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Abwehkräfte - Abwehrschwäche und das Immunsystem

Abwehrkräfte steigern und Immunsystem stärken

Das Wichtigste zuerst:

Lösen Sie sich bitte von dem Irrglauben, dass die Ursache für Krankheiten nur Viren oder Bakterien seien.

So.

Nachdem ich nun hoffentlich Ihre Aufmerksamkeit habe, möchte ich Ihnen im folgenden zeigen warum dies so ist.

Im folgenden hierzu ein Auszug aus einem Interview, dass ich Dezember 2008 gegeben habe:

"Unsere Schulmedizin ist unter anderem deshalb in der Sackgasse, weil sie zum größten Teil immer noch von den falschen Grundlagen ausgeht.

Die "Keimtheorie" spielt dabei immer noch eine wesentliche Rolle. Der Keimtheorie zufolge werden viele Krankheiten durch Bakterien oder Viren verursacht.

Man "steckt sich also an" und wird krank. Gegen den Erreger wird dann mittels Medikamenten vorgegangen. Diesem Denkmodell zufolge ist Krankheit eine Art "Schicksal" - schließlich "kann man ja nichts dafür", dass man sich "angesteckt" hat.

Diese Denkweise ist eine Sackgasse und einer der größten Irrtümer unserer heutigen Medizin.

Wissenschaftler und Experten wissen heute längst, dass in unserem Körper pfundweise Bakterien existieren. Diese Bakterien helfen uns unter anderem bei der Verdauung, oder aber sie sind das Resultat oder Auslöser einer Krankheit - nicht die Ursache.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum nicht alle Mitglieder einer Familie oder einer Firma eine Erkältung bekommen, obwohl sich sicherlich fast alle angesteckt haben müßten? Der Ansteckungstheorie zufolge müssten alle Hausärzte bei einer Erkältungswelle ebenfalls krank sein, denn die haben die Kranken mit der Infektion ja jeden Tag um sich.

Nein. Die Lösung ist unser eigenes Immunsystem. Wenn Ihr Immunsystem "auf Zack" ist, haben Infektionen (egal ob mit Viren oder Bakterien) keine Chance."

(Das vollständige Interview finden Sie übrigens auf der Startseite dieses Naturheilkunde Lexikons.)

Der Vollständigkeit wegen, möchte ich aber dennoch auf einige Krankheiten eingehen, die ein geschwächtes Immunsystem begünstigen...

Medizinische Gründe für ein geschwächtes Immunsystem

Wie ich bereits oben andeutete: Das menschliche Immunsystem dient der Abwehr vieler als schädlich für den Organismus (= Antigene) eingestufter Substanzen.

Dieser Abwehrmechanismus basiert dabei auf einem Zusammenspiel verschiedener Strukturen (die uns aus der Schulmedizin bekannt sind), sowie bereits mit der Geburt ausgeprägten Schutzmechanismen.

Zu diesen Schutzmechanismen zählen unter anderem:

  • spezielle Enzyme,
  • die Haut,
  • Säuren (z.B. im Magen),
  • die pH-Wert-Regulation,
  • Flimmerhärchen (z.B. im Respirationstrakt) sowie
  • die verschiedenen Sekrete und Ausscheidungen (z.B. Speichel, Harnsäure).

Die spezielle Immunabwehr geht auf die Anwesenheit von Thrombozyten (Blutplättchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Proteinen zurück. Dabei sind Milz, Thymus, das Knochenmark sowie das gesamte lymphatische System für die Ausprägung verantwortlich.

Durch eine Schwächung dieses Systems können Bakterien, Viren oder andere schädigende Stoffe leichter in den Körper eindringen und diesen angreifen (krank machen).

Die Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem sind vielfältig und lassen sich nicht immer auf eine Krankheit zurückführen. Aber einige treten als deren Folge auf.

Auslöser für viele Immundefizite sind Allergien. Eigentlich harmlose Substanzen oder auch Verbindungen (z.B. Blütenpollen, Nahrungsbestandteile, Nüsse, Seife, Latex) führen zu einer Kaskade von Immunreaktionen, die den Körper schwächen und zu den typischen Symptomen wie z.B. Niesen, Husten oder tränenden Augen führen. Bei chronischer Ausprägung entstehen daneben auch lebensbedrohliche Störungen.

Autoimmunerkrankungen sind gekennzeichnet durch Abwehrreaktionen gegen körpereigene Strukturen. Neben einer genetischen Prädisposition vermutet man in vielen Fällen auch eine Prägung durch Umwelteinflüsse, wodurch verschiedene Erkrankungen mit hierfür typischen Symptomen entstehen (z.B. Goodpasture-Syndrom, chronische Gastritis, Sjögren-Syndrom).

