Tinnitus: Lästige Ohrgeräusche, Ohrensausen, Ohrenpfeifen oder Ohrenklingeln...
Mehrere Millionen Menschen sind betroffen. Es gibt in der Naturheilkunde und Alternativmedizin vieles
was hilft, aber leider auch hier keine zuverlässige Heilung.
Es gibt viele Bezeichnungen für die Ohrgeräusche, den Tinnitus. Allgemein
beschreibt man es auch als Ohrensausen, Ohrenpfeifen oder Ohrenklingeln. Wohl alle
haben einmal ein Klingeln, Pfeifen oder Glockenläuten gehört. "Dies ist weiter nicht tragisch" sagen manche Ärzte.
"Das ist die Hölle!" sagen manche Patienten, vor allem die deswegen nicht schlafen können.
In Deutschland sind bis zu 10 Prozent der Erwachsenen zeitweilig oder ständig davon
betroffen. Die meisten haben sich mit dem Pfeifen im Ohr irgendwie arrangiert. Ca. fünf Prozent der Betroffenen
hören einen ständigen Dauerton.
Natürlich gehen die meisten Betroffenen erst mal zu ihrem Arzt. Der weiß, dass
es wichtig ist zu wissen, dass Krankheiten des Mittelohrs und des äußeren Ohres
eher tiefe Töne verursachen. Krankheiten des Innenohr verursachen eher hohe Töne. Und dann bekommen Sie vermutlich
zu hören, dass Ohrgeräusche selbst keine Krankheit sind, sondern ein Signal für eine andere gesundheitliche
Störung...
Es gibt zudem sehr unterschiedliche Wahrnehmungen des Tinnitus. Manche Patienten
beschreiben die Symptome auch so: Geräusche die verschwinden und wiederkommen, immer im Wechsel - selbst, wenn es
sehr windig ist und der Luftdruck schwankt.
Als subjektiver Tinnitus wird eine Hörempfindung bezeichnet, die für
andere Personen nicht hörbar ist und die keinen Informationsgehalt hat.
Beim sehr seltenen objektiven Tinnitus kommt es durch Gefäßstörungen (z.B.
Verengungen, Fehlbildungen) oder Gaumensegelmuskelstörungen zu einem nur mit kleinen Mikrophonsonden messbaren
Geräusch, das nur vom Betroffenen selbst, nicht aber von der Umwelt wahrgenommen wird.
Sprache der Symptome
Mein Kollege, der schweizer Naturarzt Hermann Kaufmann spricht im Zusammenhang mit Tinnitus
auch vom Telefon des Jenseits. "Es klingt verrückt, aber fragen Sie einmal, ob jemand etwas von
Ihnen will! Es ist schon vorgekommen, dass nach einem entsprechenden Traum das Ohrgeräusch weg
war."
Mögliche Ursachen
Fast die Hälfte der Menschen beschreibt, mindestens einmal im Leben ein
Ohrgeräusch erlebt zu haben. Ein Tinnitus kann in Abhängigkeit von psychischer Belastung (Stress) auftreten.
Häufig sind das pulsunabhängige sausende, brummende, klingelnde oder pfeifende Geräusche.
Sind die Geräusche pulsabhängig deutet das auf einen objektiven Tinnitus durch Gefäßstörungen
hin.
Kommen zum Tinnitus noch die Begleitsymptome Schwerhörigkeit, Ohrdruck und Schwindel hinzu, muss ein Hörsturz angenommen werden.
Auch Lärmbelastungen wie Diskotheken- oder Konzertbesuche oder in Ohrnähe explodierende
Feuerwerkskörper können einen Tinnitus auslösen - in diesem Zusammenhang spricht man auch von einem sog.
"Knalltrauma". Und weil es gar nicht so selten ist: einige Bauarbeiter halten Gehörschutz auch
heute noch für überflüssig. Da muss man sich über einen Tinnitus nicht wundern.
Entzündungen des Ohrs (z.B. Otitis media, Mittelohrentzündung), Tauchunfälle (z.B. Dekompressionskrankheit) oder Medikamente, die schädlich für das Hörorgan sind, kommen ebenso
infrage. Tumore sind sehr selten, sollten aber ausgeschlossen werden.
Man unterscheidet nach der Dauer einen akuten Tinnitus (<3 Monate), einen subakuten
(4-12 Monate) und einen chronischen (>12 Monate).
Eine Erkältung oder Grippe kann auch zu Ohrgeräuschen führen, dann ist es meist eine
Entzündung des äußeren Gehörganges oder eine Verstopfung der eustachischen Röhre (Verbindung zwischen
Innenohr und Rachenraum).

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einem Tinnitus in Frage kommen.
Die schulmedizinische Therapie richtet sich oft danach an welchen Arzt man gerät. Zahlreiche Patienten werden
zum Teil immer noch mit Infusionen behandelt. Manche HNO-Ärzte halten Tinnitus immer noch für eine gestörte
Durchblutung im Innenohr.
Mit mehr "Volumen" in den Gefäßen (so die Überlegung) würde der Ton dann verschwinden. Studien zeigen
allerdings, dass diese Infusionen gerade beim chronischen Tinnitus keinen Nutzen haben (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6440090)
Andere Fachärzte halten den chronischen Tinnitus eher für eine Entzündung und verordnen Kortison. Neurologen
vermuten eher eine Weiterleitungsstörung zum Gehirn. Folge dieser "Uneinigkeit": Die gesetzlichen Krankenkassen
erstatten seit 2009 keine Medikamente zur Therapie des Tinnitus. Bei einem neueren Ansatz versucht man derzeit über eine Stimulation des
Vagusnerven die Ohrgeräusche zu mindern.
