Naturheilkunde

Sinusitis (Stirnhöhlenentzündung - Nasennebenhöhlenentzündung)

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Die Nasennebenhöhlen sind durch kleine Kanäle mit der Nasenhöhle verbunden. Die Stirnhöhlen liegen hinter der Stirn, in Höhe der Augenbrauen. Die Kieferhöhlen liegen im Bereich der Wangen. Entzündet sich die Schleimhaut dieser Höhlen, spricht man von einer Sinusitis. 

Bei der Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), handelt es sich um einen entzündlichen Prozeß in den von der Nase ausgehenden Nebenhöhlen. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt.

Nach dem Verlauf unterscheidet man eine akute Sinusitis von der chronischen Sinusitis mit einer übermäßigen Schleimhautschwellung, die zu den sogenannten Polypen führt. Diese sind nicht mit den "Polypen" im Kindesalter zu verwechseln. Mit letzteren ist eine vergrößerte Rachenmandel gemeint.

Man unterscheidet folgende Arten der Sinusitis:

Entzündung aller Nasennebenhöhlen: Pansinusitis
Entzündung der Kieferhöhlen: Sinusitis maxillaris
Entzündung der Keilbeinhöhle: Sinusitis sphenoidalis

Symtome bei einer Nasennebenhöhlenentzündung:

Von einer Sinusitis Betroffene klagen über eitrigen Schnupfen, Husten, hohes Fieber, Kopfschmerzen im Bereich der Höhlen (vermehrt beim Bücken) sowie ein Druckgefühl. Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung führt zudem zu einer behinderten Atmung, Halsschmerzen, schleimigen Absonderungen sowie Geruchsstörung und Geschmacksstörungen.


Sprache der Symptome

Sie haben die Nase voll... Wovon?

Mögliche Ursachen

Nach Vorstellung der Schulmedizin ist die Ursache natürlich wieder einmal ein "böser Erreger". Leider werden hier Ursache und Auslöser wieder miteinander verwechselt. Lesen Sie zu dieser Problematik bitte meinen Beitrag zu Infektionen und das Interview mit mir auf der Startseite Naturheilkunde.

Hier also die Vorstellung der Schulmedizin:

Eine Entzündung der Schleimhäute (Sinusitis) entsteht durch eindringende Krankheitserreger. (Anmerkung: Nur in ca. 10-20% der Fälle sind dies Bakterien. Meist sind es nämlich Viren. Deswegen ist eine Therapie mit Antibiotika meistens absurd.) 

Meist liegen anatomisch bedingte Engstellen, Zahnentzündungen oder auch Allergien vor, die eine Entstehung begünstigen können.

Die akute Sinusitis wird durch Viren oder Bakterien (Pneumokokken oder Streptokokkeninfektion) ausgelöst, häufig infolge eines Schnupfens oder einer Rachenentzündung. Die Nasennebenhöhlen werden ungenügend belüftet, der Abtransport des gebildeten Schleims ist unzureichend, es kommt zu Entzündungen.

Die chronische Form tritt häufig als Folge einer unbehandelten akuten Sinusitis auf. Daneben können sich auch mehrfach wiederkehrende Entzündungen auf Dauer in eine chronische Form umwandeln.

verwandte Themen: Grippe - Schnarchen -Schnupfen - Viruserkrankung

Mögliche Folgen

In schweren Fällen und bei einem stark geschwächten Immunsystem, kann es zu einer Knochenentzündung im betroffenen Gebiet kommen, die diesen zerstört und brechen lässt. Dadurch bestehen die Gefahren einer Infektion der benachbarten Organe und Strukturen sowie einer Meningitis (Hirnhautentzündung).

 

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei einer Nasennebenhöhlenentzündung in Frage kommen.

AROMATHERAPIE Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Majoran, Myrthenheide, Thymian.
Bei Vereiterung: Eukalyptus, Fichte, Lavendel, Zitrone.
Ernährung

Als bester "Schleimlöser" gilt immer noch das Wasser. Trinken Sie daher wenigstens 20-30ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht.
Ansonsten empfehle ich alle Ernährungstipps wie unter Entzündungen beschrieben:
keine Süßigkeiten, kein Weißmehl und keine Weißmehlprodukte, kein Zucker und kein Schweinefleisch. Verzichten Sie ebenfalls auf Eier und Milch.

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Folgende Urtinkturen können helfen: je 20 ml Echinacea, Pappel, Thymian, Huflattich und Salbei.
Gemmo-Therapie Johannisbeer-Knospenmazerat

HILDEGARD VON BINGEN

Fenchel-Dill-Kur: 20 g Fenchelkraut, 80 g feine Dillspitzen werden gemischt und 1 Esslöffel davon auf einer Tonscherbe (Blumentopf) verbrannt. Den Rauch einatmen und die Asche essen, z.B. aufs Essen streuen. Das machen Sie täglich 1 mal während 1-2 Wochen.

Orthomolekular-Medizin
Vitamin C: 500 - 1000 mg - zur Vorbeugung, bei akuten Fällen können Sie bis zu einigen Gramm nehmen.
Zink: 15-30 mg zur Vorbeugung - 60-90 mg in akuten Fällen. Vorzugsweise als Lutschtabletten.
 
Heilpflanzen

Heiltees. In Frage kommen: Thymian, Spitzwegerich, Kamille, Holunderblüten, Salbei.

Säure-Basen-Haushalt Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. 
  
In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite befolgen.
Schüssler-Salze

Nebenhöhlenentzündung:Kalium chloratum Nr. 4, Kalium sulfuricum Nr. 6.
Nebenhöhlenvereiterung (akut): Natrium phosphoricum Nr. 9, Silicea Nr. 11, Calcium sulf. Nr. 12.
Nebenhöhlenvereiterung (chronisch): Kalium chlor. Nr. 4, Kalium sulf. Nr. 6, Natrium phos. Nr. 9, Natrium sulf. Nr. 10, Silicea Nr. 11.

Wirbelsäulensegmente Bei immer wiederkehrenden chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen sollten Sie abklären, ob eventuell der zweite Halswirbel (Axis) eine Fehlstellung zeigt. Hier verlassen nämlich die Nerven, die die Nebenhöhlen innervieren, den Wirbelkanal. Dies sollten Sie unbedingt insbesondere in Betracht ziehen, wenn Sie zusätzlich auch unter chronischen Kopfschmerzen oder Migräne leiden.
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Bei chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen ist grundsätzlich der Fokus Darm und die Zähne als Störfeld mit zu betrachten.
Sonstiges

Kopfdampfbad: 1 Liter Wasser zum kochen bringen, 2-3 Tropfen Minzöl zugeben. Unter einem Frottiertuch das Gesicht in den aufsteigenden Dampf halten und diesen 10 Minuten einatmen.

Nachher stopfen Sie in beide Nasenlöcher einen in Kamillentee getunkten Wattebausch. Alle 30 Minuten auswechseln.

Trinken Sie viel heiße Flüssigkeiten (Tee), dies hilft, Verschleimungen zu lösen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 21.07.2011 aktualisiert.

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