Amalgam: Ausleitung, Entgiftung und Sanierung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Amalgam in den Zähnen - Ist das überhaupt ein Problem? Obwohl Amalgam bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in Verruf geraten ist, gaben Wissenschaftler immer mal wieder Entwarnung.

1998 veröffentlichte Dr. Melchart von der TU München eine zwölf Jahre dauernde Studie mit fast 5.000 Probanden. Demnach gab es bei den subjektiv beschriebenen Beschwerden keine Unterschiede zwischen den Patienten mit und denen ohne Amalgam-Füllungen. (Melchart D. et al.: A multicenter survey of amalgam fillings and subjective complaints in non-selected patients in the dental practice; Eur J Oral Sci; 1998; 106(3); S. 770-777).

Dr. Melchart riet daher Menschen, die zum Beispiel an Kopfschmerzen, Migräne, Konzentrationsschwäche oder Müdigkeit litten, nicht gleich das ganze Amalgam aus dem Mundraum entfernen zu lassen. Sein Forscherteam stellte nämlich fest, dass Anti-Stress-Programme und Gesundheitstraining den Patienten ebenso wirkungsvoll helfen können. (Melchart D. et al.: Treatment of health complaints attributed to amalgam; J Dent Res;M 2008; 87(4):S. 349-353).

Amalgam in den Zähnen

Warum schreibe ich das? Nun, ganz einfach: ich sehe das im Wesentlichen genauso. In den 1990er Jahren haben sich Patienten reihenweise Amalgam entfernen und durch andere Zahnmaterialien ersetzen lassen. Das hielt ich bereits damals für stark übertrieben, denn ich hatte Zweifel, ob all die Beschwerden des Patienten "nur" durch das Amalgam verursacht sein sollten...

Insofern rate ich auch heute noch Patienten zur Besonnenheit. Es gibt meiner Erfahrung nach gravierendere Probleme als die Amalgamfüllungen.

Auf der anderen Seite sollte man aber auch sehr vorsichtig sein, wenn so genannte Experten Amalgam als völlig harmlos darstellen. Denn um die Quecksilberlegierungen im rechten Licht dastehen zu lassen, nehmen manche Pharmakonzerne und Wissenschaftler wohl einiges in Kauf. So wurden für eine Studie, die propagierte, dass Amalgam bei Kindern zu keinerlei Schäden führt, junge Probanden aus einem Waisenhaus aus Lissabon anscheinend regelrecht "benutzt". Für den Test erhielten die Kinder ohne ihre vorherige Zustimmung Amalgamfüllungen, auch wurden die Ergebnisse gefälscht. Einige Fakten ließen die Autoren absichtlich unter den Tisch fallen. Die Initiatoren der Studie wurden aufgrund der menschenunwürdigen Vorgehensweise vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen „Kindesmisshandlung zu Forschungszwecken“ angezeigt (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16622140, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16622146).

Einer der Autoren stellte in einer späteren Veröffentlichung klar, dass die mit dem Urin ausgeschiedenen Quecksilberwerte der Jungen nur deshalb so niedrig waren, weil sie bereits an Nierenschäden litten und die Exkretion nicht mehr korrekt funktionierte (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17938746).

Neuigkeiten von der "toxischen Behandlung"

Der Besuch beim Zahnarzt erfordert für viele Zeitgenossen immer noch eine gehörige Portion Mut. Denn wenn der mit dem Bohrer droht, um ein Loch im Zahn zu flicken oder mit der Spritze, um einen unheilbar verlorenen Zahn zu ziehen, dann hat das mit Genuss und Belustigung rein gar nichts zu tun.

Kann der Zahn jedoch durch eine „Plombe" gerettet werden, dann ist das nicht nur mit Ungemach verbunden, sondern es ergeben sich möglicherweise noch viel fatalere Konsequenzen als wenn der Zahn einfach nur entfernt worden wäre. Denn die umgangssprachlich genannte "Plombe" besteht nicht aus Plumbum = Blei, sondern zu 50 Prozent aus Quecksilber, wobei hier der Teufel den Beelzebub ersetzt. Sowohl Blei als auch Quecksilber sind potente toxische Metalle, die nicht in den Organismus hineingehören.

Da ist es mehr als verwunderlich, wenn man zum Beispiel in Wikipedia nachlesen kann, dass alles kein Problem sei:

Im Dezember 2004 erschien eine Studie des ‚Life Sciences Research Office‘ der USA: Eine Auswertung aller Forschungsarbeiten seit 1996 fand keinen Nachweis der Gefährdung durch Amalgamfüllungen."

oder:

Zahnfüllungen aus Amalgam werden seit Jahrzehnten weltweit massenhaft verwendet. Die überwiegende Zahl der epidemiologischen und toxikologischen Studien haben keine Gesundheitsgefahren gezeigt. Gelegentlich tritt eine harmlose Pigmentierung der Mundschleimhaut (Amalgamtätowierung) auf."

Wenn also alles in Ordnung ist und Amalgam unbedenklich ist, warum sieht sich die BfArM genötigt, von einem Einsatz von Amalgamfüllungen bei Schwangeren und Nierengeschädigten abzuraten ( Amalgame in der zahnärztlichen Therapie, Frage 8)?

