niedriger Blutdruck - Hypotonie
Blutdruck zu niedrig? Ursachen, Symptome und Therapie der Hypotonie
Um den menschlichen Organismus mit ausreichend Blut versorgen zu können, ist ein bestimmter Druck notwendig. Das
Herz pumpt durch seine Schläge (ca. 70 pro Minute) das Blut in die Gefäße (v.a. Aorta), der dabei entstehende Druck
hängt vom Gesundheitszustand des Herzens sowie der Gefäße ab.
Unter physiologischen Bedingungen werden dabei während der Systole (Blutauswurf aus dem Herzen) Druckwerte von
ca. 120 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) und während der Diastole (Füllung des Herzens mit Blut während der
Erschlaffungsphase) von ca. 80 mmHg erreicht. Bei Werten oberhalb dieser Bereiche spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie), Werte unterhalb werden mit Hypotonie (erniedrigter Blutdruck)
gekennzeichnet.
Die Hypotonie ist eigentlich nur ein Symptom, keine Erkrankung. Im Normalfall kommt es zu keiner dauerhaften
Schädigung von Gefäßen und Organen.
Der menschliche Körper ist in der Lage, das gesamte Leben lang einen erniedrigten Blutdruck zu tolerieren. Ein
gesenkter Blutdruck kann zudem Schutzfunktion besitzen, denn er bewahrt den Organismus z.B. vor Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) oder peripheren Gefäßverschlüssen. Deshalb sagt man Patienten mit
niedrigem Blutdruck auch nach, dass diese eine hohe Lebenswerwartung hätten.
Häufig weist die Literatur eine Grenze unterhalb 100 mmHg für den systolischen Wert und unterhalb 60 mmHg für
die Diastole (auch geschlechtsabhängig, Werte von Männern liegen meist etwas höher) aus. Ursachen für den gesenkten
Blutdruck können primärer oder sekundärer Genese sein.
Die primäre Hypotonie (auch essentielle Hypotonie) ist die häufigste Form eines
gesenkten Blutdrucks. Essentiell bedeutet in der Medizin immer: "Ich weiß auch nicht genau woran das liegt". Die
primäre Hypotonie wird vermehrt bei jungen, schlanken Frauen beobachtet. Eine familiäre Disposition wird
diskutiert.
Die sekundäre Hypotonie entsteht als Folge einer Erkrankung (z.B. Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Erkrankungen der Nebennierenrinde,
Hypothyreose), als Wirkung auf ein Medikament (z.B. Psychopharmaka, Diuretika, Mittel zur
Gefäßerweiterung) oder durch starken Flüssigkeitsmangel (Hypovolämie).
Ein Blutdruckabfall kann akut, ohne ersichtlichen Grund, auftreten. Dies zeigt sich v.a. beim plötzlichen
Aufstehen nach langem Liegen oder Sitzen sowie während langem Stehen auf einer Stelle, ohne Möglichkeit zur
Bewegung (z.B. bei einem Konzert). Es kommt zu Schindel, Kribbelgefühl in den Lippen oder Fingern (Zehen),
allgemeinen Kreislaufproblemen bis hin zur kurzen Ohnmacht. Man spricht hier von der orthostatischen
Dysregulation (das Blut versackt rasch in die Beine und steht der Hirndurchblutung nicht zur
Verfügung), einer Unterform der sekundären Hypotonie, die u.a. auch durch Alkoholabusus (Alkoholmissbrauch),
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Krampfadern (Varikosis) ausgelöst werden kann.
Die schlechte Durchblutung bei einer Hypotonie führt v.a. zu einer Beeinträchtigung der Gehirnfunktion. Dies
erklärt die typischen Symptome wie z.B. plötzlich einsetzende Sehstörungen (Schwarzwerden), Kopfschmerzen, Müdigkeit, Lustlosigkeit, rasche Erschöpfung, Antriebsschwäche, blasse Haut, kalte Hände oder Füße,
Bewusstseinsbeeinträchtigungen mit Kreislaufproblemen (Schwindel) bis hin zur
Ohnmacht.
