Bluthochdruck - Hypertonie - hoher Blutdruck
Zu hoher Blutdruck? Alternative Hilfe bei Hypertonie (Bluthochdruck)
Lesen Sie hier:
- Wie die Schulmedizin Bluthochdruck und die Werte für zu hohen Blutdruck immer wieder neu definiert
- Die Schattenseiten der Bluthochdruck-Medikamente
- Was Sie selbst bei Bluthochdruck tun können und welche alternativen Hilfen es gibt...
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Grundsätzliches bei Bluthochdruck
Als „normaler“ Blutdruck wird ein so genannter
Wert 130/80 mmHg angenommen. Einen Druck von 140/90 bis 160/95 mmHg nennt man Grenzwerthypertonie. Eine
ausgeprägte Hypertonie besteht, wenn der Druck letzteren Wert übersteigt.
Dabei wird wieder unterschieden zwischen einer milderen Form (95 – 104 mmHg), einer mittleren Form des
Bluthochdrucks (105 – 114 mmHg) und einer schweren Form (über 114 mmHg). Daraus können Sie ableiten, dass der
untere Wert der aussagekräftigere ist. Dies ist der Druck, der in den Arterien stehen bleibt, wenn das Herz sich
entspannt und wieder mit Blut füllt. Die Bezeichnung "Millimeter Quecksilbersäule" (mm Hg) ist ein physikalisches
Maß für den Druck.
Wie der Blutdruck genau geregelt wird können Sie in meinem Beitrag Blutdruckregulation lesen.
Offenbar ergeben diese Werte nicht genügend "Patientenmaterial", wie es so schön in der Fachsprache
heißt.
Jedenfalls lese ich in einem neueren Buch (Syndrom X, ISBN 3-7742-5283-1), dass die "American Heart
Association" die Werte nach unten korrigiert hat. Deutschland hat mittlerweile nachgezogen. Optimal wäre demnach
jetzt ein Blutdruckwert von 120:80, normal 130:80. Ein Wert von 139:89 gilt als hoher Blutdruck und wäre somit
therapiebedürftig. Bei bestimmten Nierenproblemen (wenn zum Beispiel mehr als ein
Gramm Eiweiß pro Tag ausgeschieden wird), wird von manchen sogar ein Blutdruck von nur 125 zu 75 mmHG
angestrebt.
Bei Nierenproblemen kann man noch darüber nachdenken was man dagegen tun könnte. Bei den allermeisten
Patienten denke ich allerdings, dass man über das Ziel hinausgeschossen ist, denn jetzt sind mit Sicherheit 60
bis 80 Prozent der Menschen jenseits des 60. Lebensjahres Hochdruckpatienten und jenseits des 70.
Lebensjahres 100 Prozent - und natürlich brauchen diese MEDIKAMENTE.
Die derzeitige Meinung bezüglich der Therapie des Bluthochdrucks wird allgemein geradezu als "Durchbruch"
dargestellt und auch eine Impfung gegen Bluhochdruck mit gefäßverengenden Hormonen geradezu als "Revolution"
angepriesen.
Was viele Ärzte aber nicht sagen: alle Medikamente gegen Bluthochdruck haben verschiedene Nebenwirkungen:
Depressionen, sexuelle Funktionsstörungen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit.
Diuretika, die als angeblich sicher eingestuft werden, erhöhen das Risiko für Diabetes um den Faktor 11.
Betablocker können bei älteren Männern Krebs verursachen und generell das
Erinnerungsvermögen beeinträchtigen.
ACE Hemmer können gravierende Nierenschäden hervorrufen (oder zum Tod
führen, wenn sie zu früh nach einem Herzinfarkt gegeben werden).
