Volkskrankheit Arteriosklerose - Die sogenannte Gefäßverkalkung oder Arterienverkalkung
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Korrekterweise heißt die Arterienverkalkung tatsächlich eher
Atherosklerose, da dies eher den Umbau der Gefäße beschreibt.
Die Gefäßverkalkung ist die häufigste aller Gefäßleiden. Früher galt sie als die
Krankheit der alten Leute, heute jedoch, dank unserer „Zivilisation“ werden bereits jüngere Menschen damit
konfrontiert. In Kulturen, wo das Leben etwas langsamer pulsiert, wo die Kost einfacher und die Sorgen
kleiner sind, ist Arteriosklerose viel seltener anzutreffen.
Mögliche Ursachen einer
Arteriosklerose
Überlastung auf längere Zeit in irgendeiner Form: Rauchen, Überernährung, Alkohol,
Bewegungsmangel, Stress. Übersäuerung im Allgemeinen. Immer noch gilt bei vielen Medizinern überhöhtes
Cholesterin als Auslöser. Dies Ansicht ist aber schon lange
überholt.
Heute gilt die (auch aus naturheilkundlicher Sicht)
stimmige Theorie, dass es sich um einen durch freie Radikale verursachten übermäßigen Oxidationsprozess handelt.
Demnach verändern freie Radikale das Blutfett Cholesterin und bilden dabei sog. Schaumzellen, die
dann die Gefäße verstopfen.
Das Problem nur
mit Cholestrinsenkern (sog. Statintherapie) zu behandeln ist grundsätzlich falsch, weil es die
Oxidationsprozesse der Fette nicht stoppt. Der Risikofaktor freie Radikale wird nicht beseitigt. Das
wichtigste Radikal, dass im Blut bestimmt werden kann, ist das Homocystein, das beim
Abbau schwelhaltiger Aminosäuren im Körper anfällt.
Ein weiterer Risikofaktor ist ein hoher
Lipoprotein-a-Spiegel.
Als weitere Risikofaktoren
gelten u.a. folgende Krankheiten und Symptome:
Mögliche Folgen einer
Arterienverkalkung
Das zunächst tückische ist, dass die Arterienverkalkung nicht weh tut und auch sonst keine
Symptome zeigt. Mit zunehmender Verkalkung werden die Gefäße dünner und brüchiger. Das Herz muss immer mehr
leisten, um das Blut durch den Körper zu pumpen.
Je nach Ort der Verkalkung sind die Symptome anders: Bei
Hirnbasisarterien: psychische Symptome, Erschöpfung, Energielosigkeit, Desinteresse, Schwindel,
Gleichgewichtsstörungen, Konzentrationsschwäche. Herzkranzgefässe: Angina pectoris, Brustschmerzen, Brustspannung.
Periphere Gefäße: Schaufensterkrankheit, Beinschmerzen, Wadenkrämpfe, Durchblutungsstörungen, Einschlafen der Glieder. Nierenarterien: erhöhter Blutdruck, Niereninsuffizienz.
Ändert man nichts, führt die Arterienverkalkung letzlich mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer
Thrombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall - und die beiden letztgenannten sind ja auch die Häufigsten
Todesursachen in der sog. westlichen Welt.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei einer Arterienverkalkung in Frage kommen.
| Ernährung |
Vermeiden Sie starke Gewürze und Kochsalz. Machen Sie jedes Jahr eine ein- bis zweiwöchige
Fasten-Kur, um den Organismus zu entlasten. Und insgesamt
einfach eine gesunde Ernährung.
Es gibt einige Argumente, dass eine Kalorienrestriktion positive Langzeiteffekte bei der Entwicklung von
Atherosklerose haben kann.
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Urtinktur
(Frischpflanzentropfen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Je 20 ml Weissdorn, Immergrün, Mistel, Schafgarbe und
Ginkgo. |
| Gemmo-Therapie |
Mammutbaum-Knospenmazerat.
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| Klassische Homöopathie |
Bei der sog. "roten" Arterienverkalkung (Blutandrang zum Kopf, Kopfschmerz, Schwindel, Schlaflosigkeit,
Herzklopfen etc.):
Arnica D4
Aurum metallicum D4
Conium D4
Ergotinum D4
Strontium Carbonicum D12
Bei der sog. "blassen" Gefäßverkalkung (frostige Patienten, Vergreisung, hohes
Lebensalter, Gedächnisschwäche, allgemeine Paralyse):
Barium Carbonicum D6
Plumbum Metallicum D6
Cuprum Metallicum D6
Arsenicum Album D6
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| Orthomolekular-Medizin |
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Folsäure: 0,8 mg
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Senkt den
Homocysteinspiegel im Blut, sogar bei Menschen, deren
Folsäurespiegel an sich normal ist.
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Vitamin B6: 50-100 mg
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Senkt den
Homocysteinspiegel im Blut. Hilft, die Blutfettwerte zu
normalisieren und wirkt der Bildung von Blutgerinnseln
entgegen.
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Niacin: 300-500 mg
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In Form von
Nikotinsäure. Bringt die Blutlipide ins Gleichgewicht. Hautrötungen können
vermieden werden, wenn die Dosis über den Tag verteilt zu den Malzeiten
genommen wird. Senkt zudem hohe
Lipoprotein-a-Spiegel.
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Vitamin C: 2-4 g
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Schützt Fette und
Cholesterin vor Oxydation. Bringt die Blutlipide ins Gleichgewicht
(Lipoprotein-a).
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Vitamin E: 100-400 mg
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Wirkt der Bildung von
Blutgerinnseln entgegen, schützt Fette und Cholesterin vor Oxydation und kann
HDL (das „gute“ Cholesterin) vermehren.
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Chrom: 200 µg
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Kann auch in Form von
20 g hochwertiger Bierhefe genommen werden.
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Magnesium: 400-600 mg
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Vermindert das
Herzinfarktrisiko und die Gefahr von Herzrhythmusstörungen.
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Selen: 200 µg
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Hilft, Blutfette und
Cholesterin vor Oxydationsschäden zu schützen.
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Coenzym Q10:
60-90 mg
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Vermindert die Anzahl von Brustschmerzanfällen (Angina
pectoris) und verbessert die Herzfunktion.
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L-Carnitin: 1-2 g
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Vermindert ebenfalls das Risiko Angina
pectoris.
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Omega-3-Fettsäuren
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1-1,5 g EPS in Form von Fischölkapseln. Wer regelmässig (2-3
mal pro Woche) Fisch isst, kann sich auf diese Art mit Omega-3-Fettsäuren
versorgen. Senkt zudem hohe
Lipoprotein-a-Spiegel.
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Gamma-Linolensäure (GLS)
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2-3 g Nachtkerzenöl (EPO).
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der
Kommission E) vor.
Bei Arteriosklerose können Haferfrüchte, Johannisbrotkernmehl,
Knoblauchzwiebel und Zwiebeln helfen.
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Bärlauchkraut und
Mistelbeeren sowie Safloröl
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
allgemein: Calcium fluoratum D 12, Calcium phosphoricum D 6, Natrium chloratum D 6, Magnesium Phosphoricum D 6 (als Zwischenmittel für ca. 3
Wochen)
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.02.2012 aktualisiert.

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