Wie Sie Ihre Abwehrkräfte steigern und das Immunsystem stärken

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Lösen Sie sich von dem Irrglauben, dass die Ursache für Krankheiten nur Viren oder Bakterien seien. In diesem Beitrag geht es nämlich vor allem darum, wie Sie Ihr Immunsystem so ankurbeln, dass Sie widerstandsfähiger werden - auch gegen Mikroben. Solange die Abwehrkräfte gut funktionieren, sind nämlich die meisten Erreger ungefährlich.

Unsere Schulmedizin ist unter anderem deshalb in der Sackgasse, weil sie zum größten Teil immer noch von den falschen Grundlagen ausgeht.

Die „Keimtheorie“ spielt dabei immer noch eine wesentliche Rolle. Der Keimtheorie zufolge werden viele Krankheiten durch Bakterien oder Viren verursacht.

Man „steckt sich also an“ und wird krank. Gegen den Erreger wird dann mittels Medikamenten vorgegangen. Diesem Denkmodell zufolge ist Krankheit eine Art „Schicksal“ – schließlich „kann man ja nichts dafür“, dass man sich „angesteckt“ hat.

Diese Denkweise ist eine Sackgasse und einer der größten Irrtümer unserer heutigen Medizin. Zwar sind Bakterien und Viren an vielen Krankheiten beteiligt, die Ursache ist aber woanders zu suchen: in einem schlechten Immunsystem.

Wissenschaftler und Experten wissen heute längst, dass in unserem Körper pfundweise Bakterien existieren. Diese Bakterien helfen uns unter anderem bei der Verdauung, oder aber sie sind das Resultat oder Auslöser einer Krankheit – nicht jedoch die eigentliche Ursache.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum nicht alle Mitglieder einer Familie oder einer Firma eine Erkältung bekommen, obwohl sich sicherlich fast alle angesteckt haben müssten? Ist das nur Glück und Zufall? Der Ansteckungstheorie zufolge müssten alle Hausärzte bei einer Erkältungswelle ebenfalls krank sein, denn die haben die Kranken mit der Infektion ja jeden Tag um sich. Tatsächlich kommen die meisten erfahrenen Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger (oder auch Lehrerinnen und Erzieherinnen, die täglich mit mehr oder weniger kranken Kindern zu tun haben) aber sehr gut damit klar, ständig Kranken und ihren Erregern ausgesetzt zu sein.

Der Schlüssel ist unser eigenes Immunsystem. Wenn Ihr Immunsystem „auf Zack“ ist, haben Infektionen (egal ob mit Viren oder Bakterien) keine Chance. Der Körper wehrt die Erreger dann einfach ab, lässt sie gar nicht erst in den Körper vordringen oder macht sie unschädlich, damit sie keine Krankheiten verursachen können. Dann kann Ihnen auch die Erkältungs- oder Grippewelle nichts anhaben. Das Schöne dabei ist: Wir können viel tun, um unser Immunsystem zu verbessern und uns so gesund (oder doch wenigstens gesünder) zu halten. Wir sind den Erregern nicht hilflos und schicksalshaft ausgeliefert. Doch dazu müssen wir erst einmal wissen, womit wir es eigentlich zu tun haben.

Das Immunsystem ist ein komplexes Gebilde aus verschiedenen Strukturen. Ein geschwächtes Immunsystem kann von unserer Lebensweise abhängen, es wird aber auch durch verschiedene Krankheiten begünstigt.

Komplexer Schutzmechanismus: unser Immunsystem

Wie ich bereits oben andeutete: Das menschliche Immunsystem dient der Abwehr vieler als schädlich für den Organismus  eingestufter Substanzen (= Antigene).

Dieser Abwehrmechanismus basiert dabei auf einem Zusammenspiel verschiedener Strukturen und bereits bei der Geburt ausgeprägten Schutzmechanismen.