Und prinzipiell bleibt zu fragen, warum ein nachgewiesenermaßen hoch toxisches Metall, wie es das Quecksilber ist, urplötzlich in den Händen der Schulmedizin und in den Zähnen von deren Patienten so gut wie untoxisch wird? In nahezu frappierender Ähnlichkeit werden Aluminium und Quecksilber zu „Heilsbringern", wenn die Schulmedizin die toxischen Metalle als „Impfung" verabreicht.

Aber das ist ein weiteres Thema, zu dem ich bereits andernorts einige Beiträge verfasst habe:

Quecksilber – toxisch oder nicht?

Kurz zurück zu Wikipedia. Wenn die Online-Enzyklopädie nicht vom Einsatz von Quecksilber bei schulmedizinischen Vorgängen schreibt, sondern von der Chemie der Substanz, dann kommt sie zu dem Schluss: „Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, das bereits bei Zimmertemperatur Dämpfe abgibt. Bei der Aufnahme über den Verdauungstrakt ist reines metallisches Quecksilber vergleichsweise ungefährlich, eingeatmete Dämpfe wirken aber stark toxisch." (Gesundheitsschäden durch Quecksilber). Aber nicht nur Wikipedia kommt zu dem Schluss, dass das Metall toxisch ist. Es gibt darüber hinaus eine Reihe von Wissenschaftlern, die zu einem vergleichbaren Ergebnis gekommen sind. Und hier handelte es sich nicht um (nur) Chemiker.

Eine Übersichtsarbeit, durchgeführt von Pharmakologen der Universität Huntington in den USA, beschreibt die Toxizität von Quecksilber als so hoch, dass eine Vergiftung nachhaltigen Einfluss auf zelluläre, kardiovaskuläre, hämatologische, pulmonale, renale, immunologische, neurologische, endokrine, reproduktive und embryologische Vorgänge hat. Kurz: Der ganze Mensch hat ein gewaltiges gesundheitliches Problem bei einer Quecksilbervergiftung (Environmental Mercury and Its Toxic Effects).

Über 90 Prozent des aufgenommenen Quecksilbers gelangen über den Verdauungstrakt in den Körper. Hier kann eine Belastung mit dem Schwermetall zu einer Beeinträchtigung der Verdauungsenzyme Trypsin, Chymotrypsin und Pepsin führen. Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Entzündungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Geschwüre und blutige Durchfälle sind typische Begleitsymptome dafür. Die Darmflora wird von Quecksilber nachhaltig geschädigt, was zu einer Vermehrung von unverdauten Nahrungskomponenten im Blut führen kann, die wiederum für eine Immunantwort sorgen, die von einer Schwächung beziehungsweise Irritation des Immunsystems begleitet ist. Die Folge ist eine erhöhte Neigung zu Infektionen oder Allergien. Oder mit anderen Worten: Wenn eine Person zu oft und zu schnell Infektionen bekommt oder an Allergien leidet oder Probleme im Gastrointestinaltrakt hat, dann sollte man immer an eine Belastung mit Quecksilber denken. Auch Autismus bei Kindern ist durch Amalgamfüllungen und/oder quecksilberhaltige Impfungen denkbar (Infections, toxic chemicals and dietary peptides binding to lymphocyte receptors and tissue enzymes are major instigators of autoimmunity in autism.).

Natürlich stellt sich die Frage nach der Belastung, die von Amalgamfüllungen ausgehen. Üblicherweise können wir immer lesen, dass Quecksilber zumeist über den Genuss von Fisch in unser System gelangt. Also: Weniger Fisch essen und das Problem ist gelöst. Leider ist es nicht so einfach wie man es uns glauben machen will. Fisch kann ich zwar vermeiden, was aber bedauerlich ist, da Fisch wertvolle Nährstoffe bereitstellt, wie Omega-3-Fettsäuren. Aber Amalgamfüllungen bleiben im Mund, bis dass der Zahn selber herausfällt. Und so lange die Füllungen Dämpfe abgeben kann, so lange wird der Besitzer dieser Füllung(en) langsam und (tot)sicher mit organischem Quecksilber versorgt (Mercury exposure from "silver" tooth fillings: emerging evidence questions a traditional dental paradigm.). Kauen, Beißen und der normale mechanische Abrieb tragen für die Freisetzung des Quecksilbers aus der Amalgamfüllung bei.

Eine schwedische Studie aus dem Jahr 2003 (Methyl mercury and inorganic mercury in Swedish pregnant women and in cord blood: influence of fish consumption.) kam ebenfalls zu dem Schluss, dass der Genuss von belastetem Fisch eine signifikante Quelle für Quecksilber darstellt. Jedoch die Anzahl der Amalgamfüllungen der untersuchten Frauen erhöhte die Belastung noch einmal in signifikantem Ausmaß.

