Akute und chronische Schmerzen: Wirksame und mögliche
Therapiealternativen
Schmerzen sind eine Sinneswahrnehmung des Körpers, die in erster Linie als Warnsignal dienen und einen
Schutzmechanismen auslösen sollen.Insofern kann man Schmerzen durcháus als "Warnschmerzen" betrachten.
Der Schmerz zeigt sich an unterschiedlichen Stellen, wird durch exogene (von außen) oder endogene (von innen)
Faktoren verursacht und weist dabei unterschiedliche Qualitäten auf.
Das Schmerzsyndrom
Führt eine Erkrankung zu Schmerzen an unterschiedlichen Körperstellen oder zeigen sich unterschiedliche
Beschwerden, die alle dem Schmerz zugeordnet werden können, spricht man von einem
Schmerzsyndrom.
Schmerz kann überall im Körper entstehen. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Daneben können die
Haut, Knochen, Muskeln oder auch Organe betroffen sein.
Ein Schmerz wird vom Betroffenen immer als Störfaktor empfunden. Ich habe es jedenfalls noch nichts anderes in
der Praxis erlebt - was natürlich auch daran liegen kann, dass nur Patienten zu mir kommen, die den Schmerz
"los werden" möchten.
Frage ich die Patienten nach dem Ausmaß der Schmerzen, zeigt sich bei gleicher Erkrankung jedoch häufig eine
sehr unterschiedliche Wahrnehmung. Dies hängt mit dem Empfindungsvermögen sowie der Ausprägung des neuronalen
Netzes jedes Menschen zusammen.
Einige Menschen spüren Schmerzen erst, wenn sie sehr stark ausgeprägt sind. Bei anderen Menschen löst bereits
der Stich mit einer Nähnadel starke Reaktionen aus. Hierdurch wird unter anderem die Anamnese (Erhebung der
Krankengeschichte) erschwert: Viele Betroffene fügen bei der Beschreibung ihrer Beschwerden sehr subjektive
Empfindungen hinzu.
Wie entstehen eigentlich die Schmerzen genau?
Der menschliche Organismus ist mit speziellen Schmerzsensoren (Nozizeptoren) ausgestattet, die auf mechanische
(Druck), thermische (Hitze und Kälte) sowie chemische Reize ansprechen.
Diese Rezeptoren verarbeiten entsprechende Signale im Rückenmark und leiten diese weiter ans Gehirn, wo wir
diese letztendlich als Schmerz identifizieren und oft auch mit einem Gefühl verbinden.
Daneben lassen sich noch
- der zentrale Schmerz,
- der neuropathische Schmerz,
- der somatische Schmerz und der
- psychosomatische Schmerz differenzieren.
Schmerz kann akut einsetzen oder andauernd (chronisch) verbleiben.
Der akute Schmerz (z.B. Kopfschmerz) setzt relativ plötzlich ein und führt hierdurch zu
Empfindungen, die den Betroffenen darauf aufmerksam machen sollen, dass eine Unregelmäßigkeit (z.B. in Form einer
Erkrankung) vorliegt.
Chronischer Schmerz ist durch seine permanente Anwesenheit gekennzeichnet. Von einer
Chronifizierung sprechen wir in der Medizin bei Symptomen, die länger als drei Monate andauern. Da der Körper sich
an diese Situation gewöhnt, wird die Empfindung nicht mehr als Warnung registriert. Der Betroffene lernt "mit dem
Schmerz zu leben" (z.B. bei anhaltenden Rückenschmerzen).
Chronische Schmerzen
Vor allem bestimmte "Schmerzsyndrome" weisen vielfach eine Chronifizierung auf. Hierzu zählen unter anderem die
Migräne, rheumatische Erkrankungen, Osteoporose oder auch Allergien.
Zum Beispiel ist die Fibromyalgie eine spezielle Form von Weichteilrheumatismus, bei der es nach klassischer Vorstellung durch eine Verhärtung der
Muskulatur und der Sehnenansätze zu anhaltenden Schmerzen im gesamten Körper sowie zu einer erhöhten
Druckempfindlichkeit (Schmerzdruckpunkte = Tender Points) kommt.
Der Phantomschmerz ist eine Sonderform, bei der es nach Entfernung einer
Körperregion (z.B. Unterschenkel) oder eines Organs (z.B. Milz) zu Schmerzempfindungen kommt, die dem Betroffenen
ein weiteres Vorhandensein der betroffenen Stelle vorgaukeln. Dieses Phänomen kommt durch das Zusammenspiel der
neuronalen Verschaltung im Gehirn sowie die gekürzten Nervenendigungen zustande.
Daneben kann Schmerz auch forciert und somit gewollt sein, z.B. durch Selbstverletzung. Dieses forcierte
Schmerzerlebnis kann Ausdruck einer psychischen Störung sein, kann daneben unter anderem auch der Befriedigung oder
Steigerung eines (sexuellen) Lusterlebnisses dienen.
Die Empfindungen, die ein Schmerz beim Betroffenen auslöst, sind sehr unterschiedlich ausgeprägt und werden
dementsprechend beschrieben (= Schmerzqualität). Ein Schmerz kann stechend, klopfend, pochend, drückend, brennend,
wellenförmig, stoßweise, diffus verteilt oder zentral gelegen sein. Daneben fließen Empfindungen wie z.B. stark,
schwach, heftig, quälend, lähmend oder unerträglich ein, die die Qualität zusätzlich untermalen.
