Halsschmerzen
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Halsschmerzen sind meist eine Begleiterscheinung bei einer Infektion der oberen Atemwege.
Dazu zählen vor allen Dingen die akute Rachenschleimhautentzündung
(Pharyngitis), die oft die Nasenschleimhaut mitbetrifft (Rhinopharyngitis), im
Rahmen einer viralen Erkältung.
Eine Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillitis) verursacht vor allem beim Schlucken
starke Halsschmerzen und kann durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden.
Bei der infektiösen Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber)
kommt es ebenso zu einer Entzündung der Gaumenmandeln mit Halsschmerzen vor
allem beim Schlucken.
Halsschmerzen bei Kindern können durch eine virale Entzündung des Kehlkopfs mit Einengung
der Atemwege hervorgerufen werden (Pseudokrupp). Hierbei muss man die Diphterie und die bakterielle Epiglottitis
unterscheiden.
Die bakterielle Epiglottitis ist ein schweres Krankheitsbild bei Kindern, bei der es zu starken Schluckschmerzen
und einer kloßigen Sprache mit vermehrtem Speichelfluss kommt.
Allgemein muss man bei andauernden Schmerzen im Halsbereich, die sich nicht durch einen grippalen Infekt
erklären lassen, eine Entzündung der Schilddrüse (Thyroiditis) in Betracht ziehen.
In seltenen Fällen können auch Lymphknotenentzündungen der Halslymphknoten und geschwollene Lymphknoten bei Tumorerkrankungen (z.B. Morbus
Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphom) Schmerzen im Halsbereich verursachen.
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 07.07.2011 aktualisiert.

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