Die Brennnessel: Inhaltsstoffe - Anwendung - Wirkung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Brennnesseln (botanisch Urtica) sind eine Gattung der Brennnesselgewächse, Urticaceae, deren Arten über die ganze Welt verteilt sind.

Die anspruchslosen Pflanzen gedeihen in verschiedenen Klimazonen und können als Wildpflanzen reichlich gesammelt werden. Als Heil- und Nutzpflanze wird vor allem die auch in Europa heimische Große Brennnessel, Urtica dioica, verwendet.

Brennnessel am Waldrand
Abb1: Brennnessel am Waldrand

Brennnesseln werden wie ein Gemüse verspeist sowie an Tiere verfüttert. Ihre Brennhaare werden beim Kochen oder Dünsten unschädlich gemacht. Daneben kann man aus getrockneten Brennnesseln einen Tee zubereiten oder die Pflanze als Zutat in Pfannkuchen oder Käse verwenden. Ihre Nutzung lässt sich bis in die Bronzezeit zurück belegen, als die Pflanzenfasern zur Herstellung von Stoffen verwendet wurden.(1)

Im 20. Jahrhundert wurde die Brennnessel die Kleiderfaser der Armen und im Zweiten Weltkrieg verstärkt für Militärkleidung verwendet. Als Färbekraut wird sie heute in Zeiten der Massenproduktion nicht mehr eingesetzt.

Ein Kaltwasseraufguss (Mazerat) der Brennnessel wird von Gärtnern als natürliches Mittel zur Stärkung von Pflanzen und zum Schutz vor Schädlingen benutzt. Tatsächlich ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt, dass Brennnesselextrakt gegen Pilzbefall bei Pflanzen wirkt.(2)

 

Einige kuriose Bräuche sind ebenfalls überliefert. So soll der Verzehr von Brennnesseln an bestimmten Tagen wie Neujahr Unglück und bösen Zauber fernhalten.

Namensgebend für die Heilpflanze sind die mit Säure und anderen Reizstoffen gefüllten Brennhaare. Sie brechen bei Berührung an einer bestimmten Stelle ab und injizieren ihre Füllung in die Haut, wo sie Schwellungen, Schmerzen und teilweise Entzündungen hervorruft.

Zudem kann es zu Jucken oder Taubheitsgefühlen kommen, die für Minuten bis hin zu Tagen anhalten können. Bei medizinischen Zubereitungen werden die Brennhaare in der Regel zerstört, sodass diese Reaktionen nicht auftreten.

Als Heilpflanze wird Urtica traditionell als Schleimlöser oder Diureticum eingesetzt. Daneben soll sie Ekzeme, Hämorriden, Rheuma, Geschwüre, Krebs und andere Leiden lindern. Ihr medizinisches Potential wird seit Langem intensiv erforscht.

Es ist überliefert, dass schon römische Soldaten bei Gelenkschmerzen eine Behandlung mit Brennnesselblättern durchführten.(3)

Bei einer Studie an 27 Patienten mit Arthrose in den Hand- und Fingergelenken zeigte sich tatsächlich, dass tägliches Einreiben der schmerzenden Stellen mit Brennnesselblättern schon nach einer Woche effektiv schmerzlindernd wirkt und den Gelenken wieder mehr Beweglichkeit verleiht. Als Placebo-Kontrolle dienten Blätter der Weißen Taubnessel.(4)

Die Studie wurde durchgeführt, nachdem der verantwortliche Mediziner wiederholt Hinweise von Patienten erhalten hatte, dass diese traditionelle Selbstmedikation einfach und effektiv ist.(5)

Die Brennnesselblätter wirken, wie schon aus der traditionellen Heilkunde bekannt, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Argentinische Wissenschaftler haben 2010 die schmerzlindernde Wirkung eines Alkoholauszugs von Brennnessel an Mäusen und seine entzündungshemmenden Eigenschaften an Ratten auch wissenschaftlich belegen können. Als Hauptbestandteil des verwendeten Extraktes identifizierten die Forscher Chlorogensäure und vermuten, dass es sich dabei um die aktive Komponente handeln könnte.(6)

Entzündungsprozesse spielen bei Allergien eine wichtige Rolle und die Brennnessel kann durch ihre entzündungshemmenden Eigenschaften lindernd bei allergischen Reaktionen wirken. In einer Studie mit 69 Teilnehmern besserte ein gefriergetrockneter Extrakt der Brennnessel die Symptome einer allergischen Rhinitis.(7)