Zu diesen Schutzmechanismen zählen unter anderem:

  • spezielle Enzyme,
  • die Haut,
  • Säuren (zum Beispiel im Magen),
  • die pH-Wert-Regulation,
  • Flimmerhärchen (zum Beispiel im Respirationstrakt) sowie
  • die verschiedenen Sekrete und Ausscheidungen (zum Beispiel Speichel, Harnsäure oder Schweiß).

Die spezielle Immunabwehr geht auf die Anwesenheit von Thrombozyten (Blutplättchen), Leukozyten (weißen Blutkörperchen) und Proteinen zurück. Für die Ausprägung verantwortlich sind die Milz, der Thymus (ein Organ im Lymphsystem), das Knochenmark sowie das gesamte lymphatische System.

Um beispielhaft zu zeigen, wie wunderbar unser Immunsystem an die Abwehr von Krankheitserregern angepasst ist, hier ein erst kürzlich entdeckter Mechanismus: In der Milz befinden sich einige ganz spezifische Fresszellen, die eindringende Viren nicht wie üblich durch die Bildung der Substanz Interferon an der Vermehrung hindern, sondern diese sogar absichtlich herbeiführen, also quasi anlocken. Obwohl dies auf den ersten Blick völlig paradox wirkt, scheint es doch nötig zu sein, um effektiv gegen die Erreger vorzugehen. Denn nur dann, wenn eine ausreichende Menge der Viren in der Milz vorhanden ist, entwickelt sich die erworbene Immunantwort auf die jeweiligen Erreger in optimalen Maßen. Der Körper lernt auf diese Weise, gegen bestimmte Erreger vorzugehen und ist beim nächsten Auftreten deutlich schneller in der Abwehr. Auf diesem Effekt beruht die Tatsache, dass man an vielen Krankheiten nur einmal im Leben erkrankt.

Dabei müssen Sie auch keine Angst haben, die so vermehrten Viren könnten eine gefährliche Erkrankung auslösen. Denn die Milz ist wie eine Zwiebel in vielen verschiedenen Schichten aufgebaut. Viren, die sich in den Fresszellen im Innern des lymphatischen Organs vermehren, werden sofort von den anderen Abwehrzellen unschädlich gemacht, bevor sie die äußere Schicht erreichen können (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22101728). Geschickt, oder? ? Und das ist nur eine von vielen raffinierten Taktiken des Abwehrsystems!

Was viele nicht wissen: Der Großteil des Immunsystems liegt im Darm, genauer gesagt in der Darmschleimhaut und der sie überziehenden Darmflora. Die dort ansässigen Mikroorganismen sorgen dafür, dass sich Krankheitserreger nicht ausbreiten können.

Nicht immer funktioniert das Immunsystem jedoch optimal. Durch eine Schwächung des Immunsystems können Bakterien, Viren oder andere schädigende Stoffe leichter in den Körper eindringen und diesen angreifen (krank machen). Ständig wiederkehrende grippale Infekte, Blasenentzündungen, Herpesbläschen und andere Infektionen sind die Folge.

Die Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem sind vielfältig und lassen sich nicht immer auf eine Krankheit zurückführen. Aber einige treten als deren Folge auf.

Medizinische Gründe für ein geschwächtes Immunsystem

Auslöser für viele Immundefizite sind versteckte Allergien, vor allem "versteckte" Allergien. Eigentlich harmlose Substanzen oder auch Verbindungen (zum Beispiel Blütenpollen, Nahrungsbestandteile, Nüsse, Seife, Latex) führen zu einer Folge von Immunreaktionen, die den Körper schwächen und zu den typischen Symptomen wie Niesen, Husten oder tränenden Augen führen. Bei chronischer Ausprägung entstehen daneben auch viele Störungen, die auf den ersten Blick nicht als Allergie erkannt werden.

