Migräne: Ursachen, Symptome und Behandlung
Lesen Sie zu den:
- wirklichen Ursachen der Migräne
- warum die sog. "moderne" Schmerztherapie der Schulmedizin in einer Sachgasse steckt
- welche Mittel aus dem Bereich der Naturheilkunde und Alternativmedizin zur Verfügung stehen
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Grundsätzliches
Die Migräne (=Hemikranie) ist eine häufige chronische Form von Kopfschmerzen, die öfter bei Frauen auftritt. Den
ersten Migräneanfall erleiden die Betroffenen meist zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr.
Ein Migräneanfall kann sich vor dem eigentlichen Kopfschmerz mit bestimmten Symptomen ankündigen
(=Prodromalstadium, z.B. Stimmungsänderungen, Aktivitätssteigerung oder -minderung, Heißhungerattacken, häufiges
Gähnen).
Mehr als 8 Millionen Deutsche leiden regelmäßig unter Migräne. Dies betrifft vor allem die Frauen, welche in
etwa doppelt so häufig von diesen starken Kopfschmerzen geplagt werden. Die Migräneattacken können dabei nur einmal
im Monat auftreten, wobei manche Betroffene auch über 15 dieser "Nervengewitter" im Monat klagen. Am stärksten
Betroffen sind Menschen mittleren Alters, also etwa zwischen 40 bis 50 Jahren.
Der Schmerz der Migräne, welcher sich durch pulsartige Schmerzschübe (oft halbseitig) äußert, tritt in der Regel
zudem mit einer Reihe von Begleiterscheinungen auf. Diesen werden Übelkeit und eine starke Überempfindlichkeit
gegenüber optischen, olfaktorischen und akustischen Reizen zugeordnet. Migräneattacken kündigen sich zudem meist im
Vorfeld an. So klagen Betroffene oftmals bereits Stunden zuvor über ein kribbelndes Gefühl in den Extremitäten oder
Lichtblitze innerhalb des Sichtfelds.
Migräne mit Aura und ohne Aura
Migräneanfälle selbst unterscheidet man nach Migräne ohne Aura und solche mit Aura.
Eine Migräne ohne Aura zeichnet sich durch streng einseitige, meist pulsierende Kopfschmerzen
aus, die vier bis 72 Stunden anhalten können. Im Anfall meiden die Betroffenen jegliche Aktivität und ziehen sich
in abgedunkelte, ruhige Räumen zurück. Typischerweise können im Migräneanfall Begleitsymptome wie Übelkeit,
Erbrechen, Geräuschempfindlichkeit und Lichtscheu vorkommen.
Die Migräne mit Aura ist seltener (ca. 10-15% der Migräneanfälle). Als Aura bezeichnet man
Eindrücke, die zwar wahrgenommen werden, aber nicht da sind. Die häufigsten Eindrücke sind dabei visuell, wie z.B.
ein Flimmern vor den Augen. Es kommen aber auch Sensibilitätsstörungen oder Lähmungen vor. Eine Aura verschwindet
nach dem Anfall immer vollständig und wird von dem oben beschriebenen Kopfschmerz begleitet.
Ursachen nach Ansicht der Schulmedizin
Die genaue Ursache ist der Schulmedizin nicht bekannt. Es werden verschiedene Theorien angenommen und
diskutiert.
Am häufigsten hört man noch, dass eine Migräne durch abnormale Verengungen und Erweiterungen der Blutgefässe im
Kopf verursacht würde. Ein Auslöser lässt zuerst die Blutgefässe enger werden, was zum Symptom der Migräne führt,
normalerweise eine Veränderung der Wahrnehmung. Anschließend dehnen sie sich wieder aus, was Kopfschmerz, Übelkeitund Licht- bzw. Lärmempfindlichkeit
auslöst.
Zu lesen sind auch Theorien, denen zufolge Betroffene möglicherweise unter einer Störung des Nervensystems zu
leiden - aufgrund welcher dieses zu einer Hyperaktivität neigt. So reichen bereits alltägliche Situationen aus,
beispielsweise der Konsum bestimmter Nahrungsmittel oder das Empfinden von Stress, um den Hormonhaushalt und das
Nervensystem aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dabei werden übermäßig viele Botenstoffe ausgesandt, welche für eine
Entzündung der Blutgefäße sorgen. Diese Entzündungsherde werden wiederum von den lokalen Schmerzrezeptoren
aufgenommen, woraufhin der Betroffene unter starken Kopfschmerzen leidet.
Soweit die Ursachenbetrachtung in der Schulmedizin.
Schulmediznische Therapie
Die klassische Therapie mit Schmerzmitteln (zum Beispiel Dolormin, Dolormin, Ibuprofen, Paracetamol) bringen zwar
eine Erleichterung im akuten Stadium, sind aber keine sinvolle Therapie bei chronischen
Schmerzen, von den Nebenwirkungen einer langfristigen Medikamenteneinnahme ganz abgesehen. Schmerzmittel sind zwar wirksam, aber riskant.