Der Wirkmechanismus im Körper konnte inzwischen durch eine US-Studie geklärt werden. Die Wirkstoffe des Brennnessel-Extraktes greifen aktiv hemmend in Entzündungsreaktionen ein, indem sie als Antagonist an Histaminrezeptoren binden und wichtige beteiligte Enzyme inhibieren. Dadurch wird auch die Bildung von Botenstoffen verhindert, die für die Symptome von Heuschnupfen verantwortlich sind.(8)

Auch bei Autoimmunerkrankungen könnte die Brennnessel eine lindernde Wirkung haben. Chinesische Forscher extrahierten 2010 ein bis dahin unbekanntes Cumarin aus Urtica, das im Zellversuch stark immunsuppressiv wirkt, indem es die Aktivität regulatorischer T-Zellen stimuliert. Noch fünf weitere Wirkstoffe der Brennnessel mit ähnlicher Wirkung wurden in der Studie untersucht. Die neuen Erkenntnisse könnten in Zukunft dazu dienen, Brennnesselwirkstoffe bei Autoimmunerkrankungen, bei Organtransplantation oder der Krebsimmuntherapie einzusetzen.(9)

Brennnessel kann bei Herzerkrankungen und Gefäßerkrankungen lindernd wirken. Ein wässriger Extrakt der Brennnessel, der Ratten als Nahrungsergänzung (150 mg pro Kilo Körpergewicht) täglich gegeben wurde, konnte bei den Tieren die Blutfettwerte deutlich verbessern. Sie hatten weniger Gesamtcholesterin im Blut, weniger LDL-Cholesterin und ein besseres Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin.(10)

Laut einer iranischen Studie aus 2009 wirkt der Extrakt bei Ratten auf einer fettreichen Diät ebenfalls positiv auf den Gesamtlevel an Cholesterin und LDL-Cholesterin.(11) Die Brennnessel wirkt demnach aktiv cholesterinsenkend, selbst bei fettreicher Ernährung.

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Die Überaktivität der Blutplättchen bei der Gerinnung spielt eine wichtige Rolle bei Thrombosen und Arteriosklerose. Ein Extrakt aus Brennnessel kann bei Ratten die durch verschiedene Substanzen induzierte Gerinnung der Blutplättchen effektiv hemmen. Am wirkungsvollsten zeigte sich einer marokkanischen Studie aus dem Jahr 2007 zufolge der Ethylacetat-Extrakt. Als aktive Komponenten schlagen die Wissenschaftler Flavonoide der Brennnessel vor, die isoliert dieselbe Wirkung entfalten.(12)

Brennnessel in der Blüte
Abb2: Brennnessel in der Blüte (das unscheinbare hellgrün) - P.S.: Wenn ihnen diese Informationen gefallen, fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter an :-)

Brennnessel wirkt lindernd auf die Symptome der benignen Prostatahyperplasie (BPH), einer gutartigen Vergrößerung der Prostata, die unbehandelt ernste Folgen haben kann. Obwohl sie nicht zu den aus der traditionellen Heilkunde bekannten Einsatzgebieten der Brennnessel gehört, ist die Anwendung bei BPH heute eine der am besten erforschten Anwendungen der Brennnessel. Verschiedene klinische Studien zeigen, dass die Heilpflanze nicht nur im Reagenzglas wirksam ist, sondern tatsächlich beim Patienten lindernd bei BPH wirkt.

Verantwortlich für diese Wirkung könnten die Brennnessel-Wirkstoffe Stigmasterol und Campesterol sein, die in der Prostata Natrium-Kalium-Pumpen hemmen und in der Folge den Metabolismus und das Wachstum der Prostatazellen.(13)

Auch der bekannte Wirkstoff ß-Sitosterol ist in Brennnesselwurzeln enthalten. Doch die für eine volle Wirkung in der Regel verabreichte Dosis von 60 Milligramm pro Tag kann mit Pflanzenpräparaten aus Brennnesseln nur schwer erreicht werden, da nur maximal 0.01 Prozent des Wirkstoffs in den Wurzeln enthalten ist.(14)

Die mit der BPH einhergehenden Symptome des unteren Harntraktes können gut mit Extrakten der Brennnessel behandelt werden. Laut einer iranischen Studie über sechs Monate und mit über 500 Teilnehmern verbesserten sich bei über 80 Prozent der Patienten, die Brennnessel einnahmen, die Symptome der BPH deutlich, während bei der Placebo-Gruppe nur 16 Prozent der Patienten eine Verbesserung angaben. Zudem verringerte sich die Prostatagröße in der Anwendergruppe etwas. Nebenwirkungen zeigten sich dabei keine.(15)

