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Krankheiten/Beschwerden

Was hilft bei Grippe? Naturheilkunde, Heilpflanzen, Vitamine & mehr

Aus der Naturheilpraxis von René Gräber / Kategorie: Krankheiten/Beschwerden / zuletzt aktualisiert: 17/02/2026

Inhaltsverzeichnis Einblenden
„Ich habe die Grippe“
Wie äußert sich eine „echte Grippe“?
Von der Ansteckung bis zum ersten Symptom (Inkubationszeit)
Wie genau funktioniert das mit der Ansteckung?
Gegen Grippe impfen lassen? Grippemittel einnehmen?
Wie sagt man dann der Grippe den Kampf an?
Epidemien auf dem Vormarsch
Schulmedizinische Mittel gegen Viren
Naturheilkunde, Alternativmedizin & Hausmittel
Ernährung
Heilpflanzen
Homöopathie
Orthomolekular-Medizin
Sanum Therapie
Wickel und Wasseranwendungen
Sonstiges
Rene Gräber:

Die Grippe ist eine akute Virusinfektion, die den Organismus innerhalb weniger Stunden massiv fordern kann. Hohes Fieber, ausgeprägte Muskel- und Kopfschmerzen, Erschöpfung und Husten sind typische Zeichen einer Influenza. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Virus selbst, sondern die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems.

In meiner Praxis behandle ich Grippe und grippale Infekte seit Jahrzehnten naturheilkundlich. Ziel ist nicht, Symptome mechanisch zu unterdrücken, sondern den Körper gezielt in seiner Abwehrarbeit zu unterstützen. Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, ausgewählte Pflanzenstoffe, Mikronährstoffe wie Vitamin C, Vitamin D und Zink sowie bewährte Hausmittel spielen dabei eine zentrale Rolle.

Nicht jede medikamentöse Maßnahme ist automatisch sinnvoll, und nicht jede natürliche Maßnahme ist automatisch harmlos. In diesem Beitrag zeige ich einige Ideen, welche naturheilkundlichen Strategien sich in der Praxis bewährt haben, worauf Sie in der Akutphase achten sollten und wie Sie Ihre Immunabwehr nachhaltig stabilisieren können.

Beginnen wir aber zunächst mit einigen grundsätzlichen „Fragen“ in Sache Grippe. Denn da gibt es einige Mißverständnisse.

„Ich habe die Grippe“

Haben Sie diesen Satz auch schon oft von Kollegen, Verwandten und Bekannten gehört?

Umgangssprachlich verstehen sich unter dem Synonym „Grippe“ mittlerweile diverse Erkältungskrankheiten in der medizinischen Laienwelt.

Grippe ist jedoch mit schweren Verlaufsformen gekennzeichnet und kann nicht mit einer harmlosen Erkältungskrankheit verglichen werden. Eigentlich heißt die Grippe auch gar nicht so, denn der medizinische Fachbegriff lautet „Influenza„.

Die Namensgebung stammt aus dem Mittelalter, wo die Menschen glaubten, dass Krankheiten mit Planetenkonstellationen zusammen hingen. Influenza stammt aus dem Italienischen und bedeutet „Einfluss“. Etwa seit dem 15. Jahrhundert wird der Name „Influenza“ ausschließlich für die Benennung der „Grippe“ genutzt.

Als Erreger der Influenza gelten sog. Orthomyxoviren (schleimbehüllte Viren mit besonderen Eigenschaften), die es in den Kategorien von A bis C gibt. Menschen sind von den Erregern A und B betroffen, während C nur auf Tiere übergreift. Immerhin, vor Kategorie C sind wir (wie lange noch?) sicher.

Es gibt Untereinheiten der Influenza-A, also verschiedene Erregertypen, die ähnlich aussehen und zusammen gesetzt sind. Influenza-B kommt nur in dieser einzigen Form vor. Influenza-A und auch B-Viren sind unter dem Elektronenmikroskop wahre Schönheiten. Sie sind kugelrund und verfügen über viele Noppen und Stacheln auf der Oberfläche. Leider können uns diese winzigen Schönheiten sehr krank machen und sogar zu Todesfällen führen.