Mittlerweile werden auch Operationen gegen Migräne angeboten.
Eine Medikamentengruppe möchte ich noch erwähnen, die Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts auf den
Markt kamen: Triptane. Das Pharmaunternehmen Glaxo war das Erste, welche das Sumatriptan als
revolutionären "Durchbruch" feierte.
Anmerkung: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie oft Sie den Begriff "revolutionär" im Bereich der Medizin
gehört haben?
Mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte, die die anfängliche Euphorie der Triptantherapie erheblich dämpften:
Schmerzen im Brustbereich, erhöhter Blutdruck in Lunge und Herz,
Arterienkrämpfe am Herzen. Fälle von Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen
und Beschwerden wie bei Angina Pectoris wurden bekannt.
Das Hauptproblem der Triptantherapie scheint aber folgendes Problem zu sein, wie in einer Studie in Deutschland
gezeigt wurde (British Medical Journal, 1994; 308: 113):
Patienten erreichten nach neun Monaten der Einnahme einen Punkt, an der diese das Mittel Sumatriptan täglich
einnehmen mussten, um das erneute Auftreten der Kopfschmerzen zu vehindern.
Der Hersteller Glaxo bestreitet, dass es irgendwelche Beweise für eine Abhängigkeit gibt und weißt daraufhin
hin, dass das Medikament nicht zur täglichen "Dauerbehandlung" oder Vorbeugung geeignet sei.
Wenn Sie dieses Argument noch nicht überzeugt hat, dann vielleicht dieses:
Wissenschaftler der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster konnten in einer Studie 2009 zeigen,
dass die Neurolgen und Fachärzte bei der Behandlung ihrer eigenen Migräne mit akuten und vorbeugenden Medikamenten
viel zurückhaltender sind, als sie es ihren Patienten empfehlen. So nahmen nur etwa 50 Prozent der
Studienteilnehmer selbst Medikamente (Triptane) gegen ihre Migräne, obwohl sie in fast allen Fällen ihren Patienten
solche Medikamente verschrieben hatten.
Schreiben Sie einmal dazu Ihre Meinung im Blog zum Beitrag: Würde Ihr Arzt selbst nehmen was er Ihnen verschreibt? Dort geht es nämlich genau um dieses
Thema.
Obwohl die Therapie in der Naturheilkunde nicht einfach ist, ist diese für mich die
Einzige wirkliche Alternative. Hierzu muss man sich zuerst einmal auf die Suche nach der wirklichen Ursache für die
Migräne machen.
Sprache der Symptome
Achten Sie darauf, nach welchem oder vor welchen Ereignis die Migräne auftritt. Das kann Ihnen einen Hinweis
darauf geben, ob vielleicht in Ihrem Umfeld etwas nicht stimmt. Zu den am tiefsten sitzenden Ursachen gehören
sicher die "seelischen" Probleme, an die oft nicht heranzukommen ist, weil die Patienten es nicht zulassen...
Mögliche Ursachen
Es gibt mehrere Erklärungsmodelle für die Ursachen einer Migräne.
A) Stress, Ungleichgewichte im Nährstoffhaushalt. Seelische Ursachen sind nicht
auszuschließen und sollten deshalb auch in Betracht gezogen werden. Die "Pille" kann auch Migräne auslösen.
B) Sehr oft sind auch Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Auslöser von Migräne: Pollen, Hausstaub, Milben,
Katzenhaare, Konservierungsstoffe in Esswaren. Auch Magenbeschwerden, Galle- oder
Nierenkrankheiten können Auslöser sein.
C) Eine Möglichkeit die auch immer wieder übersehen wird: Darmpilze
und eine atrophische Darmschleimhaut (Leaky-Gut-Syndrom).
D) Fehlstellungen der oberen Halswirbelsäule: vor allem des ersten und zweiten Halswirbels.
E) Fehlgesteuerte Muskulatur: bei Migränepatienten sind immer bestimmte Muskeln druck- und
schmerzempfindlich.
F) Eine weitere Ursache ist eine mögliche "Schwäche" der Gallenblase. In der
Naturheilkunde sprechen wir hier von der sog. chologenen Migräne.
G) Stoffwechselprobleme. Hierzu gehört vor allem die Art der Migräne, die im
Zusammenhang mit der Menstruation bei Frauen steht. Siehe hierzu auch unter dem Stichpunkt: Frauenkrankheiten und Regelschmerzen

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die
bei Migräne in Frage kommen.
Ausgehend von den oben erwähnten möglichen Ursachen, kommen verschiedene Heilverfahren in Frage.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform (basierend auf der Traditionellen
Chinesischen Medizin), ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Die
Meridian-Kopfübergänge durch arbeiten, damit die gestaute Energie wieder abfließen kann:
Dünndarm-Blase, Dreifacherwärmer-Gallenblase, Dickdarm-Magen.
