Nackenschmerzen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Nackenschmerzen entstehen häufig durch Verspannungen und Verhärtungen der Nackenmuskulatur und können sich auch bis in die Schultern, den Kopf oder die Arme ausdehnen.

Diese Muskelschmerzen (= Myalgien) können diffus im gesamten Nackenbereich oder an einer bestimmten Stelle der Muskulatur auftreten.

Eine Verhärtung der Muskulatur an bestimmten Stellen mit einem dumpfen Druckschmerz ist dabei relativ häufig zu finden. Die dabei entstehenden druckschmerzhaften Punkte nennt man auch Myogelosen oder auch Triggerpunkte.

Menschen mit chronischen Nackenschmerzen leiden häufig auch unter Kopfschmerzen, vor allem Spannungskopfschmerzen.

Ursächlich für Nackenschmerzen können eine Überanstrengung der Muskulatur ("Muskelkater"), Fehlbelastungen bei Haltungsschäden, Verletzungen, Autoimmunerkrankungen (zum Beispiel Polymyalgia rheumatica) oder auch Hormonstörungen (zum Beispiel Morbus Addison) sein.

Vor allem in Kombination mit einer Erkältung (Virusinfektion) treten oft Schmerzen in der Nackenmuskulatur auf.

Chronische Nackenschmerzen sind bei degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule, wie zum Beispiel bei der Spondylarthrose der Halswirbel häufig (siehe auch: Arthrose). Meistens findet man jedoch Fehlstellungen einzelner Wirbelkörper, die dann für Verspannungen und Schmerzen in der Muskulatur sorgen (zum Beispiel beim akuten Schiefhals). Auch an eine Fehlstellung des Kiefergelenks sollte gedacht werden, ebenso wie an Aufbiss-Störungen der Zähne (zum Beispiel nach dem Einsetzen von Kronen o.ä.). Auch ein Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule kann die Schmerzen verursachen.

Die Fibromyalgie ist eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises, bei der nicht entzündliche, chronische Schmerzen vorkommen. Im Nackenbereich gibt es dabei definierte Schmerzdruckpunkte (Triggerpunkte).

Es kann auch vorkommen, dass die Schmerzen zwar im Nacken in Erscheinung treten, aber ihre Ursache an anderer Stelle haben, zum Beispiel in der Speiseröhre oder am Herzen.

Auch infolge eines Schleudertraumas kommen Nackenschmerzen häufig vor.

Treten Nackenschmerzen zusammen mit einer Nackensteifigkeit auf, muss neben der Muskelschmerzen auch an lebensbedrohliche Erkrankungen wie Meningitiden (zum Beispiel Hirnhautentzündung), Hirntumoren, Tetanus und Rückenmarkseinklemmungen gedacht werden.

Die Hauptursache liegt aber in einem ungünstigen Lebensstil: viel zu langes Sitzen, zu wenig Bewegung, eine schlechte Haltung am Arbeitsplatz. Dieses Verhalten sorgt dafür, dass die Muskeln sich verhärten und zu den Schmerzen führen.

Grundsätzlich sollten Sie bei länger anhaltenden Nackenschmerzen einen Arzt aufsuchen, um das Problem abklären zu lassen.

Diskutieren Sie mit! Im BLOG zum Beitrag Nackenprobleme und Nackenschmerzen.

Veränderte Alltagsgewohnheiten verbessern die Nackenschmerzen:

In den meisten Fällen liegt die Ursache für die Nackenschmerzen in einem ungünstigen Lebensstil mit zu wenig Bewegung und viel zu langem Sitzen.

Der Nacken ist besonders flexibel und muss das Gewicht des Kopfes stützen. Das kann er dann besonders gut, wenn der Kopf direkt über der Wirbelsäule zentriert ist. In vielen Alltagssituationen schieben wir jedoch den Kopf nach vorne und runden den Nacken, ohne es zu merken: beim Essen, am Computer, beim Lesen oder beim Fernsehen. Dabei verspannen sich die Muskeln, weil sie viel mehr Kraft aufbringen müssen und wir oft sehr lange in dieser ungünstigen Position verharren.