Grippeviren sind extrem wandlungsfähig, Grippewellen in ihren erkennbaren Symptomen entsprechend unterschiedlich: Bauchgrippen mit Schwächegefühl und Durchfall, Schnupfen, Angina und Bronchitis bis zur Lungenentzündung können als Ausformungen der Grippe in Erscheinung treten.

Ein jeweiliges Virus, ein störendes Antigen, wird durch seine jeweiligen Antikörper bzw. immunkompetenten Lymphozyten definiert. Antigene besitzen so genannte antigene Determinanten zur Reaktion mit den Immunprodukten, wie etwa bei der Antigen-Antikörperreaktion.

Der Mediziner Dr. Johann Georg Schnitzer weist in seinen Publikationen auf die zahlreichen Möglichkeiten hin, sich unter Verzicht auf ein Übermaß an Medikamenten gegen Grippe zu schützen.

Wie äußert sich eine „echte Grippe“?

Besonders auffällig ist oft ein schneller, fast rasender Krankheitsverlauf. Die Symptome treten schnell und heftig auf. Nicht jeder Erkrankte entwickelt die volle Symptomatik aber alle auftretenden Symptome sind stark ausgeprägt. Charakteristisch sind schnell ansteigendes Fieber mit einer Körpertemperatur über oder gleich 38,5°C, trockener Reizhusten und starke Halsschmerzen mit Halskratzen, Muskelschmerzen am ganzen Körper und Kopfschmerzen.

Ergänzend treten meistens eine allgemeine Schwäche des Gesamtorganismus auf, Schweißausbrüche und Kälteschauer wechseln sich ab und sogar Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können den Influenza infizierten Menschen heimsuchen.

Zu den bereits genannten Symptomen gesellen sich gern noch Kurzatmigkeit oder Luftnot, meist bedingt durch verschleimte Atemwege (so versucht Ihr Immunsystem die Viren los zu werden), starke Müdikeit und Abgeschlagenheit und Wassermangel. Wichtig ist viel zu trinken, mindestens 25ml pro Kilogramm Körpergewicht am Tag sollten es sein. Wenn der Urin klar ist, ist die Menge passend, ist er dunkel, wurde viel zu wenig getrunken. In extremen Fällen, müssen die betroffenen Personen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Dort wird dann auch gerne man mit „antiviralen Medikamenten“ behandelt. Was ich von diesen „Antiviralen-Mitteln“ zu halten habe, weiß ich spätestens seit der gigantischen Tamiflu-Lüge.

Gleichzeitig greifen zahlreiche Ärzte immer noch reflexartig zu Antibiotika: „Es könnte ja sinnvoll sein, zwar nicht gegen die Grippe, aber eventuell auftretende bakterielle Infektionen könnten eingedämmt und verhindert werden, die durch das geschwächte Immunsystem ausbrechen KÖNNTEN. Und so wird munter weiter mit Antibiotika bei der Grippe weiter therapiert: mit den falschen Mitteln, und das trotz „evidenzbasierten“ Erkenntnissen, dass Antibiotika bei diesen Erkrankungen nicht indiziert sind. Antibiotika wirken, in dem sie die Zellkerne zerstören und die Bakterien an der Vermehrung hindern. Ein Verhüterli sozusagen. Viren haben keinen Zellkern, deswegen können Antibiotika ihnen nichts anhaben.

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Von der Ansteckung bis zum ersten Symptom (Inkubationszeit)

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Symptome kann 1-5 Tage betragen. Diese Zahlen variieren zum Teil sehr stark, aber in der Regel sind es zwei bis drei Tage.

Wichtig ist zu wissen, dass die Viren sich einige Zeit auf Oberflächen, in Lebensmitteln oder in der Luft halten können, ohne zerstört zu werden. In einem Callcenter könnten sich beispielsweise, über die gemeinsame Nutzung von vielen Headsets und Tastaturen, die Viren schnell an weitere Personen heften und diese infizieren. Viren leben besonders gerne in trockener Luft, die wir im Winterhalbjahr in fast jedem geschlossenen Raum vorfinden.

