Infektionen: Die Mikroben (Viren, Bakterien, Pilze) sind NICHT das wirkliche Problem.

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die weit verbreitete Ansicht bei Infektionen: "Ich habe mich angesteckt" ist im Grunde nicht wirklich zutreffend, denn: andere die sich auch "angesteckt" haben, werden nicht krank.

In unserer "modernen" Medizin gilt jedoch an erster Stelle die These von der Ansteckung und dass die Mikroben dafür verantwortlich seien.

In diesem Beitrag versuche ich im Wesentlichen zu zeigen, dass es bei fast allen Infektionserkrankungen darum geht, dass eigene Immunsystem so zu unterstützen, dass Mikroben keine Chance haben.

Aber nähern wir uns zuerst einmal dem, was die klassische Medizin zur Infektionstheorie beizutragen hat:

Infektion - eine Definition

Unter dem vielschichtigen Begriff "Infektion" oder "Infektionserkrankungen" wird eine Reihe von zum Teil sehr unterschiedlichen Erkrankungen zusammengefasst, die vor allem bei der Art der Krankheitsursache, nämlich der Ansteckung oder Infektion ( vom lateinischen Verb „inficio für „vergiften, versetzen, vermischen“) Gemeinsamkeiten aufweisen.

Typisch für eine Infektion ist das auf unterschiedliche Art mögliche Eindringen von Mikroorganismen in den Körper, die sich im Wirtskörper vermehren und als Krankheitserreger wirken.

Der menschliche Körper, insbesondere Haut, Schleimhäute und Darm, sind Lebensraum für eine unübersehbare, artenreiche Gruppe körpereigener Mikroorganismen, die zum Teil für die Körperfunktionen wichtige Aufgaben übernehmen. Neben dieser auch „Residentflora“ genannten Kleinstlebewesenwelt sind aber auch ständig Bakterien, Viren, Pilze, Würmer und andere Organismen im Körper vorhanden, die von außen eingedrungen sind und als so genannte „pathogene Mikroorganismen“ in der Lage sind, Krankheiten hervorzurufen. Allerdings ist die Wirksamkeit dieser Krankheitserreger verschieden stark ausgeprägt.

Jeden Tag verhindern unsere Abwehr-Mechanismen, insbesondere das menschliche Immunsystem den Ausbruch einer Krankheit durch Neutralisierung der "pathogenen Organismen". Nur ausnahmsweise kommt es zum Ausbruch von Symptomen. Wie gut ein Mensch eine Infektionserkrankung übersteht, hängt demzufolge von der Abwehrlage des körpereigenen Immunsystems ab. Ist die Abwehr geschwächt (z.B. bei Stress) können sich die Erreger häufig besser im Körper vermehren und ein schwereres Krankheitsbild hervorrufen.

Infektionen - Grafische Darstellung verschiedener Erreger

Körperabwehr

In Anbetracht der Vielzahl und Vielfalt der potenziellen Krankheitserreger ist unsere Körperabwehr ein hocheffektives Organ, das bis ins hohe Alter hervorragend funktionieren kann.

Schon eine ganze Reihe von unspezifischen Bollwerken hat die Natur gegen die Angreifer errichtet. Haut und Schleimhäute halten Mikroorganismen ab und können sie teilweise sogar abtöten. Dafür trägt die Haut einen Säureschutzmantel, der schwach antibiotisch wirkt. Viel stärker ist die hochkonzentrierte Magensäure, die unsere Nahrung fast sterilisiert. Auch die eiweiß- und fettspaltenden Verdauungs-Enzyme des Dünndarms zählen zu diesem allgemeinen „Desinfektions-System“, weil sie die Zellmembranen und Proteine von Bakterien auflösen. Das Flimmerepithel der Bronchien befördert Mikroben nach außen.

Im Mund und sogar in den Augen kommt das Enzym Lysozym vor, das auf demselben Prinzip beruht. Mit dem Harn werden unerwünschte eingedrungene Zellen unschädlich gemacht, indem sie ausgespült werden, falls sie nicht schon vorher der hohen Salzkonzentration des Harnes zum Opfer gefallen sind. Die Blutplättchen (Thrombozyten) bewerkstelligen die Blutgerinnung und den Wundverschluss und halten so Eindringlinge vom Blutkreislauf fern. „Unspezifisch“ nennen Mediziner auch die Aktivität einiger Fresszellen. Sie zählen zu den weißen Blutkörperchen und können „von Geburt an“ gefährliche Kieme erkennen und verschlingen. Unsere Stammesgeschichte hat ihnen diese Fähigkeiten verliehen und uns ins Erbgut gelegt. 
Andere weiße Blutkörperchen (Leukozyten) gehören zur spezifischen Körperabwehr. Gebildet werden sie im Knochenmark und reifen in den lymphatischen Organen heran.