Kalziumantagonisten werden mit schweren Hautproblemen wie dem Steven-Johnson-Syndrom in Verbindung
gebracht.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Trotz aller Medikamente aus dem Arsenal der Pharmalabore: In Europa erreichten bei einer Umfrage von 12.000
Patienten aus fünf Ländern nur ca. 30% (!) das von den Ärzten angestrebte Ziel (vgl. Blood Pressure, 1993, S.
5ff.)
Da stellt sich die Frage:
- Geben wir Menschen zunehmend Medikamente wie Betablocker, damit diese sich weniger an "emotionale Dinge"
erinnern (was durch Studien bewiesen wurde)?
- Werden Grenzwerte gesenkt, damit mehr Medikamente verkauft werden?
- Verkauft man gegen die Nebenwirkungen (wie zum Beispiel Potenzstörungen bei Beta Blockern) andere
Medikamente gegen genau diese Nebenwirkungen (z.B. Viagra)?
Wenn man sich die entsprechenden Studien dazu ansieht könnte man zu dieser Überzeugung kommen. Und falls Sie das
in den Bereich der "Verschwörungstheorien" abtun, bitte ich Sie, sich einmal den Beitrag "Das Pharmakartell" anzusehen und zu lesen.
Dagegen haben Sie die natürlichsten Wirkstoffe gegen Bluthochdruck selbst in der Hand:
Bewegung, gesunde Ernährung, Stressreduktion, sowie die
Vermeidung der Risikofaktoren: Übergewicht, Alkohol und Rauchen...
... und das OHNE Nebenwirkungen. Ist das nicht wirkliche Naturheilkunde?
Achtung: Bevor Sie Mittel gegen Cholesterin nehmen, lesen Sie meinen
Cholesterin-Report.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei zu
hohem Blutdruck (Hypertonie) in Frage kommen.
| Aromatherapie |
Orale Einnahmen von Aroma-Essenzen sollten von erfahrenen Therapeuten begleitet
werden.
Knoblauch, Lavendel, Majoran, Melisse, Muskateller Salbei, Ylang-Ylang,
Zitrone.
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| Bachblüten |
Wenn der Bluthochdruck vor allem durch Stress verursacht wird, können Bachblüten ausgleichend wirken.
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| Traditionelle chinesische Medizin |
Akupunktur ist für mich nicht das erste Mittel der
Wahl. Besser geeignet sind nach TCM Vorstellung YIN-stärkende Lebensmittel, die den Körper eher
kühlen. Zusätzlich Qi Gong oder Tai Chi.
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| Ernährung |
Das Bluthochdruck auch "nur" durch Ernährungsumstellung gesenkt werden kann,
zeigte diese Studie: Alternativen bei hohem Blutdruck.
Vollreis-Kur: 4 Wochen lang täglich eine Portion Vollreis in allen
Variationen. Mit Kräutern würzen. Salz und scharfe Gewürze meiden. Keine Genussgifte wie Kaffee oder Schwarztee.
Tierische Fette reduzieren.
Essen Sie auch zwei mal wöchentlich Fisch, besonders Hering, Thunfisch, Lachs
oder Makrele.
Grundsätzlich empfehle ich begleitetes Heilfasten um eine Umstimmung des Organismus zu
erreichen. Ansonsten bietet sich auch an, wöchentlich einen Obsttag, Reistag oder einen
Kartoffeltag einzulegen.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
Je 30 ml Weissdorn und Mistel, je 20 ml von Immergrün
und Zinnkraut.