Auch bei sich im letzten Drittel der Schwangerschaft befindenden Frauen
wird vermehrt eine Hypotonie beobachtet. Grund dafür ist das Ungeborene, welches durch seine Lage auf ein Gefäß
(untere Hohlvene) drückt und so die Zirkulation beeinflusst.
Meist reichen einfache Hausmittel, um den Kreislauf in Schwung zu bringen (z.B. kalt-warme Wechselduschen,
regelmäßiger Sport, Stützstrümpfe gegen Thrombose, ausreichende Flüssigkeitszufuhr). Daneben lässt sich der
Blutdruck auch medikamentös regulieren, ein Therapieverfahren, welches sich bei extremer Ausprägung (z.B. bei
häufigen Ohnmachtsanfällen = Gefahr der Verletzung durch Sturz) anbietet.
Wie der Blutdruck genau geregelt wird finden Sie im Beitrag Blutdruckregulation.
Sprache der Symptome
Menschen mit zu niedrigem Blutdruck gehen den Konflikten des Lebens aus dem Weg. Menschen mit
zu niederem Blutdruck fallen ab und zu in Ohnmacht. Und genau diese Ohnmacht ist es, was sie zum Ausdruck
bringen. Man stellt sich den Herausforderungen nicht, man kann nicht „gerade stehen“. Der Hypotoniker muss
lernen, sich den Problemen zu stellen, aktiv zu ändern, was geändert werden muss.

Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei
Hypothonie in Frage kommen.
AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel |
Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen.
Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
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| Blütenessenzen |
Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und
bringen sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammen
stellen.
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| Ernährung |
Hypotoniker brauchen mehr Kohlenhydrate als der Rest der Welt - aber keinen
Zucker!
Ein herzhaftes Frühstück mit etwas Salz, dafür ohne Marmelade (Zucker).
Unter Tags mal eine Tasse Bouillon und wenns geht: Seilspringen. Vor dem Essen 1 Glas
frischen Karottensaft.
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Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen) |
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
40 ml Rosmarin, 30 ml Weissdorn, 20 ml Lavendel, 10 ml
Arnika.
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| Gemmo-Therapie |
Mammutbaum-Knospenmazerat bis zur Besserung 1-2 Stösse in den Mund sprayen.
Johannisbeere, Stieleiche, Weissdorn.
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| Klassische Homöopathie |
Die klassisch homöopathische Therapie bei zu niedrigem Blutdruck erfordert
Kenntnisse:
bei eher blassen Menschen kommen in Frage: Veratrum Album D4,
Tabacum D12, Arsenicum Album C30, Kalium Carbonicum D6, Magnesium Carbonicum D6, Carbo vegetabilis
C30
bei nicht blassen Menschen: Aconitum C30, Gelsemium D6 oder Ammonium Carbonicum D6
wenn der Blutdruck mal zu tief und mal zu hoch ist: Crataegus
Urtinktur, Lachesis D12 oder Ammi visnaga D4
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| Medizinische Massagen |
Zur Unterstützung kann eine Massage sehr
gut tun. Sie fördert die Blutzirkulation.
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| Pflanzenheilkunde |
als Fertigpräparat unschlagbar: die
Korodin Herz-Kreislauf-Tropfen (Apotheke).
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| Säure-Basen-Haushalt |
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so
genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus
übersäuert.
In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite befolgen.
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| Schüssler-Salze |
Kalium phosphoricum Nr. 5, Magnesium phosphoricum Nr. 7
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| Spagyrik |
Mistel, Rosmarin, Weissdorn und Yohimbe
regeln den Blutdruck.
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| Wirbelsäulensegmente |
Der 5. Brustwirbel versorgt die
Leber, den Solarplexus und ist für das Blut zuständig. Fehlstellungen können Hypotonie
verursachen.
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| Zahnstörfeld |
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind
gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren
lassen.
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| Sonstiges |
Früher empfahlen Ärzte ein Gläschen
Sekt zum Frühstück - aber das ist keine empfehlenswerte Therapie wenn der Blutdruck zu
niedrig ist.
Sportliche Aktivität fördert den
Blutdruck. Wechselduschen, Bürstenmassage gegen das Herz.
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