Einige lernen dort neue Erreger zu erkennen oder ihre Eigenart im Gedächtnis zu behalten. Dann werden bei erneuten Infektionen sofort die spezifischen Antikörper ausgeschüttet, mit deren Hilfe sie die gefährlichen Keime ohne Verzögerung angreifen können. Wenn diese Immunglobuline auf Fremdzellen oder Toxinen haften, werden sie von Makrophagen eliminiert. Diese, in kurzen Worten dargestellte, Arbeit des spezifischen Immunsystems, ist in ihren Einzelheiten eine hochkomplexe Maschinerie mit einer erstaunlichen Fähigkeit zu Neu- und Weiterentwicklungen.  

Infektionsquellen

Eine Infektion setzt nach schulmedizinischer Vorstellung stets eine "Infektionsquelle" voraus. Darunter wird der Ursprungsort der Krankheitserreger verstanden, der entweder außerhalb des Körpers liegt („exogene Infektion“) oder von einem Organ innerhalb des Körpers auf ein anderes übertragen wird („endogene Infektion“). Häufige exogene Infektionsquellen sind Kot, Eiter oder verwesendes Fleisch. Bekannt ist auch die "Tröpfcheninfektion" von Mensch zu Mensch. Oft werden Krankheitserreger über die Körperflüssigkeiten von Tieren direkt, oder auch indirekt über den Genuss entsprechender Tierprodukte (Fleisch, Eier, Milch), auf den Menschen übertragen.

Die häufigsten sind die Tröpfcheninfektion (Übertragung auf dem Luftweg, z.B. durch Anniesen), Schmierinfektionen (z.B. fäkal-oral bei unzureichender Händehygiene) oder Infektionen, die durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten (z.B sexuell übertragbare Krankheiten) übertragen werden.

Bestimmte pathogene Mikroorganismen sind in der Erde oder auf Pflanzen vorhanden und geraten bei einem Kontakt auch ohne Zwischenwirt in den menschlichen Körper. Gute Aufnahmeschnittstellen sind insbesondere der Mund-Rachen-Raum und dei Vagina. Aber auch kleine Verletzungen sowie Injektionen mit unsauberen Nadeln erleichtern den Krankheitserregern das Eindringen in den Körper.

Die Infektionserkrankungen können ferner nach ihrer Verortung eingeteilt werden. Bei den lokalen Infektionen sind nur Teile des Körpers, insbesondere im Bereich der Eintrittsstelle sowie an einzelnen Organen, betroffen (Diphtherie, Wundstarrkrampf). Bei der generalisierten Infektion ist dagegen der gesamte Körper betroffen (Blutvergiftung).

Inkubationszeit

Bei fast allen Infektionen verstreicht eine gewisse Zeit zwischen Infektion und Krankheitsausbruch. Diese „Inkubationszeit“ genannte Zeitspanne kann bei einigen Krankheiten wenige Stunden, bei anderen Infekten aber auch einige Wochen dauern.

Sonderformen der Infektion sind die Superinfektion, bei der eine bereits bestehende Infektion die Ursache für die Ansteckung ist, und die Reinfektion (Wiederansteckung durch gleiche Erreger bei Schwächung des Immunsystems).

Verlauf von Infektionen

Je nach Erreger kann jede Infektionserkrankung einen eigenen Zeitverlauf (z.B. subakut, akut, chronisch) und ein eigenes Symptomspektrum (z.B. kaum bemerkbar oder tödlich) mit Befall unterschiedlicher Körperregionen (z.B. lokal auf der Haut, im gesamten Körper als Blutvergiftung = Sepsis) haben.

Beim schwereren Verlauf einer Infektionserkrankung kommt es zu einer typischen Körperreaktion (Fieber, Abgeschlagenheit und Ruhebedürfnis, erhöhte Puls- und Atemfrequenz, Durst). Eine lokal begrenzte Infektion geht meist nur mit einer lokalen Entzündungsreaktion einher (Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, z.B. bei einem Hautfurunkel).