Autoimmunerkrankungen sind gekennzeichnet durch Abwehrreaktionen gegen körpereigene Strukturen. Hier kommen die als gefährlich erkannten Substanzen also nicht von außen, sondern finden sich im Inneren des Körpers. Der Körper greift also sich selbst an und zerstört dabei oft wichtige Strukturen. Neben einer genetischen Prädisposition vermutet man in vielen Fällen auch eine Prägung durch Umwelteinflüsse, wodurch verschiedene Erkrankungen mit hierfür typischen Symptomen entstehen (zum Beispiel das Goodpasture-Syndrom, chronische Gastritis oder das Sjögren-Syndrom). Zu den Autoimmunerkrankungen werden von einigen Immunologen übrigens auch Krankheiten wie die Fibromyalgie, Multiple Sklerose oder die rheumatoide Arthritis gezählt.

Erbliche Immundefekte (SCID) führen zu einer Zerstörung der Abwehrzellen und schwächen so das Immunsystem bereits in der Kindheit. Um lebensbedrohliche Folgen zu vermeiden, kann aus meiner Sicht eigentlich nur eine Knochenmarktransplantation als Therapie der Wahl dienen. Es kommt aber natürlich genau darauf an, WELCHER Defekt vorliegt.

Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs) betrifft das gesamte lymphatische System. Der Tumor breitet sich über Milz, Leber und Lymphbahnen aus und führt neben den klassischen Symptomen einer Krebserkrankung auch zu einer Schwächung des Immunsystems (die an der Immunreaktion beteiligten B-Lymphozyten entarten).
Andere Erkrankungen des lymphatischen Systems können zu einem Verlust von T-Lymphozyten führen. Diese sind normalerweise eine Art Gedächtnis und speichern bei Kontakt mit einem Antigen diesen ab. Bei Verlust der Funktion gilt jeder erneute Kontakt als Primärangriff und wird vom Körper auch so behandelt.

AIDS (Acquired Immune Defiecency Syndrome) - vor Ausbruch der Symptome auch HIV: gilt als schwerste Erkrankung des Immunsystems. Hierbei werden die an der Abwehrreaktion beteiligten Strukturen und Zellen langsam vernichtet, sodass bereits kleinste Infekte für den Organismus lebensbedrohlich werden können. Anmerkung: Es gibt Bücher und Berichte im Internet, dass das Virus gar nicht existiere und es auch keine Bilder gäbe. Zwei mir persönlich bekannte Immunologen und Labormediziner versichern, die elektronenmikroskopischen Aufnahmen selbst gesehen zu haben. Diese Ideen kann man also getrost in den Bereich der Verschwörungstheorien schieben.

Auch Veränderungen des Blutbildes (zum Beispiel ein Eisenmangel oder eine Thrombozytopenie) zeigen negative Auswirkungen auf die zelluläre Abwehr.

Ebenso gibt es Hinweise darauf, dass der Befall mit dem Zytomegalievirus (CMV) bei alten Menschen die Wirkung des Immunsystems herabsetzt. Viele Erwachsene sind mit dem Virus infiziert, ohne irgendwelche Symptome zu zeigen.

Denn dieses spezifische Herpes-Virus führt nur bei einer bereits geschwächten Immunabwehr zu einer Erkrankung, der Zytomegalie. Bei allen anderen Personen regen die Viren das Immunsystem hingegen sogar an, da dieses immer damit beschäftigt ist, sie in Schach zu halten. Hierdurch kann die Körperabwehr auch rascher auf andere Eindringlinge reagieren. Doch diese ständige Aktivierung des Immunsystems scheint dieses im Laufe der Jahre abzunutzen, sodass die Träger von CMV im Alter ein vergleichsweise schwaches Abwehrsystem aufweisen. Das Immunsystem altert gewissermaßen schneller als bei anderen Menschen (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22916012).

Auch Pilzerkrankungen (zum Beispiel ein Befall mit Candida Albicans) können zu einer Immunschwäche führen.

Neben vielen weiteren Ursachen und Erkrankungen gilt auch der Allgemeinzustand des Menschen als Auslöser für Immundefekte:

Es zeigt sich eine höhere Anfälligkeit bei Unterernährung oder auch bei Fehlernährung (keine Vitamine, keine Spurenelemente, nicht abwechslungsreich, dafür fett- und zuckerhaltig sowie einseitig). Wer sich in erster Linie von Fast Food ernährt, tut seinem Immunsystem nichts Gutes.

