Enzündungen: Ursachen, Symptome, Therapien und Hausmittel

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Eine Entzündung (Inflammation) ist eine Reaktion des Körpers auf schädliche Reize, mit dem Ziel, den Auslöser für die Schädigung und die Folgen zu beseitigen. Deshalb sind Entzündungen ganz normaler Bestandteil bei der Wundheilung und Infektionsabwehr. Trotzdem können sie großen Schaden anrichten.

Entzündungen können ganz abgegrenzt vorkommen (zum Beispiel Pickel) oder den ganzen Körper betreffen (zum Beispiel als Sepsis / Blutvergiftung). Sie werden meist mit der Wortendung -itis und dem betroffenen Organ bezeichnet (zum Beispiel Arthritis = Gelenkentzündung, Gastritis = Magenschleimhautentzündung).

Entzündungen können auch chronifizieren und langsam voranschreitend unbemerkt Folgeschäden hervorrufen. Ernst zu nehmen ist das deshalb, weil die resultierenden Krankheiten schwer zu behandeln sind und den Patienten dauerhaft beeinträchtigen.

Symptome, Auslöser und Ablauf einer Entzündung 

Es gibt fünf typische lokale Zeichen dafür, dass gerade eine Entzündung abläuft: Rubor (Rötung), Calor (Hitze/Überwärmung), Tumor (Schwellung), Dolor (Schmerz) und Functio laesa (gestörte Funktion). Diese Zeichen sind bei einer Entzündung, die zum Beispiel im Körperinneren abläuft, nicht immer gleich erkennbar. Allgemeine Entzündungssymptome können Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl sein. Entzündungen können aber auch ohne klare Symptome ablaufen. Schaden richten sie dennoch an.

Auslöser für Entzündungsreaktionen gibt es viele: Verletzungen, Reibung, Wärme, UV-Strahlung, Säuren, Vergiftungen, ein Ungleichgewicht körpereigener Enzyme, Allergene und natürlich Bakterien, Viruserkrankung, Parasiten oder Pilzerkrankungen. Generell versucht unser Körper, solche Probleme ohne eine Entzündung zu beseitigen, denn die Entzündung kostet ihn viel Kraft und kann Schaden anrichten. Aber nicht immer ist das möglich. Dann setzt das Immunsystem die Entzündung als Mittel ein, schädliche Stoffe schnell und effektiv zu beseitigen.

Die Entzündungsreaktion selbst beginnt mit einer kurzen Phase der Minderdurchblutung und geht dann lokal zu einer Mehrdurchblutung über. So können Entzündungszellen aus dem Blut (= weiße Blutkörperchen) an den Entzündungsherd gelangen und die Auslöser sowie untergegangene Gewebsteile aufnehmen und abbauen.

Die hohe Aktivität unseres Immunsystems war eine Voraussetzung dafür, dass der Mensch sich über die ganze Welt ausbreiten konnte: Es konnte auch neuen Erregern in weit entfernten Gegenden etwas entgegensetzen. Heute wird dieser Vorteil manchmal zum Nachteil: Unser überaktives Immunsystem ist Auslöser für viele Autoimmunkrankheiten, zum Beispiel Allergien, Diabetes, Rheuma oder Multiple Sklerose.

Der Angriff des Immun-Systems auf die eigenen Organe
Die Autoimmunkrankheiten sind entzündliche Reaktionen, bei der die körpereigene Abwehr Antikörper produziert, die sich gegen bestimmte Organe und hier besonders gegen bestimmte Gewebe-Typen richten. Dort docken die Globuline spezifisch an einzelnen Zell-Formen an. Nachgewiesen ist das für die Entstehung des Diabetes Typ-1, wo spezifische Antikörper auftreten, die die ß-Zellen der Langerhans´schen Inseln angreifen. In diesen Strukturen der Bauchspeicheldrüse wird das Insulin produziert. Beim Diabetes Typ-1 fanden Wissenschaftler auch die entsprechenden T-Lymphozyten (Weiße Blutkörperchen), die ß-Zellen bekämpfen. Außerdem scheinen Virus-Infektionen eine Rolle zu spielen, doch inwieweit dies mit der fatalen Autoimmun-Reaktion im Zusammenhang steht, ist ungeklärt http://flexikon.doccheck.com/de/Diabetes_mellitus_Typ_1).