Wir hatten es bereits angesprochen: Quecksilber beeinträchtigt eine Reihe von physiologischen Vorgängen, die in einem so breit gefächerten unheilvollem Wirkspektrum enden, wie weiter oben beschrieben. Eine dieser Beeinträchtigungen handelt von einem Thema, das von der Schulmedizin und den Amalgamfreunden gerne ignoriert wird:

Resistenzentwicklung gegen Antibiotika

Wir hatten bereits festgestellt, dass Quecksilber die Darmflora nachhaltig schädigt, was die Vermutung nahelegt, dass hier unphysiologische Prozesse in Gang gebracht werden, die eine Resistenzentwicklung begünstigen könnten. Dr. Anne Summers und Dr. Murray Vimy und ein Team von weiteren Wissenschaftlern von den Universitäten Georgia und Calgary veröffentlichten 1993 eine Arbeit mit dem Titel Mercury released from dental "silver" fillings provokes an increase in mercury- and antibiotic-resistant bacteria in oral and intestinal floras of primates. In dieser Arbeit mit 640 Teilnehmern konnten die Forscher bei 356 Personen eine ausgeprägte Resistenz gegen Quecksilber in den Bakterien der Darmflora beobachten. Diese Resistenz war gepaart mit einer nahezu gleichzeitig auftretenden Resistenz gegen ein oder zwei Antibiotika, ohne dass die Betroffenen zuvor Antibiotika genommen hatten. Weiter zeigte sich, dass die Darmbakterien in der Lage waren, nicht nur ihre Quecksilberresistenz auf Laborbakterien zu übertragen, sondern gleichzeitig auch die Resistenz gegen die Antibiotika, wie Ampicillin, Tetracyclin, Streptomycin, Chloramphenicol etc. Das Ausmaß der Resistenzen nahm mit der Zahl der Füllungen zu, wie ein Tierexperiment zeigen konnte. Damit liegt der Verdacht nahe, dass Antibiotikaresistenzen zu einen guten Teil durch Quecksilberintoxikationen ausgelöst werden, die wiederum auf den Einsatz von Amalgam in der „Zahnheilkunde" beruht.

Aber diese Beobachtungen könnten ja auch Zufall sein, oder? Warum muss eine Resistenz gegen Quecksilber mit einer gegen Antibiotika verbunden sein? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Dieser Frage ging auch Dr. Summers nach. Sie hatte einige Jahre zuvor mit einem Kollegen eine Arbeit veröffentlicht, die dieser Frage nachgegangen war: The distribution and divergence of DNA sequences related to the Tn21 and Tn501 mer operons.

Die genetische Kodierung für die MeR (Mercury Resistance) im Genom der Bakterien erfolgt an zwei Orten, genannt Tn21 und Tn501. Sie sind im Aufbau nur leicht unterschiedlich und in der Ausprägung praktisch identisch. Untersuchungen der beiden Genorte zeigten, dass Tn21 mit einer zusätzlichen Kodierungsregion (merC-positiv) hohe Ähnlichkeiten mit der genetischen Kodierung für Antibiotikaresistenz hat.

Eine Arbeit aus dem Jahr 1997 (Association of mercury resistance with antibiotic resistance in the gram-negative fecal bacteria of primates.) von der gleichen Autorin und ihrem Team beschäftigte sich mit der gleichen Frage. Die Forscher stellten hier fest, dass das gleichzeitige Auftreten von Resistenzen gegen Quecksilber und die Resistenzen gegen Antibiotika nicht zufällig war. Bestimmte Genorte, die immer wieder auftraten, waren bei hoch resistenten Bakterien zu beobachten. Zusätzlich zeichneten sie sich durch die Anwesenheit von Integrons aus. Dies sind Genabschnitte, die in der Lage sind, andere DNA-Abschnitte einzufangen und in sich aufzunehmen. Dies dient dem horizontalen Gentransfer unter den Bakterien. Sehr wahrscheinlich werden die Informationen für Resistenzen über diesen Weg an andere Bakterien weitergereicht. Bakterien ohne Resistenzen hatten keine Integrons aufzuweisen. Die Beteiligung des Integrons legt auch die Vermutung nahe, dass die Genorte für die beiden unterschiedlichen Resistenzen eng beieinanderliegen, so dass eine Aktivierung des einen fast immer mit einer Aktivierung des anderen verbunden ist. Dies erklärt das so häufig gemeinsame Auftreten von Quecksilber- und Antibiotikaresistenzen.

Resistenzen und kein Ende

Amalgam als den alleinigen Verursacher von Antibiotikaresistenzen zu verdammen wäre mit Sicherheit weit übers Ziel geschossen. Die Gabe von Antibiotika allein kann schon zu einer Resistenzbildung führen, mit und ohne Amalgam (Prevalence of tetracycline resistance genes in oral bacteria.). In dieser Arbeit wurde die Mikroflora von gesunden Probanden untersucht und nach Resistenzgenen gegen Tetracyclin gefahndet. Das Ergebnis war alarmierend: 11 Prozent der Mikroflora des Mund-Rachenraums zeigte Resistenzbildung gegen Tetracycline. Insgesamt wurden 105 resistente Isolate aus 20 Proben identifiziert. Grund für dieses hohe Resistenzpotential ist nach Meinung der Autoren der massive Einsatz von Antibiotika als Medikament, in der Tier- und der Fischzucht.

