Mittelohrentzündung
| Grundsätzliches |
Bei der Mittelohrentzündung dringt das entzündliche Feuer über die
Tuba (Eustachische Röhre) von der Mundhöhle ins Mittelohr vor. Die
Schmerzen können sehr stark sein.
Meist kommt es zur Otitis media nach einer Erkältung. Die Lymphknoten in der
Nähe des befallenden Ohrs schwillt oft an, was normal ist bei einer Entzündung.
Eine Ausbreitung der Entzündung muss verhindert werden. Bei Fieber sind Essigsocken sehr hilfreich. Das
richtige Schnäuzen ist sehr wichtig: Niemals beide Nasenlöcher zuhalten, weil dabei die
Erreger im Nasensekret in die Ohren gelangen könnten. Also immer ein Nasenloch nach dem
anderen schnäuzen.
Die klassische Therapie mit Schmerzmitteln (zum Beispiel Dolormin) und anderen Medikamenten
bringen zwar eine Erleichterung, sind aber überhaupt keine sinvolle Therapie
bei chronischen Beschwerden.
|
| Sprache der Symptome |
Kinder hören den ganzen Tag: das darfst du nicht, das sollst du nicht, das musst
du, tu endlich, mach das und mach dies. Eine Entzündung ist immer ein sichtbar gewordener
Konflikt und spielt sich natürlich demzufolge im Ohr ab: Krankheit macht
ehrlich!
|
| Mögliche Ursachen |
Erkältung, Zugluft, Durchnässung. Auch durch
chronische Mandelentzündung oder Rachenentzündung. Es kann auch eine verschleppte Infektion
einer Grippe, Masern oder Mumps sein. Auch eine verschleppte Angina oder Nebenhöhlenentzündung können die Ursache sein. Auch eine Nahrungsmittelallergie oder sonstige Allergie
kann die Ursache sein.
|
| Mögliche Folgen |
Brennende Ohrschmerzen, Druckgefühl, Ohrensausen, Einschränkung des Hörvermögens, Pulsschlag in den
Ohren, ein Klopfen und Knacken, Echo des selbst Gesprochenen. Anhaltende Ohreninfektionen
können das Ohr schädigen und zu Hörverlust führen.
Häufig hört man, dass eine Mittelohrentzündung wegen der Gefahr des
Gehörverlustes immer Antibiotika-Behandlung braucht. Dies ist im
Prinzip möglich, dennoch sehe ich so viele Kinder, die mehrmals im Jahr wegen einer
Mittelohrentzündung mit Antibiotika behandelt werden und gerade dadurch in deren Immunlage weiter
geschwächt werden.
Durch eine rechtzeitig eingeleitete alternative Therapie ist jede Form
einer Mittelohrentzündung zu beherrschen. Ich empfehle allerdings dringend, dass Sie
professionellen Rat suchen und in diesem Fall nicht selbst "probieren".
|

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Mittelohrentzündung in Frage kommen.
|
Ernährung
|
Viel trinken, um
Stoffwechselprodukte der Entzündung auszuschwemmen und den
Wasserverlust durch das Fieber auszugleichen. Keine Milch (mehr dazu
auch unter "Milch
trinken", kein Schweinefleisch, keine Süßigkeiten während der Entzündung.
|
|
Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
|
Lassen Sie sich
aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
30 ml Sonnenhut, je 20 ml
Silberweide, Kamille, Pappel und
10 ml Hirtentäschchen.
|
|
Gemmo-Therapie
|
Bis zur
Linderung stündlich 1-2 Stöße Johannisbeer-Knospenmazerat in den Mund sprayen.
|
|
Orthomolekular-Medizin
|
Empfohlene
Tagesdosis:
Für Kinder bis zu 6 Jahren (ältere brauchen u.U. eine höhere Dosis).
Multivitamin-Supplement für Kinder sollte
2.500 IE Vitamin A und 10 mg Vitamin E enthalten. Dies für eine gesunde Immunabwehr.
Vitamin
C: 250 mg; Verbessert die Immunfunktion.
Zink: 10 mg; Wirkt Schleimhautabschwellend
und verbessert die Immunfunktion.
|
|
Phytotherapie
|
Einen Tropfen
Schwarzkümmelöl & Teebaumöl ins Ohr träufeln.
|
|
Säure-Basen-Haushalt
|
Bei Erwachsenen
allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte
pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert. In
diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite befolgen.
|
|
Schüssler-Salze
|
Wenn aus dem Ohr
gelbes Sekret (Eiter) fließt, nehmen Sie um 9 Uhr und um 16 Uhr je 1 Tablette Silicea D6 unter
die Zunge und lassen sie zergehen.
Homöopathie: Als Mittel kommen Belladonna D4 (alle 2 Stunden 5 Tropfen) und Ferrum phos. D6
(alle 2 Stunden 2 Tabletten) wechselweise in Frage.
Schreiende
Kindern geben Sie stündlich 2 homöopathische Kügelchen (Globuli) von Chamomilla
D6.
|
|
Zahnstörfeld
|
Tote Zähne
stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie
durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
|
|
Sonstiges
|
Fencheldampfbäder über den Ohren und das Auflegen von
Kohlblättern sind bewährte Hausmittel. Wechsel-Fußbäder machen. Abwechselnd in warmes und kaltes
Wasser stellen, bis die Füße entweder warm oder kalt sind. Diese Prozedur 10 mal
wiederholen.
Ein Zwiebelwickel hinter den Ohren
verhilft zur Ableitung.
|
|