Die Sache mit dem Vitaminmangel: Ist das mehr Hype oder Fakt? Brauchen wir mehr Vitamine? Und wie stellt man einen Mangel eigentlich fest?
Das sind alles gängige Fragen, die ich in der Praxis gestellt bekomme. In diesem Beitrag möchte ich ihnen eine Übersicht bieten.
Zunächst ein paar Dinge zu den Vitaminen…
Die Vitamine
Vitamine benötigt der Körper zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen. Einen ausführlichen Beitrag dazu finden Sie von mir auf meiner Webseite: https://www.vitalstoffmedizin.com/vitamine/
Der Körper kann zahlreiche Vitamine nicht selbst herstellen, oder zumindest nicht in ausreichender Menge. Sie müssen deshalb regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden oder wie im Falle des Vitamin D mit Hilfe der Sonne gebildet werden.
Da stellt sich natürlich sofort die Frage, was passiert, wenn ich nicht genügend Vitamine bekomme oder habe?
Klar ist: Vitaminmangelerscheinungen können bei falscher oder ungenügender Ernährung auftreten.
Eine groß angelegte globale Studie zeigte einen weltweit verbreiteten Vitalstoffmangel. Rund die Hälfte der Weltbevölkerung sind davon betroffen. Das offenbarte die Lancet Global Health-Studie, die teils bedenkliche Mangelerscheinungen feststellte: So leiden fünf Milliarden Menschen an einem Defizit von
68 % Jod
67 % Vitamin E
66 % Kalium
Vier Milliarden Menschen verfügen über 65 % zu wenig Eisen,
55 % haben zu wenig Ribolavin
54 % haben zu wenig Folsäure im Stoffwechsel und
53 % einen Vitamin-C-Mangel.
In den USA sind zahlreiche Menschen mit praktisch allen Vitalstoffen unterversorgt. Dazu gehören die Vitamine D, B12, B1, B2, B3, A, C und E sowie Kalzium, Magnesium und Jod. Dabei ist ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zu verzeichnen.
Während Frauen vornehmlich an Mängeln an Vitamin B12, Eisen und Selen, nehmen Männer zu wenig Magnesium, Vitamin B6, Zink, Vitamin C, Vitamin A, Thiamin und Niacin auf. Die Unterversorgung mit gleich mehreren Vitalstoffen potenziert natürlich auch die daraus folgenden Gesundheitsrisiken. Vitamin D könnte supplementiert, aber auch durch vermehrte UV-Strahlung auf die Haut produziert werden. Leider sind hier zwei Faktoren kontraproduktiv: Die Sonnenschutzmittel und die Aufnahme von Linolsäure aus billigen Pflanzenfetten.
Multivitaminpräparate
Forscher untersuchten die Wirkung von Multivitaminpräparate auf den Vitalstoffstatus. Tatsächlich konnten die Supplementationen die Vitaminversorgung verbessern (Multivitamin Supplementation Improves Memory in Older Adults: A Randomized Clinical Trial). Günstiger ist natürlich der Verzehr gesunder, unbehandelter Lebensmittel wie Biomilch, Gemüse (Kohl, Spinat, Mangold, Karotten). Ideal ist natürlich die Vitalstoffversorgung über eine gesunde Ernährung.
Fehlt Vitamin B1 (=Thiamin) kommt es zu Nervenschäden, Muskelschwund, Müdigkeit und Herzbeschwerden (=Beri-Beri bei einseitiger Ernährung; Wernicke-Korsakow-Syndrom bei Alkoholismus). Wenn neben Müdigkeit und Herzbeschwerden besonders beim Aufstehen Herzrasen, Kreislaufprobleme oder Benommenheit auftreten, könnte ein POTS (Posturales Tachykardiesyndrom) vorliegen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
Ein Vitamin B2-Mangel kann sich in der sogenannten Ariboflavinose äußern.
Vitamin B12-Mangel tritt oft nach Magen-Operationen oder bei veganer Ernährung auf. Es kommt zu Nervenstörungen und Blutarmut. Bei den meisten Menschen reicht die körpereigene Vitamin B12 Reserve für ca. 5 bis 6 Jahre. Viele Patienten merken daher die ersten Symptome gar nicht, wie etwa Müdigkeit, kribbeln in den Händen und Füßen.
Der Vitamin-C-Mangel ist vor allem als Seefahrerkrankheit aus früherer Zeit bekannt (=Skorbut). Es kommt zur Leistungsminderung, Infektanfälligkeit, Blutungen und Zahnausfall.
Beim Vitamin-D-Mangel kommt es zu Knochenmineralisationsstörungen (=Rachitis). Außerdem ist die Sterblichkeitsrate bei Menschen mit niedrigem Vitamin-D-Spiegel deutlich erhöht. Besonders die Gefahr, an Krebs, Atemwegserkrankungen oder Herzerkrankungen und oder Kreislauferkrankungen zu sterben, ist erhöht (Strong associations of 25-hydroxyvitamin D concentrations with all-cause, cardiovascular, cancer, and respiratory disease mortality in a large cohort study). Beachtetet werden muss, dass eine zu hohe Phosphataufnahme den Stoffwechsel von Calcium und Vitamin D stört.