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Diagnose

Die Diagnose von Infektionskrankheiten gestaltet sich wegen der häufig unklaren Symptomatik oft schwierig .

Wegen der Gefährlichkeit der Infektionskrankheiten für die Gesundheit der Bevölkerung hat der Gesetzgeber im Infektionsschutzgesetz vorgeschrieben, dass bestimmte Infektionskrankheiten, insbesondere Geschlechtskrankheiten, meldepflichtig sind.

Naturheilkundliche Betrachtungen

Die weit verbreitete Ansicht: "Ich habe mich angesteckt" ist im Grunde nicht zutreffend, beziehungsweise realtiv ungenau. Wenn Sie sich mit einem Erreger infiziert haben (was Sie sowieso dauernd tun), kommt es auf Ihr Immunsystem an, ob Sie überhaupt Symptome produzieren (wie weiter oben bereits erwähnt).

Der Ansatz einer naturheilkundlichen (und auch ganzheitlichen) Therapie ist also nicht die Vernichtung des Erregers mittels eines Medikaments, sondern die Aktivierung des Immunsystems, sodass dieser spielend mit jedem Erreger fertig wird. Mehr dazu unter dem Stichwort: Abwehrschwäche

Als vorbeugende Maßnahme bietet die Schulmedizin gegen einige Erreger von Infektionserkrankungen das Impfen an, die vor dem eigentlichen Erregerkontakt das Immunsystem in eine gezielte Abwehrlage versetzen (z.B. Masern und Rötelnimpfung, Hepatitis A- und Hepatitis B-Impfung, jährliche Grippeschutzimpfung gegen Influenzaviren). Lesen Sie hierzu auch meinen Beitrag zu den Impfungen.

Zu den häufigsten Infektionserkrankungen in unseren Breiten zählen:

Seltener kommt es zu einer Hirnhautentzündung (=Meningitis, ausgelöst durch Meningokokken), zu Syphillis (Geschlechtskrankheit hervorgerufen durch Treponema pallidum), zu AIDS (Immunschwächeerkrankung, die (vermeintlich)durch das HI-Virus hervorgerufen wird), zur echten Grippe (Influenza-Viren), zu Masern und Röteln (Kinderkrankheiten, übertragen durch Viren) oder zu Scharlach (Erkrankung des Kindesalters durch Streptokokkeninfektion). Zu nennen ist auch die Borreliose über deren Diagnose, Vorkommen und Therapie sich die Gelehrten noch streiten.

Es gibt noch zahlreiche weitere Infektionserkrankungen, die sich in ihrer Verbreitung und der Häufigkeit ihres Auftretens unterscheiden.

Einige Infektionserkrankungen kommen in unseren Breiten nur in Einzelfällen oder gar nicht vor (z.B. Malaria, SARS, Hantaan-Viren-Infektionen, Ebola-Viren-Infektionen).

In diesem Zusammenhang weise ich auch noch einmal auf die Problematik der sogenannten zellwandfreien Bakterien hin, die zum Beispiel in Folge einer Antibiotika Therapie entstehen können: Zellwandfreie Bakterien (CWD) – Die unbekannte Ursache vieler Krankheiten? Dieses Phänomen wird von der Schulmedizin weitgehend ignoriert und meines Wissens nicht ernsthaft untersucht. Für mich ein Rätsel...

Störungen des Immunsystems

Eine Reihe von Krankheiten ist mit verminderter oder gestörter Bildung der Leukozyten verbunden, wodurch die Abwehr lebensgefährlich beeinträchtigt ist. Einige seltene Erbkrankheiten führen zu Funktions-Einschränkungen des Knochenmarks (Di-George-Syndrom, Wiskott-Aldrich-Syndrom, Progressive Septische Granulomatose). In den Markknochen ist der Entstehungsort der weißen Blutkörperchen beheimatet, der auch durch maligne Entartungen praktisch wirkungslos werden kann (Leukämie). In diesen Fällen kann nur eine Knochenmarks-Transplantation helfen. Krebs in den lymphatischen Organen ist ebenfalls mit einer Schwäche der Körperabwehr verbunden, weil hier die Reifung wichtiger Immun-Zellen erfolgt.

