Leberschwäche

Die Leberschwäche (= Leberinsuffizienz) ist durch den
Ausfall der Leberfunktion gekennzeichnet.
Bestand vorher keine chronische Lebererkrankung spricht man auch vom akuten Leberversagen. Eine Leberinsuffizienz kann sich aber auch über Jahre bei chronischen
Lebererkrankungen entwickeln und beruht dann auf einem narbigen Umbau des Lebergewebes (Leberzirrhose).
Ursächlich für den akuten Leberfunktionsverlust ist in ca. 65% der Fälle eine Leberentzündung
(Hepatitis) infektiösen Ursprungs (meist durch Hepatitisviren: Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C. Seltener Hepatitis D und Hepatitis E). In ca. 30% der Fälle verursachen
leberschädliche Stoffe den Ausfall.
Das sind bestimmte Medikamente und
Chemikalien (z.B. Alkohol, Paracetamol-Vergiftung), Drogen (z.B. Ecstasy) oder Pilzgifte (z.B.
Knollenblätterpilz). Bei ca. 5% der Fälle kommen andere Ursachen wie eine Schwangerschaftsfettleber oder
Durchblutungsprobleme des Lebergewebes infrage.
Symptome des akuten Leberversagens sind die hepatische Enzephalopathie
(Bewusstseinsstörungen durch gehirnschädigende Substanzen, die nicht mehr über die Leber entgiftet werden
(siehe auch Entgiftung über die Leber), z.B. Ammoniak; anfänglich
Schläfrigkeit, Verwirrung, Konzentrationsschwäche, bis hin zum Leberausfallkoma), der Ikterus (Gelbsucht), der Foetor hepaticus (Mundgeruch nach roher Leber) und der Flapping tremor
(grobschlägiges Zittern der Hände).
Durch den erhöhten Ammoniakspiegel im Blut kommt es zur Beschleunigung der Atemfrequenz. Die
Leber schrumpft durch den Zerfall des Gewebes. Weil die Leber wichtige Gerinnungsfaktoren nicht mehr bilden
kann, kommt es zu Gerinnungsstörungen des Blutes, was eine Blutungsneigung zur Folge hat.
In über 50% der Fälle entstehen durch diese Gerinnungsstörungen
Magen-Darm-Blutungen.
Der Blutzuckerspiegel kann abfallen, da die Leber keine Glucose (Einfachzucker) mehr bilden
kann. Die Niere kann mit einer akuten Schwäche reagieren (Nierenschwäche -
hepatorenales Syndrom). Häufig kommt es im Verlauf zu Infektionen der oberen Luftwege oder der Harnwege
bis hin zur lebensgefährlichen Blutvergiftung (Sepsis).
Bei der Leberzirrhose, die eine Spätfolge einiger Lebererkrankungen sein kann, kommt es neben der Leberinsuffizienz durch den narbigen Umbau
des Lebergewebes zu weiteren Komplikationen.
Durch den Bluthochdruck in der Lebervene (portale Hypertension)
bilden sich vor allem in der Speiseröhre Umgehungskreisläufe (Ösophagusvarizen), die starke Blutungen
verursachen können. Außerdem sammelt sich Wasser in der Bauchhöhle an (Aszites) und durch einen Proteinmangel kommt es zu Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme).
Sprache
der Symptome
So wie die Leber unterscheidet, was für den Körper gut (Energie) ist und was nicht (Toxine),
so sollte sich der Leberkranke fragen, wo er das Maß von richtig und falsch, wo das Maß zwischen Wertung und
Bewertung verloren hat.
Weitere interessante Artikel:
- Kurze Beine - Schlechte Leberwerte?
Wer kurze Beine bisher nur mit “Lügen” assoziiert hat, wird vielleicht umdenken müssen: Wie das Team um die
Wissenschaftlerin Abigail Fraser von der Universität in Bristol feststellte, weisen Menschen mit kurzen Beinen
eine erhöhte Anzahl von Leberenzymen auf, was wiederum auf krankhafte Veränderungen im Lebergewebe schließen
lässt.
