Nervenschmerzen (Neuralgie)
Neuralgien gehören mit zu den schmerzhaftesten Leiden überhaupt.
Nach Vorstellungen der Schulmedizin wird wird ein Nervenschmerz (=Neuralgie) durch eine
Schädigung eines peripheren Nervs hervorgerufen und tritt genau im Versorgungsgebiet des betroffenen Nerven
auf. Zu deutsch: Bei einer Neuralgie ist der Nerv selbst betroffen.
Natürlich haben Neuralgien etwas mit Schmerzen zu tun. Und auch die Schmerzleitung und Wahrnehmung wird ja über Nerven
vermittelt.
Schmerzen und Neuralgien sind per Definition aber unterschiedlich, wobei dieser Unterschied den Patienten
raltiv egal ist - vor allem wenn man Schmerzen hat. Ein Patient mit einer Neuralgie hat Schmerzen, aber ein Patient
mit Schmerzen muss keine Neuralgie haben.
Noch ein Begriff der oft zu hören ist und der mit Neuralgien verwechselt wird: Neuropathien. Hierbei
kommt es zu Schäden an den Nerven, die nicht unbedingt Schmerzen hervorrufen müssen. Zum Beispiel bei der
Zuckerkrankheit kann es zu Nervenschäden kommen, bei denen der Patient in
bestimmten Bereichen gar keine Schmerzen mehr spürt.
Das Besondere bei Nervenschmerzen
Eine Neuralgie hat eine typische Schmerzqualität. Es handelt sich um einen plötzlich einschießenden,
elektrisierenden oder brennenden Schmerz, der immer an derselben Stelle vorkommt und auch nicht dauerhaft da
ist.
Eine Neuralgie tritt typischerweise anfallsartig auf und kann durch bestimmte Reize (z.B. Bewegung, Berührung
oder Kälte) ausgelöst werden.
Arten von Neuralgien
Eine häufige Form der "klassischen" Neuralgie ist die Trigeminusneuralgie. Der Trigeminus ist ein großer Gesichtsnerv,
der u.a. die sensible und motorische Versorgung im Gesichtsbereich übernimmt. Eine Trigeminusneuralgie ist meist
einseitig und kann mit einer Muskelkontraktion der Gesichtsmuskulatur einhergehen. Häufig kommt es im Anfall
auch zu einer Rötung im Gesicht und zu einer vermehrten Tränen- und Schweißausscheidung. Die Trigeminusneuralgie
kann ohne erkennbare Ursache auftreten oder aber im Zusammenhang mit Erkrankungen im Gesichtsbereich (z.B.
Augenerkrankungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Stoffwechselstörungen, nach Frakturen).
Eine weitere klassische Neuralgie ist der Ischias: dann ist nämlich
der Nervus ischiadicus betroffen, und man hat die typischen ziehenden Schmerzen im Bein. Häufig werden Rückenschmerzen
umgangssprachlich als "Ischiasbeschwerden" bezeichnet, obwohl der Ischiadicus-Nerv vielleicht gar nicht
beteiligt ist.
Eine Post-Zoster-Neuralgie ist auch gar nicht so selten. Hier bestehen Nervenschmerzen in
Folge einer Gürtelrose. Nach meiner Erfahrung treten die Zosterneuralgien immer nur
dann auf, wenn eine klassisch schulmedizinische Behandlung (z.B. mit Cortison) nicht erfolgreich war.
Eine weitere häufige Neuralgie aus dem Bereich der Orthopädie: Das Karpaltunnelsyndrom, dass mit Schmerzen und
Lähmungen im Bereich der Hand einhergeht.
Auch nach kieferchirurgischen Behandlungen kann es zu einer atypischen Gesichtsneuralgie kommen, bei der die
Schmerzen nicht genau einem Nerven zugeordnet werden können und eher diffus und leider auch länger andauernd
auftreten.
Weitere seltenere Neuralgien sind u.a.:
- Aurikulotemporalisneuralgie (Frey-Syndrom)
- Laryngeus-superior-Neuralgie
- Morton-Neuralgie
- Nasoziliarisneuralgie (Charlin-Syndrom)
- Okzipitalis-Neuralgie
- Spermatikus-Neuralgie
- Ulnarisrinnen-Syndrom (Musikantenknochen-Syndrom)
Neuralgien können aus den verschiedensten Ursachen auftreten: Alkohol,
Bandscheibendegeneration, Blutarmut, Diabetes,
Entzündungsherde an Zähnen, Mandeln oder Nebenhöhlen, Erkältung, Grippe, Infektionen, Malaria, Narben,
Nikotin, Prellungen, Rheuma, Sitzen auf kalter Unterlage, Verletzungen,
Verwachsungen, Gürtelrose, Wechseljahresbeschwerden.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Nervenschmerzen in Frage kommen.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform halte ich für geeignet, Energien wieder zum fließen zu
bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt. Mein
Kollege Hermann Kaufmann ist APM Therapeut und schreibt dabei speziell zu
Nervenschmerzen:
"Ich selber habe einem Patienten, dem selbst eine Operation nicht
geholfen hat mit der APM helfen können. Er ist die meiste Zeit beschwerdefrei, nur ab und
zu verspüre er ein kurzes Zwicken. Was habe ich gemacht? Ich habe den Dickdarm-Meridian
immer und immer wieder tonisiert. Interessanterweise hat er keine Berührung auf der
linken Wange toleriert, das Stäbchen zur Tonisierung jedoch problemlos!"
Nach meiner Erfahrung kann ich die APM bei Neuralgien unbedingt
empfehlen.
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| Ernährung |
Am sinnvollsten ist es, wenn Sie zu Beginn der Behandlung ein paar Fastentage einlegen.
Ich rate ab von: alle Genussgifte, Kochsalz (nur minimale Mengen), Zucker und
Schweinefleisch.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
40 ml Johanniskraut, 30 ml Silberweide,
20 ml Kamille und 10 ml Arnika.
Eine andere Komposition ist folgende: 40 ml Johanniskraut, 30 ml Weidenrinde,
20 ml Kamille und 10 ml Melisse.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
bedenklich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren
lassen.
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| Volksheilkunde |
Kümmelsamen in ein Stoffsäckchen
einnähen, in warmem Wasser anfeuchten und auf die schmerzende Stelle legen. Mit einer
Wärmeflasche zudecken.
Mischen Sie Brennnesselgeist im Verhältnis von 1:5 mit Apfelessig und massieren die betroffene Stelle
damit ein.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2011 aktualisiert.

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