Nierenschwäche und Niereninsuffizienz naturheilkundlich behandelt

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Nierenschwäche (auch: Niereninsuffizienz) kennzeichnet den fortschreitenden Verlust der verschiedenen Funktionen der Niere.

Besonders lebensbedrohlich für den Organismus entwickelt sich dabei die zunehmende Unfähigkeit, harnpflichtige Substanzen (die bei Verbleib im Körper zu einer Vergiftung führen würden) aus dem Blut zu filtern, um diese mit dem Urin auszuscheiden.

Unbehandelt führt die Nierenschwäche zu einem vollständigen Versagen der Nierenfunktion (= lebensbedrohlicher Zustand). Dieses kann akut eintreten (akutes Nierenversagen) oder aber durch einen schleichenden, langwierigen Prozess über Jahre zum Tode führen (chronisches Nierenversagen). In Deutschland sind nahezu 60.000 Menschen von einer Nierenschwäche betroffen, die Prognose richtet sich dabei nach dem Stadium der Nierenschwäche sowie den auslösenden Grunderkrankungen.

Das chronische Nierenversagen (chronische Niereninsuffizienz) ist meist Folge anderer Erkrankungen oder Störungen des Körpers. Hierzu zählen vor allem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Hypertonie (Bluthochdruck), Infektionen (interstitielle Nephritis), Nierenentzündungen (Glomerulonephritis), Tumoren und Zystennieren. Auch ein Schmerzmittelabusus (übermäßige, lang andauernde Schmerzmitteleinnahme) führt auf lange Sicht zu einer zunehmenden Funktionsbeeinträchtigung der Niere. Während bei einem akuten Ereignis die Niere nach entsprechender Therapie in der Lage ist, sich vollständig zu regenerieren, ist einmal geschädigtes Gewebe bei einem chronischen Prozess irreparabel zerstört.

Betroffene merken meist lange nicht, dass die Nieren nur noch eingeschränkt arbeiten. Das Organ ist in weitem Umfang in der Lage, die Störung durch eine gesteigerte Funktion der noch tätigen Bereiche zu kompensieren. Häufig liegen die Symptome der Grunderkrankung im Vordergrund, sie überlagern die Anzeichen eines drohenden Versagens. Wie bei einem akuten Nierenversagen reichern sich die nicht mehr ausgeschiedenen Giftstoffe im Blutkreislauf an.

Allgemeine, nicht spezifische Anzeichen sind Müdigkeit, rasche körperliche Erschöpfung, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit (zum Teil mit Erbrechen) und ein gesteigerter nächtlicher Harndrang (mit jedoch geringen Ausscheidungen).

Im Verlauf der Erkrankung verringert sich die Urinausscheidung von physiologischen ein bis zwei Litern auf unter 500 Milliliter (Oligurie) und versiegt letztendlich vollständig (Anurie).

Die Folgen der mangelnden Ausscheidung sind zum einen Wassereinlagerungen (Ödeme) im Körper (z.B. an den Beinen, im Bereich der Lunge), zum anderen eine zunehmende Anreicherung mit Elektrolyten, die die Funktion des Herzens beeinträchtigen können (Herzrhythmusstörungen).

Betroffene klagen im weit fortgeschrittenen Stadium über Luftnot (auch in Ruhe), Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Obstipation = Verstopfung), spürbarem Herzstolpern, Unruhe und Schlafprobleme.

Die Anreicherung des Blutes mit harnpflichtigen Substanzen führt zu einem veränderten Hautbild. Neben ödematös geschwollenen Bereichen kann die Hautfarbe bräunlich-gelb verändert sein. Es zeigen sich Ablagerungen oder ein zum Teil unstillbarer Juckreiz. Auch der Urin selbst ist verändert. Durch Wasserentzug wird er stark konzentriert und riecht streng, die Farbe ist dunkelbraun bis rotbraun (Hinweis auf Urämie = Blut im Urin), ausgeschiedene Eiweiße zeigen sich in Form von Schaumauflagen im ausgeschiedenen Harn (= Eiweiß im Urin).

Diagnose

Der Arzt nutzt vor allem die Anamnese und die Inspektion. Daneben werden Blut und Urin auf ihre Zusammensetzung hin untersucht.

Bei berechtigtem Verdacht dient auch eine Biopsie der Niere der Diagnose. Ein Ultraschall (Sonographie) des Organs zeigt unter Umständen eine veränderte Form oder Größe und kann auch Hinweise auf entartetes Gewebe liefern.

Schulmedizinische Therapie

Die Therapie richtet sich nach dem jeweiligen Zerstörungsgrad des Gewebes und wird in Zusammenhang mit der auslösenden Krankheit erstellt.

