Eigenurin Trinken? Die Eigenurintherapie
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Die Eigenurintherapie gehört zu den Verfahren der Regulationstherapien.
Die Urintherapie basiert auf einer Eigenharnbehandlung, auch als Eigenurintherapie bezeichnet. Dies ist eine von
der Schulmedizin abweichende Therapieform, die schon seit alters her bekannt ist. Ist es möglich, aus der
Begutachtung des Urins eine Diagnostik zu folgern, so kann durch das Eigenurin Trinken auch eine Therapie möglich
sein.
Insbesondere der frische Eigenurin, hierbei der morgendliche Urin, wird zu therapeutischen Zwecken genutzt. Es
wird angegeben, dass das Urin Trinken aus der Naturheilkunde stammt und
wissenschaftlich bisher keine heilenden Effekte nachgewiesen wurden. Trotzdem erlangt die Eigenharntherapie immer
mehr Bedeutung und überzeugte Anhänger.

Anwendung der Eigenurintherapie
Anwendungsgebiete für die Eigenharntherapie sind die äußerliche und die innerliche Verwendung. Das Trinken von
frischem Eigenurin soll Heilung bringen bei verschiedenen Infektionen, wie etwa
Mandelentzündung, Katarrhe der Atemwege, Masern, als auch bei der Gelbsucht.
Unterschiedliche Hauterkrankungen können durch die äußerliche Anwendung des Eigenurins gelindert werden. Auch
bei Allergien, beispielsweise bei Heuschnupfen oder bei
der Arthrose soll die Behandlung mit Eigenurin hilfreich sein.
Äußerlich angwandt führen unterschiedliche Behandlungen im Rahmen einer Urintherapie zu Heilungserfolgen und
Besserungen bei Akne, Neurodermitis, Zellulitis, Schuppenflechte. Auch bei der Wundheilung soll eine Eigenurintherapie positive Wirkungen haben und den Wundheilungsprozeß
beschleunigen.
Die Verabreichungsformen für den Eigenharn sind das Trinken des Eigenurins, die subkutane Injektion, also das
Spritzen unter die Haut, und verschiedene Einreibungen, Tinkturen, Wickel oder Bäder mit
Zusatz frischen Eigenurins.
Wirkungsweise der Eigenharntherapie
Die Wirkungsweise der Eigenurintherapie wird speziell den enthaltenen Harnstoffen und verschiedenen
Spurenelementen im Urin zugeschrieben. Auch Hormone und Harnsäure bilden wesentliche Heilungsfaktoren.
Es ist bekannt, dass sich im menschlichen Urin etwa zweitausend Substanzen befinden, die vorteilhafte Wirkung
bei der Linderung krankhafter Prozesse besitzen.
Auch verschiedene Salze, Immuneiweiße, Bakterien, Pilze und Viren und Fermente gehören zu diesen Bestandteilen.
Diese im Eigenharn enthaltenen Komponenten haben immunresistenzsteigernde, antibakterielle, membranstabilisierende
und eiweißauflösende Effekte.
Die Behandlung mit Eigenurin erfordert vorausgehende Kenntnisse und einige Aufklärungsarbeit.
Auch die Abneigung und das Ekelgefühl muß der Patient erst überwinden, um die Eigenurintherapie dauerhaft
durchführen zu können. Wichtig ist, dass immer nur frischer Urin verwendet werden soll.
Zur Eingewöhnung beim Trinken kann dem Eigenurin durchaus etwas Apfelsaft oder Zitronensaft zugesetzt werden.
Nach dem Herunterschlucken soll die Urinkonzentration im Magen verdünnt werden, dies erfolgt durch Trinken eines
Glases stillen Mineralwassers.
Das Trinken des Urins sollte etwa zwanzig bis dreißig Minuten vor der Einnahme der nächsten Mahlzeit geplant
werden.

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