Auch die Multiple Sklerose gehört zu den Autoimmunkrankheiten. Ziel des selbstzerstörerischen Angriffes sind hier die Myelin-Scheiden, die eine Art Isolierung der Nervenzellen darstellen. Der Abbau der Schutzhüllen führt zu neuronalen Ausfällen. In großer Vielfalt treten die rheumatoiden Erkrankungen hervor. Hier hat jede Form ihre eigene, spezifische Autoimmun-Reaktion. Es gibt kaum ein Gewebe, das von den rheumatischen Erkrankungen nicht befallen werden kann.

Die Liste der Autoimmunkrankheiten ist lang, einige von ihnen sind sehr selten und schwer zu diagnostizieren (http://www.autoimmun.org/erkrankungen/betroffene-systeme).

Eine weitere, „unzweckmäßige“ Reaktion des Immun-Systems sind die Allergien. Hier kommt es zu entzündlichen Reaktionen auf harmlose Antigene, die gar nicht zu infektiösen Erregern gehören. Dabei kann die Immun-Antwort abhängig vom Allergie-Typ sofort oder zeitlich verzögert erfolgen. Beim Typ II kommt es – ähnlich wie bei der Autoimmunreaktion – zur Zerstörung körpereigener Zellen.

Doch diese vielfältigen Varianten der fehlgesteuerten Arbeit unseres Immun-Systems sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Körperabwehr ständig lebensrettende Funktionen erfüllt. Und es lernt bei jedem Kontakt mit einem unbekannten Erreger dazu.

Die Strategie der Säuglinge

Für Säuglinge hat sich die Natur etwas besonders Praktisches ausgedacht: Da ihr eigenes Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist und sie außerdem nicht aus schädlichen Situationen weglaufen können, brauchen sie besonders effektive Methoden zur Abtötung von Krankheitserregern.

In der Muttermilch ist deshalb ein Stoff namens Lactoferrin enthalten, der sehr effektiv Erreger bindet und aus dem Körper ausscheiden hilft. Ich kann deshalb nur allen Müttern raten ihr Kind zu stillen - und zwar ein Jahr lang.

Das Beste daran: Der Körper kann auf diese Weise die schädlichen Stoffe loswerden, ohne auf Entzündungen zurückgreifen zu müssen. Und dadurch hat er Energien frei, die dringend für das Gehirnwachstum gebraucht werden. Auch bei Erwachsenen, die an chronischen Infektionen oder Entzündungen leiden, kann Lactoferrin gute Dienste leisten.

„Stille“ Entzündungen

Tritt eine starke Entzündung mit Schmerzen und Schwellungen, womöglich sogar mit Fieber auf, wird schnell deutlich, dass etwas nicht in Ordnung ist. Über die Sache mit dem Fieber (und weshalb das nicht einfach "stumpf" unterdrückt werden sollte), habe ich bereits in meinem Fieber-Beitrag berichtet.

Ein kurzer Auszug daraus mag an dieser Stelle das Problem der fiebersenkenden Maßnahmen verdeutlichen:

Wird nämlich der Körper während eines Fiebers wiederholt durch aggressive Therapien weiter belastet, kann dadurch das Immunsystem soweit beeinträchtigt werden, dass er gar kein hohes Fieber mehr erzeugen kann... Und das selbst dann nicht mehr, wenn es das möchte [pubmed].

Das Fatale daran ist letztlich: Wenn Fieber häufiger "drastisch" gesenkt wird (je nach genetischer Ausprägung) kann daraus eine chronische Krankheit entstehen.

Bei den chronischen Erkrankungen sind die Entzündungen aber viel unauffälliger, und das kann sehr problematisch werden. Viele Menschen haben dauerhafte leichte Entzündungen, ohne dass sie es überhaupt merken. Trotzdem können diese entzündlichen Prozesse Auslöser für viele chronische Krankheiten sein.

Hauptursache von solchen „stillen“ Entzündungen ist die Lebensweise vieler Menschen mit zu wenig Bewegung, Vitamin-D-Mangel und falscher Ernährung.

Ob Sie unterschwellige Entzündungen haben, lässt sich recht gut über einen Blutwert feststellen: Die Menge an C-reaktivem Protein (CRP) sagt einiges über Entzündungsprozesse im Körper aus.

Wie wichtig eine stetige Kontrolle solcher Entzündungszeichen ist, zeigt eine Betrachtung der möglichen Folgeerkrankungen. Oft über Jahre schwelende Inflammationen können  Krankheiten verursachen, die dann unheilbar sind.