Daher scheint es nicht weiter verwunderlich zu sein, dass bei einer Untersuchung von Kindern in einer Studie von 2002 Ergebnisse zutage kamen, die dem Amalgam zunächst einen Freispruch in Sachen Resistenzbildung zu geben schienen (Prevalence and antibiotic resistance profile of mercury-resistant oral bacteria from children with and without mercury amalgam fillings.). Denn hier zeigte sich, dass das Auftreten qualitativ und quantitativ von resistenten Keimen in der Mundhöhle der Kinder nicht mit dem Vorhandensein oder Fehlen von Amalgamfüllungen zusammenhing.

Vielmehr gibt es immer mehr Grund zu der Vermutung, dass die Resistenzbildung nicht nur im Gastrointestinaltrakt einsetzt, sondern ebenso in der Umwelt, wo Quecksilber und andere Schwermetalle sich anreichern. Eine Arbeit, die dies am Beispiel für Kupfer, Blei, Cadmium und Zinn zeigt, kam zu dem Schluss, dass dieses Phänomen in erster Linie in aufbereitetem Wasser der Wasserwerke vorkommt und weniger in naturbelassenen Gewässern (Association of metal tolerance with multiple antibiotic resistance of bacteria isolated from drinking water.).

Mit anderen Worten, Schwermetalle in der Umwelt und der nahezu ungezügelte Antibiotikaeinsatz sind als die Hauptverursacher der Resistenzen anzusehen. Quecksilber im Mund der Bevölkerung ist da noch einmal das kräftige Tüpfelchen auf dem „i", das für eine garantierte und komplette Resistenzbildung sorgt.

Mit einher geht die nachhaltige Veränderung der biochemischen „Umwelt" durch das Quecksilber, im Gastrointestinaltrakt wie auch im ökologischen Bereich. Im Gastrointestinaltrakt wird durch diese Veränderung der Nährboden für die physiologische Darmflora entzogen, so dass es zu einer Veränderung der Balance kommt, die wiederum für die gastrointestinalen Symptome sorgt. Es entstehen Freiräume für unvorteilhafte Mikroorganismen, wie zum Beispiel Überbesiedlungen von Pilzen, und das Immunsystem wird entweder überlastet oder „irritiert". Das Ergebnis ist entweder eine Allergie oder eine erhöhte Infektanfälligkeit. In diesem Zusammenhang sind die immer häufiger werdenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten eine nicht auszuschließende Konsequenz der eben erläuterten Zusammenhänge.

Eine andere Form der Resistenz ist die Weigerung der Schulmedizin, diese Zusammenhänge zu diskutieren.

Es gibt mehr als genug Amalgamfreunde, die, wie eingangs schon erläutert, die silberfarbenen Zahnfüllungen als „Segen" der schulmedizinischen Zahnheilkunde ansehen: Zahn zu, Patient offen für ein giftiges Metall? Unsinn! Darum werden auch entsprechende Statistiken bemüht, die Unbedenklichkeit und Sicherheit des Amalgams „beweisen". Ich habe jetzt aber auch so eine Statistik gefunden, die eigenartigerweise diesen „Beweis" als falsch „beweist":

Im Bio-Probe Newsletter vom März 1993 wird eine Studie zitiert, bei der festgestellt werden sollte, ob eine Entfernung von Amalgamfüllungen eine Unzahl an Symptomen bei den Patienten verbesserte oder nicht. Auf Seite 8 gibt es eine tabellarische Darstellung der Ergebnisse. Bei rund 30 verschiedenen Symptomen gab es nach der Entfernung des Amalgams Verbesserungen der Symptomatik von 54 bis 97 Prozent. Beispiel: Allergien verbesserten sich zu 89 Prozent, Blutdruckprobleme zu 54 Prozent, Arrhythmien zu 87 Prozent, Nieren- und Blasenprobleme zu 76 Prozent und so weiter. Da frage ich mich: Wie kann es sein, dass die Entfernung einer so gut verträglichen Substanz wie dem Amalgam eine so signifikante Verbesserung des Gesundheitsstatus der Betroffenen mit sich gebracht hat? Oder mit anderen Worten: Sollten Sie an einem oder mehreren der in dieser Liste aufgeführten Symptomen leiden, dann wäre ein Nachdenken über die Entfernung der alten (und neuen) Amalgamfüllungen (falls es welche gibt, sonst natürlich nicht) keine schlechte Idee.

Allergien durch Amalgam

Weiter oben hatte ich bereits beim Thema der Schwächung des Imunsystems kurz auf Allergien hingewiesen.

Ein Bericht des European Commission BIO Intelligence Services stellt heraus, dass Amalgam Allergien hervorrufen und das Risiko für neurologische Erkrankungen sowie Nierenerkrankungen erhöhen kann. Gleichzeitig wird es mit Autismus, Autoimmunerkrankungen und Geburtsdefekten in Verbindung gebracht (auch das hatten andere Studien bereits gezeigt). Schwangere und Kinder scheinen besonders anfällig für Amalgamschäden zu sein. Auch stellt die Studie heraus, dass der menschliche Körper in der Regel durch Amalgamfüllungen wesentlich stärker mit Quecksilber belastet wird als beispielsweise durch den Verzehr von Fisch oder durch Umwelteinflüsse (European Commission BIO Intelligence Service: Study on the Potential for Reducing Mercury Pollution from Dental Amalgam and Batteries: Final report, 11 July 2012).