Polnische Mediziner zeigten, dass ein Präparat aus Brennnesselwurzel kombiniert mit Pygeum-Extrakt (300 mg Urtica/25 mg Pygeum) bei BPH wirksam ist, als sie das Mittel in einer vierwöchigen Anwendungsstudie mit 134 Patienten untersuchten. Nur fünf Studienteilnehmer berichteten über Nebenwirkungen, die allerdings nicht so schwer waren, dass die Einnahme des Pflanzenpräparats ausgesetzt wurde.(16)

Ein kommerziell erhältliches Pflanzentherapeutikum nutzt bereits die lindernde Wirkung der Brennnessel bei BPH in Kombination mit Extrakten der Sägepalmenfrucht.(17)

Mediziner aus Dortmund und Münster konnten belegen, dass das kommerziell erhältliche Pflanzenpräparat aus Sägepalmenfrüchten und Brennnesselwurzeln bei BPH ebenso wirksam ist wie der verschreibungspflichtige Wirkstoff Finasterid. Dabei zeigten sich beim Pflanzenmittel weniger Nebenwirkungen, vor allem die bei Finasterid häufig auftretenden Gegenanzeigen wie verzögerte Ejakulation, erektile Dysfunktion sowie Kopfschmerzen blieben aus. An der Studie über den Zeitraum von 48 Wochen nahmen über 500 Patienten teil.(18)

Eine weitere Studie zeigte, dass die kombinierten Pflanzenextrakte ebenso effektiv sind wie Tamsulosin, ein Alpha-Rezeptorenblocker zur Behandlung der BPH.(19)

Die Wirkung der kombinierten Pflanzen konnte 2005 und 2007 in klinischen Studien weiter bestätigt werden, als ein Präparat mit Extrakten aus Sägepalmenfrüchten (Sabal, 160 mg) und Brennnesselwurzel (120 mg) gegen Placebo getestet wurde.(20; 21)

Die Studien belegen eine effektive Wirkung auf die Symptome sowie eine gute Verträglichkeit der Pflanzenmittel. Welches die gegen BPH aktiven Komponenten der Brennnessel sind und wie sie im Körper wirken, ist jedoch noch ungeklärt.

In der Türkei und anderen Ländern wird Brennnessel, oft als Tee, traditionell im Kampf gegen Krebserkrankungen eingesetzt. Die lindernde Wirkung der Brennnessel bei Prostatakrebs ist bereits mit einem Wirkmechanismus in Verbindung gebracht worden. Forscher in der Türkei isolierten Prostatagewebe von Krebspatienten und konnten zeigen, dass bei Inkubation mit einem wässrigen Extrakt aus Brennnessel das Enzym Adenosin-desaminase (ADA) deutlich gehemmt wird.(22)

Viele Krankheiten wie Blutarmut sind mit einer Überaktivität des Enzyms verbunden und bei Darmentzündungen konnte gezeigt werden, dass eine herbeigeführte Hemmung der ADA die Entzündungsreaktion zurückgehen lässt.(23)

Brennnessel hat eine blutzuckersenkende Wirkung, die schon Ibn Sina (Avicenna) beschrieb. Einer iranischen Studie zufolge wird dieser Effekt erreicht, indem Brennnessel die Insulinsekretion der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse anregt. Dies konnte sowohl an gesunden wie auch an diabetes-kranken Ratten nachgewiesen werden.(24)

Marokkanische Forscher sahen bei der Verabreichung von wässrigem Brennnesselextrakt zudem eine verringerte Aufnahme von Glukose aus der Nahrung, allerdings nur bei gesunden Ratten, nicht bei den Tieren mit Diabetes.(25)

Auch die mit Diabetes einhergehenden Veränderungen von Nervenzellen des Gehirns könnten durch Brennnesselextrakte kompensiert werden, wie neuere Forschungen zeigen.(26)

An Ratten mit durch Carbontetrachlorid induzierter Leberschädigung konnte gezeigt werden, dass Extrakte aus Brennnessel und Schwarzkümmel, kombiniert oder allein, die durch den Giftstoff erhöhte Lipidperoxidation und den Level an Entzündungsenzymen senkt und gleichzeitig den Level an antioxidativen Enzymen, die zur Körperabwehr gehören, wieder erhöht. Zudem nahmen die mit den Pflanzenextrakten behandelten Tiere wieder an Gewicht zu.(27)

Brennnessel-Agglutinin (UGA) ist ein pflanzliches Lektin, das in Brennnesseln vorkommt und hauptsächlich in den Wurzeln zu finden ist. Im Gegensatz zu anderen Lektinen ist es sehr unspezifisch. Es aktiviert T-Lymphozyten und gilt als Superantigen.(28)

Bei Mäusen verhindert UGA die Ausbildung von Lupus erythematodes sowie Nierenentzündung (29).