Bewegungsmangel (zum Beispiel bei bettlägerigen oder sehr übergewichtigen Menschen) oder ein Verzicht auf Sport, eine Meidung von frischer Luft sowie die dauerhafte Isolation in einer "reinen" Umgebung wirken sich ebenfalls auf das Immunsystem aus. Hierbei tritt zum Teil der Effekt ein, dass sich das Abwehrsystem durch Mangel an Keimen und Bakterien unzureichend ausbildet und bereits ein kurzer Kontakt mit untypischen Substanzen den Organismus schwächen kann.

Ein weiterer schädigender Faktor ist der dauerhafte Nikotingenuss (Rauchen). Rauchen zerstört unter anderem die Flimmerhärchen.

Alkoholmissbrauch hat einen schädigenden Einfluss auf viele Organe und Strukturen, auch auf das Immunsystem.

Einige Medikamente können das Immunsystem herabsetzen. Manchmal (zum Beispiel bei einer Chemotherapie oder bei Kortison-Behandlungen) ist das beabsichtigt, in anderen Fällen, zum Beispiel bei Antibiotika, eine fatale Nebenwirkung.

Ebenso negativ wirkt sich Stress (negativer Stress) auf das Immunsystem aus und kann auch in ein sogenanntes Burn-Out-Syndrom münden.

Nicht zu vergessen sind auch Depressionen und chronischer Schlafmangel als Auslöser für ein schwaches Immunsystem.

Weitere verwandte Themen:

Allergie - Aphten - Autoimmunerkrankungen - Chemotherapie - chronische Erkrankungen - Erschöpfung - Entzündungen - freie Radikale - Grippe - Krebsleiden - Lymphatismus bei Kindern - Müdigkeit - Pfeiffersches Drüsenfieber - Rekonvaleszenz - Schwermetallbelastung - Stressabbau - Übersäuerung - Viruserkrankung - Zahnstörfelder

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und alternativmedizinische Therapieverfahren, die zur Stärkung der Abwehrkräfte infrage kommen.

Generell einige Tipps, die Sie zum Teil sicher schon kennen:

Zunächst einmal kann man die Reaktionsweisen seiner Haut trainieren, sodass sie sich gut auf veränderte Außentemperaturen einstellen kann: Warme Duschen und Bäder schließen mit kurzem kalten Nachduschen ab, und man sollte die nackte Haut auch regelmäßig frischer Luft aussetzen.

Wohltemperierte Saunagänge stärken die Abwehr ebenfalls. Abkühlungen in kaltem Wasser oder Schnee helfen dem Körper, die Fähigkeit der Temperaturregelung zu verbessern.

Auch jeder, der sich zu warm bekleidet in geheizten Räumlichkeiten aufhält, läuft Gefahr, sich zu erkälten. Viren lieben Hitzestaus und vermehren sich begeistert. Frieren sollte man allerdings auch nicht. Bei der Wärmeregulierung des Körpers sollte man seinem Bauchgefühl nachspüren.

Der ständige Einsatz von Klimaanlagen verfälscht diese Wahrnehmung: Im aufgeheizten Auto sollte die Anlage nicht zu kalt eingestellt werden. Während das Auto von außen noch Hitze abgibt, signalisiert die Innenkühlung der Haut, ihre Wärmeabgabe einzuschränken, Hitzestau ist die Folge. Also: Erst das Auto herunterkühlen, dann bei mäßigen Temperaturen einsteigen. Alternativ die Klimaanlage nur langsam herunterregeln. Filter von Klimaanlagen in Gebäuden sind überdies häufig mit Bakterien, Pilzen und Staub verunreinigt.

Hat man nach dem Sport geschwitzt, sollte man direkt duschen und sich umkleiden. Sobald der Körper zur Ruhe kommt und abkühlt, muss die Haut getrocknet werden. Durchzug in Räumen ist ähnlich gefährlich, Wind im Freien in Kombination mit Bewegung dagegen so gut wie gar nicht.