Ganz anders sehen das beispielsweise die British Dental Association (BDA) und die American Dental Association (ADA), die seit Jahren behaupten, Amalgamfüllungen seien völlig harmlos.

Allerdings können diese Behauptungen durch Studien oft widerlegt werden. So behauptet die BDA beispielsweise, dass lediglich etwa drei Prozent der Bevölkerung sehr sensibel oder allergisch auf Quecksilber reagiere. Mithilfe von Allergietests auf der Haut stellten andere Forscher hingegen fest, dass circa acht Prozent (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4745288) beziehungsweise sogar die doppelte Anzahl der Probanden Hautreizungen zeigten (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/5262217).

Schätzungen gehen heute davon aus, dass etwa zehn Prozent der Patienten mit Amalgamfüllungen an Nebenwirkungen leiden, die auf eine Quecksilbersensitivität zurückzuführen sind.

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Das Problem: Ja was denn?

1. Quecksilberdämpfe entweichen aus Amalgam-Füllungen.
Doch kann es wirklich harmlos sein, wenn ständig Quecksilberdämpfe aus den Plomben in unseren Organismus entweichen?

2. Die Kombination giftiger Stoffe. Quecksilber und Blei zusammen sind giftiger als Quecksilber oder Blei alleine. Die Giftigkeit potenziert sich also.

3. Die WHO selbst stellte fest, dass die Quecksilberbelastung des Menschen zum größten Teil aus dem Amalgam stammt. Im Schnitt ist die Belastung durch Amalgam höher als durch das Quecksilber aus Meeresfisch.

Demnach nehmen Menschen durchschnittlich täglich etwa zehn Mikrogramm Quecksilber durch das Amalgam im Mund auf, während lediglich 2,3 Mikrogramm aus Meeresfischen und nur 0,3 Mikrogramm aus der Umwelt in unseren Organismus gelangen (WHO International Programme on Chemical Safety. Environmental Health Criteria 118, Inorganic Mercury, 1991: 61).

Selbstverständlich sind dies nur Durchschnittswerte. Und die Menge der Quecksilberdämpfe steigt mit der Anzahl der Amalgam-Füllungen.

Toxikologen stellten dementsprechend fest, dass Menschen mit Amalgam-Füllungen etwa viermal höhere Quecksilberwerte im Blut haben als Personen ohne solche Füllungen. Diese Werte liegen allerdings unterhalb der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Höchstdosis.(Halbach S. et al.: Blood and urine mercury levels in adult amalgam patients of a randomized controlled trial: interaction of Hg species in erythrocytes; Environ Res; 2008; 107(1); S. 69-78).

Doch auch hier sind sich die Experten uneinig. Denn ab welcher Konzentration kann Quecksilber in unserem Körper Schaden anrichten? Die US Agency for Toxic Substances and Disease Registry hat den Wert mit lediglich 0.14 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht angegeben, bei dem durch Quecksilber kein Gesundheitsrisiko besteht. Nimmt man dies als Richtwert, dann sind Amalgamfüllungen ganz und gar nicht harmlos (G. Mark Richardson und Margaret Allan: A Monte Carlo assessment of mercury exposure and risks from dental amalgam; Hum Ecol Risk Assess, 1996; 2: 709–61).

Viele Mediziner behaupten, dass Patienten, die nicht allergisch auf Quecksilber reagieren, das Amalgam einfach mit dem Urin wieder ausscheiden. Doch schwedische Wissenschaftler stellten fest, dass bei Personen mit sehr vielen Plomben lediglich die Hälfte der entwichenen Quecksilberdämpfe auf diese Weise vom Körper entsorgt wird (M. Berlin: The Dental Material Commission Final Report). Auch scheint es so zu sein, dass durch das Quecksilber die Nieren so geschädigt werden, dass die Ausscheidung dieses Giftstoffes nach einigen Jahren nicht mehr problemlos funktioniert.

Einige Fachleute bezweifeln nicht nur deshalb die Aussagekraft der Urin- und Blutmess-Methode. So zum Beispiel Joachim Mutter, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin mit Zusatzausbildung für Naturheilverfahren und Akupunktur. Er hält die Bluttests und Urintests mit denen gemessen wurde für wenig aussagekräftig, da das Quecksilber im Körper fest an Zellbestandteile gebunden sei und daher mit diesen Verfahren nicht gemessen werden könne. Herr Mutter betont, dass bei Autopsien an Patienten mit Amalgam-Füllungen eine etwa zwölffache Erhöhung der Quecksilberwerte im Gehirn zu sehen sei. Auch Nieren und Schilddrüsen seien hoch belastet. Schon geringere Mengen haben in Zellversuchen zu Schäden geführt.

