Vegetative Dystonie - Verlegenheitsdiagnose oder ernsthafte
Erkrankung?
Vegetative Dystonie ist auch nach Meinung vieler Schulmediziner keine Krankheit "an
sich", sondern eher eine Vielzahl verschiedener Symptome.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Folgende Symptome können zu einer Diagnose "Vegetativen Dystonie" führen: Nervosität, allgemeine innere Unruhe, Reizbarkeit, Schlafprobleme, Schwindel, Wechseljahresbeschwerden, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Verkrampfungen der Muskulatur (Wadenkrämpfe,
Zehenkrämpfe, Muskelzittern, Muskelzucken), Herzprobleme (unregelmäßiger Schlag, Herzstolpern, Herzjagen,
Herzschmerz, Beklemmungsgefühl in der Brust), Krämpfe in den Blutgefäßen (kalte Hände), Magenkrämpfe, Magendrücken, verschiedene Darmbeschwerden,
Verstopfung, Leber-Galle-Beschwerden (starke Blähungen),
Verlust der sexuellen Lust.
Sicherlich fragen Sie sich, wie man bei diesen ganzen tatsächlichen Beschwerden auf
eine Diagnose wie vegetative Dystonie kommt?
Ich kann es Ihnen nur so erklären:
Weil der behandelnde Arzt vielleicht keine andere Ursache für Ihre speziellen Symptome finden
kann. In diesem Fall werden dann Ihre Beschwerden dann oft als "stressbedingt" abgetan.
Und in der Tat: das liegt gar nicht so weit entfernt. Negativer Stress beeinflusst das
Immunsystem und viele Körperfunktionen sehr negativ, was in der Folge zahlreiche Symptome (siehe oben) produzieren
kann.
Hierbei spielt das vegetative Nervensystem eine entscheidende Rolle - daher auch der
Begriff vegetative Dystonie.
Das vegetative Nervensystem koordiniert und reguliert die Funktion der inneren Organe. Es wird
auch autonomes Nervensystem genannt, weil es nicht bewusst gesteuert werden kann, also nicht dem Willen
unterworfen ist.
Hauptsächlich werden die glatte Muskulatur der Organe (z.B. Magen-Darm-Trakt, Blase,
Gebärmutter), Drüsen und die Herzmuskulatur vom vegetativen Nervensystem versorgt.
Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Fasersystemen: dem Sympathikus und
dem Parasympathikus. Diese zwei Systeme wirken wie Gegenspieler.
Der Sympathikus passt den Körper an äußere Belastungen an. Er bewirkt
eine Aktivitätssteigerung z.B. durch die Erhöhung des Energieumsatzes, des Blutdrucks und der Herzfrequenz
und die Hemmung der Darmbewegung. Allgemein wird die sympathische Reaktion als leistungsfördernd (=ergotrop)
bezeichnet.
Der Parasympathikus fördert die Erholung und den Aufbau von
Leistungsreserven. Er fördert die Drüsen- und Darmtätigkeit und senkt Blutdruck und Herzfrequenz. Die
parasympathische Reaktion wird als der Ernährung zugewandt (=trophotrop) bezeichnet.
Am Tag überwiegt der sympathische Einfluss, damit wird die Aufmerksamkeit gesteigert. In
Erholungsphasen und in der Nacht überwiegt der parasympathische Einfluss, die Aufmerksamkeit reduziert
sich.
Mögliche
Ursachen
Unser „modernes“ Leben, das uns keine Ruhe gönnt, ist eine ideale
Voraussetzung für "nervliche Erkrankungen" wie die vegetative Dystonie. Genauso können Kummer,
Schlafmangel, Stress,
Überforderung, Blutarmut und Missbrauch
von Medikamenten (oder die Medikamente selbst), dafür
verantwortlich sein.
Mögliche Folgen
Wie bereits oben beschrieben, können die Beschwerden und Symptome
absolut vielfältig sein: Nervosität, Überempfindlichkeit, Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Reizbarkeit, Herzklopfen, Herzflattern, Einschlafen von Armen oder
Beinen, Kopfschmerzen, Lidzucken,
allgemeines Muskelzucken, Schwindelgefühl, Durchfall, Appetitlosigkeit und vieles
mehr...

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Problemen mit dem vegetativen Nervensystem in Frage kommen.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
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| Bachblüten |
Bei verschiedenen Zuständen von "Unausgeglichenheit" können verschiedene Bachblüten helfen.
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| Ernährung |
Auf jeden Fall zu meiden sind: Kaffee,
Schwarztee, Schweinefleisch, Würste, Geräuchertes, Alkohol und Nikotin.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen: Je 20 ml Johanniskraut, Melisse, Lavendel, Hopfen, Königin der
Nacht.
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| Gemmo-Therapie |
Mammutbaum-Knospenmazerat. Feigenbaum, Sommerlinde.
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| Homöopathie |
siehe unter: Homöopathie bei innerer Unruhe
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| Medizinische Massagen |
Eine Massage ist eine gute
Begleittherapie und sorgt für Entspannung. Noch besser ist nach
meiner Meinung jedoch in solchen Fällen eine Fußrefelexzonenmassage.
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| Orthomolekular-Medizin |
In Frage kommen:
Vitamin C: 3 - 4 g pro Tag, aber nicht vor dem Zubettgehen, da Vitamin C für
manche eine "aufputschende" Wirkung hat.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
Calcium phosphoricum Nr. 2
Kalium phosphoricum Nr. 5
Magnesium phosphoricum Nr. 7
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| Spagyrik |
Baldrian, Mistel,
Johanniskraut
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich. Sie sollten sie durch einen in diesen
Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
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| Sonstiges |
Taulaufen und Wassertreten (Kneipptherapie) bringen das System wieder auf Trab.
Autogenes Training oder eine andere
Entspannungsmethode ist sehr zu empfehlen. Pflegen Sie Ihr Innenleben, seien
Sie lieb zu sich.
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Diese Seite wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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