Nicht zu unterschätzen: Gesunder und ausreichender Schlaf, wenigsten sieben Stunden pro Nacht, um das Immunsystem zu regenerieren. Ist eine Infektion eingetreten, sorgt intensives Schlafen für eine beschleunigte Gesundung. Im Zusammenhang mit dem Schlafmangel muss auch die Schlafqualität betrachtet werden, die ich eben nur als "gesunden" Schlaf bezeichnet habe. Sie sollten morgens erholt und ausgeschlafen aufwachen. Es gibt aber auch genügend Medikamente, die die Qualität des Schlafs beeinträchtigen: Betablocker stören die Melatoninsynthese. Melatonin stellt einen Schutz vor Immunschwäche dar und Betablocker unterlaufen diesen Schutz, indem die nächtliche Melatoninproduktion blockiert wird.

Achtung: Es macht beim Aufbau eines gesunden Immunsystems aus meiner Sicht keinen Sinn, nur auf eine Substanz, eine Methode oder ein Mittel zu setzen. Die Mischung macht's!

Anthroposophische Medizin

Verschiedene Mittel, die zum Stärken des Immunsystems infrage kommen:

Echinacea (Wa,We)
Ferrum rosatum/Graphites (We)
Levico (We)
Lien comp. (Wa)
Meteoreisen (Wa)
Roseneisen/Graphit (Wa)
 Thymus/Mercurius (Wa)

Ernährung

Um das Immunsystem zu stärken und die Abwehrkräfte zu steigern, ist es äußerst wichtig, dass Sie auf eine gesunde Darmflora achten. Der größte Teil der Immunabwehr spielt sich im Darm ab. Warum das so ist, beschreibe ich ausführlich im Artikel: Immunsystem Darm.

Das Immunsystem wird enorm durch die Ernährung beeinflußt. Erstens braucht das Immunsystem die richtigen Bausteine und Vitalstoffe, um gut zu funktionieren. Zweitens beeinflusst mangelhafte und ungesunde Ernährung das Immunsystem negativ. Das darmassoziierte Immunsystem kann dann nicht ausreichend funktionieren.

Häufig bestehen bei einem schwachen Immunsystem auch gleichzeitig Nahrungsmittelunverträglichkeiten und/oder eine Allergie. Wenn Sie häufig mit wiederkehrenden Infekten zu kämpfen haben, sollten Sie sich dahingehend untersuchen lassen und die entsprechenden Lebensmittel meiden.

Sie können Ihre Abwehrkräfte gut über die Ernährung steuern. Hierzu müssen Sie vor allem Nahrungsmittel meiden, die Ihr Immunsystem schwächen: Schweinefleisch, Weißmehlprodukte und vor allem alle Arten von Süßigkeiten und Zucker.

Im Gegensatz dazu sind Gemüse und Obst mit der Farbe Orange „Trumpf“. Die orange-gelbe Farbe lässt auf einen hohen Anteil an Carotinoiden schließen (Ausnahme: Orangen). Natürlich sind aber auch Obst- und Gemüsesorten in anderen Farben wichtig für Ihren Körper und tragen auf ihre Art zu einem guten Funktionieren des Immunsystems bei.

Besonders immunstärkende Lebensmittel sind Knoblauch und Zwiebeln.

Nahrungsmittelzusätze, zum Beispiel die „E-Stoffe“, können auch das Immunsystem belasten oder stören. Essen Sie deshalb möglichst viel unbelastete, natürliche Nahrung. Je weiter ein Nahrungsmittel verarbeitet ist, umso weniger kann der Körper damit anfangen und umso mehr schadet es im schlimmsten Fall dem Immunsystem und anderen Körperstrukturen.

Achten Sie auch auf eine ausreichende Trinkmenge. Über die Nieren wird der Körper viele schädliche Stoffe, auch Krankheitserreger, los. Das kann er aber nur, wenn genügend Flüssigkeit im Körper vorhanden ist.

