tod kommen.

Diese Blutgerinnsel können, wenn sie ins Gehirn gelangen, einen Schlaganfall (= Hirninfarkt) verursachen. Jedes Jahr werden fast 200.000 Deutsche wegen Vorhofflimmern in eine Klinik eingewiesen. Jeder fünfte Schlaganfall geht auf ein nicht erkanntes Vorhofflimmern zurück.

Ein Beispiel für eine bradykarde Rhythmusstörung ist der AV-Block (= Atrioventrikular-Block), bei dem eine Erregungsüberleitungsstörung zwischen Herzvorhof und Herzkammer besteht.

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Schulmedizinische Therapie

Die klassische Therapie bei Herzrhythmusstörungen bestehen aus Antiarrhythmika (Medikamente), Blutgerinnungshemmer (zum Beispiel Marcumar, XareltoAspirin, Heparin) und verschiedenen chirurgischen Verfahren. Infrage kommen zum Beispiel ein Herzschrittmacher, die elektrische Kardioversion ("Stromschlag" unter Narkose, um das Herz wieder "einzutakten"), sowie Operationen am Sinusknoten.

Alle diese Maßnahmen zeigen oft nur wenig zufriedenstellende Erfolge. Gerade die Antiarrhythmika werden gerne und oft eingesetzt. Die verschiedenen Wirkstoffe dieser Antiarhythmika sind aber nicht "ohne", denn diese können selbst Herzrhythmusstörungen auslösen! Außerdem haben sie starke Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und können eine möglicherweise bestehende Herzschwäche verschlimmern.

Die Erfolge der Antiarrhythmika-Therapie sind ebenfalls nicht überzeugend, weswegen ich diese Therapieoption meistens nicht empfehlen kann. Auch von den Gerinnungshemmern der "neuen" Art halte ich nicht viel. Mehr dazu finden Sie in meinem Beitrag: Xarelto - Mittel der Wahl oder Mittel der Qual?

Auch die Blutverdünner sind nicht ungefährlich: Sie beinhalten die Gefahr von übermäßig starken Blutungen bis hin zu gefährlichem Hirnbluten. Außerdem belasten die Medikamente die Leber und die Nieren stark.

Generell gilt natürlich: Liegt den Herzrhythmusstörungen eine andere Erkrankung zugrunde, muss in erster Linie diese behandelt werden.

Alternative Therapie und Hausmittel bei Herzrhythmusstörungen

Unabhängig davon, welche schulmedizinische Therapie Sie ins Auge fassen: Die Vitalstoffe müssen stimmen.

Leider finden diese in der ärztlichen Praxis oft keine Beachtung.

Als erstes wäre an Kalium und Magnesium zu denken, die für einen gleichmäßigen Herzschlag unerlässlich sind. Beide Mineralien sollten aus dem Vollblut analysiert werden und nicht aus dem Blutserum, wie das in vielen Praxen immer noch gemacht wird - die Serumbestimmung ist nämlich viel zu ungenau.

Kalium wird in der Größenordnung von 1000 bis 4000mg benötigt, Magnesium 300 bis 800mg.

Bewährt sind auch: Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und die Aminosäure L-Carnitin.

L-Carnitin verbessert die Energieversorgung des Herzens, ebenso wie Coenzym Q10.

Omega-3-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen. Zwei bis drei Gramm aus Fischölkapseln sind eine günstige Lösung.

Alleine mit diesen Vitalstoffen sind nach meiner Erfahrung wesentlich bessere Erfolge zu erzielen, als mit der konventionellen Therapie.

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Weitere Verfahren der Alternativmedizin die in Frage kommen:

Entspannungsverfahren  Wenn die Herzrhythmusstörungen psychische Ursachen haben, muss vor allem der Stress im Leben reduziert werden. Dabei können Entspannungsverfahren sehr hilfreich sein. Bewährt haben sich zum Beispiel Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung.  
Ernährung 

Um die Herzrhythmusstörungen zu verbessern, ist eine basische Ernährung wichtig. Damit kann eine chronische Übersäuerung (die bei den meisten Menschen in unserer „modernen Kultur“ vorliegt) verbessert werden.

Um das Herz nicht übermäßig zu belasten, sollten Sie außerdem Übergewicht abbauen. Eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung sind immer noch die besten Mittel zu diesem Ziel.
 

Heilpflanzen

Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor: Besenginsterkraut, Campher, Maiglöckchenkraut, Meerzwiebel.

Gute Erfahrungen liegen auch mit Granatapfelsaft, bzw. Granatapfelkonzentrat vor.

Homöopathie 

Es gibt ganz verschiedene homöopathische Mittel, die bei Herzrhythmusstörungen infrage kommen, zum Beispiel Coffea D6, Convallaria majalis D6, Digitalis D6 oder Nux Vomica D6.

Sie sollten bei Herzrhythmusstörungen allerdings auf Selbstversuche verzichten. Solche ernsteren Beschweren gehören in die Hände eines erfahrenen Therapeuten.
 

Schüssler-Salze 

Bei Herzrhythmusstörungen können folgende Schüssler-Salze hilfreich sein: Nr. 2 Calcium phosphoricum. Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 7 Magnesium phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum.

Um Ihre übrigen Behandlungswege zu unterstützen, nehmen Sie pro Schüssler-Salz vier bis sechs Tabletten pro Tag ein. Verteilen Sie die Gabe über den Tag und lassen Sie die Tabletten auf der Zunge zergehen.
 

Störfelder Wenn Sie unter besonderen Beschwerden bei Wetterwechsel leiden, finden Sie weitere Informationen in meinem Beitrag Wetterfühligkeit.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 30.03.2017 aktualisiert.