Wie genau funktioniert das mit der Ansteckung?

Influenza-Viren werden nach Vorstellung der Schulmedizin überwiegend über Tröpfchen übertragen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen entstehen. In geschlossenen Räumen können infektiöse Partikel zudem als Aerosole für eine gewisse Zeit in der Luft verbleiben. Auch Schmierinfektionen über kontaminierte Oberflächen sind möglich, wenn Viren von den Händen an Nase, Mund oder Augen gelangen.

Die Inkubationszeit – also der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen – beträgt in der Regel ein bis drei Tage, selten bis zu fünf Tage. In dieser Phase kann eine infizierte Person bereits ansteckend sein, obwohl noch keine Beschwerden bestehen.

Wichtig ist jedoch: Eine Infektion bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung. Der bloße Kontakt mit Viren führt nicht zwangsläufig zu Symptomen. Wäre es anders, wären in jeder Grippesaison innerhalb kürzester Zeit nahezu alle exponierten Personen krank. Ob sich eine manifeste Influenza entwickelt, hängt wesentlich von der individuellen Immunlage, dem allgemeinen Gesundheitszustand, Schlaf, Stressbelastung und Vorerkrankungen ab.

Gegen Grippe impfen lassen? Grippemittel einnehmen?

Viren verändern rasant ihre Gestalt. Was im einen Winter hochaktuell war, kann schon im nächsten Frühjahr zum wertlosen Impfstoff werden.

Bei vielen Grippe-Kombipräparaten überwiegen die Nebenwirkungen aus meiner Sicht den tatsächlichen Nutzen. Und die nebenwirkungsreichen Antibiotika wirken bei bakteriellen Infektionen, nicht jedoch bei Viruserkrankungen. Ich lasse mich auf keinen Fall gegen Grippe impfen. Warum, beschreibe ich etwas genauer im Beitrag: Grippeschutzimpfung. Und noch mehr im Beitrag: Grippeimpfung, das medizinische Lottospiel. Es wird immer toller, was uns angepriesen wird.

Wie sagt man dann der Grippe den Kampf an?

Ich hatte es bereits erwähnt: ein bloßes Vorhandensein von Grippeviren im Körper bedeutet nicht, dass man an Grippe erkrankt. Eine gesunde Abwehr ist sehr wohl imstande, diese Eindringlinge unschädlich zu machen, noch bevor sie sich überhaupt vermehren.

Eine geschwächte Immunabwehr hingegen ist eine willkommene Einladung an die Erreger: Auf einem geeigneten Nährboden können sie ungehinderte Vermehrung betreiben, – die Grippe ist da. „Le germe n’est rien, le terrain est tout!“ (Der Keim ist nichts, der Nährboden alles) urteilte der französische Arzt und Physiologe Claude Bernard (1813-1878) bereits im 19. Jahrhundert.

Dennoch wird mancherorts sogar die generelle Existenz von Viren angezweifelt: Gensequenzen aus der Nahrung, etwa durch den Verzehr von Geflügel- oder Schweinefleisch bevölkern demnach die menschlichen Zellen. Artspezifische Hyaluron-Säuren, schwefelhaltige Bausteine des Bindegewebes, die mit dem Verzehr von Fleisch aufgenommen werden, sollen außerdem die Abwehr-Reaktionen unseres Immunsystems hervorrufen. Letzteres wird über den Umstand belegt, dass es während einer Grippeerkrankung zu einer Zunahme an Hyaluronidase innerhalb des Bindegewebes kommt: Das Gewebe wird quasi „verflüssigt“ und ausgeschieden, nach der Genesung zeigt sich das Bindegewebe straffer als zuvor.

Außerdem erleiden sich von Schweinefleisch ernährende Sportler, aber auch andere Menschen schneller Risse von Sehnen und Bändern – schuld sind nach Ansicht mancher meiner Kollegen die Bestandteile des schwefelreichen, weichen Schweinebindegewebes, die mit der Nahrung aufgenommen wurden.

