Eine Krankheit - viele Symptome: Arthrose Knorpelschaden - Gelenkverschleiß
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Grundsätzliches zur Arthrose
Die Arthrose ist eine degenerative Gelenkabnutzung, bei der ein Knorpelschaden entsteht. Es
können im Prinzip alle Gelenke des Körpers betroffen sein. Am häufigsten sind dies jedoch: Hüftgelenk
(Coxarthrose), Kniegelenk (Gonarthrose), Fuß- und Zehengelenke, Fingergelenke oder die kleinen
Wirbelsäulengelenke (Spondylose) betroffen sein.
Durch Degeneration verliert der Gelenkknorpel seine Elastizität und wird spröde. Die
bestehende Struktur der Knorpelzellen wird zerstört und mit der Zeit verschwindet der
Knorpel.
Am Anfang sind die Beschwerden klein und man ist versucht, diese nicht ernst zu nehmen.
Wenn sich jedoch Knirschen und Knarren der Gelenke, Bewegungseinschränkungen und Anlaufschmerzen
manifestieren, ist die Arthrose und der Gelenkverschleiß bzw. der Knorpelverschleiß bereits
fortgeschritten.
Ein Knorpelschaden wird in vier Stadien
eingeteilt:
- Arthrose-Grad I: noch weiche Knorpeloberfläche, noch keine
Schädigung der Knorpeloberflächenschicht
- Arthrose-Grad II: es sind nur oberflächliche Knorpelschichten
betroffen und leichte Schäden in der Knorpelzellstruktur vorhanden, die Knorpelfläche ist
insgesamt aufgeraut.
- Arthrose-Grad III: tiefe Knorpelbrüche sind mit bloßem Auge bei
einer Gelenkspiegelung erkennbar, die Knorpelschäden reichen bereits bis zum darunter liegenden
Knochen
- Arthrose-Grad IV: völlige Knorpelzerstörung mit bereits sichtbar
freiligendem Knochen. In diesem Stadium entstehen sog. Geröllzysten („Loch im Gelenkknochen“)
und der sehr schmerzhafte knöcherne Umbau im Gelenk beginnt.
Mögliche
Ursachen eines Knorpelschadens
Die Literatur in der Medizin ist lang und deren Bände füllen zahllose Regale. Sie können sich
das alles sparen, denn die Therapie der Arthrose ist relativ einfach. Voraussetzung für eine "alternative"
Therapie ist allerdings IMMER das noch Knorpelsubstanz auf dem Knochen zu finden ist.
Die Haupt-Ursache ist die chronische
Übersäuerung. Einige weitere wichtige Ursachen für Gelenkverschleiß und
Knorpelverschleiß sind: Falsche Belastung der Gelenke durch Fehlstatik, Übergewicht,
Fehlstatik der Wirbelsäule (Beinlängendifferenz, O- oder X-Beine), Stoffwechselstörungen, Bindegewebsschwäche,
chronische Infektionen, Entzündungen an Mandeln, Nebenhöhlen, Eierstöcken,
Nebennieren oder Gallenblase, Mineralstoffmangel infolge
Fehlernährung.
Mögliche Folgen von
Knorpelverschleiß
Eine höchst wahrscheinliche Folge sind Chronische Gelenkschmerzen, v.a. wenn der Arthrosegrad III-IV erreicht ist. In diesem Stadium
haben Sie ständige Gelenkschmerzen.
Unternehmen Sie also rechtzeitig etwas!
Die Arthrose ist in den ersten Stadien sehr gut zu stoppen. Solange sich noch Knorpelsubstanz
auf den Knochenendigungen befindet, kann sich der hyaline Gelenkknorpel wieder regenrieren. Er wird dann
durch TypII Faserknorpel ersetzt. Dazu müssen aber die Fehler abgestellt werden, die zur Arthrose geführt
haben.
Im schlimmsten Falle droht natürlich ein künstliches Gelenk. Und die Arthrose in den anderen
Gelenken droht dann ebenfalls noch.
Die Gelenke können sich auch entzünden, im Sinne einer aktivierten Arthrose: dann kommt eine
Arthitis noch hinzu.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei
einer Arthrose in Frage kommen.
| Anthroposophische Medizin |
Apis mell. (Wa,We)
Bryonia (Wa,We) Bryonia / Stannum (Wa)
Formica (Wa,We)
Mandragora (Wa,We)
Rhus tox (Wa,We)
Solum Inject (Wa)
Stannum met.praep. (We)
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| Ernährung |
Ernährung bei Arthrose: Aus naturheilkundlicher Sicht ist die Arthrose
und der Gelenkverschleiß die Folge einer jahrelangen falschen Ernährung mit den altbekannten
Ernährungsproblemen: zu viel - zu Fett - zu süß und vor allem zu "sauer". Die chronische Übersäuerung muss daher
gestoppt und umgekehrt werden.