Daher könnte UGA der aktive Wirkstoff der Brennnessel bei Entzündungen oder Immunkrankheiten sein. Zudem hat UGA antivirale Eigenschaften, beispielsweise gegen den HI-Virus.(30)

Dass Extrakte aus Brennnessel aktiv antiviral gegen den Felinen Immundefizienz-Virus (FIV) sind, konnte bereits in einer italienischen Studie gezeigt werden.(31)

Mit seinen Eigenschaften könnte UGA zu den aktiven Wirkstoffen der Brennnessel gehören, die dazu beitragen, dass die Brennnessel zu den potentesten bekannten Heilpflanzen gehört.

Brennnesseltee ist in Apotheken, Reformhäusern, Drogerien und Supermärkten lose oder im Teebeutel, pur oder auch mit weiteren Kräutern zur Aromatisierung erhältlich. Man gibt fünf Teelöffel losen Tee auf einen Liter Wasser und kocht den Tee circa 15 Minuten. Brennnesselsaft ist ebenfalls im Handel und kann außerdem selbst aus den Pflanzen zubereitet werden. Für die medizinische Anwendung gibt man einen Esslöffel Brennnesselsaft in ein kleines Glas Wasser (120 ml) und trinkt ihn so verdünnt dreimal täglich.(32)

Lesen Sie auch den Beitrag zu: Brennnesselkur | Inhaltsstoffe - Anwendung - Wirkung

Daneben ist die konzentriertere Brennnesseltinktur erhältlich. Man nimmt dreimal täglich einen Teelöffel davon ein oder verwendet sie für kosmetische Zubereitungen. Die Einnahme von Brennnessel-Präparaten ist nicht mit ernsten Nebenwirkungen verbunden. Das Risiko für Gegenreaktionen ist sehr niedrig, da die Heilpflanze weitgehend ungiftig ist. Frische Brennnesselblätter können bei einigen Menschen jedoch allergische Reaktionen hervorrufen.

Hobby-Gärtner, die keine Brennnesseln sammeln wollen, können im Gartenfachhandel Brennnesselpulver finden, mit dem Brennnesselbrühe zur Stärkung der Gartenpflanzen angerührt wird. Aus dem alkoholischen Auszug der Brennnesselwurzel wird Haarwasser hergestellt, das für eine gute Durchblutung der Kopfhaut sorgen und Schuppen beseitigen soll.

Natürlich kann die Brennnessel auch heute noch einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten. Die jungen Pflanzen und Blätter werden ab Februar bis in den Sommer hinein gesammelt. Sie werden als Salat, Suppe oder Gemüse sowie als Zutat in Brot, Pfannkuchen oder Käse verzehrt. Überwalzen mit der Backrolle oder Blanchieren zerstört die Brennhaare.

Ebenfalls essbar sind die Samen der Brennnessel, die beispielsweise Eintopfgerichten zugegeben werden oder geröstet werden können. Pflanze und Samen sind reich an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 25.07.2013 aktualisiert

Quellen

1. G.M. Kavalal, Urtica: Therapeutic and Nutritional Aspects of Stinging Nettles, Taylor and Francis, 2003, ISBN 0-415-30833-X,

2. Hadizadeh et al. Antifungal activity of nettle (Urtica dioica L.), colocynth (Citrullus colocynthis L. Schrad), oleander (Nerium oleander L.) and konar (Ziziphus spina-christi L.) extracts on plants pathogenic fungi. Pakistan Journal of Biological Sciences. 2009 Jan 1;12(1):58-63. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19579919

3. Duke. The Green Pharmacy. Emmaus, Pennsylvania. Rodale 1997.

4. Randall et al. Randomized controlled trial of nettle sting for treatment of base-of-thumb pain. Journal of the Royal Society of Medicine. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1298033/
pdf/10911825.pdf

5. Randall CF. Stinging nettles for osteoarthritis pain of the hip. The British Journal of General Practice 1994;44:533-534. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1239057/
pdf/brjgenprac00026-0055c.pdf

6. Marrassini et al. Evaluation of antinociceptive, antinflammatory activities and phytochemical analysis of aerial parts of Urtica urens L. Phytotherapy Research. 2010 Dec;24(12):1807-12. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20564509