Einige einfache Tipps können die Situation verbessern:

  • Wenn Sie auf der Arbeit viel sitzen müssen, dann achten Sie darauf, dass Sie Ihre Freizeit aktiver gestalten.
  • Stehen Sie immer wieder kurz auf und strecken Sie sich.
  • Nutzen Sie verschiedene Sitzmöbel (zum Beispiel auch Sitzbälle oder Balancestühle), um aktiver zu sitzen.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport nach Ihren Interessen und Möglichkeiten.
  • Achten Sie auf Ihre Sitzhaltung: Auch am Computer kann man aufrecht sitzen. Versuchen Sie, Ihre Gewohnheiten diesbezüglich zu verbessern.
  • Sorgen Sie für einen ergonomischen Arbeitsplatz. Die Höhe von Schreibtisch und Stuhl und die Position von Tastatur, Maus und Monitor können schon viel ausmachen.

Stress als Auslöser für Nackenschmerzen:

Stress hat viele Gesichter: Ängste, Sorgen, Konflikte, aber auch Mehrfachbelastungen, Zeitmangel oder hohe Arbeitsanforderungen sorgen für eine Dauerbelastung, die unserem Körper und Geist schadet.

Evolutionär betrachtet hat Stress eine wichtige Funktion: Sie versetzt uns in kürzester Zeit in die Lage, auf eine Gefahrensituation zu reagieren, also zu kämpfen oder zu fliehen. Dazu werden Adrenalin und andere Hormone durch den Körper gejagt und die Muskeln spannen sich an, um sofort einsatzfähig zu sein. Nach Ende der Gefahr lassen diese Stresszeichen wieder nach. In unserer Gesellschaft besteht der Stress allerdings oft dauerhaft, vielfach nehmen wir ihn nicht einmal mehr wahr. Unser Körper ist aber in Dauerbereitschaft und reibt sich darin auf.

Nicht umsonst sagt man „Das sitzt mir im Nacken“, wenn wir uns um etwas Sorgen machen. Unsicherheiten, Ängste und Überforderung zeigen sich oft auch in einer leicht gebeugten Körperhaltung mit hochgezogenen Schultern. Und gerade in dieser Haltung werden die Nackenmuskeln besonders belastet.

Besonders problematisch: Schmerzen können zu weiterem Stress führen, besonders bei Menschen die ohnehin zu Ängsten, Sorgen oder Depressionen neigen. Im schlimmsten Fall finden sich die Betroffenen in einem Teufelskreis aus Stress und Schmerzen wieder.

Wer Stress, Ängste und Belastungen abbaut, tut also auch etwas gegen die Nackenschmerzen. Der Weg dorthin kann ganz unterschiedlich sein: Manchmal können die Stressfaktoren vermieden oder ausgeschaltet werden. Zusätzlich helfen Entspannungsmethoden, Bewegung und eventuell psychotherapeutische Unterstützung.

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Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und alternativmedizinische Therapieverfahren, die bei Nackenschmerzen infrage kommen.

Chronische und akute Nackenschmerzen lassen sich durch eine "alternative" Therapie sehr gut behandeln.

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel

Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum Fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Akupunktur und Moxibustion Akupunktur kann sowohl bei akuten als auch bei chronischen Nackenschmerzen gut helfen. Infrage kommt auch eine Ohrakupunktur.
Bachblüten

Sehr oft sehe ich bei Patienten mit chronischen Nackenschmerzen eine hohe Stressbelastung. Grund dafür kann die Familie, der Ehepartner oder die Arbeit sein, häufig auch einfach einer Mehrfachbelastung im Alltag. Bachblüten lösen keine Probleme, aber sie helfen, anders damit umzugehen und bringen Sie einer Lösung näher. Lassen Sie sich von einem/r Therapeuten/In eine Mischung zusammenstellen.

