Stressabbau & Stressreduktion - Tipps gegen Stress
Stress bedeutet für viele: Druck und Anspannung. Durch ganz bestimmte Reize von Außen
werden Reaktionen beim Menschen hervorgerufen, die sowohl auf der physischen wie auch auf der psychischen Ebene
wirken. Ein gewisses Quantum an Stress wird benötigt, um überhaupt fähig zu sein, gewissen Anforderungen gerecht zu
werden, andererseits aber belastet zu viel Stress die Seele wie den Körper. In diesem Beitrag will ich auf einige
wichtige Punkte eingehen und Möglichkeiten der Lösung anbieten.
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Was ist nun der Ursprung des Phänomens Stress? In der urzeitlichen Umgebung gab es ständig ganz akute
Gefahrensituationen für Mensch und Tier, Stresshormone, wie zum Beispiel das Nebennierenrindenhormon Adrenalin,
wurden regelmäßig ausgeschüttet, was beim Menschen oder auch beim Tier den Kreislauf ankurbelte, die Bereitschaft
zu handeln und Entscheidungen zu treffen herauf setzte, die Aufmerksamkeit erhöhte und den Muskeltonus stärkte. All
dies konnte lebensrettend sein, wenn zum Beispiel der Urzeitmensch vor einem Säbelzahntiger fliehen musste.
Heutzutage kann man die Stressreaktion als einen subjektiv empfundenen Zustand definieren, der aus der
Befürchtung heraus entsteht, eine bestimmte Situation nicht meistern zu können. Der Mensch fühlt sich folglich auf
das Äußerste belastet.
Verschiedene Arten von Stress
Es wird unterschieden zwischen der physikalischen Art von Stress, die durch Kälte, Hitze und
Lärm sowie toxische Substanzen hervorgerufen werden kann, und psychischem Stress, der die
Emotionsebene durch Belastungen und Befürchtungen unter Umständen schwer schädigt.
Ferner sei noch erwähnt, dass es psychosoziale Stressfaktoren gibt wie: Tod eines geliebten Menschen, Scheidung,
chronische Konflikte zum Beispiel bei Paaren, Termindruck, Geldprobleme, große Verantwortung, Unterforderung und
Versagensangst - um nur einige zu nennen.
All diese Faktoren, ganz gleich, welcher Art sie sind, können Stressreaktionen auslösen, die sich auf völlig
unterschiedliche Weise zeigen können: Den Menschen kann immer wieder tiefe Traurigkeit überfallen oder er ärgert
sich kontinuierlich, er kann unter Müdigkeit leiden, starker Hoffnungslosigkeit, es
ist möglich, dass er ein besonders aggressives Verhalten an den Tag legt. Vielleicht fühlt er sich auch verwirrt,
ohne Energie, bekommt einen Hörsturz und leidet unter Schlafstörungen.
Auch bei Kindern sind Stress-Symptome nicht selten: Sie nässen zum Beispiel ins Bett, kauen vielleicht
Fingernägel und können sich nicht konzentrieren.
Bei Jugendlichen ist es durchaus nicht außergewöhnlich, dass sie unter Stress besonders
"rebellisch" erscheinen und dann auch unter Symptomen wie Verdauungsbeschwerden und Kopfschmerzen leiden.
Neben dem Adrenalin werden ferner die Hormone Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die im Übermaß für
Schäden an den Blutgefäßen verantwortlich gemacht werden. Außerdem entstehen Anspannungen, die sich auch schnell in
Verspannungen verwandeln können. Nicht umsonst wird zum Beispiel bei einer
verspannten Nackenmuskulatur oder Nackenschmerzen immer auch die Frage gestellt, wie
es denn um die Stressfaktoren bestellt ist.
Was passiert jetzt im Einzelnen auf der körperlichen Ebene, wenn Stress den Menschen krank
macht?
Bei der Definition der Stressarten sprach ich oben von physikalischem Stress und psychichem Stress. Diesen
psychischen Stress kann man in positiven Stress (=Eustress) und negativen
Stress (=Distress) unterschieden.
Eustress ist für den Organismus zwar belastend, kann aber als positiv empfunden werden und zur Gesundheit
beitragen. Diese Stressreaktion hilft schwierige Aufgaben zu lösen und Probleme zu bewältigen. Der Körper passt
sich an die Anforderungen an, Eustress kann leistungssteigernd und anregend wirken.
Bei Distress kann sich der Körper nur ungenügend an Stressfaktoren anpassen. Das geschieht meist bei
unangenehmen, überfordernden und bedrohlichen Stressfaktoren. Distress kann zu körperlichen Stresssymptomen (z.B.
vermehrte Infektionen, Bluthochdruck, Magengeschwüre.Auf der folgenden Grafik findet man mehrere mögliche Reaktionen) und
emotionalen Beeinträchtigungen führen.

