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Migräne

Grundsätzliches

Migräne wird durch abnormale Verengung und Erweiterung der empfindlichen Blutgefässe im Kopf verursacht. Ein Auslöser lässt zuerst die Blutgefässe enger werden, was zum Symptom der Migräne führt, normalerweise eine Veränderung der Wahrnehmung.  Anschließend dehnen sie sich wieder aus, was Kopfschmerz, Übelkeit und Licht- bzw. Lärmempfindlichkeit auslöst.

Die klassische Therapie mit Schmerzmitteln (zum Beispiel Dolormin) und anderen Medikamenten bringen zwar eine Erleichterung im akuten Stadium, sind aber keine sinvolle Therapie bei chronischen Beschwerden.

Sprache der Symptome Achten Sie darauf, nach welchem  oder vor welchen Ereignis die Migräne auftritt. Das kann Ihnen einen Hinweis darauf geben, ob vielleicht in Ihrem Umfeld etwas nicht stimmt. In der Naturheilkunde gilt: jedes körperliche Symptom hat eine seelische Ursache. Zu den ganz schwierig zu findenden, weil tief sitzenden Ursachen, gehört sicher die Migräne. 
Mögliche Ursachen

A) Stress, Krankheit, Ungleichgewichte im Nährstoffhaushalt oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. Seelische Ursachen sind nicht auszuschließen und sollten deshalb auch in Betracht gezogen werden. Die „Pille“ kann auch Migräne auslösen.

B) Sehr oft sind auch Allergien die Auslöser von Migräne: Pollen, Hausstaub, Milben, Katzenhaare, Konservierungsstoffe in Esswaren. Auch Magen-, Galle- oder Nierenerkrankungen können Auslöser sein.

C) Eine Möglichkeit die auch immer wieder übersehen wird: Darmpilze

D) Fehlstellungen der oberen Halswirbelsäule: vor allem des ersten und zweiten Halswirbels.

E) Eine weitere Ursache ist eine mögliche "Schwäche" der Gallenblase. In der Naturheilkunde sprechen wir hier von der sog. chologenen Migräne.

Um die Ursache heraus zu finden führen Sie am besten ein "Migräne-Buch": notieren Sie immer nach einem Anfall, was Sie vorher gegessen haben, was Sie getan haben, was vorgefallen ist (seelischer Aspekt), Wetterverhältnisse und dergleichen. 

Mögliche Folgen Die Folgen kennt niemand so gut wie Sie. 

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Migräne in Frage kommen.

Zusätzlich finden Sie bei jedem Therapieverfahren allgemeine Bemerkungen oder auch Rezepte, sowie Bezugsquellen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel

Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen.
Die Meridian-Kopfübergänge durch arbeiten, damit die gestaute Energie wieder abfließen kann: Dünndarm-Blase, Dreifacherwärmer-Gallenblase, Dickdarm-Magen.

 

Aromatherapie Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden.
Basilikum, Eukalyptus, Kamille, Lavendel, Majoran, Pfefferminze, Terpentin, Zitrone.

Blütenessenzen Sehr oft liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde. Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen stellen.

Ernährung Das sollten Sie meiden: Koffein, kupferhaltige Lebensmittel (Schokolade, Nüsse, Schellfisch, Weizenkeime), Laktose kann Laktose-Intoleranz (Milchprodukte) ebenfalls Migräne auslösen, Natriumglutamat (Geschmacksverstärker in industriellen Esswahren), Nitrite in Wurstwaren, Vasoaktive Amine erweitern die Blutgefässe und können ebenfalls Migräne auslösen (Rotwein, reifer Käse, saure Sahne, Bananen, Schweinefleisch, Zwiebeln).

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Lavendel-Tinktur 20 ml, Erdrauch-Tinktur 20 ml, Rosmarin-Tinktur 20 ml, Pestwurz-Tinktur 20 ml, Melissen-Tinktur 20 ml

Gemmo-Therapie

Hagebutten-Knospenmazerat (Rosa canina) bis zur Besserung stündlich 1-2 Stösse in den Mund sprayen. Ebenso Schwarze Johannisbeere.

 

Medizinische Massagen Bei Migräne herrscht üblicherweise ein Energiestau im Kopf. Massagen sollten deshalb unterlassen werden. Das Reiben an den Schläfen bringt in diesem Fall nur vermeintlich Linderung.

Orthomolekular-Medizin Empfohlene Tagesdosis:
Bis 800 mg Vitamin E täglich + 200 µg Selen, Vitamin B6 50 mg, Magnesium 400 – 600 mg, Omega-3-Fettsäuren EPS 2 – 4 g aus Fischölkapseln.

 

Phytotherapie

Generell : Mutterkraut, Silberweide, Wiesenkönigin, Lindensplint, Kamille, Engelwurz, Johannisbeer, Goldmohn. 
Ohrkerzen
:
Schwedenkräuter
Bei nervöser Migräne
: Baldrian, Engelwurz, Melisse, Passionsblume, Hopfen .

Mutterkraut (Tanacetum parthenium) enthält Wirkstoffe, die die Freisetzung des Botenstoffs Serotonin verringern. Ein Übermass an Serotonin kann Migräne auslösen. Trinken Sie über den Tag verteilt 3 Tassen Tee oder nehmen Sie 3 x 1 Kapsel.

Säure-Basen-Haushalt Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert.  In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite befolgen.
Schüssler-Salze

Grundsätzlich : Calcium phos. Nr. 2; Magnesium phos. Nr. 7 je 5 in heißem Wasser auflösen und langsam trinken, dabei gut den Mund ausspülen  (Mundschleimhäute)
bei Nervosität
 : Ferrum phos. Nr. 3; Kalium phos. Nr. 5; Magnesium phos. Nr. 7

Spagyrik Migräne-Komplexmittel enthält: Aconitum napellus, Eupatorium cannabinum, Gelsemium sempervirens, Paeonia off., Sambucus nigra. 3 mal tägl. 5 – 7 Tropfen in wenig Wasser einnehmen.

Wirbelsäulensegmente C0-C1, C1-C2 sind die häufigsten Fehlstellungen, die wir bei der Migräne finden. Diese sollten durch eine gezielte Manuelle Therapie oder Chiropraktik beseitigt werden. 
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Probleme mit Weisheitszähnen können auch für Migräne verantwortlich sein. 

Sonstiges

Bei den ersten Anzeichen lösen Sie einen gestrichenen Teelöffel Natron in einem Glas warmem  Wasser (2 dl) und trinken diese Mischung in einem Zug. Atmen Sie langsam und vor allem atmen Sie gut aus.