Heilfasten Heilfasten stärkt das Immunsystem. Mehr muss ich dazu wohl nicht erwähnen.
Heilpflanzen

Für den Purpur-Sonnenhut (Echinacea) liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor. Gute Erfahrungen liegen auch mit der blassfarbenen Sonnenhutwurzel vor.

Infrage kommt auch Noni-Saft. Wissenschaftler konnten zeigten, dass der Extrakt des Noni-Baumes die Lymphozyten (bestimmte weiße Blutkörperchen) anregt, wodurch eine Kräftigung der körpereigenen Abwehr herbeigeführt wird.

Holunderblüten können als „Entgiftungsmittel“ genutzt werden, um das Immunsystem zu stärken: Zur eigenen Herstellung werden mindestens 10-12 große Holunderblüten, 1 Zitrone,  etwas Ascorbinsäure, 800 g Zucker, eine Messerspitze Hefe und 10 Liter Wasser in einem großen Glas gemischt und für 3-4 Tage in die Sonne gestellt. Die Mischung wird abschließend gefiltert, in Flaschen abgefüllt und bis zur Verwendung kühl gestellt.

Generell rate ich auch dazu, während der kalten Jahreszeit täglich zwei Tassen Eberrautentee zu trinken. Die Studienlage zur Eberraute ist aus meiner Sicht sehr positiv zu werten.

Auf dem Markt sind auch einige Komplexmittel erhältlich und beliebt, wie zum Beispiel das Exberitox, Imupret N (Eibischwurzel, Kamillenblüten, Schachtelhalmkraut, Walnussblättern, Schafgarbenkraut, Eichenrinde und Löwenzahnkraut) oder auch das Angocin (aus Kapuzinerkresse).

Heilpilze Reishi: Die Polysaccharide (Mehrfachzucker) des Heilpilzes stabilisieren das menschliche Immunsystem, wodurch unsere Abwehrkräfte gestärkt werden.
Homöopathie

Vorsorge für den Winter, gegen Erkältung der oberen Luftwege: Camphora (morgens ein Tropfen auf ein Stück Zucker) und Umckaloabo (3mal täglich 10 Tropfen); für Senioren zusätzlich: Ginseng D 3; in der Rekonveleszenz, nach unmittelbar zurückliegenden Infekten: China D 4

Bei Blutarmut (für anämische Patienten): Ferrum phosphoricum D 6

Bekannt ist auch das Echinacea, welches meist in der Potenz D1 gegeben wird.

Aus dem Bereich der Komplexhomöopathie kommt z.B. auch das Mittel Engystol in Frage (Firma Heel), eine Kombination aus Sulfur und Vincetoxin. Zur unspezifischen Immunstimulation wird allgemein eine Einnahme über 6 - 12 Wochen empfohlen.

Hildegard-Medizin
Wasserlinsen-
Elixier

20 g Wasserlinsen, 6 g weißer Pfeffer, 5 g Ingwerwurzel, 25 g Zimtrinde, 2 g Salbeiblätter, 2 g Fenchelsamen, 1 g Rainfarnkraut, 70 ml abgeschäumter Honig, 14 g Blutwurzelblätter, 20 g Ackersenf, 14 g Labkraut, 1 Liter Weißwein. Dieses Elixier ist ziemlich schwer herzustellen, daher kaufen Sie es besser fertig in einer Hildegard-Apotheke. Machen Sie mit diesem Elixier eine Kur mit 6 Flaschen: Nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen nehmen Sie 1 Likörglas (20 ml) davon. Diese Kur ist das Mittel, wenn alles andere nichts bringt.

Kneipp-Therapie Wenn Sie unter kalten Füßen "leiden", empfehle ich immer das ansteigende warme Fußbad. Das Fußbad nimmt man am besten abends vor dem Schlafen.
Orthomolekular-Medizin

Nehmen Sie täglich 2-4 g Vitamin C, das brauchen wir so dringend wie Sauerstoff.

Vitamin B6 scheint insbesondere bei älteren Menschen das Immunsystem zu stärken. Ein Vitamin B6-Mangel scheint die Interleukin-2-Produktion und die lymphozytäre Proliferation zu beeinträchtigen. Diesen Effekt hat in einigen Studien auch das Vitamin E.