Die körperliche Stressreaktion wird durch eine erhöhte Sympathikusaktivität ausgelöst. Dieser Teil des
vegetativen Nervensystems (=nicht dem Willen unterliegendes Nervensystem) ist entwicklungsgeschichtlich für die
Fluchtreaktion zuständig (z.B. vermehrtes Schwitzen, erhöhter
Blutdruck, Darmträgheit, Blutzuckeranstieg).
Vermittelt werden diese Vorgänge durch die Stresshormone Adrenalin und Cortisol.
Diese Dinge hängen natürlich auch mit dem Hormonsystem und dem Stoffwechsel zusammen, sodass hier wieder zwei
(neue) Begriffe auftauchen: metabolischer Stress und oxidativer Stress.
Zunächst sei der metabolische Stress erwähnt: Schaut man sich den Stoffwechsel (Metabolismus)
an, so kann man Folgendes erkennen: Der Stoffwechsel ist erhöht, (Anabolismus), und es kommt ferner zu vermehrtem
Abbau von Stoffwechselprodukten (Katabolismus). Von diesen metabolischen Veränderungen, durch Stress bedingt, sind
dann alle Körpersysteme betroffen, was sich wie folgt auswirkt: Das Immunsystem wird
regelrecht gehemmt und ist geschwächt, die Wundheilung wird verlangsamt, außerdem
kann man eine verminderte Muskelkraft verzeichnen. Allerdings werden verstärkt Zellen der körpereigenen Abwehr
gebildet, zum Beispiel die Fresszellen.
Oxidativer Stress bedeutet, dass es sich um eine Stoffwechsellage handelt, bei der durch den
Stress zu viele reaktive Sauerstoffverbindungen gebildet werden, was die Zellmoleküle schädigt - man spricht auch
von der Schädigung durch sogenannte Freie Radikale. Diese Schädigung beschleunigt
unter anderem auch den Alterungsvorgang.
Die Krankheiten und Beeinträchtigungen, die durch Stress hervor gerufen werden, sind nicht zu unterschätzen.
Halten Stressfaktoren länger an und wird nichts getan, um Körper und Seele dennoch zumindest relativ ausgeglichen
zu halten, kann es unter anderem zu schwerwiegenden Symptomen wie Depressionen,
völligem Desinteresse am Leben und schweren Schlafstörungen kommen. Im schlimmsten
Fall kann keiner Arbeit mehr nachgegangen werden und der Mensch wird von tiefer Hoffnungslosigkeit befallen. Dieser
Zustand ist (neuhochdeutsch) auch unter dem Begriff "Burn Out" bekannt; das Gefühl ausgebrannt zu sein.
Mehr zum Burn auch in meinem Beitrag: Burn Out - Eine häufige aber schwierige Diagnose
Wie wir uns selbst Stress machen und wie er sich auswirkt, zeigen auch die Sprichworte der deutschen
Sprache zur "Organsprache":

verwandte Themen: Angstzustände - Burn Out - Depression - Entspannung - Nervosität - Vegetative Dystonie -
Mögliche Folgen: Nervenprobleme , Haarausfall, Herzprobleme, Kopfschmerzen, Magenprobleme, Nackenschmerzen, Schlafprobleme, Stoffwechselprobleme, Sexualprobleme, Verdauungsprobleme, vegetative Dystonie

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
sich zum Stressabbau und zur Stressreduktion eignen.
Therapeutische Unterstützung könnte hier sehr hilfreich sein, außerdem das Erlernen und Üben von
Entspannungstechniken, richtigem Atmen, Besinnen auf das Wesentliche, wozu auch das Entschleunigen der alltäglichen
Abläufe, sofern irgend möglich, gehört.
Ganz wichtig ist körperliche Bewegung, um die gebildeten Stresshormone auch wieder aus dem Körper heraus zu
schleusen. Bei hauptsächlich sitzender Tätigkeit setzen sich die Stresshormone im Gewebe des Körpers ab, was auch
zur Übersäuerung führen kann. Weitere Symptome und Gebrechen wie zum Beispiel Gelenkprobleme, rheumatische Beschwerden, Bluthochdruck, etc. können daraus resultieren.
Geringe Mengen an Stress haben hingegen durchaus positive Auswirkungen auf Körper und Seele, es kommt zu
erhöhter Antriebskraft, die hilfreich für die Bewältigung vieler Dinge ist, durch den beschleunigten Kreislauf
werden die vitalen Funktionen angeregt, und ein Wohlgefühl stellt sich ein, weil man die Dinge spielend leicht
erledigen und dadurch ein Erfolgserlebnis verzeichnen kann.
Im folgenden gehe ich auf weitere Möglichkeiten aus dem Bereich der Alternativmedizin und Naturheilkunde
ein.
AKUPUNKTMASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum Fließen zu bringen. Sie
basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
Nach chinesischer Vorstellung spielt
sich Stress im Yang ab, also müssen alle Yin-Meridiane tonisiert werden, um das Yang zu
beruhigen. Eine Spannungs-Ausgleichs-Massage sollte zur Stressreduktion ventral
erfolgen.
Der Akupressur-Antistresspunkt liegt auf der Stirn, auf einer gedachten
Linie zwischen den Ohren (GG 19). Diesen Punkt dreimal täglich für etwa 30 Sekunden
drücken.
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Bachblüten
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Die Bachblüte Elm (Ulme) hilft bei Stress und
Überforderungsgefühlen.
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| Ernährung |
Die Ernährung spielt eine deutliche Rolle, vor allem wenn Ihnen bereits scheinbare
Kleinigkeiten Stress bereiten. Im allgemeinen kann ich Ihnen eine gesündere Ernährung empfehlen,
wie ich diese im Interview zur richtigen Ernährung beschrieben habe.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinktur) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen: Je 20 ml Johanniskraut, Melisse, Lavendel, Hopfen, Königin der
Nacht.
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| Medizinische Massagen |
Beide, die klassische Massage und Manuelle Lymphdrainage
beruhigen Körper, Geist und Seele und sorgen so für Entspannung.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Sonstiges |
Menschen mit einem Hobby leiden
weniger unter Stress.
Ohrkerzen sind
angenehm und wirken entspannend.
Entspannung: Lernen Sie ein Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobsen, Tai
Chi, Chi Gong oder auch Yoga.
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Diese Seite wurde letztmalig am 30.9.2011 aktualisiert.

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