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| Heilfasten |
Fasten hilft bei Arthrose. Sehr gute Erfolge sehe ich bei richtig durchgeführtem
Fasten. Wie man dies sinnvoll gestalten kann, lesen Sie in meiner Fastenanleitung.
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| Heilpflanzen |
Am Vormittag um 9 und am Nachmittag um 16 Uhr
2-3 Teufelskrallen-Tabletten oder -Kapseln (außer bei Magen- oder Darmgeschwüren und
Gallensteinen). Mindestens 2-3 mal pro Woche ein
Thymian-Bad von 20 Minuten: 1 Handvoll Thymiankraut in einem Liter Wasser aufkochen, 5 Minuten
ziehen lassen, abseihen und dem Badewasser zugeben. Kapseln : Teufelskralle, Quecke, Löwenzahn, Borretschöl, Wacholder,
Chlorella, Haifischknorpel. Arthrosekomplex.
Grünlippmuschel-Extrakt regeneriert Gelenkknorpel und Bindegewebe.
Weihrauch ist eine empfehlenswerte
Nahrungsergänzung speziell bei chronischentzündlichen
Erkrankungen. |
| Homöopathie |
Symphytum D2
Arnica D4
Hypericum D3
Bellis perennis D6
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Urtinktur
(Frischpflanzentropfen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
40 ml Löwenzahn, je 20 ml Wallwurz, Brennessel,
Weidenrinde.
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| Medizinische Massagen |
Durch die Schmerzen tritt eine zunehmende "Verhärtung der Muskulatur" ein. Massage
hilft die Beweglichkeit des Gelenks zu verbessern.
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| Myofaszialpunktpressur |
Über den Druck bestimmter Muskelpunkte ist es möglich, über 90%
der Arthrose-Schmerzen deutlich zu reduzieren. Mehr dazu lesen Sie im Schmerztherapiezentrum.
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| Orthomolekular-Medizin |
Chondroitinsulfat (1000 - 2000mg täglich) und Glucosaminsulfat (500 - 1000 mg täglich - zum Beispiel Dona 200 s) sind zwei wichtige
Substanzen, die dabei helfen können die defekten Knorpelstrukturen wieder regenerieren. Sie
müssen das mindestens sechs Wochen einnehmen um eine Besserung zu merken.
Beachten Sie: Chondroitinsulfat und Glucosaminsulfat helfen beim
Knorpelaufbau - es sind keine Schmerzmittel. Deswegen müssen diese über mind. sechs Wochen
eingenommen werden. Ich empfehle wenigstens drei Monate.
auch hilfreich: Grünlippmuschel
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
Knorpelaufbau: Natrium chloratum D 6, Kalium phosphoricum D 6
Knorpelentzündung: Calcium fluoricum D 12, Ferrum phosphoricum D 12, Natrium chloratum D 6
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| Traditionelle Chinesische Medizin |
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin werden die Knochen und das gesamte
Skelett dem Funktionskreis Niere zugeordnet. Degenerative Gelenkerkrankungen sind eine
Yin-Erkrankung (Leere) denen auch eine Blockade des Qi zugrunde liegt. Die
Schmerzzustände an den Gelenken sprechen auf Akupunktur gut
an.
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| Wirbelsäulensegmente |
Darauf achten, dass das
Kreuz-Darmbein-Gelenk frei ist. Ein blockiertes Gelenk belastet alle übrigen Gelenke falsch
und kann eine Arthritis und Arthrose
verursachen.
Mittels einer Statikanalyse (zum
Beispiel mittels Body-Static-Control) kann man
die Körperstatik beurteilen. Dies ist hilfreich bei einseitiger Arthrose der
Fußgelenke, Hüfte oder Knie, sowie der Wirbelsäulengelenke.
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| Sonstiges |
Bei geschwollenen Gelenken einen Quark-Wickel
anlegen.
Wer keine Klassische Akupunktur möchte, sollte eine Low-Level-Lasertherapie in Betracht
ziehen.
weitere Heilverfahren die in Frage kommen: Akupunktur - Alexander-Technik - Chiropraktik - Dornmethode
- Liebscher-Bracht-Methode - Magnetfeldtherapie - Neuraltherapie - NPSO - Ohrakupunktur nach Nogier - Osteopathie -
Osteopraktik - Rolfing
- Trager Methode - Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich
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Dieser Artikel wurde letztmalig am 02.02.2012 aktualisiert.

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