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| Heilpflanzen |
Für folgende Pflanzen liegen positive Studiendaten (positive Monographie der Kommission E) vor:
Helmkraut, Knoblauchzwiebel, Mistelkraut, Rauwolfiawurzel
Gute Erfahrungen liegen auch mit folgenden Heilpflanzen vor: Alpenrosenblätter, Fuchskreuzkraut,
Honigkrautblätter, Immergrünblätter, Waldgamanderkraut, Zwiebel
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| Klassische Homöopathie |
Homöopathie-Mittel beim sog. "roten"
Bluthochdruck (Blutandrang zum Kopf, Kopfschmerz, Schwindel, Schlaflosigkeit,
Herzklopfen etc.):
Aconitum D30
Arnica D4
Aurum metallicum D4
Conium D4
Ergotinum D4
Glonoinum D4
Sulfur D12
Strontium Carbonicum D12
Homöopathie-Mittel beim sog. "blassen"
Bluthochdruck (frostige Patienten, Vergreisung, hohes Lebensalter,
Gedächnisschwäche, allgemeine Paralyse):
Barium Carbonicum D6
Plumbum Metallicum D6
Cuprum Metallicum D6
Arsenicum Album D6
Blutdruck einmal zu hoch - dann wieder zu
tief:
Crataegus (Urtinktur)
Lachesis D12
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| Medizinische Massagen |
Eine gute Massage kann zur inneren
Entspannung beitragen, vor allem, wenn Ihr Bluthochdruck durch Stress bedingt
ist.
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| Orthomolekular-Medizin |
Empfohlene Tagesdosis:
| 1 – 1,5 g Kalzium
zusammen mit 400 – 600 mg
Magnesium |
Am Besten ein entsprechendes Präparat, z.B. Dolomit
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2 – 4 g Taurin
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60 – 90 mg Coenzym Q 10
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| 1 – 1,5 g Omega-3-Fettsäuren |
In Form von Fischölkapseln
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Nach Earl Mindell: 3 x 3
Kapseln Lecithin, 2 x 1 Multivitamin, 100 IE Vitamin E steigernd bis 400 IE, 3 x 1
Spirulina-Kapsel, 3 x 1 Knoblauch-Kapsel. 100µg Chrom/Tg.
Wer als Patient Bluthochdruckmittel einnehmen "muss", profitiert von der
Einnahme der Aminosäure Arginin. Dosierung: bis zu zwei mal 1000mg täglich.
Pycnogenol kann chinisischen Studien zufolge ebenfalls dazu beitragen, dass
Blutdrucksenker reduziert werden können.
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| Säure-Basen-Haushalt |
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten
und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen.
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| Schröpfen |
Nierenzone auf der Höhe Th 12
bis eine Handbreit kaudal des Kreuzbeins auf dem Blasen-Meridian. Evtl. mit dem Hypertoniepunkt L5
(Hypertonie-Sülze) kombinieren, jedoch nur, wenn die Systole über 160 mmHg
liegt.
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| Schüssler-Salze |
Allgemein zu hoher Blutdruck: Magnesium phos. Nr. 7.
Erhöhter Blutdruck durch Arterienverkalkung: Calcium fluoratum
Nr. 1, Calzium phos. Nr. 2, Magnesium phos. Nr. 7, Natrium chlor. Nr. 8, Natrium phos. Nr. 9,
Silicea Nr. 11.
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| Spagyrik |
Regulierend: Mistel, Rosmarin, Weissdorn, Yohimbe.
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| Wirbelsäulensegmente |
Eine Fehlstellung des C1 (Atlas) kann
Bluthochdruck verursachen. Gemäss der Dorn-Methode kommen folgende Segmente in Frage: Th 2 (H), Th 4 (G), Th 5 (Le),
Th 10 + 11 (N), Th 12 (Dü), L 1 (Di), L 3 (B), auch C 2 und 4.
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| Sonstiges |
Aus der Kneipptherapie: Knie- und Schenkelgüsse,
Armgüsse, Wechselfußbäder, Wassertreten, Taulaufen, Extreme Temperaturwechsel
meiden.
Ausgleichend und
insgesamt sehr entspannend wirkt eine Fußrefelexzonenmassage .
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| Störfelder |
Wenn Sie unter besonderen Beschwerden bei Wetterwechsel leiden, finden Sie weitere
Informationen in meinem Beitrag Wetterfühligkeit.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 17.9.2011 aktualisiert.

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