So fördern Entzündungen der Blutgefäße die Arteriosklerose, womit die „Vaskuklitis“ zu einem Risiko-Faktor für die Volkskrankheit Nr 1 zu rechnen ist. Die schwersten Folgen der Herz-Kreislauf-Krankheiten sind die Haupttodesursachen in den westlichen Gesellschaften: Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Forscher konnten zeigen, dass große Mengen der entzündungsauslösenden Zytokine im Blut das Sterblichkeitsrisiko stark erhöhen (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11120695).

Eine Herzmuskelentzündung kann symptomfrei verlaufen und hat unbehandelt oft eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zur Folge. Der chronisch geschädigte Hohlmuskel kann sogar zum Herzstillstand führen, wenn nicht zuletzt noch eine Herz-Transplantation möglich ist. 

Auch bei der neurodegenerativen Demenz-Erkrankung „Alzheimer“ sollen entzündliche Prozesse beteiligt sein. Das ist zwar noch nicht stichhaltig bewiesen, aber Studien liefern dafür starke Hinweise (http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0009505). Nach meiner Meinung ist das gar nicht mehr zu leugnen

Neben diesen Krankheiten können Entzündungen noch eine ganze Reihe von Beschwerden auslösen. Eine besondere Rolle spielen hier Inflammationen des Darmes als Eintrittspforte des Körpers. Morbus Crohn ist eine der bekanntesten chronischen Darm-Entzündungen, die heute den Autoimmunerkrankungen zugerechnet wird, obwohl einige Ärzte auch mikrobielle Infektionen verantwortlich machen. Genetische Faktoren sind offenbar für die Entstehung der Zöliakie ausschlaggebend. Folge des gereizten Darmes ist hier eine Unverträglichkeit gegen Gluten. Das Weizeneiweiß ruft eine Allergie hervor.

Das Leaky-Gut-Syndrom: Der Darm als Entzündungsherd im gestressten Körper

Der Darm vereint zwei Funktionen, die sich zu widersprechen scheinen. Das Organ resorbiert die Nahrungsbestandteile und muss deswegen permeabel (durchlässig) sein. Gleichzeitig bildet die Darmschleimhaut  (Mucosa) eine Barriere gegen Giftstoffe und infektiöse Mikroben und ist damit ein Abschlussgewebe wie die Haut. Die Mucosa muss also im höchsten Maße selektiv arbeiten.

Dieses sensible Gleichgewicht von Schutz-Funktion und Permeabilität kann gestört sein. Dann leiden Patienten unter dem Leaky-Gut-Syndrom.

chronische Entzündungen durch Leaky Gut Syndrom

Die Entstehung des „undichten“ Darmes ist oft ernährungsbedingt. Zuviel Kohlenhydrate, insbesondere Zucker, begleitet von ballaststoffarmen Lebensmitteln sowie Alkohol verursachen die Störung im Gastrointestinal-Trakt.

Auch Stress-Hormone und die Botenstoffe der Schilddrüse mit auslösend sein, wenn sie pathologisch erhöht sind.

Oral eingenommene Antibiotika sind ein weiterer Faktor, der das Leaky-Gut-Syndrom hervorruft. Denn die Biozide greifen auch die Darmflora an, wodurch sich ihre Zusammensetzung verändert (Dysbiose). Die Besiedlung mit den Einzellern ist ein wesentlicher Teil der lebenswichtigen Darm-Barriere.

All diese Faktoren schwächen die einzelnen Mucosa-Zellen und den gesamten Gewebsverband des Darmes. Sogar zum Zelltod soll es im Abschlussgewebe kommen, sodass Allergene und wahrscheinlich auch Krankheitserreger nun verstärkt eindringen können.

Die Schicht unterhalb der Mucosa, die Submucosa, beheimatet das darmeigene Immun-System, das beim Leaky-Gut-Syndrom vor besonderen Aufgaben steht. Unbekannte Eindringlinge müssen bekämpft werden und Wechselwirkungen mit den neu hinzutretenden Allergenen finden statt.

Auf der anderen Seite ist die normale Resorption von Nähr- und Vitalstoffen beeinträchtigt. Folge dieser Prozesse sind übergreifende Entzündungen und Allergien. Der Therapie-Ansatz richtet sich auf die Reparatur der Darmflora mit probiotischen Produkten. Vorangehen sollte eine gründliche Darmeinigung. 