- Mehr Fälle von Leberkrebs
Die Anzahl der Leberkrebs Fälle hat sich in den letzten Jahren erhöht. Nicht nur Lebererkrankungen, sondern
auch Übergewicht, Hepatitis und Alkoholkonsum sollen schuld an dem immer schlechteren Zustand der Leber
sein.
- Fettleber auch ohne Alkohol?
Neuere Studien zeigen, dass
eine Fettleber auch ohne übermäßigen Alkoholkonsum entstehen kann, sogar ganz ohne diesen.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Leberschwäche in Frage kommen.
Nachfolgende Empfehlungen basieren noch zum größten Teil auf den Erfahrungen meines Kollegen Hermann Kaufmann,
der diese Webseite ja auch gründete.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln
durchgeführt. Als alleinige Therapie reicht diese nach meiner Erfahrung aber nicht
aus.
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| Aromatherapie |
Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet
werden. Pfefferminze, Rosmarin, Salbei, Thymian,
Zitrone
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| Ernährung |
Alle chemischen Zusätze in Esswaren
meiden, sodass Sie wieder Lebensmittel konsumieren. Meiden Sie Zucker,
Süßigkeiten, oxidierte Fette und Fastfood. Alkohol ist sowieso nicht empfehlenswert. Keine Früchte und
Süßigkeiten ab 18.00 Uhr - noch besser: Nach 18.00 Uhr bis zum Frühstück gar nichts mehr
essen. Eine "Leberdiät" halte ich für unabdingbar. Mehr dazu finden Sie im Buch "Die biologische Lebertherapie"
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Folgende Urtinkturen können unterstützend wirken: 40 ml Mariendistel, je 20 ml Löwenzahn, Erdrauch,
Fenchel.
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| Medizinische Massagen |
Bei akuten Beschwerden können Wickel von Heublumen und Quark helfen. Wie man
einen Leberwickel genau vornimmt, beschreibe ich im Buch "Die biologische Lebertherapie"
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| Orthomolekular-Medizin |
Empfohlene Tagesdosis von meinem Kollegen Hermann Kaufmann: Vitamin A (bis 25'000 IE/Tag). Welche Vitalstoffe in
Studien bei Lebererkrankungen überzeugten und sich bei mir in der Praxis bewährt haben
finden Sie im Buch "Die biologische Lebertherapie" |
| Heilpflanzen |
Für die Artischocke liegen positive Studiendaten (positive Monographie der
Kommission E) vor.
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor:
Leberleiden: Tausendguldenkraut, Löwenzahn, Teufelskralle, Rettich,
Ringelblume
Fettleber: Mariendistel, Desmodium!
Regeneration: Desmodium, Mariendistel, Schwarzkümmelöl.
Tee: Schafgarbe,
Wacholder, Fenchel, Schöllkraut, Tausendgüldenkraut, Pfefferminze.
weitere Artikel: Leberschutz durch Sanddorn-Extrakt.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
Leberträgheit: Kalium sulfuricum Nr. 6, Magnesium
phosphoricum Nr. 7, Natrium sulfuricum Nr. 10.
Leberentzündung: Kalium sulf. Nr. 6, Natrium sulf. Nr.
10.
Entzündung mit Fieber: Ferrum phos. Nr. 3.
Mit hohem Fieber: Kalium phos. Nr. 5, Natrium chloratum Nr. 8.
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| Spagyrik |
Löwenzahn, Schöllkraut,
Waldmeister
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| Wirbelsäulensegmente |
Beim 4. und 5. Brustwirbel verlassen die
Nerven, die für Galle und Leber zuständig sind den Wirbelkanal. Eine Fehlstellung dieser Wirbel
kann Störungen in diesen Organen verursachen.
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| Homöopathie |
siehe auch: Hepatitis und das Buch
"Die biologische Lebertherapie".
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch
Amalgam -Füllungen können problematisch sein. Sie sollten sie durch
einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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| Sonstiges |
Vor jedem Essen 1 TL Artischocken-Saft
in einem Glas Wasser nehmen. Scharfe Gewürze meiden.
Sie können folgende Kur machen: Kaufen Sie Edelkastanien-Honig und fügen 20 Gewichtsprozente
Kastanienmehl hinzu. Davon nehmen Sie täglich 1-2 Esslöffel während 2 Monaten.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.09.2011 aktualisiert.

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