Ekzeme
Ein Ekzem (auch: Juckflechte) ist eine Entzündungsreaktion der Haut mit
Juckreiz, die nicht durch eine Infektion mit
Mikroorganismen ausgelöst wurde.
Nach Auffassung der Schulmedizin sind Ekzeme Intoleranzreaktionen der Haut auf
unerwünschte Einwirkungen von außen.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Es werden verschiede Formen der Ekzeme unterschieden.
Das atopische Ekzem (auch: endogenes Ekzem, Neurodermitis) beruht
auf einer genetischen Allergieneigung. Hier reagiert das Immunsystem auf Fremd- oder körpereigene Substanzen
und es werden Entzündungsstoffe im Gewebe freigesetzt, die zu der typischen Hautreaktion führen (Jucken,
Rötungen, Trockenheit).
Ähnlich, aber biochemisch verschieden, wird das allergische Kontaktekzem
ausgelöst. Die Hauptallergene hier sind Nickel, Duft- oder Konservierungsstoffe oder Latex.
Beim seborrhoischen Ekzem (häufig im Kopf- und Gesichtsbereich) steht eine
Schwächung der Barrierefunktion der Haut mit einer Talgdrüsenüberfunktion und der Besiedlung durch einen
Hefepilz im Vordergrund.
Die Intertrigo ist ein Ekzem, das durch Wundreiben entsteht. Häufig tritt es
bei Übergewichtigen und Diabetikern in Hautfalten auf.
Eine Spezialform bei Kleinkindern ist die Windeldermatitis.
Beim irritativ-toxischem Kontaktekzem ist ein direkter Kontakt mit dem
Auslöser (z.B. Reinigungsmittel, Seifen) erfolgt.
Ekzeme in der Naturheilkunde
Eine alte Weisheit der Naturheilkunde besagt: „Wer Hautprobleme hat,
hat auch Darmprobleme.“ Demzufolge wäre es ratsam, einmal die Verdauung unter die Lupe zu nehmen. Vor allem
Nieren, Leber und Darm.
Ekzeme werden in der Naturheilkunde als Versuch betrachtet etwas zur
Ausscheidung zu bringen - die Haut wird als Entgiftungsorgan gesehen. Bei Ekzemen ist ein Zusammenhang mit den
Darmschleimhäuten zu sehen. Es lohnt sich deshalb fast immer eine Darmsanierung zu prüfen und einzuleiten.
siehe auch folgende Themen: After-Juckreiz - Dermatosen - Hautprobleme (allgemein) - Hautpflege - Hautalterung
- Herpes - Hühneraugen - trockene Haut - Hautpilze - Juckreiz - Neurodermitis - Nesselsucht - Warzen
Mögliche Ursachen
Darmprobleme, Übersäuerung,
Nahrungsmittel-Allergie (sehr oft Kuhmilch und Eier), aber auch Nahrungsmittel-Zusätze (so genannte
E-Nummern), Chemikalien, Seifen, Haushaltsreiniger, Nickel-Allergie. Eine grosse Rolle spielt auch die
Einnahme von Medikamenten.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Ekzemen in Frage kommen.
| Aromatherapie |
Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet
werden.
Knoblauch, Salbei, Ysop
|
| Bachblüten |
Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Blütenessenzen
lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher.
Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.
|
| Ernährung |
Ich halte es für wichtig bei jeder
Art von Ekzemen keinerlei Schweinefleisch zu essen. Auch der Salzkonsum sollte eingeschränkt werden.
Für Erwachsene ist Fasten ideal, da es eine sehr gute Umstimmung bringen
kann.
|
Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Je 30 ml Löwenzahn-Tinktur,
Stiefmütterchen-Tinktur; 20 ml Erdrauch-Tinktur; je 10 ml Storchenschnabel-Tinktur,
Wassernabel-Tinktur.
|
| Gemmo-Therapie |
Johannisbeer-Knospenmazerat stündlich 1 -
2 Stösse in den Mund sprayen.
|
| Orthomolekular-Medizin |
Empfohlene Tagesdosis:
Vitamin A 50000-100000 IE für 1 bis 3 Monate (hohe Vitamin
A-Dosierungen sollten Sie in Begleitung Ihres Therapeuten einnehmen); Vitamin C 2 - 3 Gr., Zink 50 -
150 mg, 4 - 6 Kapseln Nachtkerzenöl + 1 - 1,5 Gr. Omega-3
Fettsäuren in Form von Fischölkapseln zusammen mit mind. 100 mg Vitamin E, 1 - 2 EL essentielle
Fettsäuren in Form von kaltgepresstem Sesamöl, Leinsamenöl, Maisöl oder
Distelöl.
|
| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der
Kommission E) vor. Bierhefe, Bittersüßstängel, Teebaumöl.
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Jojobawachs,
Mahoniarinde, Nachtkerzenöl
Oolong Tee wurde an 118 Patienten in einer japanischen Studie
erfolgreich getestet.
|
| Homöopathie |
Ein klassisches Mittel ist u.a. Calcium carbonicum Hahnemanni D30 bis C200;
Symptomorientiert kann man denken an:
trockenes Ekzem: Alumina D6
nässendes Ekzem: Graphites D6
juckende und gerötete Flecke: Urtica Urens D6
|
| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
|
| Schüssler-Salze |
Kalium sulfuricum D6 häufige Gabe, Silicea D12
|
| Spagyrik |
Waldrebe, Cardiospermum halicacabum
(Ballonpflanze)
|
| Urintherapie |
Betupfen Sie mehrmals täglich die betroffenen Hautstellen mit frischem Urin. Wenn
Sie es unangenehm finden, können Sie die stellen nach ca. 15 Minuten mit klarem Wasser
wieder abwaschen.
|
| Wirbelsäulensegmente |
Eine Fehlstellung des C 3 kann
Neuralgien, Neuritis, Akne und Pickel, Ekzeme und Trigeminusneuralgie auslösen. Ebenso kann eine
Fehlstellung des Th 11 (der die Nieren versorgt) Hautkrankheiten verursachen, eben wegen der
gestörten Nierenfunktion.
|
| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
bedenklich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren
lassen.
|
| Sonstiges aus der Naturheilkunde |
Eine homöopathische Entgiftungskur der Firma PHÖNIX Laboratorien GmbH, D-71149
Bondorf, würde ich Ihnen dringend raten. Die Kur ist in der Apotheke erhältlich und setzt
sich aus 4 Komponenten zusammen.
Die Pflege des Ekzems mit einer homöopathischen Cardiospermum-Salbe kann
ebenfalls helfen.
|
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 16.12.2011 aktualisiert.

|