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Epidemien auf dem Vormarsch

Einig ist man sich allerdings über die Bedeutung des Nährbodens für die Entwicklung von Grippeerkrankungen und -epidemien. So forderte die Grippeepidemie von 1917 bis 1918 30 Millionen Tote. Während der Lebensmittelknappheit im Ersten Weltkrieg zeitigte ein unterschiedlicher Umgang der Dänen wie der Deutschen mit dieser Problematik gravierende Folgen: Während drei Millionen Dänen Getreide und Kartoffeln verzehrten, statt sie an die Schweine zu verfüttern, ernährte man sich in Deutschland von Schweinefleisch und den wenig eiweißreichen Zuckerrüben. Der dänische Schweinebestand dagegen ging um ein Fünftel zurück, die Sterblichkeit unter den Dänen um 17 Prozent.

Heute gehen einige Experten davon aus, dass Grippeviren in Schweinen und in Geflügel quasi übersommern, – die Zellen des Atmungsbereichs des Schweins verfügen über Rezeptoren für Viren der Vogelgrippe ebenso wie für Influenzaviren beim Menschen. Infiziert man sich mit beiden Virentypen, ist mit einer Kombination des genetischen Materials beider zu rechnen: Geboren sind neue, extrem gefährliche Virenarten.

Man könnte meinen, diese weitreichenden Erkenntnisse und Erfahrungen wären von der Wissenschaft aufgegriffen worden – weit gefehlt. Stattdessen entwickelte man nebenwirkungsbelastete, unzureichend wirksame Grippeimpfungen.

Die deutschen 300.000 Opfer der Epidemie von 1917/18 hatten also praktisch den Nährboden Schweinefleisch und den bedrohlichen Grippevirus zu sich genommen, Mangelernährung und Impfversuche hatte ihr Übriges getan.

Auch im Herbst 1999 wurde vor einem neuartigen, Grippetypus, verursacht durch mutierte Geflügelviren, gewarnt, der sich über den globalen Flugverkehr rasant ausbreiten sollte und den ein Drittel aller Infizierten nicht überlebte. Der Herbst 2005 brachte eine neue Epidemie: Die Vogelgrippe, die sich von Asien vermutlich über infizierte Zugvögel verbreitete. Aus der Türkei wurden Grippefälle des Befalls durch H5N1 bekannt, wirkliche Bedrohung oder nur Medienhype zur Vermarktung neuer Grippemedikamente und -impfstoffe? Wie sollte ein schwer infiziertes Tier in der Lage sein, noch mehrere Tausend Kilometer zurückzulegen?

Auch bei anderen Formen der Infektion spielt der Nährboden eine wichtige Rolle: Der Forscher und Arzt Max von Pettenkofer (1818-1901) trank eine Lösung mit aktiven Cholerabakterien, ohne anschließend krank zu werden, während Leprakranke pflegende Ärzte und Krankenschwestern selten an Lepra erkranken. Eine Ernährungsumstellung bewirkte darüber hinaus ein beschleunigtes Abheilen der Lepra-Geschwüre, wie Dr. Schnitzer mittels einer Studie in den 1980er Jahren in Sri Lanka belegt. Dennoch verbleibt die Lepra-Heilung fest in den Händen der Pharmaindustrie, die mit den bazillenbekämpfenden, die Geschwulste jedoch kaum vermindernden Lepramedikamenten z. B. in Äthiopien jährlich über eineinhalb Millionen Euro umsetzt.

Kinderlähmung ist ein weiteres Beispiel: Experten in den USA empfahlen eine zuckerfreie, vorbeugende Diät, die im Feldversuch erfolgreich erprobt wurde; Neuerkrankungen gingen deutlich zurück. Trotzdem setzte sie sich nicht durch: Man verabreichte die Schluckimpfung, Zucker blieb marktfähig. Sie glauben das mit der „Schädlichkeit“ von Zucker nicht? Dann lesen Sie bitte mal meinen Beitrag: Die giftige Wahrheit über Zucker und Übergewicht.