Grundsätzlich gleicht die Behandlung einer chronischen Nierenschwäche der eines akuten Versagens (diätetische Lebensweise, bilanzierte Flüssigkeitsaufnahme, Meidung von Noxen, Einsatz von Diuretika gegen Ödeme). Hier kann jedoch keine Heilung erzielt werden, sonder es wird ein Einhalten und Lindern der Symptomatik angestrebt, um weitere Organschäden und Störungen zu vermeiden. In vielen Fällen verläuft der Prozess trotz Therapie schleichend weiter, Dialyse und Nierentransplantation dienen dann maßgeblich lebenserhaltend und lebensverlängernd.

Durch die Kombination mit einer Grunderkrankung ist die Lebenserwartung bei drohendem chronischem Nierenversagen in den meisten Fällen herabgesetzt. Der Körper wird zunehmend mit ausscheidungspflichtigen Substanzen vergiftet, wodurch weitere Organe und Gefäße Schaden nehmen können und ebenfalls mit eingeschränkter Funktionalität reagieren.

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Sprache der Symptome

Nierenprobleme treten immer im Zusammenhang mit Beziehungskonflikten auf, also nicht unbedingt auf den Partner bezogen. Nierenprobleme können auch anzeigen, dass wir Geschehenes nicht akzeptieren können und immer noch an der Vergangenheit hängen. Nierenprobleme können aber auch von der Angst kommen. Der Volksmund sagt ja: „Das geht mir an die Nieren.

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Nierenschwäche in Frage kommen.

Das Erste auf was ich in der Praxis achte sind Medikamente, die Patienten einnehmen: Bei Ibuprofen und Diclofenac, aber auch mit Acetylsalicylsäure oder Paracetamol sollten Sie vorsichtig sein.

Zweitens: Nikotin (Rauchen) steht in hohem Verdacht das Nierengewebe zu schädigen.

Anthroposophische Medizin Equisetum c. Sulf. tost. (We)
Renes/Equisetum cp (Wa)
Ernährung

In der Ernährung gibt es bei Nierenproblemen einiges zu tun. Erfahrungsgemäß liegt da bei allen Patienten einiges im Argen.

Meiden Sie Schweinefleisch in jeglicher Form. Salz durch Gewürze ersetzen. Verzichten Sie auf Süßes und kalte Getränke.

Schränken Sie auch auf jeden Fall Ihren Phosphat-Konsum ein. Also wenig / keine Cola, Kochkäse, Milchpulver, Kondensmilch und phosphathaltige Zusatzstoffe (E-Nummern).

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Folgende Mischung aus Urtinkturen kann hilfreich sein:
40 ml Goldruten, 30 ml Zinnkraut, 20 ml Brennnessel, 10 ml Kamille.
Heilpflanzen 

Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor, sollten aber vor einer Einnahme mit einem Therapeuten besprochen werden: Birkenblätter, Brennnesselkraut, Eisenkraut, Gartenbohnenhülsen, Goldrutenkraut, Hauhechelkraut, Petersilienwurzel, Queckenwurzelstock, Schachtelhalmkraut, Schöllkraut

Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Färberginsterblätter, Krappwurzel, Liebesstöckelwurzel, Preiselbeerblätter
 

Orthomolekular-Medizin

Bei einer Niereninsuffizienz ist die Therapie mit Vitalstoffen nicht ganz einfach. Manches kann dann bereits zuviel für die geschwächte Niere sein. Andere Vitalstoffe können unbedingt angezeigt sein.

Die Nieren sind an der Umwandlung von Vitamin D (von seiner Vorstufe) in die wirksame Form beteiligt. Ich rate auf jeden Fall dazu den Vitamin D Spiegel bestimmen zu lassen und diesen ggf. zu korrigieren.

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen. Aber auch hier ist wieder zur Vorsicht geraden, denn bei einer gestörten Nierenfunktion ist es auch nicht mehr so einfach mit dem Säure-Basen-Haushalt. Ich rate hier unbedingt dazu, dass Sie sich von einem Fachmann beraten lassen und nicht einfach "irgendwelche" Basenmittel einzunehmen. Mehr dazu in meinem Beitrag: Natriumbikarbonat bei Niereninnsuffizienz?

Zahnstörfeld Ein wichtiges Thema bei Niereninsuffizienz: Tote Zähne. Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Mehr zum Thema unter: wurzelbehandelte Zähne.
Sonstiges

Zur Linderung von Beschwerden: Kartoffelwickel. Durch die Wärme und das Kalium wird die Nierentätigkeit angeregt und der Körper gezielt entwässert. Die Gift- und Schlackenstoffe werden abtransportiert. (Nachher viel trinken ist äußerst wichtig!)

Lassen Sie Ihren Blutdruck und Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 20.5.2014 aktualisiert.