Wie bereits beschrieben, gehen zahlreiche Experten davon aus, dass unter anderem die Nieren durch Quecksilber geschädigt werden. Obwohl, laut einer Studie an Schafen, auf den ersten Blick keine Veränderungen zu sehen seien, nimmt die Aktivität der Ausscheidungsorgane ab.

So wird auch Quecksilber – aber ebenso zahlreiche andere giftige Substanzen – mit der Zeit nicht mehr in normalem Maße ausgeschieden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1928419).

Bei Autopsien lassen sich demensprechend auch in den Nieren Quecksilberablagerungen finden.

"Viele Patienten fühlen sich nach einer Zahnsanierung doch besser?"

Viele Patienten fühlen sich, laut Mutter, bereits umgehend nach einer Zahnsanierung und Ausleitung viel besser. Dies sehen andere Wissenschaftler kritisch, schließlich ist die Blutkonzentration an Quecksilber kurz nach der Plomben-Entfernung besonders stark erhöht.

Der Greifswalder Zahnmediziner Georg Meyer spricht deshalb von einer häufig auftretenden "psychogenen Amalgam-Unverträglichkeit", bei der die Patienten mit Stress, hektischen Flecken und Unwohlsein auf das Füllen ihrer Zähne mit der Quecksilber-Legierung reagieren. Andere Ergebnisse deuten sogar darauf hin, dass eine Zahnsanierung oftmals lediglich einen Placeboeffekt habe.
(Osborne J. W. & Albino J. E.: Psychological and medical effects of mercury intake from dental amalgam. A status report for the American Journal of Dentistry; Am J Dent; 1999; 12(3); 151-156).

Hier werden meiner Meinung nach allerdings Äpfel mit Birnen verglichen: Die Erfolge von Joachim Mutter beruhen nach meiner Erfahrung nämlich vor allem auf dessen kombinierter Ausleitungstherapie mit verschiedenen Mitteln. Insofern bringt ein alleiniges Austauschen der Plomben wenig.

Amalgam ist günstig und langlebig

Amalgam-Gegner heben außerdem hervor, wie mannigfaltig die psychischen und körperlichen Beschwerden sein können, die auf die Quecksilberdämpfe zurückzuführen seien. Allein hierdurch sehen sie die Diagnose durch einen Arzt, aber auch eine gute Forschungsarbeit erschwert.

Da Quecksilberlegierungen außerdem sehr günstig und langlebig sind, halten die Kritiker es für möglich, dass nur aus diesem Grund in Deutschland trotz aller Bedenken immer noch Millionen Zahnlöcher pro Jahr mit Amalgam gefüllt werden. Die Gegner vermuten gar, dass das Bundesgesundheitsministerium rein aus wirtschaftlichen Gründen Entwarnung gegeben hat.
(Quelle: akademie.de/arbeit-leben/gesund-schlank-fit/kurse/das-gift-in-aller-munde-krank-durch-amalgam/gefahr-und-wirkung/das-gift-in-aller-munde.html).

Was tun?

Trotz der verstörenden Nachrichten, die ich oben diskutiert habe, gibt es keinen Grund zur Panik. Wie wir gesehen hatten, ist die Resistenzbildung durch Schwermetalle kein „Privileg“ des Gastrointestinaltrakts. Die Vermeidung von versteckten Antibiotika in den Nahrungsmitteln ist ein ebenso effektives Vorgehen gegen Resistenzentwicklungen wie die Vermeidung von Schwermetallen (die es auch in der Nahrung geben kann, besonders in Fisch).

Wenn man sich allerdings entschlossen hat, dass die Füllungen durch weniger bedenkliches Material ersetzt werden sollen, dann gibt es auch wieder einiges, was man (in diesem Fall der Zahnarzt, der die Entfernung der alten Füllungen durchführt) beachten sollte.

Aber: Ich halte es für sinnvoll, Amalgam gegenüber kritisch zu sein und mir heute keinerlei neue Amalgamfüllung machen zu lassen (ebenso wenig wie eine Wurzelbehandlung - aber das ist ein anderes Thema).

Immerhin wurde von den Umweltministern der Vereinten Nationen nun auch beschlossen, ab 2013 weltweit kein Quecksilber mehr zu verwenden. Allerdings wird es in der EU unter bestimmten Bedingungen trotzdem noch bis 2018 möglich sein, Zähne mit Amalgam zu füllen. Während in einigen anderen Ländern Amalgamfüllungen bereits seit einigen Jahren gänzlich verboten sind, dürfen die Quecksilberlegierungen in Deutschland zurzeit bei Kindern, Schwangeren und Nierenpatienten nicht mehr eingesetzt werden.

Interessanterweise wurde das weltweite Quecksilberverbot nicht aufgrund der möglichen Gefahren, die von den Zahnfüllungen ausgehen, beschlossen. Vielmehr ist elementares Quecksilber, wie bereits gesagt, höchstgradig giftig für Menschen und Umwelt. Die Entsorgung ist aufwändig, teuer und mit Gesundheitsrisiken verbunden.