Ich halte diese "Schmerzqualitäten" für relativ wichtig, weil diese einen Hinweis für die Ursache des Problems
sein können.
Diagnose
Nicht immer gestaltet sich die Diagnose bei Schmerzen einfach - schon gar nicht bei Kindern.
Zum Teil können die Muskelspannungen oder Nervenspannungen gemessen werden, ein EEG zeigt die Aktivität der
Hirnströme an. Ich habe aber selten Fälle erlebt, bei denen eine neurologische Untersuchung ein eindeutige Klärung
brachte.
Zum Ausschluss von Organerkrankungen werden bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT) eingesetzt -
in einigen Fällen halte ich dies auch für sinnvoll. Zum Beispiel sollten bei hartnäckigen Kopfschmerzen oder
Knochenschmerzen immer mal ein Röntgenbild gemacht werden um z.B. bösartige Prozesse auszuschließen.
Die meisten Schmerzsyndrome sind (nicht nur meiner Erfahrung nach) eindeutig muskulär bedingt und lassen sich
durch eine entsprechende Therapie lindern.
Tja: Da stellt sich natürlich die Frage nach der "richtigen" Schmerztherapie.
Je nach auslösender Ursache werden verschiedene Therapien genutzt.
Schmerzen durch Verspannungen lassen sich vielfach durch geeignete Sport- und Fitnessangebote (zur Stärkung der
Muskulatur), sowie physikalische Therapien lindern. Akute Schmerzen (z.B. im Kopf) werden meist analgetisch (mit
Schmerzmitteln) behandelt. Bei Vorliegen einer Organstörung (z.B. Tumor) erfolgt vielfach die operative
Behandlung.
Aber:
Schmerzmittel sind keine dauerhafte Lösung
Schmerz ist ein Alarmsignal des Körpers, der uns
darauf hinweisen will, dass etwas nicht mehr stimmt. Anstatt die Ursache des Schmerzes zu suchen und zu
beheben, neigen die meisten dazu, mit irgendwelchen Chemikalien den Schmerz zu
unterdrücken.
Die klassische Therapie mit Schmerzmitteln (zum
Beispiel Dolormin) bringt
zwar eine Erleichterung, sind aber keine sinvolle Therapie bei chronischen Schmerzen. Nur wenige wissen
auch, dass Schmerzen durch Medikamente
entstehen können.
weitere Themen: Bauchschmerzen - Fersenschmerzen - Gelenkbeschwerden - Magenschmerzen - Nackenschmerzen - Nasennebenhöhlenentzündung - Nervenschmerzen - Ohrenschmerzen - Phantomschmerz - Rheuma - Rückenschmerzen - Tennisarm
Sprache der Symptome
Mein Kollege Hermann
Kaufmann hat hierfür ein sehr schönes Beispiel:
"Sie fahren mit 140 Sachen auf der Autobahn. Plötzlich leuchtet das rote Lämpchen auf,
dasjenige mit dem Ölkännchen darauf. Sie betätigen den Blinker nach rechts, halten auf dem
Pannenstreifen. Sie steigen aus, öffnen die Kühlerhaube und suchen den Draht zum Lämpchen mit dem
Ölkännchen drauf. Dann suchen Sie das Bordwerkzeug, nehmen eine Zange heraus und kappen den Draht. Nun
brennt das Lämpchen ja nicht mehr und Sie können beruhigt weiter fahren. Sie beschleunigen wieder auf 140
oder noch höher, bis der Motor dann endgültig zusammenkracht. So einfach ist das. Die meisten von uns
machen es genauso und zahlriche Therapeuten helfen ihnen noch dabei."
Weitere Beiträge zum Thema Schmerzen:

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Schmerzen in Frage kommen.
Denken Sie bitte daran, dass Schmerzen immer nur ein "Symptom" sind. Es gilt also die Ursache zu finden und
diese zu behandeln.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln
durchgeführt. Energiestauungen lösen und wieder zum fließen bringen. Einen
Versuch ist es wert.
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| Ernährung |
Die Ernährung spielt im Schmerzgeschehen nach meiner Erfahrung immer eine
Rolle. Meine generelle Empfehlung:
Meiden Sie Schweinefleisch und Milchprodukte: vor allem Milch und
Joghurt.
Außerdem sollten Sie bei Schmerzen Wasser trinken.
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| Neuraltherapie |
Um eine schnelle Erleichterung zu bringen, ist die Neuraltherapie (hier:
Injektion in Triggerpunkte) sehr geeignet. Die Ausschaltung der
Triggerpunkte beseitigt die Schmerzen. Allerdings müssen die Ursachen abgestellt werden, die dazu
geführt haben.
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| Heilpflanzen |
Indischer Hanf, Weidenrinde, Opium,
Ingwer
Ein entzündungshemmendes, schmerzlinderndes und nebenwirkungsfreies Mittel ist
das MSM.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so
genannte PH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus
übersäuert. Zu jeder Schmerz-Therapie gehört die Entsäuerung.
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Wirbelsäulensegmente und Chiropraktik
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Viele Arten von Schmerzen können
durch Fehlstellungen von Wirbelkörpern entstehen. Zu den Verfahren, die Einfluß auf die
Fehlstellung der Wirbel nehmen wollen, zählt auch die Dorntherapie, die Manuelle Medizin, sowie die Schmerztherapie nach Liebscher-Bracht
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren
lassen.
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| weitere Therapieverfahren die bei Schmerzen in Frage kommen |
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