Infektiöse Erreger sind dann besonders problematisch, wenn sie Strukturen des Immun-Systems selber angreifen. Dazu zählen die HI-Viren, die AIDS (Acquired Immune Defiecency Syndrome) auslösen, heute aber medikamentös unterdrückt werden können. Das Zytomegalie-Virus (CMV) kann die Abwehrkräfte sogar erst stärken, im weiteren Verlauf aber dann erheblich herabsetzen. Auch Mykosen greifen das Immun-System an, besonders die Infektion mit Candida albicans.

Lang ist die Liste der Autoimmun-Krankheiten. In deren Verlauf greift die Körperabwehr die Körperzellen und ganze Organe an. Viele rheumatische Erkrankungen zählen dazu und einige Darmstörungen wie Morbus-Crohn und Zöliakie. Betroffen sein können auch Hormondrüsen wie die Schilddrüse, dann sind Stoffwechselstörungen die Folge (Hashimoto thyreoiditis, Morbus Basedow). Wahrscheinlich ist auch Multiple Sklerose eine Autoimmun-Krankheit. Wie es zu diesen fehlgeleiteten Reaktionen kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Vermutlich spielen die genetische Disposition, aber auch Umweltfaktoren eine Rolle. Vielleicht müssen auch beide Auslöser zusammenwirken.

Umwelteinflüsse werden auch für die zunehmenden Allergien verantwortlich gemacht. Diese Überreaktion des Immunsystems erfolgt auf den Kontakt mit nicht-infektiösen Substanzen hin. Meistens sind dies Naturstoffe, aber auch Chemikalien wie Medikamente. Die Symptome zeigen sich überwiegend an Haut und Schleimhäuten und im äußersten Fall kann es auch zu einem lebensbedrohlichen Schock kommen. Allergien können innerhalb von Sekunden zur Reaktion führen (Sofort-Typ, Typ I) oder nach einigen Stunden erst auftreten (Zytotoxischer Typ, Typ II und der Immunkomplex-Typ, Typ III) oder auch erst nach einigen Tagen (Spät-Typ, Typ IV).

Das Immunsystem steht wie alle Organe unter der Kontrolle des Zentralnervensystems. Daher können auch psychische Faktoren die Funktionstüchtigkeit der Abwehr erhöhen oder senken. Menschen mit Depressionen sind daher meistens anfälliger für Infektions-Krankheiten als ausgeglichene oder sehr glückliche Personen. Sozialer und physikalischer Stress kann die Fähigkeit der Körperabwehr  gleichermaßen herabsetzen. Auch Medikamente dämpfen die Tätigkeit des kaum wahrgenommenen Organ-Systems. Besonders schwerwiegend wirkt sich eine Chemotherapie aus, weil sie Zellteilungen unterdrückt. Zu häufige Antibiotika-Gaben lassen das Immunsystem erlahmen und machen den Organismus immer anfälliger für weitere Infektionen. Bekannt ist auch die negative Wirkung der Betablocker auf die Körperabwehr, weil die Medikamente die Melatonin-Produktion senken.   

Der ganze Lebensstil beeinflusst die Aktivität des Immunsystems. Sport und Ernährung sind wichtig, so sind bekanntermaßen Vitamine und Spurenelemente essentielle Faktoren für die Arbeit der körpereigenen Abwehr. Genussgifte wie Alkohol und Nikotin schwächen sie. Hingegen muss das Immunsystem, wie andere Organe auch, ständig gefordert, „trainiert“ werden. Wer zu wenig Kontakt mit Mikroben hat, ist durch eine träge gewordene Abwehr ebenfalls gefährdet.         

Weitere Themen im Zusammenhang mit Infektionen: Abszesse - Adnexitis - Angina - Antibiotika- Antibiotikaresistenz - Aphten - Arthritis - Bronchitis - Durchfall- Entzündungen - Erkältung - Furunkel - geschwollene Lymphknoten -Grippe - Gürtelrose -Halsschmerzen - Husten- Kehlkopfentzündung - Kopfläuse - Knochenhautentzündung - Mundschleimhautentzündung - Mittelohrentzündung - Mykosen - Nagelbettentzündung - Nervenentzündung - Scheidenpilze - Virusinfektion

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Infektionen natürlich behandeln: Naturheilkunde, Naturheilverfahren, Alternative Medizin

Ernährung

Bei Infektionen sollten Sie grundsätzlich Ihre Ernährung umstellen. Verzichten Sie auf Weißmehl, Gebäck, Kuchen, Süßigkeiten (Zucker) und vor allem Schweinefleisch und auf Milch. Bei akuten Infektionen bietet sich auch immer eine Art "Teilfasten" an.