Zahlreiche Mediziner betonen immer wieder, dass die Quecksilberlegierung im Mund sehr stabil ist. Ich halte das auch für teilweise richtig. Dazu sollte man aber mal in den Mund der Patienten sehen (was bei mir übrigens zur Routineuntersuchung dazu gehört). Was sich dort zeigt sind zum Teil alles andere als "stabile" Amalgamplomben. Wichtig ist vor allem ein vernünftiger Randschluß der Füllung - und da sieht es bei manchen Patienten gar nicht gut aus.

Auch sind sich Wissenschaftler heute darüber einig, dass selbst aus den besten Plomben Quecksilberdämpfe entweichen können. Dies lässt sich unter anderem eindrucksvoll zeigen, wenn die Quecksilberwerte nach zehnminütigem Kauen gemessen werden. Bei Probanden mit Amalgamfüllungen liegen diese um etwa das zehnfache höher als bei den Testpersonen ohne Quecksilberlegierung im Mund.
Man geht davon aus, dass beim Kauen, beim Aneinanderreiben der Zähne und beim Trinken heißer Getränke, Quecksilberdämpfe in den Mundraum entweichen. Doch die weitaus höchsten Quecksilber-Konzentrationen entstehen beim Einsetzen und beim Entfernen einer Blombe.

Auch die meisten Experten empfehlen deshalb: Nur Patienten, die aufgrund ihrer Amalgamfüllungen gesundheitliche Probleme haben, sollten sich die Plomben entfernen lassen – und zwar nur von Fachleuten, die hierauf spezialisiert sind.

Allerdings ist es ja gerade so schwierig, Krankheitssymptome mit Amalgam in Verbindung zu bringen. Ein direkter Beweis, dass unterschiedlichste Symptome auf das Quecksilber zurückzuführen sind, konnte dementsprechend bisher für kaum ein Krankheitsbild erbracht werden.

Eine Aussage (die gem. Bio-Probe Newsletter, 1993; 9: 2 zitiert wurde) zu 1.569 Patienten, denen ihre Plomben entfernt wurden, berichtet von einer Verbesserung folgender Beschwerden:

Ich gebe zu: Die Quelle (Bio-Probe Newsletter, 1993; 9: 2) ist alles andere als verifizierbar – sprich: ich komme nicht an die Daten heran und habe keine Ahnung wie die Prozentzahlen zustande kamen.

Laut Quelle bedeutet zum Beispiel Schlafprobleme (78 %), dass 78% der Patienten, die an Schlafproblemen litten über eine Verbesserung dieses Problems berichteten.

Was wenn das Amalgam raus muss?

Zahnärzte brauchen beim Entfernen alter Füllungen einen Amalgamabscheider, da das entfernte Amalgam wenn es zerkleinert ins Abwasser gelangt, aggressive Verbindungen eingehen kann.

Was ist aber mit den Patienten?

Ich halte es dringend für angebracht, zur Sicherheit des Patienten einen Gummischutz (Kofferdam) anzulegen, der den Rachenraum abdeckt und so das Verteilen und Verschlucken kleiner Amalgamreste verhindert.

Eine Überdruckmaske über der Nase sorgt dafür, dass Personal und Patienten die giftigen Dämpfe des Amalgams nicht einatmen, wenn dieses herausgebohrt wird.

Das Herausbohren selbst sollte mit einem Niederfrequenten-Bohrer erfolgen, sodass möglichst wenig Dämpfe entstehen.

Im Anschluss an die Amalgam-Entfernung hilft eine spezielle Mundspülung dabei, die Schwermetallbelastung so gering wie möglich ausfallen zu lassen. Erkundigen Sie sich daher vor einer Zahnsanierung über spezialisierte Therapeuten, die sich mit der Entfernung von Amalgamplomben auskennen.

Wie "genau" manche Zahnärzte dabei vorgehen, kann man zum Beispiel auf der Webseite der Zahnärztin Dr. Mila Rohlfs nachlesen unter: Schutzmaßnahmen bei der Amalgam-Entfernung. Dort beschreibt die Zahnärztin einen 21-Punkte-Plan aus dem ich die wichtigsten Maßnahmen erwähnen möchte:

  • Gute Durchlüftung des Behandlungszimmers
  • Aktivkohle-Drink
  • Schwefelhaltige Mundspülung
  • Anlegen des Kofferdams
  • Anlegen einer Sauerstoff-Nasensonde
  • Anlegen einer goldbedampften Atemschutz-Maske
  • Spezielle Absaugung für Quecksilberdämpfe
  • Verwendung spezieller Einmal-Hartmetallbohrer
  • Keine zu hohen Drehzahlen beim Ausbohren des Amalgams
  • Starke Wasserkühlung um die Hitzeentwicklung beim Bohren so gering wie möglich zu halten
  • Leistungsfähige Absaugung im Mund
  • Arbeiten mit Lupenbrille und Vier-Augen-Kontrolle um nichts zu übersehen
  • Gründliche Entfernung von Zementunterfüllungen unterhalb der Amalgamfüllung
  • Algenpulver zum Aufsaugen von Quecksilberresten

Wenn alle Amalgamfüllungen entfernt sind, können Sie prüfen lassen, ob eine weitere Ausleitung für Sie sinnvoll ist.

