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Der bekannte Fastenarzt Franz Xaver Mayr ( F.X. Mayr Kur) sagt zu
den Darmproblemen der Neuzeit:
"Chronische Darmstörungen sind das unbekannteste, weitverbreitetste und
verhängnisvollste Leiden des modernen Menschen".
Und in der Tat erzählen Witze von den Lieblingsthemen älterer Menschen: Essen,
Wetter, Krankheiten und der letztmalige Stuhlgang.
Der Magen-Darm-Trakt ist ein komplexes Organ und kann unter Umständen sehr
störanfällig sein. Daneben gibt es einige Erkrankungen, die das Verdauungssystem
betreffen.
Häufige Erkrankungen des
Darms
Häufig ist der Reizdarm bzw. der Reizmagen. Bei diesen Krankheitsbildern kommt es in bestimmten
Situationen oder immer wiederkehrend zu Verdauungsunregelmäßigkeiten mit Bauchschmerzen und Blähungen. Eine
"organische Ursache" für die Beschwerden kann beim Reizdarm- bzw. Reizmagen-Syndrom durch die
meisten Schulmediziner nicht gefunden werden;
Diese Erkrankungen gehören für die meisten Ärzte zu den "funktionellen Störungen",
bei denen eine psychosomatische Ursache vermutet wird.
Vornehmlich im Kindesalter, aber auch in allen anderen Altersklassen, kann es zu
einer Infektion des Magen-Darm-Trakts mit
Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten kommen
(Magen-Darm-Grippe = Gastroenteritis).
Häufig findet man hier Noro- oder Rotaviren, das Bakterium Campylobacter jejuni (vor
allem durch nicht durchgebratenes Geflügelfleisch übertragen), Salmonellen (vor allem über
Eier und Eiprodukte), den Pilz Candida albicans
oder Würmer und Amöben. Die Symptome sind Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen; auch
Reisedurchfall wird durch Infektionen
verursacht.
Ebenfalls häufig ist die Refluxkrankheit (gastroösophageale
Refluxkrankheit). Hierbei kommt es durch eine Funktionsstörung des unteren
Speiseröhrenschließmuskels zu einem Rückfluss von saurem Magensaft in die Speiseröhre
(Ösophagus). Das führt zu Sodbrennen vor allem nach großen
Mahlzeiten, im Liegen oder beim Vornüberbeugen. Außerdem kann es zu Oberbauchschmerzen
kommen. Die chronische unbehandelte Refluxkrankheit kann zu Husten,
Kehlkopfentzündung oder Asthma führen und erhöht das Risiko, an einem Speiseröhrenkrebs
(Ösophaguscarcinom) zu erkranken.
Auch häufig kommt es zu Magenschleimhautreizungen und Magenschleimhautentzündungen
sowie einem Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwüren
(Ulcus ventriculi bzw. Ulcus duodeni). Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) kann durch eine dauerhafte
Einnahme von Schmerzmedikamenten (z.B. ASS, Ibuprofen), Rauchen,
übermäßigen Alkoholkonsum oder Stress entstehen.
Aber auch Autoimmunerkrankungen oder die
Infektion der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter
pylori können eine Gastritis hervorrufen. Bei einer chronischen Gastritis steigt das
Risiko ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür zu bekommen sowie das Risiko einen Magenkrebs
(Magencarcinom) zu entwickeln.
Blinddarmreizungen und Blinddarmentzündungen (genauer eine
Entzündung des Wurmfortsatzes = Appendizitis) treten vor allem im Kindes- und jungen
Erwachsenenalter auf und äußern sich durch Übelkeit, Erbrechen, eine erhöhte Temperatur und Bauchschmerzen (im
Krankheitsverlauf im rechten Unterbauch lokalisiert). Wird die Blinddarmentzündung nicht
rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, kann es zu ernsthaften Komplikationen mit
Todesfolge kommen.
Die Divertikulitis wird oft als Appendizitis des älteren Menschen
bezeichnet. Dabei entzünden sich Darmausstülpungen (Darmdivertikel) des Dickdarms und verursachen Schmerzen, die im
linken Unterbauch lokalisiert sind. Hinzu können Stuhlunregelmäßigkeiten
kommen.
Bei fast jedem Menschen findet man Hämorrhoiden. Das sind Gefäßaussackungen im
Analbereich, die die Kontinenz auch für Darmgase gewährleisten. Hämorrhoiden werden zu einer
Erkrankung, wenn der Blutabfluss aus dem Gefäßpolster nicht mehr möglich ist und eine
dauerhafte Schwellung besteht. Die Schleimhaut kann an dieser Stelle einreißen, es kommt zu
Blutauflagerungen auf dem Stuhl und am Toilettenpapier, im Krankheitsverlauf kann es zu
Jucken, Brennen und Nässen kommen.
Darmkrebs betrifft vor allem ältere Menschen und
kommt häufiger im Dick- als im Dünndarm vor. Erste Anzeichen können Stuhlunregelmäßigkeiten
und verdeckte (okkulte) Blutbeimengungen sein. Später ist sogar ein Darmverschluss (Ileus)
möglich. Eine Vorstufe von Darmkrebs können Darmpolypen (Schleimhautwucherungen) sein.
Neben den Lebensmittelunverträglichkeiten und -allergien (z.B. Laktoseintoleranz, Zöliakie) können auch
chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa,
Morbus Crohn) Durchfälle und Bauchschmerzen
verursachen.
siehe auch: After-Juckreiz - Drei-Monatskoliken - Darmsanierung - Eiweissverdauung - Gallensteine -
Heißhunger - Lebensmittelvergiftung - Leberschrumpfung - Leberschwäche
- Milzleiden - Würmer beim
Menschen
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