Fettzellen als Entzündungsauslöser

Aus einem weiteren Grund ist eine gesunde Ernährung wichtig für die Bekämpfung von Entzündungen: Übergewicht ist ein deutlicher Risikofaktor für chronische Entzündungen. Prall gefüllte Fettzellen geben ständig Botenstoffe ab, die Entzündungen auslösen und fördern.

Übergewichtige haben deshalb fast immer leicht erhöhte Entzündungswerte im Blut. Diese werden meist gar nicht wahrgenommen, können aber zur Entstehung von Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt, Arthrose, Rheuma oder Krebs beitragen. Wer es schafft, durch gesunde Ernährung und regelmäßiges Training die Fettzellen wieder zu verkleinern, verringert also auch die Gefahr von Entzündungen und eventuell daraus entstehenden schweren Erkrankungen.

Besonders gefährlich ist übrigens das Bauchfett. Und dieses wirkt fast wie ein Organ und erhöht z.B. auch das Demenzrisiko.

Personen, die eher an der Hüfte und am Po zunehmen, haben leichte Vorteile.

Cyclooxygenase-2 – ein wichtiges Enzym, das Probleme bereiten kann

Eines unserer wichtigsten Enzyme, das an Entzündungsprozessen im Körper beteiligt ist, ist die Cyclooxygenase-2 (COX-2). Denn sie hilft dabei, Prostaglandine und Zytokine zu produzieren, die ihrerseits dafür nötig sind, Krankheitskeime zu bekämpfen und Infektionen zu heilen. Doch kommt es bei einigen Menschen zu einer unkontrollierten Überproduktion von COX-2, sodass chronische Entzündungen und Schmerzen eine Folge sein können. Oft erhalten Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, einer schmerzhaften Arthrose oder allgemein bei Schmerzen auch so genannte selektive COX-2-Hemmer.

Diese können allerdings sehr vielschichtige Nebenwirkungen haben. Denn COX-2 scheint nicht nur bei Entzündungsreaktionen wichtig zu sein, sondern auch bei der Magengesundheit eine entscheidende Rolle zu spielen. Außerdem binden die Medikamente zwar das Enzym, doch ändern sie nichts an dem Grundproblem, nämlich daran, dass COX-2 bei den erkrankten Personen zu häufig hergestellt wird. Dieses Prinzip ist für mich so hirnrissig, wie einem Menschen Schmerzmittel zu geben, dem ein Pferd auf den Fuß getreten ist und dessen Huf immer noch auf dem Fuß steht. Herzlich willkommen in unserer symptomorientierten Medizin.

Bevor die COX-2-Hemmer auf den Markt kamen, waren Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) die Mittel der Wahl. Doch bei ihnen traten noch weitaus häufiger Magenschleimhautschäden und Nierenprobleme während einer Langzeittherapie auf. Denn die Medikamente hemmten nicht nur die Aktivität von COX-2, sondern außerdem die von einem nahe verwandten Enzym, das die Magensäureproduktion reguliert. Ich rate aber auch hier zur Vorsicht: Nur wenige Patienten kennen noch den Skandal aus dem Jahr 2000 um den Cox-2-Hemmer VIOXX.

Auf der anderen Seite sind zahlreiche Vitalstoffe bekannt, die Entzündungsreaktionen nebenwirkungsfrei im Körper minimieren, sodass eine gesunde Ernährung in jedem Fall der Medikamenteneinnahme vorzuziehen ist. Aber davon hört man in den Praxen relativ wenig.

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Entzündungen im Mund- und Rachenbereich betreffen den ganzen Körper

Der Mundraum bietet für schädliche Bakterien und andere Krankheitskeime besonders günstige Bedingungen. Denn das feuchtwarme Klima und die an den Zähnen anhaftenden Speisereste sorgen für ein optimales Wachstum. Doch wenn sich dort viele Bakterien ansiedeln, dann können sie auf Dauer die feinen Blutgefäße im Mundraum in Mitleidenschaft ziehen. Dabei kann die einzellige Schutzschicht der Blutgefäße (Endothel) durchbrochen werden, die normalerweise dafür sorgt, dass keine Fremdstoffe in die Blutbahn gelangen.

Zwar reagiert das Immunsystem selbstverständlich bereits bei Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis mit Abwehrmaßnahmen. Doch wenn die Bakterien erst einmal in den Blutkreislauf eingedrungen sind, so können sie von hier aus in den gesamten Organismus gelangen.