Empfehlenswert ist hier das Konzept des Intermittierenden Fastens.

Sie können auch beispielsweise bis mittags nur Obst und zum Mittagessen eine selbstgekochte Gemüsebrühe verzehren.
Als Brotaufstrich empfehle ich gerne den Meerettich-Honig.

Alle Gemüse- und Obstsorten mit hohem Anteil an Carotinoiden sind sinnvoll, es sind dies die meisten gelben oder rötlichen Früchte und sonstige Pflanzenteile. Optimal weil frisch sind diese Lebensmittel in rohem Zustand. Alle industriell verarbeiteten Produkte haben geringere Vitamin-Gehalte und außerdem störende Zusatzstoffe.

Die essentiellen Omega-3-Fettsäuren müssen ausreichend zugeführt werden. Empfohlen sei hier Fisch und Krill-Öl, Leinöl, Kokosöl und Olivenöl.

Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sorgt für gute Durchblutung. So gelangen die Wirkstoffe und Wirkzellen des Immunsystems in alle Winkel des Körpers. Zusätzlich sorgt die Filtrierung über die Niere zur Ausspülung von Giftstoffen und Keimen aus der Blase.

Flüssigkeit und Mineralstoffe regulieren auch den Säure-Base-Haushalt und verhindern eine Übersäuerung. Auch das trägt zur optimalen Funktion des Immunsystems bei. 

Orthomolekular-Medizin

Immunsystem und Immunstärkung durch Vitalstoffe schreibe ich mehr dazu.

In Frage kommen: Vitamin C, Vitamin DVitamin E, Vitamin B6Alpha-Liponsäure oder Beta-Glucan.

Zink ist ein Cofaktor im katalytischen Zentrum vieler Enzyme, die auch für die Arbeit des Immunsystems unerlässlich sind. Eine Supplementierung kann sinnvoll sein. 

Alpha-Liponsäure oder Beta-Glucan stärken das Immunsystem ebenfalls.

Transferfaktoren sind Proteine, die im Immunsystem wichtige Funktionen haben. Sie scheinen die Identifikation von gefährlichen Keimen zu erleichtern. Gewonnen werden die Eiweiße aus tierischen Produkten. Voraussetzung ist, dass die Tiere selbst eine bestimmte Infektion hatten, die dann mit den Tranferfaktoren beim Menschen bekämpft werden kann.

Die Aminosäuren Cystein und Theanin stärken die Immunfunktion und die Synthese von Glutathion.

weitere Artikel:
Der Einfluss von Vitamin C auf das Immunsystem; Dr. Th. Matschurat beschreibt in der Fachzeitschrift “Naturheilpraxis” eine Reihe von Fakten, die die Wirkung von Vitamin C auf das Immunsystem.

Im akuten Zustand einer Infektion helfen Ozonide. Diese Präparate aus der Rizol-Therapie setzen im Organismus Sauerstoff frei und bekämpfen so Erreger, die gegen das Atmosphären-Gas hochempfindlich sind. 

Heilpflanzen

Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor.

Helmkraut
Arnika (Arnica montana)
Lebensbaum (Thuja occidentalis)
Benediktenkraut (Cnicus benedictus)
Huflattich (Tussilago farfara)
Mistel (Viscum album)
Blasentang (Fucus vesiculosus)
Oleander (Nerium oleander)
Brennessel (Urtica dioica)
Walnussblätter (Juglans regia)
Eichenrinde (Quercus spec.)
Kapuzinerkresse (Tropaeolum spec.)
Kamille (Matricaria chamomilla)
Löwenzahn (Taraxacum Spec.)
Französische Strandkiefer (Pycnogenol aus Pinus pinaster)
Ringelblume (Calendula officinalis)
Holunderblüten (Sambucus niger)
Echinacea (E. angustifolia, E. purpurea)
Sägepalme (Sabal serrulata)
Engelwurz, Ostasiatische (Angelica acutiloba)
Fenchel (Foeniculum vulgare)
Eberraute (Artemisia abrotanum)
Eibisch (Althaea officinalis)
Schachtelhalm (Equisetum spec.)
Schafgarbe (Achillea millefolium)
Süßholz (Glyzyrrhiza glabra)
Eleutherokokkus (Acanthopanax senticosus)
Tragant, Gelber (Astragalus mongolicus)
Ginseng (Panax ginseng)
Wasserdost (Eupatorium cannabinum)
Indigo, Wilder (Baptisia tinctoria)
Zimt (Cinnamomum cassia)
Kraut der Unsterblichkeit (Jiaogulan)
Noni-Saft

Mischungen aus einer Auswahl dieser Heilkräuter sind in den Urtinkturen enthalten.