Schulmedizinische Mittel gegen Viren

2008: Schweinegrippe. Auf einmal wurde ein Medikament „berühmt“ und von Regierungen in aller Welt (die es sich leisten wollten oder konnten) millionenfach eingelagert: Tamiflu. Die Tamiflu-Kampagne spricht für sich. In vielen Ländern wurde dieses in den Medien hochgelobte, aber nebenwirkungsreiche Mittel reißend abgesetzt. Wenn Sie das Thema Tamiflu interessiert, lesen Sie unbedingt meinen Beitrag: Tamiflu – begehrt aber wirkungslos? und:Die Tamiflu – Lüge. Einfach unglaublich, was uns manchmal so alles erzählt wird…

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Naturheilkunde, Alternativmedizin & Hausmittel

Ob eine Grippe schwer verläuft oder rasch überwunden wird, hängt wesentlich von der inneren Regulation des Körpers ab. Die Naturheilkunde setzt genau hier an: Sie stärkt die Abwehrkräfte, unterstützt Stoffwechsel und Ausscheidung und schafft günstige Bedingungen für die Genesung. Die folgenden Maßnahmen geben einen strukturierten Überblick über bewährte Möglichkeiten.

Da das Thema durchaus komplex und umfangreich ist, habe ich dazu ein kleines Büchlein verfasst: Die biologische Therapie der Grippe und grippaler Infekte, inklusive Erkältungen:

So, jetzt aber vorab einige praktische Tipps aus der Naturheilkunde.

Ernährung

Eine gesunde, artgerechte Ernährung schafft die nötigen Voraussetzungen: Naturbelassenes wird verzehrt, Denaturiertes und stark Erhitztes und Oxidiertes gemieden. Hinsichtlich der Anatomie seines Gebisses gehört der Mensch zu den Fruivoren, den Essern von leistungssteigernden, gesunden Samen, Früchten und Wurzeln; seine Nahrung sollte daher u. a. aus Hülsenfrüchten, Wurzelgemüsesalaten, Nüssen und Obst bestehen (vgl. Schnitzer-Intensivkost, Schnitzer-Normalkost).

Meiden Sie daher Nahrungsmittel und Zubereitungen wie:

  • isolierte Kohlenhydrate, Auszugsmehl und Industriezucker
  • raffinierte, extrahierte Produkte wie Säfte und Trockenfrüchte
  • tierische Nahrungsmittel wie
    Fleisch,
    Wurst, Geflügel (außer Hühnerbrühe), Fisch und Muscheln
  • Eier,
    Milch
    und Käse
  • genveränderte Nahrung

Zwingen Sie sich auf keinen Fall zum Essen. Ein paar Tage überleben Sie ohne Essen. Meiden Sie auf jeden Fall Süßigkeiten, Weißmehlprodukte und Schweinefleisch, sowie Käse und Milchprodukte.

Essen Sie Obst: z.B. einen geschälten Apfel und Möhren (evtl. gedünstet).

Heilpflanzen

Heilpflanzen sind eine sehr gute und ernstzunehmende Begleittherapie bei einer Grippe. Ziel ist nicht das „Unterdrücken“ der Symptome, sondern eine geordnete Immunreaktion, eine gute Schleimlösung und eine sinnvolle Fieberregulation. Wichtig ist die Auswahl und Kombination der richtigen Pflanzen, in der richtigen Aufbereitung und der richtigen Dosis. Nur mit einer Tasse irgendwas reicht meiner Erfahrung nach nicht. Im Folgenden stelle ich Ihnen verschiedene Strategien vor.

  1. Akutstrategie – die ersten 48 Stunden

In der Frühphase entscheidet sich oft, wie intensiv der Verlauf wird. Hier arbeite ich konsequent mit einer schweißtreibenden, entzündungsmodulierenden Teemischung.