Erbliche Immundefekte (SCID) führen zu einer Zerstörung der Abwehrzellen und schwächen so Immunreaktionen bereits in der Kindheit. Um lebensbedrohliche Folgen zu vermeiden, kann aus meiner Sicht eigentlich nur eine Knochenmarktransplantation als Therapie der Wahl dienen.

Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs) betrifft das gesamte lymphatische System. Der Tumor breitet sich über Milz, Leber und Lymphbahnen aus und führt neben den klassischen Symptomen einer Krebserkrankung auch zu einer Schwächung des Immunsystems (die an der Immunreaktion beteiligten B-Lymphozyten entarten).
Andere Erkrankungen des lymphatischen Systems können zu einem Verlust von T-Lymphozyten führen. Diese sind normalerweise eine Art Gedächtnis und speichern bei Kontakt mit einem Antigen diesen ab. Bei Verlust der Funktion gilt jeder erneute Kontakt als Primärangriff und wird vom Körper auch so behandelt.

AIDS (Acquired Immune Defiecency Syndrome) gilt als schwerste Erkrankung des Immunsystems. Hierbei werden die an der Abwehrreaktion beteiligten Strukturen und Zellen langsam vernichtet, so dass bereits kleinste Infekte für den Organismus lebensbedrohlich werden können.

Auch Veränderungen des Blutbildes (z.B. ein Eisenmangel, Thrombozytopenie) zeigen negative Auswirkungen auf die zelluläre Abwehr.

Neben vielen weiteren Ursachen und Erkrankungen gilt auch der Allgemeinzustand des Menschen als Auslöser für Immundefekte. Es zeigt sich eine höhere Anfälligkeit bei Unterernährung oder auch bei Fehlernährung (keine Vitamine, keine Spurenelemente, nicht abwechslungsreich, dafür fett- und zuckerhaltig sowie einseitig). Bewegungsmangel (z.B. bei bettlägerigen oder sehr übergewichtigen Menschen) oder ein Verzicht auf Sport, eine Meidung von frischer Luft sowie die dauerhafte Isolation in einer reinen Umgebung wirken sich ebenfalls auf das Immunsystem aus. Hierbei tritt zum Teil der Effekt ein, dass sich das Abwehrsystem durch Mangel an Keimen und Bakterien unzureichend ausbildet und bereits ein kurzer Kontakt mit untypischen Substanzen den Organismus schwächen kann. Weitere schädigende Faktoren sind der dauerhafte Nikotingenuss (Rauchen). Rauchen zerstört unter anderem die Flimmerhärchen. Der Alkoholabusus hat einen schädigenden Einfluss auf viele Organe und Strukturen. Ebenso negativ wirkt sich Stress (negativer Stress) auf das Immunsystem aus.

Weitere verwandte Themen:

Allergie - Aphten - Autoimmunerkrankungen - Chemotherapie - chronische Erkrankungen - Erschöpfung - Entzündungen - freie Radikale - Grippe - Krebsleiden - Müdigkeit - Pfeiffersches Drüsenfieber - Rekonvaleszenz - Schwermetallbelastung - Stressabbau - Übersäuerung - Viruserkrankung - Zahnstörfelder

weitere interessante Artikel zum Thema:

  • Psychoimmunologie: Vorbeugen ist besser als heilen

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die zur Stärkung der Abwehrkräfte in Frage kommen.

Anthroposophische Medizin

Verschiedene Mittel, die zum "Immunsystem stärken" in Frage kommen:

Echinacea (Wa,We)
Ferrum rosatum/Graphites (We)
Levico (We)
Lien comp (Wa)
Meteoreisen (Wa)
Roseneisen/Graphit (Wa)
Thymus/Mercurius (Wa)

Ernährung

Um das Immunsystem zu stärken und um die Abwehrkräfte zu steigern ist äußerst wichtig, dass Sie auf eine gesunde Darmflora achten. Der größte Teil der Immunabwehr spielt sich im Darm ab. Warum das so ist, beschreibe ich ausführlich im Artikel: Immunsystem Darm.

Das Immunsystem wird enorm durch die Ernährung beeinflußt. 1. braucht das Immunsystem die richtigen Bausteine und Vitalstoffe. 2. Beeinflußt mangelhafte und ungesunde Ernährung das Immunsystem negativ. Hierzu muss man wissen, dass mit der wichtigste Teil des Immunsystem im Darm sitzt: das darmassozierte Immunsystem. Haufig bestehen auch gleichzeitig Nahrungsmittelunverträglichkeiten und / oder eine Allergie.