Gerade das Vitamin D rückte in den letzten Jahren ja näher in der Fokus, seitdem bekannt ist, dass viel mehr daran hängt, als nur die Sache mit den Knochen. Ausführlich berichte ich dazu übrigens in meinem Buch die Vitamin D Therapie.
Vitamin-K-Mangel verursacht durch eine gestörte Blutgerinnung verlängerte Blutungszeiten.
Die meisten Menschen denken immer noch wie zahlreiche Ärzte, dass ein Vitaminmangel mit „deutlichen“ Erkrankungen und Zeichen einhergehen muss, frei nach dem Motto: Wenn die Zähne ausfallen sollte man einmal an Skorbut denken. Allerdings sind solche extremen Erkrankungen bzw. Mangelerscheinungen in Europa selten geworden. Womit wir es eher zu tun haben, sind die ganzen subakuten Beschwerden und Erkrankungen, sowie die chronischen Erkrankungen, von denen wir heute (immer noch) nur erahnen können, dass diese mit einem Vitamindefizit zusammenhängen könnten.
Heute spielt daher eher die Frage eine Rolle: Kann durch zusätzliche Vitamingaben die Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst werden? Oder:
Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den „5 Wundermitteln“ an:
Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…
Kann ich auch einen Vitaminmangel haben, wenn ich keine dieser „Krankheiten“ habe?
Und bei der Antwort stehen sich scheinbar zwei Lager gegenüber: die Einen, die meinen, zusätzliche Vitamingaben „produzieren nur teuren Urin“ – und die Anderen, die die Empfehlungen der Gesellschaften zur Vitamingabe nur als absolute Untergrenze ansehen, um nicht an den oben angeführten Krankheiten zu erkranken.
Und je nach Standpunkt findet man auch die eine oder die andere Studie, nach der weitere Vitamingaben mal schädlich, in einer anderen Studie mal wieder nützlich sein soll. Diese Problematik diskutiere ich ausführlicher unter anderem in meinem Beitrag: Nützen Vitalstoffe wirklich?
Eine weitere Frage, die sich stellt: Wie bestimmt man eigentlich einen Vitaminmangel? Leider sagt die Serumkonzentration von Vitaminen z.B. nicht sehr viel über die wahren intrazellulären Konzentrationsverhältnisse aus. Aber das Innere der Zelle ist der Ort des Geschehens, nicht das Serum oder Blut. Das relativ neue Fachgebiet der „Mitochondrialen Erkrankungen“ setzt genau dort an.
Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:
Beitragsbild: pixabay.com – pasja1000
Rene Gräber:
Ihre Hilfe für die Naturheilkunde und eine menschliche Medizin! Dieser Blog ist vollkommen unabhängig, überparteilich und kostenfrei (keine Paywall). Ich (René Gräber) investiere allerdings viel Zeit, Geld und Arbeit, um ihnen Beiträge jenseits des "Medizin-Mainstreams" anbieten zu können. Ich freue mich daher über jede Unterstützung!
Helfen Sie bitte mit! Setzen Sie zum Beispiel einen Link zu diesem Beitrag oder unterstützen Sie diese Arbeit mit Geld. Für mehr Informationen klicken Sie bitte HIER.
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu
Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.
Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.
Notwendige Website Cookies
Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen zur Verfügung zu stellen.
Da diese Cookies für die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen unbedingt erforderlich sind, hat die Ablehnung Auswirkungen auf die Funktionsweise unserer Webseite. Sie können Cookies jederzeit blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Webseite erzwingen. Sie werden jedoch immer aufgefordert, Cookies zu akzeptieren / abzulehnen, wenn Sie unsere Website erneut besuchen.
Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten. Um zu vermeiden, dass Sie immer wieder nach Cookies gefragt werden, erlauben Sie uns bitte, einen Cookie für Ihre Einstellungen zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder andere Cookies zulassen, um unsere Dienste vollumfänglich nutzen zu können. Wenn Sie Cookies ablehnen, werden alle gesetzten Cookies auf unserer Domain entfernt.
Wir stellen Ihnen eine Liste der von Ihrem Computer auf unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen können wie Ihnen keine Cookies anzeigen, die von anderen Domains gespeichert werden. Diese können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers einsehen.
Andere externe Dienste
Wir nutzen auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten von Ihnen speichern, können Sie diese hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass eine Deaktivierung dieser Cookies die Funktionalität und das Aussehen unserer Webseite erheblich beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden nach einem Neuladen der Seite wirksam.
Google Webfont Einstellungen:
Google Maps Einstellungen:
Google reCaptcha Einstellungen:
Vimeo und YouTube Einstellungen:
Datenschutzrichtlinie
Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail in unseren Datenschutzrichtlinie nachlesen.