Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Herzschwäche (=Herzinsuffizienz) bezeichnet eine herabgesetzte
körperliche Belastbarkeit bei unzureichender Herzleistung. Das Herz ist also nicht mehr in der Lage das
gesamte vom Körper benötigte Blut durch den Kreislauf zu pumpen. So zeigt sich als Folge davon ein gewisser
Sauerstoffmangel. Und die Herzschwäche nimmt in Deutschland immer mehr zu.
Die Herzinsuffizienz kann akut auftreten (z.B. nach einem Herzinfarkt; akut auftretende Herzrhythmusstörungen) oder chronisch verlaufen
(Entwicklung über Monate/Jahre).
Die häufigste Ursache ist eine koronare Herzkrankheit (=KHK) mit durch Arteriosklerose (=Arterienverkalkung) verengten Herzkranzgefäßen.
In Frage kommen ebenso die dilatativen Kardiomyopathien (=Herzmuskelerkrankungen mit
Vergrößerung der Herzkammern ohne Dickenzunahme der Muskulatur), Herzmuskelentzündungen, Herzklappenfehler
oder Bluthochdruck.
Die Symptome können variieren, je nachdem, ob eher die linke oder die rechte Herzhälfte oder
das gesamte Herz betroffen ist.
Allen gemeinsam ist die Leistungsminderung bei körperlicher Belastung.
Bei der Linksherzinsuffizienz stehen außerdem Atembeschwerden,
nächtlicher Husten und das Lungenödem (=Wasseransammlung in der Lunge) im
Vordergrund. Die Rechtsherzinsuffizienz zeigt sich durch eine Gewichtszunahme durch Ödeme (=Wasseransammlung im Gewebe, hier vor allem in den Beinen) und Appetitlosigkeit.
Ist das gesamte Herz betroffen, fällt vor allem nächtliches Wasserlassen, ein schneller Puls
und feucht-kalte Haut auf.
Unser Herz ist so angelegt, dass es theoretisch gut 120 Jahre lang schlagen könnte. Sobald Sie
zu Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe) neigen, Ihren Fingerring nicht mehr ausziehen können oder Sie sich
plötzlich und ohne Grund müde und schwach fühlen, dann sollten Sie Ihr Herz auf eine eventuelle Insuffizienz
untersuchen lassen.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Herzschwäche in Frage kommen können.
| Atemtherapie |
Die meisten Menschen atmen nur sehr flach, mit etwa 1 Liter. Die Lunge
fasst aber etwa 3 Liter. Also, atmen Sie tief durch, aber mehr als nur ein mal! Setzen Sie sich
aufrecht hin, die Füsse gut am Boden. In dieser entspannten Haltung atmen Sie tief ein, halten die
Luft kurz an und atmen geräuschvoll aus. Den Rest der Luft pressen Sie mit Hilfe der
Bauchmuskulatur aus den Lungen. (Das Ausatmen ist das Wichtigste, einatmen tut es von selbst.)
Diese Atemübung machen Sie 10mal hintereinander, und das zwei mal am Tag.
|
| Ernährung |
Verzichten Sie auf Nikotin, Alkohol, Kaffee und Schweinefleisch in jeder Form.
|
Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
40 ml Weissdorn, je 20 ml Herzgespann und
Melisse, je 10 ml Arnika und
Rosmarin.
|
HILDEGARD VON BINGEN
|
Hildegard von Bingen schlägt eine Kur mit Wasserlinsen-Elixier vor. Diese Kur
dauert über 6 Flaschen, nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen je ein Likörglas (20ml)
einnehmen.
|
| Homöopathie |
Kalium corbonicum D6
Ammonium carbonicum D4
|
| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor:
Adoniskraut, Besenginsterkraut, Maiglöckchenkraut, Meerzwiebel
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Ammi visnaga Früchte, Rote
Fingerhutblätter, Goldlackblüten, Kanadische Hanfwurzel, Oleanderblätter, Strophanthussamen
|
| Lebensstil-Programm nach Dean
Ornish |
Der Mediziner und gebürtige Texaner Dean Ornish begreift die hergebrachte Schulmedizin
als letztes Mittel der Wahl, wenn es darum geht, dem Herzinfarktrisiko wirksam den Kampf
anzusagen.
|
| Orthomolekular-Medizin |
Taurin, Magnesium, L-Carnitin,
Vitamin E und Vitamin C, Coenzym Q10, Kalium
|
| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
|
| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren
lassen.
|
| Sonstiges |
Kneipptherapie: Kalte Waschungen, Wechselgüsse der
Beine, Taulaufen, Wassertreten, Armbäder.
Machen Sie die fünf Tibeter täglich einmal.
|
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 16.08.2011 aktualisiert.

|