Um Ihre Abwehrkräfte zu steigern ist sehr ratsam, dies über die Ernährung zu steuern. Hierzu müssen Sie vor allem Nahrungsmittel meiden, die Ihr Immunsystem schwächen: Schweinefleisch, Weißmehlprodukte und vor allem alle Arten von Süßigkeiten und Zucker.

Heilfasten  Heilfasten stärkt das Immunsystem. Mehr muss ich dazu nicht erwähnen.
 
Urtinktur Folgende Mischung der Urtinkturen kann helfen:
30 ml Sonnenhut, je 20 ml Fenchel, Taiga Wurzel, je 15 ml Huflattich und Thymian. Vorsicht bei entsprechenden Allergien!
hildegard Medizin
Wasserlinsen-
Elixier

20 g Wasserlinsen, 6 g weißer Pfeffer, 5 g Ingwerwurzel, 25 g Zimtrinde, 2 g Salbeiblätter, 2 g Fenchelsamen, 1 g Rainfarnkraut, 70 ml abgeschäumter Honig, 14 g Blutwurzelblätter, 20 g Ackersenf, 14 g Labkraut, 1 Liter Weißwein. Dieses Elixier ist ziemlich schwer herzustellen, daher kaufen Sie es besser fertig in einer Hildegard-Apotheke. Machen Sie mit diesem Elixier eine Kur mit 6 Flaschen: nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen nehmen Sie 1 Likörglas (20 ml) davon. Diese Kur ist das Mittel, wenn alles andere nichts bringt.

Orthomolekular-Medizin

Nehmen Sie täglich 2-4 g Vitamin C, das brauchen wir so dringend wie Sauerstoff. Vitamin B6 scheint insbesondere bei älteren Menschen das Immunsystem zu stärken. Ein Vitamin B6 Mangel scheint die Interleukin-2-Produktion und die lymphozytäre Proliferation zu beeinträchtigen. Diesen Effekt hat in einigen Studien auch das Vitamin E.
 

Heilpflanzen

Heilpflanzen mit nachgewiesenen immunstimulierenden Wirkungen:

Arnika (Arnica montana)
Lebensbaum (Thuja occidentalis)
Benediktenkraut (Cnicus benedictus)
Mistel (Viscum album)
Blasentang (Fucus vesiculosus)
Oleander (Nerium oleander)
Brennessel (Urtica dioica)
Ringelblume (Calendula officinalis)
Echinacea (E. angustifolia, E. purpurea)
Sägepalme (Sabal serrulata)
Engelwurz, Ostasiatische (Angelica acutiloba)
Süßholz (Glyzyrrhiza glabra)
Eleutherokokkus (Acanthopanax senticosus)
Tragant, Gelber (Astragalus mongolicus)
Ginseng (Panax ginseng)
Wasserdost (Eupatorium cannabinum)
Indigo, Wilder (Baptisia tinctoria)
Zimt (Cinnamomum cassia)

Abwehrkräfte stärken in den Atemwegen: Eukalyptus. Eukalyptus fördert zudem den Schleimabtransport, lindert Reizhusten und vermindert Druck und Krämpfe in der Brust. Der Hauptwirkstoff ist das Cineol aus dem Eukalyptusblatt, das entzündungshemmend wirkt.

Säure-Basen-Haushalt Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte PH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert. In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite befolgen.
Homöopathie

Vorsorge für den Winter - gegen Erkältung der oberen Luftwege: Camphora (morgens 1 Tropfen auf ein Stück Zucker) und Umckaloabo (3mal täglich 10 Tropfen)

für Senioren zusätzlich: Ginseng D 3

in der Rekonveleszenz, nach unmittelbar zurückliegenden Infekten: China D 4

Blutarmut (anämische Patienten): Ferrum phosphoricum D 6

Schüssler Salze

Nehmen sie bei häufiger Erkältung / grippale Infekte Ferrum phosphoricum D 12 3 mal täglich 2 Tabletten (Kinder eine Tablette) über vier Wochen. Anschließend sollten sie über einen Zeitraum von vier Wochen Magnesium phosphoricum einnehmen und abschließend für den selben Zeitraum Kalium sulfuricum D 6.

 

Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
sonstiges 

Ach ja... und falls Sie meinen Antibiotika sind geeignete Medikamente, sollten Sie den Artikel dazu lesen: Segen und Fluch der Antibiotika

Natürlich kennt jeder weiße Blutkörperchen und die Antikörper, die in uns tätig werden, wenn ein Infekt droht. Nach neueren Untersuchungen sind Thymus-Peptide und Zytokine für die Abwehrkräfte aber mindestens genauso entscheidende Parameter.