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| Aromatherapie |
Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten
begleitet werden. In Frage kommen: Basilikum, Eukalyptus, Kamille, Lavendel, Majoran,
Pfefferminze, Terpentin, Zitrone. Eine generell gute Wirkung hat Lavendöl, welches auf die
Schläpfen getupft wird.
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| Bachblüten |
Liegen körperlichen Problemen seelische Ursachen zugrunde können Bachblüten
helfen. Bachblüten lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen
und bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung
zusammen stellen.
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| Ernährung |
Das sollten Sie meiden: Koffein,
kupferhaltige Lebensmittel (Schokolade, Nüsse, Schellfisch, Weizenkeime), Laktose kann
Laktose-Intoleranz (Milchprodukte) ebenfalls Migräne auslösen,
Natriumglutamat (Geschmacksverstärker in industriellen Esswahren), Nitrite in Wurstwaren,
Vasoaktive Amine erweitern die Blutgefässe und können ebenfalls Migräne auslösen (Rotwein,
reifer Käse, saure Sahne, Bananen, Schweinefleisch, Zwiebeln).
Auch an Glutenunverträglichkeiten
sollte gedacht werden. Ein im New England Journal der Medizin erschienener Beitrag zählt 55 Erkrankungen
auf, bei denen Gluten eine Rolle spielt. Dazu gehört auch die MS. Mehr zum "Glutenproblem"
finden Sie in meinem Beitrag zur Zöliakie.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
folgende Tinktur kann helfen: Lavendel-Tinktur 20 ml, Erdrauch-Tinktur 20 ml, Rosmarin-Tinktur 20
ml, Pestwurz-Tinktur 20 ml, Melissen-Tinktur 20
ml
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| Gemmo-Therapie |
Hagebutten-Knospenmazerat (Rosa canina) bis zur Besserung stündlich 1-2 Stösse
in den Mund sprayen. Ebenso Schwarze Johannisbeere.
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor:
Mutterkrautblätter
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Eisenhutknollen, Gewürznelken,
Haselwurzwurzel, Indischer Hanf, Kaffeebohnen, Lavendelblüten, Pestwurzwurzelstock,
Pfingstrosenwurzel, Teeblätter
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| Medizinische Massagen |
Bei Migräne herrscht üblicherweise ein
Energiestau im Kopf. Klassische Massagen sollten deshalb unterlassen werden. Das Reiben an den
Schläfen bringt in diesem Fall nur vermeintlich Linderung. Sehr effektiv ist aber die Schmerztherapie nach
Liebscher-Bracht und andere Myofaszialtherapien.
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| Orthomolekular-Medizin |
Empfohlene Tagesdosis:
Bis 800 mg Vitamin E täglich + 200 µg Selen, Vitamin B6 50 mg, Magnesium 400 - 600 mg, Omega-3-Fettsäuren EPS 2 - 4 g aus Fischölkapseln.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Bei den ersten Anzeichen lösen Sie einen gestrichenen Teelöffel Natron in
einem Glas warmem Wasser (2 dl) und trinken diese Mischung in einem Zug. Atmen Sie langsam
und vor allem atmen Sie gut aus.
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen
akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schüssler-Salze |
Grundsätzlich: Calcium phosphoricum Nr. 2;
Magnesium phosphoricum Nr. 7 je 7 Tabletten in heißem Wasser
auflösen (als sog. Heiße Sieben) und langsam trinken, dabei gut den Mund ausspülen
(Mundschleimhäute)
bei Nervosität: Ferrum phosphoricum Nr. 3; Kalium phosphoricum Nr. 5; Magnesium phosphoricum Nr.
7
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| Spagyrik |
Migräne-Komplexmittel enthält: Aconitum napellus, Eupatorium cannabinum, Gelsemium sempervirens, Paeonia off.,
Sambucus nigra. 3 mal tägl. 5 - 7 Tropfen in wenig Wasser einnehmen.
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| Wirbelsäulensegmente |
C0-C1, C1-C2 sind die häufigsten Fehlstellungen, die wir bei der Migräne finden.
Diese können durch eine gezielte Manuelle Therapie oder Chiropraktik beseitigt werden.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den
ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind problematisch. Sie
sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Probleme mit
Weisheitszähnen können auch für Migräne verantwortlich sein.
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| Sonstiges |
Manchen Patienten hilft im Akutfall schwarzer Kaffee mit Zitronensaft. Das
Koffein vermindert die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe die den Schmerz weiterleiten. Die
Zitrone verstärkt diesen Effekt.
Schmerztagebuch: Eine häufige Empfehlung um die Ursache herauszufinden ist ein sog. "Migräne-Buch". Notieren Sie immer
nach einem Anfall, was Sie vorher gegessen haben, was Sie getan haben, was vorgefallen ist
(seelischer Aspekt), Wetterverhältnisse und dergleichen.
Entspanunng: Lernen Sie ein Entspannungsverfahren, dass dauerhaft eine Umstellung im vegetativen Nervensystem herbeiführt. Beispiel: Autogenes
Training
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 16.08.2011 aktualisiert.

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