Besonders zu empfehlen ist Wasserlinsen-Extrakt aus der Hildegard-Apotheke. Die Heilkräuter-Kombination enthält neben Wasserlinse noch viele weitere Zutaten wie Fenchel, Ingwer, Salbei und Zimt.

Reishi (ist zwar keine Pflanze, sondern ein Pilz) kann mit den enthaltenen Polysacchariden das Immunsystem unterstützen.

Anthroposophische Medizin  Kräftigend auf das Immunsystem wirken einige homöopathische Präparate auf der Basis von Echinacea, Thymian, Meteor- und Roseneisen sowie Rindermilz.
Eng angelehnt an diese Methodik sind die Schüssler Salze, die für das Immunsystem mineralische Präparate auf der Grundlage von Eisen, Magnesium und Kalium bieten.  
 
Darmsanierung  Eine Darmreinigung mit anschließendem Aufbau der Darmflora durch geeigneten Probiotika unterstützt das darmeigene Immunsystem, das den größten Teil des Gesamt-Organs stellt. Ein gesundes Mikrobiom verhindert oder mildert auch Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.  
Mehr dazu im Beitrag Übersäuerung.
Zahnstörfeld

Lassen Sie sich von einem dafür ausgebildeten Zahnarzt auf Infektionen an Zähnen, tote Zähne (Zähne mit Wurzelfüllungen), sowie auf Zahnherde (Granulome und Zysten) untersuchen.
Auch Amalgam - Füllungen können problematisch sein.

Sonstiges

Schlafqualität: Schlafen Sie so dunkel wie möglich. Vermeiden Sie jegliche Lichtquelle. Dies hängt mit dem Schlafhormon Melatonin zusammen. Melatonin induziert die Tiefschlafphase. Diese wiederum führt zu einer vermehrten Synthese an Somatropin. Ein Mangel an Melatonin hat über die Störung der Tiefschlafphase eine verringerte Somatropinsynthese zur Folge, die wiederum ihre eigenen Symptome mit sich bringt. Zu wenig Somatropin (aufgrund verminderten Melatonins) geht einher mit einem erhöhten Anteil an Körperfett (Übergewicht durch Schlafmangel?), weniger Muskelmasse, reduzierte Knochendichte (Osteoporose), ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, weniger Lebensqualität, höhere Anfälligkeit für Infektionen und andere Erkrankungen.

Wechselbäder kräftigen das Immunsystem. Sie können auch nach dem Heißduschen kurz mit kaltem Wasser nachduschen. Eine gute Wirkung haben auch Saunabesuche, dabei sollte unbedingt die „Abschreckung“ in kaltem Wasser oder im Schnee erfolgen!
Halten Sie sich nicht in überheizten Räumen auf und ziehen Sie sich nicht zu dick an. Zugige Räume sind ungünstig, hingegen ist bei ausreichender Bewegung im Freien der kühle Wind wohltuend. Im verschwitzten Zustand sollten Sie sich nach dem Duschen schnell abtrocknen, weil die Zugluft bei körperlicher Ruhe zu Erkältungen führen kann.

Klimaanlgen geben dem Körper unnatürliche Signale, worauf er falsch reagiert. Die Wärme-Regulation ist gestört. Sie können diese ungünstigen Einflüsse reduzieren, wenn sie beispielsweise die Klimaanlage Ihres Autos zuerst herunterkühlen und erst dann einsteigen.

Regelmäßiger genügender Schlaf fördert die Ausschüttung von Melatonin. Das Hormon stärkt auch das Immunsystem.
Bekämpfen Sie bei einer Erkältung nicht gleich jedes Symptom mit einem Medikament. Husten, Schnupfen und Fieber sind Abwehr-Reaktionen des Körpers. Sie sollten diese nicht unterdrücken!

 

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 07.09.2018 aktualisiert.