Naturheilkunde und Alternative Medizin

Was tun bei Muskelrheuma, Weichteilrheumatismus und Fibromyalgie? Ursachen - Diagnose - Therapie

von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Was ist Rheuma bzw. Rheumatismus?

Rheumatismus ist ein Sammelbegriff für die verschiedensten Beschwerden in den Muskeln, Gelenken, Sehnen, Schleimbeuteln und anderen Teilen des Bewegungsapparates.

Es gibt drei große Rheumagruppen:

1. Die entzündlichen Gelenksbeschwerden, wie z.B. die Arthritis.

2. Die degenerativen Gelenksbeschwerden, wie z.B. die Arthrose.

3. Den Weichteilrheumatismus (Myalgie, Fibromyalgie). Diese Art Rheumatismus ist vergleichsweise die mildeste Art. Betroffen sind vor allem Nacken, Schulterblatt, Rücken- und Gesäßmuskeln.

Was ist Muskelrheuma genau?

Die Fibromyalgie (auch als Weichteilrheuma oder Muskelrheuma bezeichnet), beschreibt eine chronische, nicht-entzündliche Schmerzkrankheit, die den gesamten Bewegungsapparat betreffen kann.

Die Fibromyalgie tritt bei ca. zwei Prozent der Bevölkerung auf, wobei Frauen neun Mal häufiger erkranken als Männer.

Alle Altersgruppen können betroffen sein, ein Beschwerdehöhepunkt zeigt sich im Bereich der Wechseljahre.

Der Begriff Weichteilrheuma ist nicht ganz zutreffend, da die Fibromyalgie zu Schmerzen in der Muskulatur, den Sehnenansätzen und Tender Points oder Triggerpunkte (Schmerzdruckpunkte des Körpers) sowie zu Symptomen im vegetativen Nervensystem (vegetative Dystonie) führt.

Die auslösenden Faktoren sind in der Schulmedizin noch nicht geklärt. Eine Fibromyalgie begünstigend wirken aber traumatische Ereignisse (z.B. Verletzung, Operation), Mangelversorgung der Muskulatur, Infektionen, Stress, Müdigkeit, Kälte, Feuchtigkeit und schwere körperliche Arbeit.

In der Naturheilkunde sehen wir häufiger Eiterherde an den Zahnwurzeln (meist wurzelbehandelte), Mandeln, Kiefer- und Stirnhöhlen. Bakterienherde gelangen über die Lymph- und Blutbahn in den Körper. Schon oft hat das Ziehen eines „toten“ Zahnes schlag-artige Besserung gebracht. Was auch fast immer zu finden ist ist eine Übersäuerung des Organismus.

Symptome

Der Beginn der Erkrankung zeigt sich meist durch Schlafprobleme und Magenbeschwerden oder Darmprobleme, die den Betroffenen im Alltag schwächen.

Häufig kommt es zu Schmerzen im Wirbelsäulenbereich, die sich im Laufe der Erkrankung weiter verstärken und in Arme und Beine ausstrahlen.

Zu den typischen Beschwerden des Bewegungsapparates zählen ziehende, brennende Schmerzen des gesamten Muskel-Skelett-Systems, Morgensteifigkeit, Schmerzverstärkung in der Nacht sowie bei körperlicher Belastung, Krämpfe der Muskulatur sowie ein allgemeiner Kraftverlust.

Eine Störung des Nervensystems äußert sich besonders durch allgemeine Erschöpfung, Parästhesien der Extremitäten, Konzentrationsstörungen, Ohrgeräusche, Reizdarm, Reizmagen, subfibrile Temperaturen, übermäßiges Schwitzen und Ödeme.

Daneben können Angstzustände, Depressionen, Gleichgewichtsstörungen, Doppelbildern sowie Missempfindungen des Tastsinns.

Die Symptomatik verschlechtert sich unter bestimmten Situationen (z.B. Stress) und bessert sich anschließend wieder.