Auch Vitamin D ist wichtig für das Immunsystem. Und mit der Vitamin-D-Versorgung sieht es in unseren Breitengraden „mau“ aus: Über 90% der Bevölkerung hat zumindest in den Wintermonaten einen Vitamin-D-Mangel. Lassen Sie testen, ob bei Ihnen ein Mangel vorliegt und wie stark er ausgeprägt ist. Die Dosierung eines Vitamin-D-Präparates muss nach dem Laborwert individuell bestimmt werden, zu viel schadet nämlich auch.

Wichtig ist auch das Spurenelement Zink. Fehlt es, funktionieren viele Hormon- und Enzymsysteme im Körper nur noch mit halber Kraft oder gar nicht mehr ausreichend. Nehmen Sie deshalb vorbeugend 20 bis 30 mg Zink pro Tag zu sich, vor allem in der Infektionszeit im Winter.

Krillöl stärkt das Immunsystem und erhöht die Immunglobulinkonzentration.

Forscher aus Japan verabreichten Mäusen täglich 25 mg ß-Glucan aus Hefe im Futter. Dadurch vermehrte sich bei den Tieren die Zahl der Lymphozyten in der Darmschleimhaut deutlich. So kann Beta-Glucan das Immunsystem des Darms stärken.

Transferfaktoren bieten eine sehr interessante Therapieoption.

Die Autoren einer Studie kommen zum Schluss, dass die kombinierte Gabe von Cystein und Theanin die Immunfunktion und die Synthese von GSH (Glutathion) verbessert, die unter anderen Bedingungen im Alter abnehmen.

Pycnogenol: Die Killerzellen des Immunsystems können dabei gestärkt und aktiviert werden.

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" können bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.

Schüssler Salze

Bei häufigen Erkältungen/grippalen Infekten kommt das Ferrum phosphoricum D 12 in Frage. Dreimal täglich zwei Tabletten (Kinder eine Tablette) über vier Wochen. Anschließend sollten Sie über einen Zeitraum von vier Wochen Magnesium phosphoricum einnehmen und abschließend für denselben Zeitraum Kalium sulfuricum D 6.

Urtinktur  Folgende Mischung der Urtinkturen kann helfen: 30 ml Sonnenhut, je 20 ml Fenchel und Taiga-Wurzel, je 15 ml Huflattich und Thymian. Vorsicht bei entsprechenden Allergien! 
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
Sonstiges

Ach ja ... und falls Sie meinen, Antibiotika wären geeignete Medikamente, sollten Sie den Artikel dazu lesen: Segen und Fluch der Antibiotika

Natürlich kennt jeder weiße Blutkörperchen und die Antikörper, die in uns tätig werden, wenn ein Infekt droht. Nach neueren Untersuchungen sind Thymuspeptide und Zytokine für die Abwehrkräfte aber mindestens genauso entscheidende Parameter.

Relativ unbekannt, aber in manchen Fällen sinnvoll: die Rizol-Therapie.

Bei Erkältungen ist es sinnvoll, die Symptome nicht zu unterdrücken, sondern zuzulassen. Mit Fieber, Schnupfen, Husten wird der Körper Erreger los und stärkt das Immunsystem. Wenn Sie zu schnell mit fiebersenkenden Mitteln, Nasenspray und Hustenstillern vorgehen, berauben Sie den Körper dieses Trainings. Besonders fatal: Viele Menschen nehmen bei einer Erkältung Medikamente ein, um dann weiter zu „funktionieren“, also zur Arbeit zu gehen. Auch wenn man sich durch das „Doping“ halbwegs gesund fühlt, ist der Körper dadurch doch stark belastet und reagiert im schlimmsten Fall mit einer noch heftigeren Infektion. Also: Ruhe gönnen und dem Immunsystem die Chance geben, seine Arbeit zu tun.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Darmflora in Ordnung ist. Dafür sorgt eine regelmäßige Darmreinigung.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.10.2016 aktualisiert.