Fazit zum Amalgam

Amalgam ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles andere als unbedenklich. Die Widersprüche in der Schulmedizin zu diesem Thema und das krampfhafte Festhalten an längst überholten Hypothesen, gepaart mit „Beweisführungen“, die mit Beweisführung nichts zu tun haben, all das zeigt evidenzbasiert die Unglaubwürdigkeit dieser Medizinrichtung, die wir auch beim Thema Impfen, Autismus, Alzheimer und der Plaquetheorie und vieles mehr „genießen“ dürfen. Der gemeinsame Nenner in dieser großen Gleichung ist wie eh und je die Tatsache, dass es um finanzielle Interessen geht und nicht um die Gesundheit. Würde es um die Gesundheit gehen, dann wären alle Beteiligten deutlich vorsichtiger und es gäbe mit einiger Wahrscheinlichkeit kein Amalgam.

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die zur sog. "Amalgamausleitung" in Frage kommen.

Primär kommt eine Quecksilberausleitung mittels DMSA (meso-2, 3-dimercaptosucccinic acid) und DMPS (Sodium 2,3-dimercaptopropane-1-sulfonate)in Frage. Allgemein kann man sagen, dass die in den Weichteilen (auch Gehirn) gespeicherten Schwermetalle eher mittels DMSA mobilisiert werden, während das DMPS eher das Quecksilber aus den Nieren freisetzt.

DMPS und DMSA scheinen also die Mittel der Wahl zu sein, sollten aber nur von jemandem eingesetzt werden, der sich auch damit auskennt. Vor allem sollte generell zuerst DMPS vor DMSA eingesetzt werden. DMSA wirkt anscheind übrigens auch besser, wenn es subkutan injiziert wird.

DMPS und DMSA sollten aber NIEMALS eingesetzt werden, wenn Sie noch Amalgamfüllungen im Mund haben. Keinesfalls dürfen Sie während dieser Ausleitung mit DMPS fasten.

Bioresonanztherapie Einige Kollegen nehmen eine "Ausleitung" mittels Bioresonanztherapie vor. Über den Erfolg kann ich leider nichts sagen. Ich weiß nur, dass es einige Therapeuten so machen.
Ernährung Sauerkraut könnte die Fähigkeit besitzen Quecksilber zu binden. Ich bin mir da aber nicht sicher. Ich rate generell sowieso dazu mehr Sauerkraut zu essen - aber: langsam anfangen, sonst reagiert der Körper mit Blähungen.
Heilpflanzen

Um die Leber zu schützen kann an die Mariendistel gedacht werden. Zur Bindung von Schwermetallen im Darm hat sich die Chlorella Alge bewährt. Chlorella bewirkt aber keine Entgiftung aus den "Körperzellen".

Weitere Pflanzen die hilfreich sein können: Cilantro (Koriander), Knoblauch und Haferkleie.

Homöopathie In der Homöopthie wird manchmal Okoubaka empfohlen. Ebenso die Phönix Entgiftung. Auf jeden Fall abzuraten ist die Gabe des homöopathischen Quecksilbers: Mercurius.
Im Bereich der Schwermetalle halte ich eine homöopathische Ausleitung nicht für geeignet. Homöopathie kann aber zur Unterstützung der Ausscheidungsorgane gegeben werden.
Orthomolekulare Medizin

Die alleinige Therapie mit Vitalstoffen bringt keine dauerhafte Besserung. Zink (evtl. auch Selen und weitere Vitalstoffe) erscheinen aber wichtig in der Therapie. Allerdings sollte zum Beispiel eine längere Gabe von Zink durch Blutkontrollen überwacht werden.

Ebenfalls in Frage kommen: Vitamin E, Benfotiamin, Glutathion, Vitamin C, Q10, Acetyl-Carnitin, Chitosan und Apfelpektin.

Selen spielt eine wichtige Rolle in der Vorbeugung. Denn je höher der Selenspiegel im Körper ist, umso geringer ist der Schaden des Quecksilbers den es Anrichten kann.

Schüssler-Salze Schüssler Salze erwähne ich nur der Vollständigkeit halber. Aus meiner Sicht wirken diese allenfalls unterstützend und regulierend: Natrium chloratum Nr. 8 und Natrium sulfuricum Nr. 10
Zahnstörfeld
Ich hatte es oebn im Beitrag ja schon angesprochen: Tote Zähne stören ebenfalls. Ich würde die durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.
Sonstiges

Raucher sind durch Quecksilber belasteteter als Nichtraucher. Gifte im Tabakrauch (z.B. Aliphate, Aromate, Carbonsäuren, Phenole, Peroxide, Nitrosamine und viele weitere), potenzieren die Quecksilberwirkung. Deshalb sollte bei einer Amalgamsanierung auf jeden Fall auf Rauchen verzichtet werden.

Kaffee und schwarzer Tee solltenwährend der Amalgamsanierung und der nachfolgenden Ausleitungsbehandlungvermieden werden.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 23.5.2015 aktualisiert.