Die den gesamten Organismus betreffende Fibromyalgie führt auf Dauer zu einem chronischen Verlauf, bei dem sich der Betroffene aus dem aktiven Leben zurückzieht. Die Schmerzen führen zu einem Abbau der Muskulatur, der in Extremfällen eine vollständige Immobilität verursacht.

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Fibromyalgie - Operation als Ausweg?
Durch Befragung und Akupressur an den fraglichen Tender-Points kann Professor Bauer “Schaltkästen des Schmerzes” identifizieren, die dann durch eine Operation “gesäubert” werden. Mit dieser Therapie sollen angeblich 70 bis 80 Prozent der Patienten “geheilt” werden. Die Kritiker der angebotenen Operation stehen natürlich schon auf dem Plan.

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Im folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei Muskelrheuma in Frage kommen.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
Ernährung Die Ernährung spielt meiner Ansicht nach eine wichtige Rolle beim Fibromyalgie-Syndrom, ebenso wie bei allen Rheuma-Erkrankungen. In diesem Zusammenhang sollte der Säure-Basenhaushalt geprüft werden und die Ernährung überwiegend basich sein. Meiden Sie vor allem tierisches Eiweiß, vor allem Fleisch und Innereien. Die Arachidonsäure in diesen Produkten kann Scherz- und Entzündungsprozesse unterhalten.
Essen Sie stattdessen mehr frisch zubereitete Lebensmittel. Trinken Sie zudem mehr Wasser (20 - 25ml pro Kilogramm Körpergewicht) und lassen andere Getränke stehen.
Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Folgende Urtinktur kann unterstützend wirken: 40 ml Weidenrinden, je 20 ml Brennnessel, Löwenzahn und Zinnkraut.
Gemmo-Therapie Bis zur Besserung stündlich 1-2 Stösse Bergföhren-Knospenmazerat in den Mund sprayen.
Medizinische Massagen

Beim Abtasten der Schmerzstellen sind oft harte Knoten (Myogelosen) zu spüren. Man spürt aber auch so genannte Triggerpunkte. Diese Punkte sind sehr druckschmerzempfindlich. Der Masseur bleibt auf diesen Punkten mit ziemlich hartem Druck stehen, bis sich der Schmerz verflüchtigt. Auf diese Art kann die gestaute Energie wieder zum fließen gebracht werden. Trotz verspannter Muskeln muss der Körper bewegt werden, um eine noch größere Behinderung zu vermeiden.

Weitere manuelle Verfahren 

Es gibt zahlreiche Manuelle Verfahren, die auch beim Muskelrheuma eine Erleichterung und deutliche Schmerzlinderung bewirken können. Hierzu gehören unter anderem auch Chiropraktik, Osteopathie, Osteopraktik, Polarity, Shiatsu oder auch Rolfing.

Ein Versuch zur Selbsthilfe sind auch Zilgrei, Yoga, oder die fünf Tibeter.

Ich halte aber sehr viel davon, dass sich Patienten selbst helfen können. Ein Verfahren dass sehr wirksam ist und Eigenübungen vom Patienten verlangt ist die Schmerztherapie nach Liebscher-Bracht.

Wenn man die Schmerzen erst einmal im Griff hat, empfehle ich unbedingt ein vernünftiges Fitnesstraining. Was auch verordnet werden kann und effektiv ist (wenn es richtig gemacht wird): Medizinische Trainingstherapie

Darüberhinaus bin ich dabei, spezielle Programme gegen Muskelschmerzen auszuarbeiten. Wenn Sie dazu auf dem laufenden gehalten werden wollen, dann fordern Sie doch meinen kostenlosen Gesundheits-Newsletter an.

Orthomolekular-Medizin

Ein entzündungshemmendes, schmerzlinderndes und realativ nebenwirkungsfreies Mittel ist MSM.

Weiterhin kommen in Frage: Leinöl, Vitamin E, Vitamin A, Vitamin C, Selen, Kupfer und Eisen.

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und
chronischen Beschwerden eine Rolle spielen. Vor allem bei der Fibromyalgie sollte dies geprüft werden.

Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind bedenklich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 9.9.2011 aktualisiert.

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