Akut-Teemischung bei Grippe

Rezeptur (pro 100 g Mischung):

  • 30 g Holunderbeeren (Sambucus nigra)
  • 25 g Lindenblüten (Tilia cordata)
  • 20 g Wasserdost (Eupatorium perfoliatum)
  • 15 g Thymian (Thymus vulgaris)
  • 10 g Ingwerwurzel, geschnitten

Zubereitung:
1 gehäufter Esslöffel auf 300 ml Wasser.
10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, Holunderbeeren zuvor 5 Minuten leicht köcheln.

Dosierung:
Alle 2–3 Stunden 1 Tasse heiß trinken, mindestens 4–6 Tassen täglich.
Danach warm einpacken und gezieltes Schwitzen zulassen.

Wichtig: Fieber bis etwa 39 °C bei stabilem Kreislauf nicht reflexartig unterdrücken. Das Fieber ist Teil der Immunantwort.

  1. Antivirale und immunmodulierende Pflanzen mit Studienlage

Holunderextrakt

Mehrere Studien zeigen eine Verkürzung der Symptomdauer bei Influenza.
Dosierung: 3–4 × täglich 10–15 ml standardisierter Extrakt.

Andrographis paniculata

Gut untersucht bei Atemwegsinfekten, immunmodulierend.
Dosierung: 400 mg standardisierter Extrakt, 2–3 × täglich, möglichst früh beginnen.

Pelargonium sidoides

Besonders bei Bronchitis-Symptomatik.
Dosierung: 3 × täglich 20–30 Tropfen eines standardisierten Präparates.

Thymian

Sekretlösend, antimikrobiell, bronchial entspannend.
Dosierung: 3–4 Tassen Tee täglich oder standardisierte Extrakte gemäß Herstellerangabe.

  1. Pflanzen zur Rekonvaleszenz

Nach Abklingen des Fiebers bleibt häufig eine ausgeprägte Schwäche zurück. Hier geht es um Regeneration.

Echinacea

Kurzfristig zur Unterstützung der Immunregulation.
Dosierung: 3 × täglich 2,5 ml Presssaft, maximal 10–14 Tage.

Astragalus membranaceus

Immunmodulierend, besonders bei rezidivierenden Infekten.
Dosierung: 500 mg Extrakt 2 × täglich.

Brennnessel und Löwenzahn

Zur Stoffwechselaktivierung nach Infekten.
Dosierung: 2–3 Tassen Tee täglich über 2–3 Wochen.

Drei Prinzipien, die ich in der Praxis beachte

  1. Früh beginnen.
  2. Ausreichend dosieren.
  3. Den Organismus arbeiten lassen – nicht alles sofort „wegtherapieren“.

Homöopathie

Speziell dazu lesen Sie unter: Homöopathie bei Grippe, Erkältung und Fieber;
Als Komplexmittel: Infludo (von Weleda)

Orthomolekular-Medizin

Wichtig ist: keine wahllose Supplementflut, sondern gezielte Unterstützung für Immunantwort, Schleimhäute und antioxidativen Schutz.

  1. Vitamin C – verteilt über den Tag

Vitamin C ist für mich die Basis in der Akutphase.

Dosierung:
1–2 g alle 3–4 Stunden, insgesamt meist 5–8 g täglich, für einige Tage.

Ich verteile die Einnahme bewusst über den Tag. Die individuell verträgliche Menge ist unterschiedlich. Wird der Stuhl weich, war es etwas zu viel.

  1. Zink – kurzfristig höher dosiert

Zink ist für die antivirale Abwehr und die Schleimhautintegrität entscheidend.

Dosierung:
40-50 mg täglich, für 5–7 Tage.

Nicht dauerhaft hoch dosieren. Danach wieder auf normale Erhaltungsbereiche zurückgehen.

  1. Vitamin D – nur bei bekanntem Mangel

Vitamin D ist kein Akutmittel. Wenn mein Spiegel im Zielbereich liegt, ändere ich in der Akutphase nichts.
Liegt ein Mangel vor, würde ich moderat korrigieren.