Kommen wir zur Alternativen Medizin und Naturheilkunde. Ich muss gestehen, dass die Alternative Therapie des Tinnitus, bzw. von Ohrgeräuschen auch nicht einfach ist. Es kommt im
Prinzip erst einmal auf die Ursache an.
Leider sehe ich viele Patienten erst, wenn der Tinnitus schon viele Jahre besteht. Oft kommen die Patienten auch
wegen anderer Beschwerden und haben auch ein "Ohrensausen"...
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AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
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Diese
Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der
Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Alle Meridiane, die das Ohr betreffen: Dü,
DE, G 1 + 2
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Anthroposophische Medizin
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Apis mellifica
(Wa,We)
Cochlea (Wa)
Cuprum met.praep. (We)
Onyx (We)
Solum Inject (Wa)
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Ernährung
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Nahrungsmittelunverträglichkeit (siehe auch Allergie) sollten ausgeschlossen werden.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
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Folgende
Mischung ist einen Versuch wert:
50 ml Ginkgo, je 20 ml Mistel und Schafgarbe, 10 ml Immergrün. Um 9 und um 16 Uhr nehmen Sie
15 Tropfen der Silberkerzen-Tinktur.
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Low-Level-Lasertherapie
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Studien
berichten über brauchbare Ergebnisse mit der Low-Level-Lasertherapie bei Ohrensausen.
Einen Versuch ist es wert.
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Orthomolekular-Medizin
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Empfohlene
Tagesdosis bei Tinnitus:
Vitamin A: 20.000
IE; hohe Vitamin-A-Dosierungen sollten Sie nur in Begleitung eines erfahrenen Therapeuten oder
Arztes einnehmen. Eine Therapie dauert etwa 4-6 Monate.
Vitamin E: 400 mg;
in Verbindung mit Vitamin A ist das eine gängige Behandlung bei Tinnitus.
Vitamin C: 1000 mg
mit 100-150 mg Rutin; eine Therapie mit Rutin-Bioflavonoide, kann in Verbindung mit Vitamin C
bei Hörverlust, Tinnitus und Schwindel sehr hilfreich sein.
Vitamin D: 10-20 µg
mit Kalzium; Vitamin-D-Mangel senkt den Kalziumspiegel im Innenohr.
Zink: 60 mg;
Zinkmangel führt zu Tinnitus und Hörverlust.
Mangan: 10-30
mg; Manganmangel führt zu Tinnitus und Hörverlust.
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| Psychotherapie |
Habituationstraining. Dies ist ein Training zur Habituation (Gewöhnung) an den
Tinnitus. Ziel ist es, den Tinnitus nicht mehr als Belastung zu empfinden, sondern als
normalen Bestandteil des Lebens. Diese Therapie beseitigt natürlich nicht die Ursache, ist für
Betroffene aber eine gute Hilfe.
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Säure-Basen-Haushalt
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Der
Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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Schüssler-Salze
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Grundsätzlich:
Calcium fluoratum Nr. 1, Silicea Nr. 11. Mit Silicea können Sie eine „heisse 11“ machen.
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Homöopathie
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Auch die
klassische Homöopathie tut sich schwer, ist aber immer einen Versuch wert.
Ein einfaches Schema kann folgendes sein:
China D 4 oder
Chininum sulfuricum D4, danach: Phosphorus D12, danach Lachesis D12;diese Mittel sollten je 4
Wochen eingenommen werden
zur Durchblutungsförderung: Arnica D 4 oder
Secale cornutum D 4
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Wirbelsäulensegmente
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Blockierung des ersten oder zweiten Halswirbels (siehe auch Wirbelsäulensegmente) sind häufig in der Praxis anzutreffen und werden
nur selten diagnostiziert.
Nach meiner Erfahrung sind diese Blockierungen bei Tinnitus-Patienten so stark, dass nur sehr
erfahrene und spezialisierte Chiropraktiker / Manualtherapeuten diese lösen
können.
Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, die Betroffenen Muskeln der
Halswirbelsäule entsprechend zu dehnen und zu bewegen. Ich bin dabei, dafür ein spezielles
Programm auszuarbeiten. Wenn Sie dazu auf dem laufenden gehalten werden wollen, dann fordern
Sie doch meinen kostenlosen Gesundheits-Newsletter an.
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Zahnstörfeld
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Tote Zähne
stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen können
bedenklich sein. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
Wenn bisherige Behandlungen durch z.B. Ihren Augenarzt, Hals-Nasen-Ohrenarzt, Neurologen etc. nicht
geholfen haben, dann wenden Sie sich an den Zahnarzt Ihres Vertrauens bzw. an einen Spezialisten
für Myofascialtherapie.
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| sontiges |
Ein einfacher Tipp: Hören Sie angenehme Musik. Aber nur so laut, dass der Ton
nicht mehr gehört wird - und auch die Musik nicht weiter stört.
Einen ählichen Ansatz verfolgt u.a. Benaudira. Benaudira ist eine Methode, mit deren
Hilfe Tinnitus, Schwerhörigkeit, Probleme mit der Aufmerksamkeit, Sprachstörungen oder
auch auditive Verarbeitungsstörungen und weitere Problemfelder positiv beeinflußt
werden können.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die TOMATIS-Methode zur Verbesserung des Gleichgewichts,
des Hörens und der Kommunikationsfähigkeit.
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Diese Seite wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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