Die
Haut
Mit
der Haut berühren wir die Umwelt direkt, physisch, materiell.
Hauterkrankungen zeigen
starke Gemütsbewegungen und Überempfindlichkeit gegenüber der Umwelt, ein zu großes Engagement mit Emotionen.
Pubertät - Gefühlsprobleme - Akne
Die Haut ist die
Projektionsfläche der Niere, die für Gefühlsbereinigung zuständig ist. Bei Überforderung muss die Haut einspringen und helfen, die Reaktion
abzuleiten. Man möchte am liebsten aus der Haut fahren!!! Man fühlt sich beschmutzt (sexuell), unrein. Oder ständige Spannungszustände
äußern sich als „unterdrücktes Weinen in der Haut“, hier besonders starker Schweiß.
Die Haut hat vielfältige
Funktionen:
- Sie ist unser
größtes Kontaktorgan. Wir erfahren unsere Umwelt durch direkte Berührung. Gleichzeitig grenzt
uns unsere Haut ab und bietet
uns Schutz vor der Umwelt. Sie ist die Projektionsfläche aller inneren Vorgänge.
Auf ihr zeichnen sich alle
physischen und psychischen Vorgänge ab. Wir atmen auch über die Haut.
- Die Haut reguliert unseren Wärmehaushalt. Durch Ausdehnen oder Zusammenziehen wird Wärme
gespeichert
oder verstärkt an die Umwelt
abgegeben.
- Die Haut ist ein wichtiges Ausscheidungsorgan. Mit dem Schweiß werden Giftstoffe aus dem Körper
transportiert.
- Sie ist Sitz einer Vielzahl sensorischer Rezeptoren, die mit dem Zentralnervensystem in Verbindung
stehen.
Wir können nicht aus unserer
Haut heraus - sie zeigt, wie wir wirklich sind.
1) Als Reflexzone aller
inneren Organe. Darauf beruhen alle Reflexzonentherapien wie die Fussreflexzonen-, die Handreflexzonen- und die
Nasenreflexzonentherapie, aber auch die Akupunktur und die Ohrakupunktur, auch die Behandlung der Headschen Zonen. Jede Veränderung der
Haut hat einen Bezug zur inneren Wirklichkeit, und so ist auch der Ort der Veränderung keineswegs zufällig, sondern ein deutlicher Ausdruck
der inneren Wirklichkeit. Das Unsichtbare lässt das Unsichtbare sichtbar werden. Wir können die gesamte Information an jedem Teil ablesen,
wenngleich sie an manchen Teilen leichter lesbar ist. Alle körperlichen Informationen können z.B. im Auge abgelesen werden, wie es bei der
Irisdiagnostik geschieht, aber eben so gut an den Füssen, am Ohr, am Rücken, in der Hand, in jedem Blutstropfen, ja in jeder einzelnen
Zelle, aber auch im Gesicht und an der Körperform, womit wir wieder bei der Haut wären.
2) Als Projektionsfläche unserer psychischen Vorgänge und Reaktionen. Durch den Schreck werden wir
blass, die Scham treibt uns die Röte ins Gesicht. Vor Angst sträuben sich unsere Haare, vor Entsetzen bekommen wir eine Gänsehaut, und wir
schwitzen vor Aufregung oder Unsicherheit. Die Haut kann vor Freude glühen oder durch Panik eiskalt werden.
Weil das so ist, lebt eine
ganze Industrie davon, die Haut zu verändern, und die meisten Menschen geben eine Menge Geld dafür aus, sich durch Kosmetik zu verschönern.
Doch wenn die Haut ein Ausdruck unserer inneren Wirklichkeit ist, dann ist jeder Versuch, uns nur außen zu verschönern, eine Unehrlichkeit.
Er ist eine Täuschung über die innere Wirklichkeit, die zu verändern uns zuviel Mühe war, so dass wir uns mit dem äußeren Schein zufrieden
geben. Doch die Haut will uns nur zeigen, was wirklich zu tun ist.
Wenn wir eine sehr
empfindliche Haut haben, zeigt dies nur, dass darin auch ein empfindlicher Mensch steckt. Er ist „dünnhäutig“, ihm geht alles „unter die
Haut“, er braucht eine „Elefantenhaut“ oder ein „dickes Fell“. Das ist gleichzeitig auch die Aufforderung, den Mangel zu beseitigen und ihn
nicht nur kosmetisch zu vertuschen.
Die Haut muss es ausbaden,
wenn ein inneres Geschehen nach außen drängt, sei es als psychisches Geschehen durch Blässe, Röte, Gänsehaut, gesträubte Haare, Schweiß,
Glühen oder Kühle oder als physisches Geschehen wie Entzündung, Ausschlag, Abszess oder als äußerer Eingriff wie Verletzung oder Operation.
In allen diesen Fällen durchbricht etwas die bisherigen Grenzen, stehen wir vor einer neuen Situation, sind neue Entscheidungen zu
treffen.
So müssen wir uns
fragen:
- Was ist es wirklich, was
die Grenze durchbricht und zum Vorschein kommen will - zum Ausdruck?
- Was juckt mich in
Wirklichkeit?
- Wie steht es mit meiner
Kontaktfähigkeit? Bin ich zu offen oder habe ich mich zu sehr abgeschlossen?
- Ist es möglich, dass
hinter meiner abweisenden Haltung eher der Wunsch nach Kontakt steht?
- Suche ich einen Weg aus
der Isolation?
Quelle: „Die
Botschaft Deines Körpers“ Kurt Tepperwein, ISBN 3-478-03060-9
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