Orientierung:
Spiegel wenigstens bei 40–60 ng/ml anstreben. Erhaltungsdosis individuell, häufig bei 2.000–5.000 IE täglich. Das sollte man aber testen!

  1. N-Acetylcystein (NAC)

Bei Beteiligung der Bronchien oder zähem Schleim.

Dosierung:
600 mg 1–2 × täglich.

Es unterstützt die Schleimlösung und die Glutathionbildung.

  1. Selen

Zur Unterstützung antioxidativer Enzymsysteme.

Dosierung:
100–200 µg täglich für einige Tage.

  1. Magnesium

Gerade bei Fieber, Muskelbeschwerden und starkem Schwitzen sinnvoll.

Dosierung:
400 mg täglich, vorzugsweise abends.

Diese Strategie ist zeitlich begrenzt und dient der Begleitung einer akuten Phase. Entscheidend bleibt: Ruhe, Schlaf, Flüssigkeit und eine kluge Regulation statt blinder Aktionismus.

Sanum Therapie

Quentakehl D5 Tropfen und Notakehl D5 Tropfen jeweils 2 mal 10 Tropfen täglich. Sanuvis: 3 mal 20 Tropfen täglich Sanukehl Serra D6 Tropfen zwei mal 5 Tropfen täglich einreiben oder einnehmen. Rilvora Komplex: täglich zwei mal 10 Tropfen in die Ellenbeuge einreiben. Wenn die Grippe nicht richtig ausheilen will zusätzlich Utilin S D6 täglich einmal 5 Tropfen einreiben.

Wickel und Wasseranwendungen

Wickel gehören zu den klassischen Maßnahmen der Naturheilkunde. Richtig eingesetzt unterstützen sie die Temperaturregulation, fördern die Durchblutung und entlasten den Organismus – ohne in die körpereigene Abwehrmechanik einzugreifen.

Wadenwickel bei hohem Fieber

Wadenwickel sind sinnvoll, wenn das Fieber über 39 °C steigt und als belastend empfunden wird.

Anwendung:
Zwei Baumwolltücher in lauwarmem Wasser (nicht kalt!) tränken, auswringen und locker um die Unterschenkel legen. Darüber ein trockenes Tuch.
Dauer: 10–15 Minuten.
Bei Bedarf 2–3 Wiederholungen.

Wichtig: Nur anwenden, wenn Hände und Füße warm sind. Bei Schüttelfrost oder kalten Extremitäten keine Wadenwickel durchführen.

Brustwickel bei Husten

Ein warmer Brustwickel kann die Bronchien entspannen und die Schleimlösung fördern.

Anwendung:
Ein feuchtwarmes Tuch auf die Brust legen, mit trockenem Tuch und ggf. Wollschal abdecken.
Dauer: 20–30 Minuten, 1–2 × täglich.

Optional kann ein Thymian- oder Ingweraufguss verwendet werden.

Halswickel bei Halsschmerzen

Anwendung:
Ein leicht feuchtes Tuch um den Hals legen, darüber ein trockenes Tuch.
Dauer: 20 Minuten bis zu einer Stunde.

Je nach Empfinden warm oder leicht kühl.

Ansteigende Fußbäder

Sehr bewährt in der Frühphase eines Infektes.

Anwendung:
Mit 33–35 °C starten, innerhalb von 15–20 Minuten langsam auf 39–40 °C steigern.
Anschließend warm einpacken und ruhen.

Sonstiges

Weitere hilfreiche Maßnahmen beschreibe ich u.a. auch im Beitrag: Immunstimulation bei Erkältung, Schnupfen, Abwehrschwäche.

Ansonsten schauen Sie auch unter den entsprechenden Beiträgen: Erkältung, Husten und Schnupfen. Dort beschreibe ich weitere Maßnahmen.

Ausreichend Schlaf, Sport, die Vermeidung von Stressoren und Entspannungsverfahren fördern die Aktivität des Immunsystems.

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Beitragsbild: 123rf.com – Iakovenko

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