7. Mittman P. Randomized, double-blind study of freeze-dried Urtica dioica in the treatment of allergic rhinitis. Planta Medica 1990;56:44-47. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2192379

8. Roschek et al. Nettle extract (Urtica dioica) affects key receptors and enzymes associated with allergic rhinitis. Phytotherapy Research. 2009 Jul;23(7):920-6. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19140159

9. Hou et al. Immunosuppressive constituents from Urtica dentata Hand. Journal of Asian Natural Products Research. 2010 Aug;12(8):707-13. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20706909

10. Daher et al. Effect of Urtica dioica extract intake upon blood lipid profile in the rats. Fitoterapia 2006;77:183-188. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16540261

11. Nassiri-Asl et al. Effects of Urtica dioica extract on lipid profile in hypercholesterolemic rats. Journal of Chinese Integrative Medicine. 2009 May;7(5):428-33. http://www.jcimjournal.com/en/FullText2.aspx?articleID=jcim20090506

12. El Haouari et al. Inhibition of rat platelet aggregation by Urtica dioica leaves extracts. Phytotherapy Research. 2006;20:568-572. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16619332

13. Hirano et al. Effects of stinging nettle root extracts and their steroidal components on the Na+,K(+)-ATPase of the benign prostatic hyperplasia. Planta Medica 1994;60:30-33. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7510891

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15. Safarinejad. Urtica dioica for treatment of benign prostatic hyperplasia: a prospective, randomized, double-blind, placebo-controlled, crossover study. Journal of Herbal Pharmacotherapy. 2005;5(4):1-11. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16635963

16. Krzeski et al. Combined extracts of Urtica dioica and Pygeum africanum in the treatment of benign prostatic hyperplasia: double-blind comparison of two doses. Clinical Therapeutics. 1993;15:1011-1020. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7509261

17. Prostagutt® forte 160/120 mg, 160 mg Dickextrakt aus Sägepalmenfrüchten; 120 mg Trockenextrakt aus Brennnesselwurzeln; Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel, http://www.schwabe.de/schwabe/Arzneimittel/Prostagutt/index.php

18. Sökeland & Albrecht. Combination of Sabal and Urtica extract vs. finasteride in benign prostatic hyperplasia (Aiken stages I to II). Comparison of therapeutic effectiveness in a one year double-blind study. Der Urologe. 1997;36:327-333. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9340898

19. Engelmann et al. Efficacy and safety of a combination of Sabal and Urtica extract in lower urinary tract symptoms. A randomized, double-blind study versus tamsulosin. Arzneimittelforschung 2006;56:222-229. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16618015

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21. Lopatkin et al. Efficacy and safety of a combination of Sabal and Urtica extract in lower urinary tract symptoms--long-term follow-up of a placebo-controlled, double-blind, multicenter trial. International Urology and Nephrology. 2007;39(4):1137-46. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18038253

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27. Kanter et al. Hepatoprotective effects of Nigella sativa L and Urtica dioica L on lipid peroxidation, antioxidant enzyme systems and liver enzymes in carbon tetrachloride-treated rats. World Journal of Gastroenterology. 2005 Nov 14;11(42):6684-8. http://www.wjgnet.com/1007-9327/full/v11/i42/6684.htm

28. Galelli & Truffa-Bachi. Urtica dioica agglutinin. A superantigenic lectin from stinging nettle rhizome. Journal of Immunology. 1993;151:1821-1831. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8345184

29. Musette et al. Urtica dioica agglutinin, a V beta 8.3-specific superantigen, prevents the development of the systemic lupus erythematosus-like pathology of MRL lpr/lpr mice. European Journal of Immunology. 1996;26:1707-1711. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8765010

30. Balzarini et al. The mannose-specific plant lectins from Cymbidium hybrid and Epipactis helleborine and the (N-acetylglucosamine)n-specific plant lectin from Urtica dioica are potent and selective inhibitors of human immunodeficiency virus and cytomegalovirus replication in vitro. Antiviral Research. 1992;18:191-207. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1329650

31. Uncini Manganelli et al. Antiviral activity in vitro of Urtica dioica L., Parietaria diffusa M. et K. and Sambucus nigra L. Journal of Ethnospharmacology. 2005 Apr 26;98(3):323-7. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15814267

32. Urtica dioica; Urtica urens (nettle). Monograph. Alternative Medicine Reviews. 2007 Sep;12(3):280-4. http://www.altmedrev.com/publications/12/3/280.pdf