Chiropraktik / Osteopathie

Chiropraktiker, Manualtherapeuten und auch Osteopathen gehen davon aus, dass bei Nackenschmerzen eine Fehlstellung bestimmter Wirbelkörper an der Halswirbelsäule oder auch eine Fehlstellung des Kiefergelenks vorliegen kann. Diese Fehlstellung bewirkt dann eine Verspannung der Muskulatur.
Ernährung / Übersäuerung Die Ernährung beeinflusst meiner Erfahrung nach fast alle Krankheiten. Dies trifft auf eine Erkältung zu, ebenso wie auf die stark verspannte Muskulatur, bei der man fast immer auch eine lokale Übersäuerung finden kann. Eine kohlenhydrat- und säurearme Ernährung kann deshalb auch die Nackenschmerzen deutlich verbessern.
Kälte-/Wärmeanwendungen  Je nach Ursache und Ausprägung der Nackenschmerzen kann Kälte oder Wärme hilfreich sein. Bei akuten Verletzungen versuchen Sie es zunächst mit Eis, das Sie einige Minuten lang auf den Nackenmuskeln bewegen. Muskelverspannungen können sich durch Wärme lösen, zum Beispiel in der Badewanne oder mit einer Wärmflasche. 
Massage

Massagen lösen Verkrampfungen und Verspannungen der Nackenmuskulatur sowie der Schultermuskulatur. Dies ist allerdings nur eine Symptom-Behandlung. Es gilt wie immer: Man muss die Ursache feststellen, sonst treten die Probleme in kürzester Zeit wieder auf.

Muskeltraining

Ich halte aber sehr viel davon, dass sich Patienten selbst helfen können. Ein Verfahren, das sehr wirksam ist und Eigenübungen vom Patienten verlangt, ist die Schmerztherapie nach Liebscher-Bracht.

Wenn man die Schmerzen erst einmal im Griff hat, empfehle ich unbedingt ein vernünftiges Fitnesstraining. Was auch verordnet werden kann und effektiv ist (wenn es richtig gemacht wird): Medizinische Trainingstherapie

Darüber hinaus bin ich dabei, spezielle Programme gegen Muskelschmerzen auszuarbeiten. Wenn Sie dazu auf dem Laufenden gehalten werden wollen, dann fordern Sie doch meinen kostenlosen Gesundheits-Newsletter an.

Neuraltherapie Die Neuraltherapie im Sinne einer Triggerpunkttherapie ist effektiv, um die schmerzhaften Myogelosen und Triggerpunkte aufzulösen.
Orthomolekulare Medizin

Bei chronischen Schmerzpatienten findet man häufig auch eine nicht optimale Nährstoffversorgung, um es einmal "vorsichtig" auszudrücken. Um Verspannungen zu reduzieren, könnte an den Mineralstoff Magnesium gedacht werden.

Dr. Bodo Kulinski geht sogar davon aus, dass die unerkannte HWS-Instabilität der wichtigste "Initiator und Promotor" einer Multisystemerkrankung der gesamten Bevölkerung ist. Bei der HWS- Problematik konnte ich tatsächlich feststellen, dass sich nach der Gabe von Vitamin B12 die Symptome deutlich besserten. Hierzu ist meiner Erfahrung nach die Injektion nötig, da orales Vitamin B12 bei diesen Patienten nicht gut angenommen wird und kaum Besserungen eintreten.

Pflanzenheilkunde Sind Ihre Nackenschmerzen die Folge einer Überanstrengung (Muskelkater), hilft Arnika, entweder als Tinktur oder als Arnikasalbe.
Säure-Basen-Haushalt Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Eine umfassende Entsäuerung können Sie unter anderem durch Fasten herbeiführen.
Schüssler-Salze

Nackenschmerzen: Calcium phosphoricum Nr. 2, Ferrum phos. Nr. 3, Magnesium phos. Nr. 7.

Nackensteifheit: Calcium fluoratum Nr. 1, Calcium phos. Nr. 2, Magnesium phos. Nr. 7

Bei Nackenschmerzen, die aufgrund von Verspannungen auftreten, hat sich die heiße Sieben bewährt.

Zahnstörfeld Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen. Aufbiss-Störungen (CMD-Syndrom) sollte auch geprüft werden.
Sonstiges

Ausgleichend und insgesamt sehr entspannend wirkt eine Fußreflexzonenmassage.

Patienten, deren Verspannungen vor allem durch viel Stress mitverursacht werden, empfehle ich ein Entspannungsverfahren oder anderes "Ausgleichsverfahren", wie zum Beispiel: Yoga, Tai Chi, Qi Gong, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.

weitere mögliche alternative Therapien und Naturheilverfahren

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.10.2016 aktualisiert.