Die weißen Blutkörperchen müssen also viel mehr arbeiten, um die Eindringlinge zu bekämpfen. Und Krankheitskeime in der Blutbahn können (teils lebensgefährliche) Entzündungen (Endokarditis, Perikarditis) hervorrufen. Die lokale Entzündung weitet sich also auch auf andere Körperteile aus.

Daher ist eine gründliche Mundhygiene nicht nur wichtig für strahlende Zähne, sondern ebenso für die Gesundheit. Zusätzlich zum regelmäßigen Zähneputzen kann vor allem das Reinigen mit Zahnseide dabei helfen, Entzündungen zu vermeiden. Denn die Zahnzwischenräume sind mit der Zahnbürste kaum zu erreichen. Andererseits helfen auch Antioxidantien dabei, die Zytokinausschüttung in entzündetem Zahnfleisch gering zu halten (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21574020).

Sehr wirksam scheint das Coenzym Ubichinon-10 zu sein, das nicht nur als Radikalfänger wirkt, sondern gleichzeitig beim Energiestoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Denn schließlich benötigen die Zellen des Immunsystems eine Menge Energie, um Krankheitskeime zu bekämpfen.

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    Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass entzündliche Prozesse in den Gefäßen zur Verengung der Arterien führen können. Körpereigene Abwehrzellen lagern sich an den betroffenen Stellen an. Dort kommt es dann zur “Pfropfenbildung”.

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und alternativmedizinische Therapieverfahren, die bei Entzündungen infrage kommen können.

Ernährung

Grundsätzlich sollte man bei jeglicher Art von Entzündung seine Ernährung auf GESUND umstellen.

Zucker, Weißmehl, Schweinefleisch und Süßstoffe (unter anderem Aspartam!) sind für mich Nahrungsmittel, die jede Entzündung unterschwellig in Gang halten können. Diese sind unbedingt zu meiden.

 

Orthomolekular-Medizin

Vitamin C, Vitamin E, Wobenzym N, Alpha-Liponsäure, Grünlippmuschel, Abszisinsäure und Pycnogenol sind interessant und wirksam bei Entzündungen.

Omega-3-Fettsäuren sind sehr interessant und entzündungshemmend.

Vitamin E wirkt einem altersbedingten Anstieg von COX-2 entgegen.

Transferfaktoren bieten eine sehr interessante Therapieoption, ebenso wie das DMSO, das über verschiedene Mechanismen "dämpfend" bei Entzündungen wirken kann.

Und auch das Astaxanthin: Es gibt Ansätze, die belegen können, dass Astaxanthin die Produktion von verschiedenen Entzündungsmediatoren (z.B. TNF-α, IL-1β, IL-6, NO oder PGE2) zum Teil deutlich hemmen kann.

Heilpflanzen

Auch die in verschiedenen Pflanzen enthaltenen Polyphenole und Flavonoide minimieren die Bildung verschiedener Entzündungsfaktoren. Infrage kommen unter anderem: Helmkraut -Baikalhelmkraut, Echinacea, Ingwer, Propolis, Myrrhe, Teebaumöl, Schwarzkümmelöl.

Extrakte der Mariendistel scheinen bei chronischen Entzündungen ebenso wirkungsvoll zu sein wie solche aus dem Küchenkraut Rosmarin.

Die entzündungshemmende Wirkung der Katzenkralle, einer Liane mit zahlreichen Heilwirkungen, konnte in Tierversuchen und Zellkulturen nachgewiesen werden.

Äußerlich: Umschläge mit Ringelblumen-Tee.

Weihrauch (Boswellia sacra) wird seit Jahrhunderten in der indischen Medizin bei Entzündungen eingesetzt. Das Harz enthält Boswelliasäure. Diese ist dafür bekannt, Enzyme zu hemmen, die Entzündungsreaktion herbeiführen. Vor allem Entzündungen im Mundraum werden durch das Harz gelindert (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22615671).

Säure-Basen-Haushalt Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" können bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen. Gerade auch bei chronischen Entzündungen kommt es bei Patienten oftmals verstärkt zu einer Übersäuerung, die es zu beachten und zu kompensieren gilt.
Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen können problematisch sein. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Gerade bei immer wiederkehrenden Entzündungen sollte man auch an Störfelder und Toxine (chronische Vergiftung) denken.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 07.06.2016 aktualisiert.